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Zwei klare Gläser nebeneinander auf einem Holzbrett, beide geschichtet mit hellen Bananenscheiben und dunklen Heidelbeeren unten und dicker cremeweißer Chiacreme darüber, in der einzelne dunkle Heidelbeeren mitten in der Creme hängen; obenauf grobe helle Keksbrösel, Rispen roter Johannisbeeren und hellbraune Keksstäbchen, im linken Glas zwei nebeneinander, im rechten eines; rechts eine weiße eckige Schale mit weiteren Johannisbeeren, vorn links eine einzelne Rispe auf hellem Stein

Chia-Trifle mit Beeren und Kokoscreme im Glas

Ein geschichtetes Dessert im Glas aus Bananenscheiben, Heidelbeeren, groben Keksbröseln und einer dicken, cremeweißen Kokoscreme mit gequollenen Chiasamen. Die Creme wird zweimal gerührt: einmal beim Anrühren und noch einmal nach zehn Minuten, damit die Samen einzeln quellen und nicht als Klumpen zu Boden sinken. Danach zieht sie mindestens 4 Stunden im Kühlschrank, besser über Nacht. Kokosmilch aus der Dose wird vor dem Abmessen gut aufgerührt, denn ihr Fett wird in der Kälte fest und hält im Glas die saubere Kante über der Fruchtschicht. Geschichtet wird von unten nach oben in fester Reihenfolge: Frucht, Keksbrösel, Creme. Ein Drittel der Heidelbeeren wird nicht nach unten gelegt, sondern behutsam unter die fertige, kalte Creme gehoben, sodass einzelne Beeren mitten in der Masse hängen bleiben. Die Brösel für obenauf, die Johannisbeeren und die Keksstäbchen kommen erst unmittelbar vor dem Servieren dazu, weil sie in der feuchten Creme innerhalb einer Stunde durchweichen. Hinweis: Honig ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet, hier bitte Ahornsirup verwenden. Chiasamen immer gut eingeweicht essen, nie trocken.
Servings 2 Gläser
Vorbereitungszeit 15 Minuten
10 Minuten bis zum zweiten Rühren und mindestens 4 Stunden Quell- und Kühlzeit 4 Stunden 10 Minuten
Gesamtzeit 4 Stunden 25 Minuten

Kochutensilien

  • Zwei Gläser mit je etwa 350 ml (Frucht und Creme ergeben zusammen rund 300 bis 340 ml je Glas; möglichst mit gerader Wand, damit die Schichten von außen sichtbar bleiben; wer mehr Luft nach oben mag, nimmt 400-ml-Gläser)
  • Schüssel mit Deckel oder Schraubglas (zum Quellen der Chiacreme im Kühlschrank)
  • Schneebesen (zerteilt beim zweiten Rühren die beginnenden Chia-Nester besser als ein Löffel)
  • Esslöffel und kleiner Löffel (zum Andrücken der Frucht an die Glaswand und zum löffelweisen Aufsetzen der Creme)
  • Messer und Schneidebrett (für die Banane)

Zutaten

Für die Kokos-Chiacreme

  • 40 g Chiasamen (entspricht etwa 4 gehäuften Esslöffeln)
  • 250 ml Kokosmilch aus der Dose (vor dem Abmessen kräftig schütteln und durchrühren, bis Fett und Kokoswasser wieder verbunden sind; Kokosdrink aus dem Karton trägt die Struktur nicht)
  • 100 ml Pflanzendrink oder Milch (Hafer- oder Mandeldrink passen gut; hält die Creme geschmeidig)
  • 1 EL Ahornsirup oder Honig (Honig ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet; für vegane Gläser Ahornsirup nehmen)
  • 1 TL Vanilleextrakt (alternativ das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz (rundet den Kokosgeschmack, schmeckt selbst nicht heraus)

Für die Schichten

  • 1 reife Banane (mit braunen Punkten; in etwa 1 cm (0,4 in) dicke Scheiben, sehr große Scheiben einmal halbiert)
  • 100 g Heidelbeeren (frisch, gewaschen und trocken getupft; etwa zwei Drittel in die Fruchtschicht, ein Drittel unter die fertige Creme heben; tiefgekühlte vorher vollständig auftauen und gut abtropfen lassen)
  • 4 EL Butterkekse oder Haferkekse (grob zerbröselt bis Streuselgröße, nicht zu Mehl; 1 EL davon als Trennlage zwischen Frucht und Creme, der Rest erst zum Servieren obenauf)

Zum Anrichten

  • 1 Rispe rote Johannisbeeren (in zwei kleine Büschel geteilt, eines je Glas; zwei, drei einzelne Beeren dürfen mit in die Fruchtschicht)
  • 3 Keksstäbchen (eines bis zwei je Glas, schräg hineingestellt; auf den Bildern stecken in einem Glas zwei nebeneinander, im anderen eines; erst zum Servieren, sonst weichen sie durch)

Anleitungen

  • Kokosmilch aufrühren:
    Die Dose vor dem Öffnen kräftig schütteln, dann öffnen und den Inhalt mit einer Gabel durchrühren, bis aus der festen Fettschicht und dem dünnen Kokoswasser wieder eine gleichmäßige Milch geworden ist.
    Ist der Fettanteil steinhart, die geöffnete Dose 15 Minuten bei Zimmerwärme stehen lassen. Erst danach 250 ml abmessen.
  • Creme anrühren:
    Die aufgerührte Kokosmilch mit dem Pflanzendrink, dem Ahornsirup, dem Vanilleextrakt und der Prise Salz in einer Schüssel verrühren.
    Die Chiasamen einstreuen und etwa 1 Minute kräftig mit dem Schneebesen durchschlagen, bis keine trockenen Nester mehr zu sehen sind.
  • Nach 10 Minuten ein zweites Mal rühren:
    Die Masse 10 Minuten stehen lassen und dann noch einmal kräftig durchschlagen.
    Dieser zweite Rührgang ist der wichtigste Handgriff des Rezepts: Er zerteilt die Samen, die inzwischen abgesunken sind und zu verkleben beginnen.
    Danach bleiben die Körner beim Stehen in der Schwebe, statt wieder zu Boden zu sinken.
  • Quellen und kühlen:
    Die Schüssel abdecken und die Creme mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank bei 4 bis 6 °C (39 bis 43 °F) quellen lassen.
    In dieser Zeit nehmen die Chiasamen ihre Flüssigkeit vollständig auf und das Kokosfett wird fest, wodurch die Creme ihre Standfestigkeit bekommt.
  • Creme prüfen:
    Die gekühlte Creme kurz durchrühren. Sie soll auf dem Löffel stehen bleiben und langsam abgleiten, nicht tropfen. Ist sie noch zu dünn, 1 TL Chiasamen unterrühren und weitere 30 Minuten kühlen.
    Ist sie zu fest geraten, 1 bis 2 EL Pflanzendrink unterrühren. Jetzt abschmecken: Bei sehr reifer Banane darf die Creme ruhig zurückhaltend süß sein.
  • Früchte und Kekse vorbereiten:
    Die Banane schälen und in etwa 1 cm (0,4 in) dicke Scheiben schneiden, sehr große Scheiben einmal halbieren.
    Die Heidelbeeren waschen und trocken tupfen, dann etwa ein Drittel davon beiseitestellen: Diese Beeren kommen später in die Creme, nicht in die Fruchtschicht.
    Die Kekse von Hand oder unter dem Boden eines schweren Glases grob zerbröseln, bis Streusel entstehen; die größten Stücke dürfen etwa 1 cm (0,4 in) breit bleiben.
    Nicht in der Küchenmaschine zerkleinern, dort wird daraus Mehl.
  • Fruchtschicht setzen:
    Die Bananenscheiben auf beide Gläser verteilen und mit dem Löffelrücken flach an die Glaswand drücken.
    Die zwei Drittel Heidelbeeren in die Lücken zwischen Banane und Glas schieben, sodass sie von außen sichtbar bleiben; zwei, drei einzelne Johannisbeeren dürfen mit hinein. Darüber je einen halben Esslöffel Keksbrösel als dünne Trennlage streuen.
  • Beeren unter die Creme heben:
    Die zurückgestellten Heidelbeeren mit einem Löffel behutsam unter die kalte, durchgequollene Chiacreme heben, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
    Nur die dicke Creme hält die Beeren in der Schwebe; in einer noch flüssigen Masse sinken sie innerhalb von Minuten ab. Nicht kräftig rühren, sonst zerdrücken einzelne Früchte und färben die Creme streifig violett.
  • Creme aufsetzen:
    Die Chiacreme löffelweise auf die Frucht setzen, nicht in einem Schwung eingießen, sonst drückt sie die Schichten auseinander und läuft an der Glaswand herunter.
    Bis knapp unter den Rand füllen und die Oberfläche glatt streichen; auf zwei Gläser zu je etwa 350 ml verteilt sich alles bis knapp unter den Rand.
    Die Gläser ein- bis zweimal sanft auf das Brett aufsetzen, damit sich Luftblasen legen. Bis zum Servieren kalt stellen.
  • Unmittelbar vor dem Servieren anrichten:
    Die restlichen Keksbrösel grob über die Creme streuen, je ein Büschel Johannisbeeren daraufsetzen und ein bis zwei Keksstäbchen schräg ins Glas stecken.
    Sofort servieren, direkt aus dem Kühlschrank und mit einem langen Löffel: Brösel und Stäbchen weichen in der feuchten Creme innerhalb einer knappen Stunde durch.
    Geschichtetes Dessert in einem klaren Glas auf einem Holzbrett: unten helle Bananenscheiben mit dunklen Heidelbeeren und hellen Keksbröseln, darüber eine dicke, cremeweiße Masse voller gequollener Chiasamen, in der einzelne dunkle Heidelbeeren mitten in der Creme hängen, obenauf grobe helle Keksbrösel, eine Rispe roter Johannisbeeren und ein schräg steckendes hellbraunes Keksstäbchen; dahinter ein zweites Glas mit zwei nebeneinander schräg steckenden Keksstäbchen, im Hintergrund helles Blaugrau

Notizen

Zweimal rühren, nicht einmal: Chiasamen sinken nach dem ersten Verrühren ab und verkleben beim Quellen zu einem zähen Klumpen am Boden, während darüber dünne Flüssigkeit steht. Der zweite Rührgang nach 10 Minuten löst die beginnenden Nester wieder auf, sodass jedes Korn einzeln quellt. Ein Schneebesen arbeitet dabei gründlicher als ein Löffel.
Kokosmilch aus der Dose aufrühren: Im Stehen trennt sich die Dose in eine feste Fettschicht und dünnes Kokoswasser. Wird ohne Aufrühren abgemessen, gerät die Creme entweder bockig fest oder wässrig und fade. Kokosdrink aus dem Karton ist kein Ersatz: Ihm fehlt das Fett, das in der Kälte fest wird und im Glas die saubere Kante über der Frucht hält.
Reihenfolge im Glas: Immer Frucht, Keksbrösel, Creme. Die Bananenscheiben sind das schwerste Element und bilden den tragfähigen Boden. Liegt die Frucht oben, sinkt sie innerhalb einer Stunde durch die Creme und zieht Schlieren. Frucht an die Glaswand drücken, denn was in der Mitte liegt, sieht am Tisch niemand. Gläser mit gerader Wand zeigen die Schichten am besten.
Ein Drittel der Beeren in die Creme: Wie auf den Bildern hängen einzelne Heidelbeeren mitten in der Cremeschicht. Dafür wird ein Drittel der Beeren nicht nach unten gelegt, sondern behutsam unter die fertige, kalte Creme gehoben. Das gelingt nur mit durchgequollener, dicker Creme; eine noch flüssige Masse lässt die Beeren binnen Minuten absinken. Kräftiges Rühren zerdrückt die Früchte und färbt die Creme streifig violett.
Menge und Glasgröße: Die Creme aus 350 ml Flüssigkeit und 40 g Chiasamen ergibt gut 380 ml, Banane, Heidelbeeren und Brösel bringen zusammen 220 bis 300 ml dazu. Insgesamt sind das rund 600 bis 680 ml, also etwa 300 bis 340 ml je Glas. Zwei Gläser zu je etwa 350 ml werden damit bis knapp unter den Rand voll; in 250-ml-Gläsern bleiben 100 bis 180 ml übrig.
Kekse erst zum Schluss: Butter- und Haferkekse saugen Feuchtigkeit wie ein Schwamm und sind in der Creme nach gut einer Stunde weich, nach einer Nacht gar nicht mehr zu erkennen. Die Brösel für obenauf, die Johannisbeeren und die Keksstäbchen kommen deshalb erst unmittelbar vor dem Servieren ins Glas. Nur der halbe Esslöffel als Trennlage zwischen Frucht und Creme darf weich werden, er soll trennen und nicht knuspern.
Vegan und Allergene: Mit Ahornsirup, Pflanzendrink und rein pflanzlichen Keksen ist das Dessert vollständig vegan. Klassische Butterkekse enthalten Milch und häufig Ei, deshalb ist das Rezept als vegetarisch ausgewiesen. Glutenfrei wird es nur mit entsprechend gekennzeichneten Keksen.
Sicherheit: Honig ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet; für sie Ahornsirup verwenden. Chiasamen gehören immer gut eingeweicht auf den Löffel und werden nie trocken gegessen, weil sie ihr Volumen erst mit Flüssigkeit entfalten. In dieser Creme haben sie nach 4 Stunden vollständig aufgequollen.
Ehrlich zum Nährwert: Ein Glas macht satt. Der größte Teil der Kalorien stammt aus der Kokosmilch aus der Dose, deren Fett die Struktur trägt. Wer es milder mag, ersetzt 50 ml Kokosmilch durch Pflanzendrink; die Creme wird dann weicher. Zugesetzt ist nur 1 EL Sirup, die übrige Süße kommt aus reifer Banane und den Beeren. Zuckerarm ist das Dessert damit nicht.
Aufbewahren: Die fertige Chiacreme hält zugedeckt 3 Tage im Kühlschrank und wird dabei eher fester; vor dem Schichten kurz durchrühren. Geschichtete Gläser ohne Brösel und Deko halten zugedeckt einen Tag, danach zieht die Banane Wasser. Einfrieren lohnt nicht: Die Kokoscreme trennt sich beim Auftauen und die Banane wird glasig.
Variationen: Dasselbe Prinzip trägt Mango mit Passionsfrucht, Himbeere mit Pfirsich oder Brombeere mit Birne. Für die unterste Schicht immer eine feste Frucht wählen, die nicht sofort Saft zieht; Erdbeeren und Melone wässern aus und schwemmen die Bröselschicht weg.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 566kcalCarbohydrates: 61gProtein: 8gFat: 33gSodium: 220mgFiber: 10gSugar: 30g
Calories: 566kcal
Gericht: Desserts, Snack
Küche: International
Ernährungsform: Vegetarisch
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