Drei dünne Böden aus rohem Blattspinat, dazwischen aufgespritzte Sahnetupfen und frische Erdbeeren. Das Grün kommt ausschließlich aus dem Spinat, ohne jede Lebensmittelfarbe.
Servings 8Stücke
Vorbereitungszeit 40 MinutenMin.
Zubereitungszeit 40 MinutenMin.
Auskühl- und Kühlzeit 2 StundenStd.30 MinutenMin.
Gesamtzeit 3 StundenStd.50 MinutenMin.
Kochutensilien
Standmixer (oder hoher Becher mit Pürierstab)
Backblech (Universalblech 45 × 37 cm oder kleines Blech 40 × 30 cm)
Backpapier (drei Bögen)
Winkelpalette (zum Ausstreichen der Böden)
Spritzbeutel (mit Lochtülle Ø 12 mm)
Kuchenteller (flach, mindestens Ø 26 cm)
Küchenwaage (zum Teilen des Teigs in drei gleiche Portionen)
Zutaten
Für die grünen Böden
200gBlattspinat(jung und frisch, ohne dicke Stiele; ersatzweise 200 g TK-Blattspinat samt Auftauwasser)
1TLVanillepaste(oder das Mark einer Vanilleschote)
Für Füllung und Deko
500gErdbeeren(reif und fest; je nach Größe 15 bis 20 Stück)
Anleitungen
GRÜNEN TEIG ANRÜHREN
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Auf drei Bögen Backpapier mit Bleistift je einen Kreis von Ø 22 cm aufzeichnen, dazu den Boden einer Springform als Schablone nutzen. Die Bögen anschließend umdrehen, damit die Linie unter dem Papier liegt und noch durchscheint.
Blattspinat waschen, gut trocken schleudern und dicke Stiele abzupfen. Spinat mit Eiern, Zucker und Rapsöl in den Mixer geben und etwa 1 Minute auf höchster Stufe zu einer glatten, kräftig grünen Masse pürieren. Nach Belieben die Zitronenschale untermischen.
Mehl, Backpulver und Salz mischen und in zwei Portionen unter die Spinatmasse rühren, bis kein Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig ist dickflüssig und fällt in schweren Bahnen vom Löffel. Ist er zu dünnflüssig, 1 bis 2 EL Mehl nachgeben, ist er zu fest, 1 EL Wasser.
DREI BÖDEN BACKEN
Den Teig mit der Waage in drei gleiche Portionen zu je etwa 220 g teilen. Eine Portion in die Mitte eines vorgezeichneten Kreises setzen und mit der Winkelpalette von innen nach außen bis zur Linie ausstreichen, etwa 5 mm hoch. Auf jedes Blech kommt genau ein Kreis: Für zwei nebeneinander fehlen selbst auf dem Universalblech 1,7 cm.
Den Boden 12 bis 14 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Oberfläche matt ist und beim Antippen zurückfedert; die Ränder dürfen leicht gebräunt sein, die Fläche soll grün bleiben. Länger backen kostet Farbe, nicht Gare.
Den Boden mit dem Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen und vollständig auskühlen lassen, dann das Papier abziehen. Die beiden übrigen Böden ebenso backen. Wer mit Umluft arbeitet, backt bei 160 °C zwei Bleche gleichzeitig auf der zweiten und vierten Schiene.
SAHNECREME AUFSCHLAGEN:Die eiskalte Sahne mit Puderzucker und Vanillepaste anschlagen. Sobald die Masse sichtbar dicker wird, das Sahnestandmittel einrieseln lassen und steif schlagen, bis der Rührbesen eine stehende Spitze zieht. Die Creme in den Spritzbeutel mit der Lochtülle füllen.
TORTE SCHICHTEN
Erdbeeren waschen, trocken tupfen und entstrunken. Etwa neun Beeren längs in 5 mm dicke Scheiben schneiden, fünf bis sechs schöne Beeren ganz lassen. Die Früchte nicht zuckern, sonst ziehen sie Saft und wässern die Torte.
Den ersten Boden auf den Kuchenteller legen. Etwa 40 Sahnetupfen von je Ø 3 cm dicht an dicht aufspritzen und dabei rundum 1 cm Rand frei lassen. Die Erdbeerscheiben flach auf die Tupfen legen und nur leicht andrücken, sodass sie zwischen den Kuppen einsinken.
Den zweiten Boden mittig auflegen und nur leicht andrücken. Die Sahne darunter wird flach gedrückt und tritt bis an den Rand vor, das ist gewollt und ergibt das weiße Band im Anschnitt.
Auf den zweiten Boden ebenfalls rund 40 Tupfen aufspritzen, wieder mit freiem Rand. Den Spritzbeutel dabei senkrecht halten und nach jedem Tupfen kurz absetzen, damit die Spitze stehen bleibt.
Die zweite Fruchtschicht mit den restlichen Erdbeerscheiben belegen und den dritten Boden auflegen. Für die Deckschicht kommt der flachste der drei Böden nach oben.
Die restliche Creme in dichten Reihen auf den Deckboden spritzen, sodass die Tupfen einander berühren und die Fläche vollständig bedeckt ist.
Die ganzen Erdbeeren mit der Spitze nach oben in die Creme setzen und die Torte mindestens 2 Stunden kalt stellen. In dieser Zeit zieht die Sahne in die Böden, die Schichten setzen sich, und die Torte lässt sich sauber schneiden.
Notizen
Tipps:
Der Spinat liefert die gesamte Flüssigkeit des Teigs. Deshalb steht weder Milch noch Wasser in der Zutatenliste, und deshalb darf TK-Spinat auf keinen Fall ausgedrückt werden - 200 g aufgetauter Spinat verlieren dabei rund 65 g Flüssigkeit.
Keinen Zitronensaft, keinen Essig und kein Joghurt in den Teig. Säure lässt das Grün innerhalb weniger Minuten ins Olivgraue kippen. Abgeriebene Zitronenschale ist dagegen unbedenklich.
Das Backpulver arbeitet schon in der Schüssel. Der zuletzt gebackene Boden geht deshalb am wenigsten auf und ist der flachste. Genau er gehört als Deckboden nach oben, weil die Tupfenreihen eine gerade Fläche brauchen.
Der Teig reicht für drei Kreise von Ø 22 cm. Zwei Kreise nebeneinander passen auf kein Haushaltsblech: Auf dem kleinen Blech von 40 × 30 cm fehlen 9,2 cm, auf dem Universalblech von 45 × 37 cm noch 1,7 cm. Es wird also nacheinander gebacken oder mit Umluft auf zwei Ebenen.
Aufbewahrung: Zugedeckt im Kühlschrank 2 Tage. Am zweiten Tag sind die Böden weicher und die Torte schmeckt runder. Danach geben die Erdbeeren Saft ab und die Schichten weichen durch. Die fertige Torte eignet sich nicht zum Einfrieren, die ungefüllten Böden dagegen sehr gut: mit Backpapier getrennt stapeln, 4 Wochen haltbar.Variationen: Statt Erdbeeren passen Himbeeren, entsteinte Kirschen oder dünn gehobelte Nektarinen. Für eine festere Creme an warmen Tagen 2 Blatt eingeweichte Gelatine auflösen, zunächst mit 3 EL der geschlagenen Sahne verrühren und diese angeglichene Masse dann unter den Rest heben.Getränk: Ein kalter Pfefferminztee ohne Zucker oder ein trockener Winzersekt hält der Süße der Sahne stand.