Saftiger Bananen-Kastenkuchen mit Rohrohrzucker, Joghurt und ganzen Heidelbeeren, belegt mit zwei längs halbierten Bananen, die beim Backen karamellisieren.
Servings 12Scheiben
Vorbereitungszeit 25 MinutenMin.
Zubereitungszeit 1 StundeStd.
Auskühlzeit 1 StundeStd.30 MinutenMin.
Gesamtzeit 2 StundenStd.55 MinutenMin.
Kochutensilien
Kastenform (ca. 25 × 11 cm / 10 × 4½ in, helles Blech)
große Rührschüssel
Gabel (zum Zerdrücken der Bananen)
Teigschaber
Kuchengitter
Küchenthermometer (optional, für die Kerntemperatur)
Zutaten
Für den Teig
2Bananen(sehr reif, stark gefleckt; ca. 240 g geschält)
120gRohrohrzucker(grob, brauner Rohrzucker)
1Ei(Größe M, zimmerwarm)
80gRapsöl(neutral; alternativ Sonnenblumenöl)
125gNaturjoghurt(3,5 % Fett, zimmerwarm)
280gWeizenmehl(Type 405)
8gBackpulver(2 gestrichene TL)
2gNatron(½ TL)
3gSalz(½ TL)
150gHeidelbeeren(frisch, fest; siehe Hinweis zu gefrorenen Beeren)
Zum Belegen und für die Form
1Banane(noch fest, längs halbiert)
10gButter(weich, für die Form)
1ELWeizenmehl(zum Ausstäuben der Form)
Anleitungen
FORM UND OFEN VORBEREITEN
Den Backofen auf 175 °C (347 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kastenform mit weicher Butter ausstreichen, dabei besonders die Ecken erwischen. Anschließend 1 EL Mehl hineingeben, die Form ringsum drehen, bis die Fettschicht überall bedeckt ist, und das überschüssige Mehl über der Spüle ausklopfen.
Die Heidelbeeren verlesen, kurz kalt abspülen und auf Küchenpapier vollständig trocken tupfen. Nasse Beeren geben ihren Saft sofort an den Teig ab und ziehen blaue Schlieren.
TEIG RÜHREN
Die 2 sehr reifen Bananen schälen und in der großen Schüssel mit der Gabel zerdrücken. Es sollen deutlich sichtbare Stücke von etwa 1 cm (⅜ in) übrig bleiben - nicht zu Püree verarbeiten, diese Stücke sind später im Anschnitt als weiche Bananenadern zu erkennen.
Den Rohrohrzucker über das Bananenmus streuen und unterrühren. Die Masse wirkt zunächst körnig, das ist richtig: Der grobe Zucker löst sich erst mit Ei und Öl vollständig auf.
Das Ei zugeben und mit der Gabel kräftig einarbeiten, bis keine Eiweißfäden mehr zu sehen sind.
Das Öl dazugießen und etwa 30 Sekunden zügig rühren. Anfangs schwimmt das Öl als geschlossene Lache obenauf; gerührt wird so lange, bis diese Lache verschwunden ist und die Masse gleichmäßig hell und leicht schaumig aussieht.
Den Joghurt unterrühren. Die Masse wird dabei sichtbar heller und cremiger - sie ist jetzt dünnflüssig, das ändert sich mit dem Mehl.
Mehl, Backpulver, Natron und Salz in einer zweiten Schüssel gründlich vermischen. Die Hälfte davon über die feuchte Masse geben und mit dem Teigschaber unterheben, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
Die zweite Hälfte der Mehlmischung dazugeben und nur so lange unterheben, bis sie gerade eingearbeitet ist. Der Teig ist jetzt dick und fällt schwer vom Schaber. Höchstens 10 bis 12 Hebebewegungen - längeres Rühren macht die Krume gummiartig.
Die trockenen Heidelbeeren auf den Teig streuen und mit fünf bis sechs großen Hebebewegungen unterheben. Einzelne Beeren dürfen sichtbar an der Oberfläche liegen bleiben.
BELEGEN UND BACKEN
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche mit dem Schaber glatt streichen. Die feste Banane schälen, längs halbieren und die beiden Hälften mit der Schnittfläche nach oben leicht versetzt auf den Teig legen. Nicht eindrücken - sie sinken beim Backen von selbst ein.
Auf der mittleren Schiene 55 bis 65 Minuten backen. Nach etwa 35 Minuten ist die Oberfläche bereits kräftig gebräunt; ab diesem Punkt locker mit Alufolie abdecken, sonst wird die Kruste dunkler als gewollt. Fertig ist das Brot bei einer Kerntemperatur von 96 bis 98 °C (205 bis 208 °F). Die Stäbchenprobe nur an einer beerenfreien Stelle machen, sonst zeigt der Saft der Heidelbeeren rohen Teig vor.
AUSKÜHLEN UND SERVIEREN
Das Bananenbrot 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann mit einem Messer vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Sofort wieder aufrecht drehen, damit die belegte Oberseite nicht flach gedrückt wird, und mindestens 1 Stunde auskühlen lassen.
Vollständig ausgekühlt mit einem Brotmesser in etwa 12 Scheiben von 2 cm (¾ in) schneiden. Warm geschnitten reißt die Krume rund um die Beeren ein.
Notizen
Tipps:
Die Bananen für den Teig müssen stark gefleckt bis fast braun sein. Gelbe Bananen bringen wenig Süße und kaum Aroma, und ihr Fruchtfleisch lässt sich nicht sauber zerdrücken.
Die Banane zum Belegen dagegen sollte noch fest sein. Eine überreife Hälfte zerfällt im Ofen und verschwindet in der Kruste, statt als klare Linie sichtbar zu bleiben.
Tiefgekühlte Heidelbeeren nicht auftauen, sondern gefroren unterheben und die Backzeit um 5 Minuten verlängern. Aufgetaute Beeren färben den ganzen Teig blaugrau.
Der Teig ist dick und fällt schwer vom Schaber - genau das hält die Beeren in der Schwebe. Wer ihn glatt und gießbar rührt, findet die Heidelbeeren später am Boden.
Aufbewahrung: In einer gut schließenden Dose bei Zimmertemperatur 3 Tage haltbar, am zweiten Tag ist die Krume am saftigsten. Im Kühlschrank wird sie fest und trocken. Eingefroren hält das Brot 3 Monate, am besten in Scheiben geschnitten und einzeln in Folie gewickelt.Variationen: Statt Heidelbeeren funktionieren Brombeeren oder Himbeeren in derselben Menge, Himbeeren allerdings nur gefroren, sonst zerfallen sie beim Unterheben. Wer den Joghurt ersetzen möchte, nimmt Buttermilch oder Kefir in gleicher Menge - beide bringen die Säure mit, die das Natron braucht.Vorbereiten: Die trockenen Zutaten lassen sich am Vorabend abwiegen und mischen. Der fertige Teig sollte dagegen sofort in den Ofen, weil Backpulver und Natron bereits in der Schüssel zu arbeiten beginnen.