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Ausgebackene Fliederblüten mit Puderzucker bestäubt auf einem hellen Teller, daneben frische Fliederblüten

Ausgebackene Fliederblüten (Fliederküchle)

Ausgebackene Fliederblüten sind eine fast vergessene Frühlingsspezialität aus der süddeutschen und alpenländischen Küche: Ganze Fliederrispen werden durch einen dünnen Pfannkuchenteig gezogen und in heißem Öl goldbraun ausgebacken, bis eine luftige, knusprige Hülle entsteht. Mit Puderzucker bestäubt und lauwarm serviert, schmecken die Fliederküchle zart-blumig und leicht süß – ein duftendes Gebäck, das nach Mai und blühenden Gärten schmeckt. Verwandt mit den bekannteren Holunderblütenküchle, sind sie ein wunderbares Beispiel für die alte Tradition, essbare Blüten in Backteig auszubacken. Wichtig ist nur, ausschließlich die Blüten von echtem, unbehandeltem Flieder zu verwenden.
Servings 4 Portionen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten

Kochutensilien

  • Topf oder tiefe Pfanne zum Ausbacken
  • Küchenpapier (zum Abtropfen)
  • feines Sieb (zum Bestäuben mit Puderzucker)

Zutaten

Für die Fliederblüten

  • 15 kleine Fliederrispen (nur Blüten von echtem, unbehandeltem Flieder / Syringa vulgaris)

Für den Ausbackteig

  • 150 g Weizenmehl 
  • 200 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz

Zum Ausbacken und Bestäuben

  • 500 ml Sonnenblumenöl (zum Ausbacken)
  • 2 EL Puderzucker (zum Bestäuben)

Anleitungen

  • Blüten vorbereiten:
    Nur voll aufgeblühte Rispen von echtem, unbehandeltem Flieder verwenden. Die Blüten vorsichtig ausschütteln, um kleine Insekten zu entfernen. Nicht waschen oder nur ganz kurz abbrausen und gründlich trocken tupfen – nasse Blüten nehmen den Teig schlecht an. Ein kurzes Stück Stiel als Griff stehen lassen.
  • Teig anrühren:
    Mehl, Zucker und Salz mit Milch und Ei zu einem glatten, nicht zu dünnflüssigen Teig verrühren. Der Teig soll die Blüten leicht umhüllen und an ihnen haften bleiben.
  • Öl erhitzen:
    Das Öl in einem Topf auf etwa 170 °C (338 °F) erhitzen. Ist kein Thermometer zur Hand, hilft die Holzstäbchen-Probe: Steigen an einem eingetauchten Holzstäbchen feine Bläschen auf, ist das Öl heiß genug.
  • Ausbacken:
    Die Fliederrispen am Stiel halten, durch den Teig ziehen, kurz abtropfen lassen und in das heiße Öl geben. In etwa 1 bis 2 Minuten goldbraun ausbacken, dabei einmal wenden. Mit einer Gabel oder Zange herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Bestäuben & servieren:
    Die ausgebackenen Fliederblüten großzügig mit Puderzucker bestäuben und noch lauwarm servieren. Frisch schmecken sie am besten.
    Ausgebackene Fliederblüten mit Puderzucker bestäubt auf einem hellen Teller, daneben frische Fliederblüten

Notizen

Nur echten Flieder und nur die Blüten verwenden: Für dieses Rezept eignen sich ausschließlich die Blüten des echten Flieders (Syringa vulgaris). Blätter, Stiele, Rinde und die späteren Samenkapseln gehören nicht in die Küche. Wichtig ist außerdem, den Flieder nicht mit anderen, giftigen Zierpflanzen zu verwechseln: Blauregen (Wisteria) und Goldregen (Laburnum) sind giftig und dürfen keinesfalls verwendet werden. Wer sich nicht ganz sicher ist, welche Pflanze vor ihm steht, verzichtet lieber.
Nur von unbehandelten Sträuchern: Die Blüten sollten von ungespritzten Sträuchern stammen und nicht direkt an stark befahrenen Straßen gesammelt werden. Am besten erntet man an einem trockenen, sonnigen Tag am späten Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist und der Duft am stärksten ist.
In Maßen genießen: Flieder hat ein sehr intensives, parfümiertes Aroma. Ausgebackene Fliederblüten sind ein feiner Genuss in kleinen Mengen, kein Grundnahrungsmittel. Für den ersten Versuch lohnt es sich, mit wenigen Blüten zu beginnen.
Der richtige Teig: Der Teig darf nicht zu dünn sein, sonst hält er nicht an den zarten Blüten. Ist er zu dick, wird die Hülle schwer und die feine Blüte geht unter. Ein Teig, der die Blüten wie ein hauchdünner Schleier umhüllt, ist ideal.
Verwandtschaft mit Holunderblütenküchle: Das Rezept gehört zur alten Tradition der ausgebackenen Blüten, wie man sie aus Süddeutschland, Österreich und dem Alpenraum kennt. Am bekanntesten sind die Holunderblütenküchle; Flieder lässt sich auf genau dieselbe Weise zubereiten.
Sofort servieren: Ausgebackene Fliederblüten schmecken frisch und lauwarm am besten. Sie verlieren beim Stehen ihre Knusprigkeit, deshalb werden sie am besten direkt nach dem Ausbacken serviert.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 220kcalCarbohydrates: 30gProtein: 5gFat: 9gSodium: 80mgFiber: 1gSugar: 9g
Calories: 220kcal
Gericht: Desserts, Snack
Küche: Deutsch, Europäisch, Mitteleuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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