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Hausgemachte Blutorangen-Marmelade in einer Glasschale auf grüner Leinenserviette mit halbierten Blutorangen

Blutorangen-Marmelade aus reiner Fruchtmasse mit Gelierzucker

Hausgemachte Blutorangen-Marmelade aus filetiertem Fruchtfleisch (Tarocco, Sanguinello oder Moro) mit Gelierzucker 2:1 und einem Schuss Zitronensaft – ohne Schalenstreifen, fein-stückig und koralle-orange leuchtend. Fruchtig-intensiv und unkompliziert, ergibt 3–4 Gläser à 200 ml.
Servings 4 Gläser
Prep Time 30 minutes
Cook Time 15 minutes
Abkühlzeit 8 hours
Total Time 8 hours 45 minutes

Equipment

  • großer Kochtopf (mind. 5 l Volumen)
  • scharfes Filetiermesser (für das Filetieren der Blutorangen)
  • Feine Zester-Reibe oder feine Reibe (optional, für den Schalenabrieb)
  • feines Sieb
  • Großer Holzlöffel oder Silikonspatel
  • Marmeladengläser mit Schraubdeckel (3–4 Stück à 200 ml, sterilisiert)
  • Kleiner Teller (im Gefrierfach vorgekühlt, für den Tellertest)
  • Trichter (optional, erleichtert das Befüllen)
  • Saubere Geschirrtücher

Ingredients

Für die Marmelade

  • 1 kg Blutorangen (Tarocco, Sanguinello oder Moro; vollreif; ergibt nach Filetieren ca. 700 g Fruchtfleisch)
  • 350 g Gelierzucker 2:1 (für 700 g Fruchtfleisch; auf Packungshinweis achten)
  • 30 ml Zitronensaft (frisch gepresst, ca. Saft 1 Zitrone)
  • 1 TL Schalenabrieb (von 1 Bio-Blutorange; optional, sehr fein über feine Zester-Reibe)

Instructions

GLÄSER STERILISIEREN

  • Drei bis vier Marmeladengläser à 200 ml gründlich mit heißem Spülwasser reinigen. Anschließend sterilisieren: entweder 10 Minuten in einem großen Topf mit sprudelnd kochendem Wasser auskochen (mit den Deckeln zusammen), oder bei 100 °C (212 °F) für 10 Minuten in den Backofen stellen. Die Gläser bis zum Befüllen heiß und sterilisiert lassen – nicht offen abkühlen lassen, sonst setzen sich erneut Keime an die Innenwände. Einen kleinen Teller ins Gefrierfach stellen – er wird später für den Tellertest gebraucht.

BLUTORANGEN FILETIEREN

  • Falls Schalenabrieb verwendet wird: Eine Bio-Blutorange gründlich waschen, trockentupfen und mit der feinen Zester-Reibe einen Teelöffel sehr feinen Schalenabrieb abnehmen (nur die orangene Schicht, nicht die weiße Innenschicht darunter, da diese bitter wird). Beiseitestellen.
  • Die Blutorangen mit einem scharfen Messer oben und unten gerade abschneiden, sodass die Frucht stabil auf dem Brett steht. Die Schale samt der weißen Innenhaut in Streifen von oben nach unten abschneiden – die Frucht soll vollständig nackt sein, kein Weiß mehr sichtbar.
  • Die nackten Früchte über eine große Schüssel halten (um den austretenden Saft aufzufangen) und die einzelnen Fruchtsegmente zwischen den Trennwänden herausschneiden – sogenanntes Filetieren. Die Kerne entfernen. Die ausgepressten Trennwände nach dem Filetieren über der Schüssel ausdrücken, um den Saft auszunutzen. Die Fruchtsegmente und der aufgefangene Saft werden gemeinsam in den Kochtopf gegeben – Zielmenge etwa 700 g.

MARMELADE KOCHEN

  • Das Fruchtfleisch und den Saft im Kochtopf mit dem Zitronensaft und – falls verwendet – dem Schalenabrieb vermengen. Den Gelierzucker 2:1 zugeben und gut umrühren, sodass sich der Zucker gleichmäßig verteilt. Die Mischung bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
  • Sobald die Marmelade sprudelnd kocht (also auch beim Rühren nicht aufhört zu blubbern), die Hitze etwas reduzieren und genau 4 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen – bei Bedarf entstehenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen und entsorgen. Die genaue Kochzeit ist entscheidend: zu kurz, und die Marmelade bleibt flüssig; zu lang, und sie wird wässrig und kandiert.
  • Tellertest durchführen: Einen Teelöffel Marmelade auf den vorgekühlten Teller geben und 30 Sekunden warten. Mit dem Finger leicht durch die Probe streichen – sollte sie sich krauselig zusammenziehen und nicht sofort wieder zusammenfließen, ist die Marmelade fertig. Wenn sie noch flüssig wirkt, weitere 1–2 Minuten kochen und erneut testen.

ABFÜLLEN UND VAKUUM-VERSIEGELUNG

  • Die fertige heiße Marmelade sofort in die sterilisierten, noch heißen Gläser füllen – bis etwa 5 mm unter dem Rand. Mit einem Trichter geht das sauberer. Die Glasränder mit einem sauberen Tuch abwischen, falls Tropfen daneben gegangen sind, dann die Deckel sofort fest verschließen.
  • Die gefüllten Gläser sofort umdrehen und genau 5 Minuten kopfüber auf der Arbeitsfläche stehen lassen – durch die heiße Marmelade wird auch der Deckel-Innenraum sterilisiert. Anschließend wieder aufrecht stellen und vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Beim Abkühlen entsteht im Glaskopf ein Unterdruck, der den Deckel ins Glas zieht – ein hörbares 'Plopp' beim ersten späteren Öffnen bestätigt die intakte Vakuum-Versiegelung.
  • Die abgekühlten Gläser mit Datum etikettieren. Klassisch zu Toast, frischen Brötchen, Croissants, Joghurt, Crêpes oder als Glasur für Tartes und Cheesecakes servieren. Eine besondere Empfehlung: ein Teelöffel über warmen Brie oder Camembert geträufelt – ein einfacher, beeindruckender Käse-Begleiter.
    Blutorangen-Marmelade

Notes

Tipps:
  • Sterile Gläser sind kein Luxus, sondern sehr wichtig – sie verlängern die Haltbarkeit von wenigen Tagen auf 6 Monate.
  • Den Tellertest ernst nehmen – das ist die zuverlässigste Methode zu erkennen, ob die Marmelade fest genug wird.
  • Schaum während des Kochens immer abschöpfen – er gibt der fertigen Marmelade sonst eine trübe Oberfläche.
  • Den Glasrand vor dem Verschließen sauber abwischen – Marmeladentropfen am Rand verhindern die saubere Vakuum-Versiegelung.
  • Das 'Plopp' beim ersten Öffnen ist der Beweis: Wenn es nicht plöppt, war das Vakuum nicht intakt – im Zweifel das Glas in den Kühlschrank stellen und schnell aufbrauchen.
  • Geöffnete Gläser unbedingt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 4–6 Wochen aufbrauchen.
Sorten-Auswahl:
  • Tarocco: süß, dünnschalig, mild – sicherste Allround-Wahl.
  • Sanguinello: aromatischer, etwas säuerlicher – persönliche Empfehlung.
  • Moro: die meisten roten Farbpigmente, intensiv dunkelrot, leicht beeriger Geschmack.
  • Gute Kombination: 2/3 Tarocco oder Sanguinello + 1/3 Moro für optimale Farbe und Aroma.
Variationen:
  • Likör-Variante: 1–2 EL Orangenlikör oder einen bitteren Aperitif am Ende der Kochzeit einrühren – ergibt eine festliche Erwachsenen-Marmelade.
  • Mit Gewürzen: eine Vanilleschote, eine Zimtstange oder 2 Sternanis während des Kochens mitkochen und vor dem Abfüllen entfernen.
  • Mit Ingwer: 1 TL frisch geriebener Ingwer ins Püree für eine wärmende Note.
  • Mit Pink Grapefruit: 80 % Blutorange + 20 % Pink Grapefruit für eine raffinierte, leicht bittere Variante.
  • Mit Granatapfelsaft: 10 % Granatapfelsaft als Ersatz für Frucht für mehr Tiefe.
Aufbewahrung:
  • Ungeöffnet bei Zimmertemperatur kühl und dunkel: bis zu 6 Monate.
  • Geöffnet im Kühlschrank: 4–6 Wochen.
  • Bei Schimmelbildung das gesamte Glas entsorgen – Schimmelsporen breiten sich unsichtbar in der Marmelade aus.
Hinweis zu Allergenen: Keine der EU-Hauptallergene enthalten – vegan, glutenfrei, laktosefrei. Manche Gelierzucker enthalten zusätzliche Konservierungsstoffe – bei Empfindlichkeit auf die Verpackung achten und gegebenenfalls einen anderen Gelierzucker oder reines Pektin verwenden.

Nutrition

Serving: 1gCalories: 30kcalCarbohydrates: 7gSodium: 1mgSugar: 7g
Calories: 30kcal
Gericht: Brotaufstrich, Konfitüre / Marmelade
Küche: Europäisch, Italienisch, Mediterran
Ernährungsform: Glutenfrei, Laktosefrei, Vegan, Vegetarisch
Schlagwort: einfach, festlich, fruchtig, Frühlingsrezepte, Geschenkideen, Haltbar, klassisch, pflanzlich, Rezepte im Glas, selbstgemacht, vegan, Winterrezepte