Bohnen putzen und kürzen: Die Bohnen waschen und die harten Stielenden abschneiden. Dicke oder sehr lange Schoten in 5 bis 7 cm (2 bis 3 in) lange Stücke brechen oder schneiden, damit alle gleich schnell garen und sich später gut schwenken lassen. Feine, kurze Schoten dürfen ganz bleiben – auf dem Teller von oben liegen genau solche ganzen Schoten neben geschnittenen Stücken. Wichtig ist nur, dass die Bohnen ähnlich dick sind.
Eiswasser bereitstellen: Eine große Schüssel mit kaltem Wasser und einer ordentlichen Handvoll Eiswürfeln füllen und direkt neben den Herd stellen. Dieser Schritt geschieht vor dem Kochen, denn nach dem Blanchieren zählt jede Sekunde.
Blanchieren, volle Zeit: Reichlich Wasser mit 1 EL Salz pro Liter aufkochen. Die Bohnen hineingeben und 8 bis 10 Minuten sprudelnd kochen, feine Bohnen 8, dicke Schoten 10 Minuten. Nach dieser Zeit sind sie zart und lassen sich biegen, ohne zu brechen; knackig wie nach vier Minuten sind sie nicht mehr, und das ist richtig so. Diese Zeit ist nicht verhandelbar: Grüne Bohnen enthalten roh und halbgar Phasin und müssen ausreichend durchgaren; zusammen mit den 2 bis 3 Minuten in der Pfanne ergibt das die empfohlenen mindestens 10 Minuten Garzeit. Das Kochwasser danach wegschütten und nicht weiterverwenden. Tiefgekühlte Bohnen sind vor dem Einfrieren kurz blanchiert worden und brauchen 5 bis 6 Minuten.
Abschrecken und trocken tupfen: Die Bohnen mit der Schaumkelle sofort ins Eiswasser heben und darin etwa 1 Minute vollständig abkühlen lassen. Abgießen, auf Küchenpapier oder ein Tuch legen und gründlich trocken tupfen. Nasse Bohnen kühlen die Pfanne aus und dämpfen statt zu braten.
Sesam kurz erwärmen: Den hellen Sesam in einer kleinen, trockenen Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten unter ständigem Bewegen erwärmen, bis er deutlich duftet. Farbe soll er dabei kaum annehmen: Auf den Bildern liegen weiße bis cremefarbene Körner auf den Bohnen, keine goldbraunen. Sofort auf einen kalten Teller schütten, sonst röstet er nach und wird bitter.
Aromaten vorbereiten: Den Knoblauch fein hacken. Von den Frühlingszwiebeln den weißen bis hellgrünen Teil abtrennen und in etwa 4 mm dicke Ringe schneiden; das dunkelgrüne Blatt wird für dieses Rezept nicht gebraucht und lässt sich für Suppe oder Rührei aufheben. Die Ringe fallen in ihre einzelnen Schichten auseinander und werden in der Pfanne zu hellen, glasigen Streifen und Locken – so liegen sie auf den Bildern. Den größeren Teil für die Pfanne bereitstellen, einen kleinen Rest zum Bestreuen beiseitelegen.
Kurz und mittelstark schwenken: Das helle Sesamöl in der großen Pfanne bei mittelstarker Hitze erhitzen, bis es dünnflüssig glänzt, aber nicht raucht. Die trockenen Bohnen hineingeben und 2 bis 3 Minuten unter häufigem Schwenken erwärmen, bis sie rundum glänzen. Röstfarbe sollen sie dabei nicht bekommen, sie bleiben leuchtend grün; auf höchster Stufe wirft die Bohnenhaut Blasen und wird fleckig. Knoblauch und den größeren Teil der hellen Frühlingszwiebelstreifen erst in den letzten 30 bis 45 Sekunden zugeben, damit der Knoblauch nicht bitter wird.
Ablöschen und abschmecken: Die helle Sojasauce und den Zucker angießen und einmal kräftig durchschwenken, bis alle Bohnen mit dem Sud überzogen sind. Ein Esslöffel genügt: Mehr Sojasauce legt einen bräunlichen Film über das Grün, den man auf dem Teller sofort sieht. Die Pfanne vom Herd nehmen, das geröstete Sesamöl darübergeben und untermischen. Erst jetzt probieren und nur bei Bedarf nachsalzen.
Anrichten und sofort servieren: Die Bohnen in eine vorgewärmte Schale füllen, mit dem Sesam und den restlichen hellen Frühlingszwiebelstreifen bestreuen und sofort auf den Tisch bringen. Der Glanz und das kräftige Grün halten etwa eine Viertelstunde, danach wird beides matter. Warm, nicht heiß servieren, dann kommt das Sesamaroma am deutlichsten durch.