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Erdbeer-Charlotte mit einem Kranz aus Löffelbiskuits, frischen Erdbeeren obenauf und einem roten Band

Erdbeer-Charlotte mit Löffelbiskuits

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Die Erdbeer-Charlotte ist ein französischer Klassiker und ein wahrer Blickfang auf jeder Kaffeetafel: Ein Kranz aus Löffelbiskuits umschließt eine luftige Erdbeercreme, obenauf leuchten frische Erdbeeren, und ein rotes Band hält alles zusammen. Im Inneren verstecken sich zwei Schichten cremiger, mit Gelatine sanft gebundener Erdbeercreme, dazwischen ein dünner Biskuitboden, und in der Creme sitzen Stückchen frischer Erdbeeren – so bleibt jeder Anschnitt sauber und die Torte schön standfest. Das Beste daran: Diese Torte wird nicht gebacken. Sie wird nur geschichtet und kalt gestellt, bis sie fest ist. Ein leichtes, fruchtiges Sommerdessert, das festlich aussieht und erstaunlich einfach gelingt.
Servings 12 Stücke
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Gesamtzeit 5 Stunden

Kochutensilien

  • Springform (Ø 22 cm)
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine
  • Pürierstab
  • Dekoband (ca. 1,2 m) optional, zum Umbinden

Zutaten

Für den Rand und Boden

  • 250 g Löffelbiskuits (ca. 26–30 Stück, nur für den Rand – je nach Breite der Marke)
  • 2 dünne Biskuitböden (fertig oder selbst gebacken, je auf ca. 18 cm zugeschnitten – einer für den Boden, einer für die Mitte)

Für die Erdbeercreme

  • 500 g Erdbeeren (für das Püree)
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 10 Blatt weiße Gelatine
  • 250 g Frischkäse oder Quark (Zimmertemperatur)
  • 400 g Schlagsahne (kalt)

Zum Füllen und Belegen

  • 250 g frische Erdbeeren (klein geschnitten, werden unter die Creme gehoben)
  • 400 g frische Erdbeeren (halbiert, zum Belegen)
  • 4 kleine Erdbeeren mit Blattgrün (ganz, für die Mitte)
  • 3 Zweige frische Minze (zum Garnieren)
  • 1 EL Puderzucker (zum Bestäuben)

Anleitungen

  • Form auskleiden: Den Boden einer Springform (Ø 22 cm) mit Backpapier belegen. Einen Biskuitboden auf ca. 18 cm zuschneiden und einlegen – er bildet den Tortenboden, wie ihn der Anschnitt zeigt. Die Löffelbiskuits mit der gezuckerten, gewölbten Seite nach außen dicht an dicht an den Rand stellen; die glatte Unterseite zeigt nach innen zur Creme. Je nach Breite der Marke sind das 26 bis 30 Stück. Dass sie oben über den Formrand hinausragen, ist so gewollt – daraus entsteht der Kranz.
  • Erdbeerpüree vorbereiten: Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 500 g Erdbeeren mit Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft fein pürieren. 4 EL des Pürees abnehmen und beiseitestellen, sie werden später für die Gelatine gebraucht.
  • Creme rühren: Den Frischkäse oder Quark glatt rühren und mit dem restlichen Püree verrühren. Die kalte Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben, bis eine gleichmäßige, luftige Creme entsteht.
  • Gelatine angleichen: Die beiseitegestellten 4 EL Püree leicht erwärmen (nicht kochen) und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die handwarme Gelatinemischung jetzt nicht direkt in die kalte Creme gießen: Erst 3–4 EL der Creme hineinrühren, bis alles glatt ist, dann diese angeglichene Masse zügig unter die restliche Creme rühren. So bilden sich keine Gelatinefäden. Zum Schluss die klein geschnittenen Erdbeeren unterheben, sodass die Stückchen gleichmäßig in der Creme sitzen.
  • Schichten: Die Hälfte der Creme in die Form füllen und glatt streichen. Den zweiten Biskuitboden (ebenfalls ca. 18 cm) auflegen und leicht andrücken; wer mag, beträufelt ihn mit etwas Erdbeersaft. Die restliche Creme daraufgeben und glatt streichen. Die Oberfläche bleibt zunächst frei für den Erdbeerbelag.
  • Kühlen: Die Charlotte abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen, bis die Creme fest ist und sich sauber anschneiden lässt.
  • Belegen & servieren: Die feste Charlotte aus der Form lösen. Die Löffelbiskuits leicht mit Puderzucker bestäuben, dann die Oberfläche dicht mit den halbierten Erdbeeren belegen – die Schnittflächen zeigen nach oben. In die Mitte kommen die ganzen Erdbeeren mit Blattgrün, dazwischen die Minzblättchen. Zum Schluss nach Wunsch ein Band um den Biskuitkranz binden.
    Erdbeer-Charlotte mit einem Kranz aus Löffelbiskuits, frischen Erdbeeren obenauf und einem roten Band

Notizen

Gelatine immer angleichen: Aufgelöste Gelatine, die direkt in die kalte Creme gegossen wird, erstarrt am Kontakt sofort zu feinen Fäden, die sich nicht mehr auflösen. Deshalb erst 3–4 EL der Creme in die handwarme Gelatinemischung rühren und diese angeglichene Masse dann unter die restliche Creme geben.
Warum zehn Blatt: Die Gelatine gibt der Erdbeercreme genau so viel Halt, dass sich die Charlotte sauber anschneiden lässt und die Schichten sichtbar bleiben. Nach dem Lösen des Rings hält die Torte nur noch der trockene Biskuitkranz – und die Erdbeerstückchen in der Creme bringen zusätzlich Saft mit. An einem warmen Tag soll der Anschnitt trotzdem stehen bleiben.
Die Erdbeerstücke gehören in die Creme: Sie werden untergehoben und nicht als Schicht auf die Creme gestreut. Liegt eine Fruchtschicht zwischen Creme und Biskuitboden, findet der Boden keinen Halt und die Torte schiebt beim Anschneiden auseinander. Im Anschnitt sitzen die Stückchen deshalb verteilt in beiden Cremelagen.
Die richtige Form: Ø 22 cm ist hier keine ungefähre Angabe. In einer 20er-Form steht dieselbe Crememenge rund zwei Finger höher und drückt zwischen den Löffelbiskuits heraus. Umgekehrt wird die Torte in einer 24er-Form flach und der Anschnitt verliert seine Schichten.
Zwei Biskuitböden, beide zugeschnitten: Einer kommt auf den Formboden, einer in die Mitte. Beide müssen auf den Innendurchmesser passen, also auf den Formdurchmesser minus zweimal die Dicke der Löffelbiskuits – rund 18 cm. Gekaufte Böden sind deutlich größer; ungeschnitten drücken sie den Löffelbiskuit-Kranz nach außen.
Vegetarische Alternative – ehrlich gesagt: Agar-Agar lässt sich hier nicht einfach eins zu eins gegen die Gelatine tauschen. Agar muss sprudelnd kochen (das gart das frische Erdbeerpüree) und geliert bereits bei rund 40 °C – in der kalten Sahnecreme zieht es sofort Klümpchen. Wer ohne tierische Gelatine arbeiten möchte, greift besser zu einem pflanzlichen Geliermittel, das ausdrücklich für kalte Cremes und Torten gedacht ist, und hält sich an dessen Packungsanleitung.
Nicht Charlotte Royale: Diese klassische Charlotte hat einen aufrechten Rand aus einzelnen Löffelbiskuits. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Charlotte Royale, deren Hülle aus einer spiralig aufgeschnittenen Biskuitrolle besteht.
Die Löffelbiskuits stehen lassen: Anders als beim Tiramisu werden die Löffelbiskuits am Rand nicht getränkt. Sie bleiben trocken und knusprig und bilden den stabilen, dekorativen Rahmen. Nur der Biskuitboden in der Mitte darf mit etwas Erdbeersaft beträufelt werden, wenn man mag.
Gut vorzubereiten: Die Charlotte gelingt am besten, wenn sie über Nacht durchzieht. So lässt sie sich einen Tag vorher zubereiten – ideal für Feste. Der frische Erdbeerbelag kommt am besten erst kurz vor dem Servieren darauf.
Aufbewahrung: Im Kühlschrank hält sich die Charlotte 2 bis 3 Tage. Sie sollte kühl stehen, da die Sahnecreme bei Wärme weich wird.

Nährwerte

Kalorien: 390kcalKohlenhydrate: 44gEiweiß: 7gFett: 20gNatrium: 120mgBallaststoffe: 3gZucker: 30g
Calories: 390kcal
Gericht: Desserts
Küche: Europäisch, Französisch
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