Go Back
+ servings
Hamin mit Pearl Couscous im Tontopf

Hamin mit Pearl Couscous (Ptitim) und Rindfleisch – sefardischer Schabbat-Eintopf

Langsam geschmorter sefardischer Schabbat-Eintopf mit zartem Rindfleisch, Kartoffeln, Karotten, israelischer Perlencouscous (Ptitim) und warmen nahöstlichen Gewürzen – stundenlang im Tontopf gegart. Comfort Food der israelisch-sefardischen Küche.
Servings 6 Portionen
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 8 Stunden
Gesamtzeit 8 Stunden 25 Minuten

Kochutensilien

  • Großer ofenfester Schmortopf 5 l, mit Deckel; ideal Tontopf oder Gusseisen
  • Slow Cooker alternativ
  • Pfanne zum Anbraten
  • Schaumlöffel

Zutaten

Für den Eintopf

  • 1 kg Rinderbrust (mit Fett, in 4–5 cm großen Stücken; alternativ Beinscheibe)
  • 2 Zwiebeln (groß, grob gehackt)
  • 5 Knoblauchzehen (gepresst oder ganz)
  • 4 Kartoffeln (mittel, geschält, in Stücken)
  • 3 Karotten (geschält, in dicken Schrägscheiben)
  • 250 g Pearl Couscous (Ptitim) (israelischer Couscous; alternativ Fregola)
  • 1,5 l Rinderbrühe (oder Wasser mit Brühwürfel)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Olivenöl (zum Anbraten)

Gewürze

  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 EL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprikapulver (süß)
  • 0,5 TL Zimt (gemahlen, für die sefardische Note)
  • 1 TL Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 1,5 TL Meersalz (plus zum Abschmecken)

Anleitungen

FLEISCH ANBRATEN

  • Den Backofen auf 130 °C (265 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Rindfleisch trocken tupfen und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.
  • In einem großen ofenfesten Schmortopf (am besten Tontopf oder schwerer Gusseisentopf) das Olivenöl bei mittlerer-hoher Hitze erhitzen. Die Fleischstücke portionsweise (nicht überfüllen!) von allen Seiten kräftig braun anbraten – ca. 8–10 Minuten pro Portion. Herausnehmen und beiseitestellen.

ZWIEBELN UND GEWÜRZE

  • Im selben Topf die gehackten Zwiebeln 8–10 Minuten anbraten, bis sie tief goldbraun und an den Rändern leicht karamellisiert sind. Knoblauch zugeben und 1 Minute mitbraten. Tomatenmark, Kreuzkümmel, Kurkuma, Paprikapulver, Zimt und Pfeffer einrühren und 2 Minuten anrösten – das Anrösten der Gewürze ist entscheidend für die warme, sefardische Geschmackstiefe.

SCHICHTEN

  • Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben. Kartoffeln und Karottenstücke darüber verteilen. Den Pearl Couscous (Ptitim) gleichmäßig oben drauf streuen – er saugt die Brühe von oben auf, während alles schmort.
  • Lorbeerblätter zufügen und mit der heißen Rinderbrühe aufgießen, sodass alles knapp bedeckt ist. Salz hinzufügen. Einmal vorsichtig zum Kochen bringen, dann auf niedrigste Stufe reduzieren.

LANGSAM SCHMOREN

  • Den Topf mit Deckel fest verschließen (bei undichtem Deckel zusätzlich Alufolie unter den Deckel) und in den vorgeheizten Ofen stellen. Bei 130 °C für 8 Stunden schmoren – oder bei 100–110 °C für die klassischen 10–12 Stunden (Schabbat-Variante). Nicht öffnen! Jedes Öffnen kostet Hitze und Aroma. Im Slow Cooker: auf low 8–10 Stunden.
    Hamin mit Beilagen

SERVIEREN

  • Nach der Schmorzeit den Topf vorsichtig öffnen – der Duft ist überwältigend. Das Fleisch sollte mit der Gabel zerfallen, die Kartoffeln butterzart, der Pearl Couscous prall mit Geschmack vollgesaugt sein. Lorbeerblätter entfernen. Abschmecken mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer.
  • Direkt im Tontopf oder in tiefen Tellern servieren – mit reichlich Fleisch, einem Schöpfer Ptitim und Gemüse. Dazu Pita oder Challah, eingelegtes Gemüse oder Israelischer Salat als frischer Kontrast. Klassisches Schabbat-Mittagessen.

Notizen

Niedrige Hitze ist DAS Geheimnis: Über 140 °C wird das Fleisch zäh. Bei 100–130 °C entsteht die perfekte langsame Maillard-Reaktion. Bei modernen Öfen ggf. die niedrigste Stufe wählen.
Slow Cooker Anleitung: Alles vorher in der Pfanne anbraten, dann in den Slow Cooker schichten. 8–10 Stunden auf low – perfekt für die Nacht.
Pearl Couscous (Ptitim) kaufen: In gut sortierten Supermärkten als Israelischer Couscous oder Pearl Couscous – meist von Osem oder anderen israelischen Marken. Alternativ Fregola Sarda (sardische Pasta-Perlen).
Variationen:
  • Mit Kichererbsen: 1 Dose Kichererbsen zusätzlich oder statt Ptitim – marokkanisch
  • Mit Trockenfrüchten: Handvoll entkernte Pflaumen oder Datteln – süßlich, marokkanisch
  • Mit Eiern: 4 Eier in der Schale mitschmoren – sie werden cremig und beige (aschkenasischer Touch)
  • Mit Zimtstange + ganzem Knoblauch: Marokkanische Dafina-Variante
  • Mit Reis: Statt Ptitim 200 g Reis (weniger formstabil)
Wenn zu wenig Flüssigkeit: Beim Öffnen prüfen – falls trocken, heißes Wasser oder Brühe nachgießen. Hamin soll feucht, aber nicht suppig sein.
Wenn zu viel Flüssigkeit: Deckel abnehmen und die letzten 30 Min im Ofen reduzieren.
Vegetarische Variante: Fleisch durch 200 g getrocknete Pilze (eingeweicht) und 1 Dose Kichererbsen ersetzen. Mit Gemüsebrühe schmoren.
Aufbewahrung: Im Kühlschrank in luftdichtem Behälter 4 Tage. Vor dem Aufwärmen mit etwas Wasser oder Brühe verdünnen.
Einfrieren: Bis zu 3 Monate. Im Kühlschrank über Nacht auftauen und langsam erhitzen.
Schmeckt am nächsten Tag noch besser: Die Aromen vertiefen sich – wenn möglich am Vortag zubereiten und nochmal langsam aufwärmen.
Begleitendes: Pita, Challah, eingelegte rote Beete, Chrein (Meerrettich-Roter-Bete-Sauce), Israelischer Salat.

Nährwerte

Calories: 540kcalCarbohydrates: 55gProtein: 38gFat: 18g
Calories: 540kcal
Gericht: Eintopf, Fleischgericht, Hauptgericht
Küche: Hausmannskost, Israelisch, Jüdisch, Nahöstlich, Sefardisch
Schlagwort: Aus dem Ofen, Comfort Food, Familienessen, festlich, Festtagsgericht, Hamin, Israelisch, klassisch, langsam geschmort, Pearl Couscous, Ptitim, Rindfleisch-Eintopf, Schabbat-Eintopf, Sefardisch, Slow Cooker, traditionell, Vom Herd, Winterrezepte