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Gegrillte Tiger-Garnelen-Spieße mit Zitrone und Dip

Gegrillte Tiger-Garnelen-Spieße mit Zitrone und Kräuter-Dip – Fingerhäppchen vom Grill

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Saftige Tiger-Garnelen am Holzspieß, in einer Honig-Paprika-Marinade mit Knoblauch und Zitrone gegrillt und zum Schluss mit der aufgekochten Marinade glasiert – dazu mitgegrillte Zitronenscheiben und ein cremiger Kräuter-Dip. Elegante Fingerhäppchen für Grillabende und Sommerpartys. Aus 500 g Garnelen werden etwa 20–24 Stück und damit 8–11 Spieße.
Servings 4 Portionen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
20 Minuten Marinierzeit 20 Minuten
Gesamtzeit 50 Minuten

Kochutensilien

  • Holzspieße 8–11 Stück, ca. 15 cm lang, Ø 3 mm; 20 Min wässern
  • Grillplatte, gusseiserne Pfanne oder Plancha glatte Fläche – auf dem Rost bekommen die Garnelen Streifen statt der gleichmäßigen Glasur
  • kleiner Topf um die übrige Marinade zur Glasur aufzukochen
  • Backpinsel zum Glasieren nach dem Grillen
  • Schüssel zum Marinieren
  • kleine Schüssel für den Dip
  • Küchenpapier zum Trockentupfen der Garnelen

Zutaten

Für die Garnelen-Spieße

  • 500 g Tiger-Garnelen (Größe 16/20 oder 13/15, also 20–25 g pro Stück – ergibt ca. 20–24 Garnelen; geschält, Schwanzsegment dran gelassen, Darmfaden entfernt; frisch oder vollständig aufgetaut und trocken getupft)

Für die Marinade und die Glasur

  • 3 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen (gepresst)
  • 1 EL Honig (für Glanz und Karamellisierung)
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß, für die Farbe)
  • 0,5 TL Paprikapulver (geräuchert, optional)
  • 2 EL Zitronensaft (von 1 Zitrone; von derselben Zitrone vorher 1 TL Schale abreiben)
  • 1 TL Zitronenschale (fein abgerieben)
  • 1 TL Meersalz
  • 0,5 TL Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen – die dunklen Pünktchen auf den Garnelen)
  • 1 Prise Chiliflocken (optional)

Für den Kräuter-Dip

  • 150 g Joghurt (griechisch, 10 % Fett; alternativ Sauerrahm ab 20 % Fett)
  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL Kräuter (gemischt, fein gehackt: Petersilie, Dill, Schnittlauch) – siehe Hinweis „Warum der Dip auf dem Foto heller ist“
  • 1 Knoblauchzehe (gepresst)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Meersalz

Zum Servieren

  • 1 Zitrone (unbehandelt, in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten – ergibt 4–5 Scheiben zum Mitgrillen; die Schale bleibt ungerieben)
  • Petersilie (krause Petersilie: ein paar Sträußchen zum Anrichten, etwas fein gehackt zum Bestreuen)

Anleitungen

VORBEREITEN

  • Die Holzspieße 20 Minuten in Wasser einlegen, damit sie auf dem Grill nicht durchbrennen. Die Garnelen (falls tiefgekühlt, vollständig auftauen) gründlich trocken tupfen und den dunklen Darmfaden auf dem Rücken mit einem kleinen Messer entfernen. Das Schwanzsegment bleibt dran – es hält die Garnele am Spieß in Form und gibt den rot-orangen Akzent auf dem Teller.
  • Eine Zitrone heiß abwaschen, 1 TL Schale fein abreiben und den Saft auspressen (2 EL werden gebraucht). Die zweite, unbehandelte Zitrone in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden – dünnere Scheiben fallen beim Grillen auseinander. 4–5 Scheiben genügen.

MARINIEREN UND GLASUR ABNEHMEN

  • Für die Marinade Olivenöl, Knoblauch, Honig, beide Paprikapulver, Zitronensaft und -abrieb, Salz, Pfeffer und nach Wunsch Chiliflocken verrühren. WICHTIG: 2 EL der Marinade sofort in eine kleine Schale abnehmen, bevor die rohen Garnelen hineinkommen – das ist später die Glasur.
  • Die Garnelen in der übrigen Marinade wenden und 15–20 Minuten marinieren – nicht länger, da die Säure das zarte Fleisch sonst mehlig macht.

KRÄUTER-DIP ZUBEREITEN

  • Für den Dip Joghurt und Mayonnaise verrühren. Die gehackten Kräuter, gepressten Knoblauch, Zitronensaft und Salz unterrühren. Abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.

SPIESSEN UND GRILLEN

  • Jeweils 2–3 marinierte Garnelen zu einem C krümmen und den Spieß zweimal durchstecken – einmal durch das dicke Kopfende, einmal durch das Schwanzende. So bleibt die C-Form stabil und die Garnele dreht sich beim Wenden nicht weg. Aus 500 g werden so 8–11 Spieße.
  • Eine Grillplatte, Plancha oder gusseiserne Pfanne gut vorheizen und die Spieße pro Seite nur 1,5–2 Minuten grillen, bis sie rosa-orange und durch sind. Faustregel: Krümmt sich die Garnele zu einem C, ist sie perfekt; ein geschlossenes O bedeutet übergart. Auf dem Rost über direkter Glut geht es genauso schnell – dann bekommen die Garnelen aber Roststreifen statt der gleichmäßigen Fläche auf den Fotos.
  • Die Zitronenscheiben mit der Schnittfläche nach unten daneben legen und 2–3 Minuten karamellisieren lassen, bis die Fruchtsegmente in der Mitte tiefbraun und sirupartig sind. Dann einmal wenden und vom Feuer nehmen. Die Scheiben werden nicht ausgepresst – sie kommen als Beilage auf den Teller und werden mitgegessen.

GLASIEREN UND SERVIEREN

  • Die abgenommenen 2 EL Marinade im kleinen Topf einmal aufkochen, bis sie leicht sirupartig ist (30–60 Sekunden). Die heißen Spieße damit rundum bepinseln. Dieser Schritt macht den lackartigen Glanz und die tief orange Farbe – die Marinade, in der die Garnelen lagen, tropft beim Grillen zum größten Teil ab. Wenn Sie nur die gebrauchte Marinade zur Hand haben: mindestens 1 Minute sprudelnd durchkochen, sie hatte Kontakt mit rohen Garnelen.
  • Die Spieße auf einem Teller oder Holzbrett anrichten, mit fein gehackter Petersilie bestreuen und ein paar Sträußchen krause Petersilie sowie die gegrillten Zitronenscheiben dazulegen.
  • Den Kräuter-Dip in einer kleinen Schale daneben servieren. Sofort genießen – als Häppchen, Vorspeise oder Hauptgericht mit Salat und Brot. Perfekt für Grillabende, Apéros und Sommerpartys.

Notizen

Welche Größe die Garnelen haben müssen: Auf den Fotos sind es Tiger-Garnelen der Größe 16/20 bis 13/15, also 20–25 g pro geschältem Stück. Zusammengekrümmt am Spieß messen sie 5,5–6 cm im Durchmesser, der Fleischwulst ist 1,5–2 cm dick. Mit der Größe 26/30 aus dem Tiefkühlregal bekommen Sie kleine, dünne Ringe – dieses Bild ist damit nicht zu erreichen.
Ausbeute: 500 g ergeben ca. 20–24 Garnelen und damit 8–11 Spieße bei 2–3 Stück pro Spieß, also 2–3 Spieße pro Person. Auf dem Foto liegen 12 Garnelen auf 6 Spießen – das ist bewusst nur die halbe Menge, damit der Teller nicht überladen wirkt.
Zitrone in Scheiben, nicht in Hälften: Zum Mitgrillen kommen ca. 1 cm dicke Scheiben auf die heiße Fläche, nicht halbierte Zitronen. Nur so karamellisiert die ganze Schnittfläche gleichmäßig, und die Scheibe lässt sich als Beilage mitessen. Eine halbierte Zitrone würden Sie auspressen – die Scheibe nicht.
Die zwei Zitronen nicht verwechseln: Zitrone eins wird abgerieben und ausgepresst (für Marinade und Dip), Zitrone zwei wird nur in Scheiben geschnitten und behält ihre glatte, gelbe Schale. Reiben Sie die Grill-Zitrone nicht ab, sonst fehlt der leuchtend gelbe Rand auf dem Teller.
Der Glanz kommt von der Glasur, nicht vom Grillen: Die tief orange, lackartige Oberfläche ist ein Film aus Paprika und karamellisiertem Honig, der nach dem Grillen aufgetragen wird. Unter dem Film ist das Fleisch blassrosa – es ist nicht gebräunt. Wer die Garnelen nur mariniert und grillt, bekommt hellere, mattere Spieße, weil die Marinade in die Glut tropft. Deshalb 2 EL vorher abnehmen und aufkochen.
Glatte Fläche statt Rost: Auf den Fotos gibt es kein Rostmuster – weder auf den Garnelen noch auf den Zitronenscheiben. Das gleichmäßige Bild entsteht auf einer Grillplatte, einer Plancha oder in einer gusseisernen Pfanne. Auf dem Rost oder in einer gerippten Grillpfanne schmeckt es genauso, sieht aber gestreift aus.
Warum der Dip auf dem Foto heller ist: Der Dip im Bild ist cremeweiß mit sehr feinen, khakifarbenen Sprenkeln – gemessen sind das 0,3 % der Oberfläche, und es gibt praktisch keinen grünen Farbanteil (0,02 % der Bildpunkte gegen 79 % bei der Petersilien-Garnitur daneben). Das ist die Optik von getrockneten Kräutern in einer mayonnaiselastigen Basis. Mit 2 EL frisch gehackten Kräutern, wie im Rezept, wird der Dip deutlich grün gesprenkelt, dicker und aromatischer – er schmeckt besser, sieht aber anders aus. Wenn Sie genau das Bild wollen: 1 TL getrocknete Kräuter, 4 EL Mayonnaise und nur 100 g Joghurt.
Spieße: Kurze Holzspieße von ca. 15 cm und 3 mm Durchmesser passen genau zu zwei Garnelen. 20 Min wässern – dunkle Brandflecken bekommen sie trotzdem, das sieht man auch auf den Fotos.
Garnelen trocken tupfen: Besonders aufgetaute Garnelen gut trocken tupfen – nasse Garnelen nehmen die Marinade schlechter auf und dünsten statt zu grillen.
Nicht zu lange marinieren: 15–20 Min reichen. Die Säure der Zitrone würde das zarte Fleisch bei längerer Zeit garen und mehlig machen (Ceviche-Effekt).
Heiß und kurz grillen: Pro Seite nur 1,5–2 Min. Faustregel: C-Form = perfekt, geschlossenes O = übergart und gummig.
Variationen:
  • Asiatisch: Marinade mit Sojasauce, Ingwer, Limette, Sesamöl; Sweet-Chili-Dip
  • Mediterran: Mit Oregano, Zitrone und Aioli-Dip
  • Scharf: Mehr Chili oder Harissa in der Marinade
  • Mit Speck: Jede Garnele in Frühstücksspeck wickeln
  • Auf Salatbett: Spieße auf Rucola servieren
Dip-Variante Remoulade: Mit gehackten Kapern und Gurken im Dip – Richtung Remoulade.
Laktose: Der Dip enthält griechischen Joghurt und ist damit nicht laktosefrei. Laktosefrei wird er mit laktosefreiem Joghurt oder einem ungesüßten Kokos- bzw. Sojajoghurt.
Nährwerte – Bezugsgröße: Die Angaben gelten für 1 Portion (2–3 Spieße) INKLUSIVE Dip: ca. 255 kcal, 27 g Eiweiß, 17 g Fett, 5 g Kohlenhydrate. Ohne Dip sind es rund 175 kcal und 8 g Fett. Der Dip trägt allein etwa 85 kcal und 9 g Fett bei, das Olivenöl der Marinade knapp 6 g Fett – gerechnet ist, dass rund ein Drittel der Marinade abtropft.
Aufbewahrung: Frisch vom Grill am besten. Reste 1 Tag im Kühlschrank (auch kalt im Salat lecker). Dip 3 Tage haltbar. Garnelen nicht stark wieder erhitzen – sie werden sonst gummig.

Nährwerte

Portion: 1gKalorien: 255kcalKohlenhydrate: 5gEiweiß: 27gFett: 17g
Calories: 255kcal
Gericht: Fingerhäppchen, Hauptgericht, Snack, Vorspeise
Küche: Europäisch, Mediterran
Ernährungsform: Glutenfrei, Low Carb
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