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Apfel-Babka mit Zimt und Mandeln

Apfel-Babka mit Zimt und Mandeln

Wenn der Duft von Zimt, Kardamom und karamellisierten Äpfeln durch die Küche zieht, fühlt sich jeder Herbsttag sofort gemütlicher an. Diese Apfel-Babka verbindet zartes, olivenölhaltiges Hefebrot mit einer würzigen Apfelfüllung — geflochten, in der Kastenform gebacken und mit knusprigen Mandeln gekrönt. Das Ergebnis: ein Gebäck mit weichem Kern, goldbrauner Kruste und dem wohl einladendsten Aroma der Saison.
Servings 10
Gesamtzeit 2 Stunden 30 Minuten

Kochutensilien

  • 1 Kastenform ca. 25 × 12 cm (10 × 5 in)
  • 1 Küchenmaschine oder Handmixer mit Knethaken
  • 1 Nudelholz
  • 1 Pfanne oder kleiner Topf (für die Füllung)
  • 1 Stabmixer oder Gabel
  • 1 Kuchengitter
  • Backpapier oder etwas Öl zum Einfetten
  • 1 Messer (scharf)

Zutaten

Für den Hefeteig:

  • 270 g Weizenmehl  Type 550 (Brotmehl)
  • 90 ml Milch (lauwarm)
  • 1 Ei (Größe M, zimmerwarm)
  • 30 g Olivenöl
  • 1 EL Wasser
  • 30 g brauner Zucker
  • 7 g Trockenhefe (1 Päckchen)
  • 1 TL Honig
  • 5 g Salz (ca. 1 TL)

Für die Apfelfüllung:

  • 300 g Äpfel (ca. 2–3 mittelgroße, säuerliche Sorte wie Boskoop oder Elstar)
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Zimt (gemahlen)
  • 1 Prise Kardamom (gemahlen)
  • 2 EL Wasser

Zum Bestreichen und Bestreuen:

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch
  • 30 g Mandeln (grob gehackt; alternativ - Mandelblättchen)

Anleitungen

  • HEFETEIG ZUBEREITEN:
    Die Milch in einem kleinen Topf handwarm erwärmen — sie sollte sich angenehm warm anfühlen, aber nicht heiß sein.
    Wichtig: Die Milch sollte nicht wärmer als 40 °C (105 °F) sein, da zu hohe Temperaturen die Hefekulturen abtöten.
    Die lauwarme Milch in eine große Rührschüssel geben, die Trockenhefe und den Honig einrühren. Abgedeckt ca. 5 Minuten ruhen lassen, bis die Oberfläche leicht schäumt — das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
    Das Ei dazugeben und kurz verrühren. Nach und nach das Mehl einrieseln lassen und mit den Knethaken des Handmixers oder in einer Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten. Das Olivenöl und den Esslöffel Wasser dazugießen, dann den braunen Zucker einarbeiten. Den Teig ca. 15 Minuten kneten, bis er geschmeidig, elastisch und leicht glänzend ist — er darf noch minimal am Schüsselrand kleben, sollte sich aber weitgehend von der Schüssel lösen.
    Zum Schluss das Salz einkneten und noch weitere 2 Minuten weiterkneten, bis der Teig glatt ist.
    Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie abdecken und den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
  • APFELFÜLLUNG ZUBEREITEN:
    Während der Teig geht, die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden (ca. 1 cm / ½ in).
    Die Apfelwürfel zusammen mit dem braunen Zucker, dem Zimt, dem Kardamom und 2 EL Wasser in eine Pfanne oder einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 8–10 Minuten dünsten, bis die Äpfel weich sind und die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
    Die weichen Äpfel mit einem Stabmixer oder einer Gabel zu einem gleichmäßigen Püree verarbeiten. Das Apfelpüree auf einem Teller dünn ausstreichen und vollständig abkühlen lassen — eine warme Füllung würde den Teig aufweichen und das Flechten erschweren.
  • FÜLLEN UND FLECHTEN:
    Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen und zu einem Rechteck von ca. 30 × 35 cm (12 × 14 in) ausrollen. Wenn der Teig beim Ausrollen zurückzieht, 5 Minuten ruhen lassen und dann weiter ausrollen.
    Das abgekühlte Apfelpüree gleichmäßig auf der gesamten Teigfläche verstreichen, dabei an den Rändern ca. 1 cm (½ in) frei lassen.
    Den Teig von der langen Seite her straff zu einer Rolle aufrollen. Die Rolle mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren, sodass zwei lange Stränge mit offener Schnittfläche entstehen.
    Die beiden Stränge mit den offenen Schnittflächen nach oben nebeneinanderlegen und miteinander verflechten: einen Strang über den anderen legen, abwechselnd, bis ein Zopf entsteht. Die Enden leicht zusammendrücken und darunter falten.
  • IN DIE FORM LEGEN UND GEHEN LASSEN:
    Eine Kastenform (ca. 25 × 12 cm / 10 × 5 in) mit Backpapier auslegen oder dünn mit Öl einfetten.
    Den geflochtenen Teig vorsichtig in die vorbereitete Form setzen. Mit einem Küchentuch abdecken und nochmals ca. 15 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen (Stückgare). In dieser Zeit den Backofen auf 180 °C (355 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • BESTREICHEN, BESTREUEN UND BACKEN:
    Das Eigelb mit dem Esslöffel Milch verrühren. Die Oberfläche der Babka gleichmäßig mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen — das sorgt für die glänzende, goldbraune Kruste. Die gehackten Mandeln gleichmäßig darüber streuen und leicht andrücken.
    Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 30–35 Minuten backen, bis die Oberfläche tief goldbraun ist und die Mandeln leicht geröstet duften. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, nach ca. 20 Minuten locker mit Alufolie abdecken.
    Die Babka in der Form 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
    Apfel-Babka mit Zimt und Mandeln

Notizen

Zeit:
  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten
  • Gehzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten (1 Stunde + 15 Minuten Stückgare)
  • Backzeit: 30–35 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 30 Minuten
Portionen: 1 Babka (ca. 10 Scheiben)

Tipps
Apfelsorten: Für die Füllung eignen sich säuerliche, gut zerfallende Sorten am besten — Boskoop, Elstar oder Braeburn. Süße Sorten wie Gala oder Fuji werden weniger aromatisch und brauchen oft mehr Zimt als Gegengewicht.
Olivenöl im Hefeteig: Das Olivenöl verleiht dem Teig eine zarte, leicht mediterrane Note und macht die Krume besonders weich. Ein mildes, nicht zu fruchtiges Olivenöl eignet sich am besten, damit der Apfel-Zimt-Geschmack im Vordergrund bleibt.
Flechten ohne Stress: Falls die Stränge nach dem Halbieren sehr weich sind: die aufgeschnittene Rolle 10 Minuten in den Kühlschrank legen, bevor geflochten wird. Der Teig wird fester und lässt sich deutlich einfacher verarbeiten.
Einfachere Variante zum Bestreichen: Statt der Eigelb-Milch-Mischung kann die Babka auch nur mit etwas Milch bestrichen werden — die Kruste wird dann etwas matter, aber das Ergebnis ist ebenfalls schön.
Aufbewahrung: In Frischhaltefolie gewickelt oder in einer luftdichten Dose bleibt die Babka bei Zimmertemperatur 2–3 Tage frisch. Einzelne Scheiben schmecken aufgetoastet besonders gut — kurz im Toaster oder bei 150 °C (300 °F) für 5 Minuten im Ofen erwärmen.
Einfrieren: Die Babka lässt sich sehr gut einfrieren — am besten in Scheiben geschnitten und in einem Gefrierbeutel. Bis zu 8 Wochen haltbar. Einzelne Scheiben direkt aus dem Gefrierfach toasten.

Hinweise
💡 Hinweis: Vegetarisch — Dieses Rezept ist vegetarisch. Es enthält Ei, Milch und Honig. Für eine vegane Variante lässt sich das Ei durch 3 EL Apfelmus ersetzen, die Milch durch einen pflanzlichen Drink (z. B. Haferdrink) und der Honig durch Agavendicksaft — die Textur des Teigs wird jedoch weniger elastisch.
⚠️ Hinweis: Allergene — Dieses Rezept enthält Weizen (Mehl), Eier, Milch und Schalenfrüchte (Mandeln). Für eine nussfreie Variante die Mandeln einfach weglassen oder durch Haferflocken ersetzen.

(Die Nährwerte sind Richtwerte und können je nach verwendeten Produkten variieren.)
Calories: 195kcal
Gericht: Backware, Brot, Brunch, Frühstück, Gebäck
Küche: Jüdische, Nahöstliche
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: aus dem Ofen, Brot, Comfort Food, einfach, Familienessen, fruchtig, gebacken, Herbstrezepte, klassisch, nussig, selbstgemacht, Winterrezepte