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Apfelstrudel aus Hefeteig von oben auf einem Kuchengitter, in Scheiben geschnitten, mit Puderzucker bestäubt, dazu frische Äpfel

Apfelstrudel aus Hefeteig mit Rosinen und Zimt

Dieser Apfelstrudel ist die saftige, sättigende Hausmacher-Variante: Statt hauchdünnem Strudelteig wird er aus einem weichen, buttrigen Hefeteig gerollt. Er umschließt eine großzügige Füllung aus Äpfeln, Rosinen und Zimt und backt zu einem goldbraunen, brotartigen Laib auf. Die Krume bleibt locker und saftig, der Duft nach Zimt und gebackenen Äpfeln zieht durch die ganze Küche. Bestäubt mit Puderzucker und in dicke Scheiben geschnitten, ist er ein gemütliches Herbst- und Wintergebäck für die Kaffeetafel – deutlich fülliger als der klassische Wiener Strudel und dabei einfacher zu formen.
Servings 12 Stück
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 38 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden 30 Minuten

Kochutensilien

  • Backblech mit Backpapier
  • Nudelholz
  • Küchentuch (zum Abdecken beim Gehen)

Zutaten

Für den Hefeteig

  • 400 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 60 g Zucker
  • 7 g Trockenhefe (oder 21 g frische Hefe)
  • 180 ml Milch (lauwarm)
  • 60 g Butter (weich)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 Bio-Zitrone (nur der Abrieb, optional)

Für die Apfelfüllung

  • 5 Äpfel (ca. 600 g, z. B. Boskoop oder Elstar)
  • 60 g Zucker
  • 2 TL Zimt
  • 60 g Rosinen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 30 g Semmelbrösel (saugen den Apfelsaft auf)

Zum Bestreichen und Bestäuben

  • 1 Ei (verquirlt, zum Bestreichen)
  • 2 EL Puderzucker (zum Bestäuben)

Anleitungen

  • Hefeteig ansetzen:
    Die lauwarme Milch mit der Hefe und 1 TL vom Zucker verrühren und kurz stehen lassen. Mehl, restlichen Zucker, Salz, Ei, weiche Butter, den optionalen Zitronenabrieb und die Hefemilch zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten (etwa 8 bis 10 Minuten).
    Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  • Füllung vorbereiten:
    Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Sofort mit dem Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden. Zucker, Zimt und Rosinen untermengen.
  • Teig ausrollen und belegen:
    Den gegangenen Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 40 × 30 cm (16 × 12 in) ausrollen.
    Die Semmelbrösel gleichmäßig darüber streuen – sie saugen den austretenden Saft auf und halten den Boden trocken. Darauf die Apfelfüllung verteilen und dabei ringsum einen Rand von etwa 2 cm (1 in) frei lassen.
  • Aufrollen:
    Den Teig von der langen Seite her satt aufrollen. Die Enden gut verschließen und den Strudel mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  • Nachgehen und bestreichen:
    Den geformten Strudel noch einmal zugedeckt etwa 20 bis 30 Minuten gehen lassen.
    Anschließend mit dem verquirlten Ei bestreichen und die Oberseite mehrmals schräg einschneiden, damit der Dampf entweichen kann.
  • Backen:
    Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (356 °F) Ober-/Unterhitze etwa 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.
    Bleibt die Oberfläche zu hell, kurz vor Schluss die Temperatur leicht erhöhen; wird sie zu dunkel, mit Backpapier abdecken.
  • Abkühlen und servieren:
    Den Strudel auf einem Gitter etwas abkühlen lassen, großzügig mit Puderzucker bestäuben und in dicke Scheiben schneiden. Am besten schmeckt er lauwarm, dazu passt eine Tasse Kaffee oder Tee.
    Angeschnittener Apfelstrudel aus Hefeteig mit sichtbarer Apfel-Rosinen-Füllung, bestäubt mit Puderzucker

Notizen

Hefeteig statt Strudelteig: Der klassische Wiener Apfelstrudel wird aus hauchdünn ausgezogenem Strudelteig gemacht. Diese Variante nutzt einen weichen Hefeteig – er ist deutlich einfacher zu handhaben, reißt nicht und ergibt ein fülligeres, brotartiges Gebäck. Wer eine saftig-sättigende Hausmacher-Version sucht, ist hier richtig.
Warum Semmelbrösel? Äpfel geben beim Backen viel Saft ab. Eine dünne Schicht Semmelbrösel zwischen Teig und Füllung saugt diese Feuchtigkeit auf und verhindert, dass der Boden durchweicht. Gemahlene Nüsse oder gemahlene Mandeln erfüllen denselben Zweck.
Die richtigen Äpfel: Am besten eignen sich säuerliche, aromatische Sorten wie Boskoop oder Elstar. Sie behalten beim Backen Biss und ihre Säure gleicht die Süße von Zucker und Rosinen aus. Sehr weiche Sorten zerfallen dagegen leicht zu Mus.
Gehzeit nicht überspringen: Der Teig braucht Zeit, um aufzugehen, und auch nach dem Formen noch einmal eine kurze Ruhephase. So wird die Krume locker und saftig statt kompakt. An einem warmen, zugfreien Ort geht der Teig am zuverlässigsten auf.
Variieren: Wer mag, gibt gehackte Walnüsse, eine Prise gemahlene Nelken oder etwas Vanille in die Füllung. Statt Rosinen passen auch Cranberries oder getrocknete Aprikosen.
Aufbewahren: In Folie gewickelt oder in einer Dose bleibt der Strudel 2 bis 3 Tage saftig. Kurz im Ofen aufgewärmt schmeckt er fast wie frisch gebacken. Er lässt sich auch in Scheiben einfrieren.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 265kcalCarbohydrates: 50gProtein: 4gFat: 5gSodium: 120mgFiber: 2gSugar: 16g
Calories: 265kcal
Gericht: Backwaren, Brunch, Dessert
Küche: Deutsch, Europäisch, Mitteleuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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