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–+ servings
Blick von schräg oben auf einen dunklen Holztisch: drei Äpfel an Holz- und Papierstielen, überzogen mit einer hochglänzenden, durchscheinenden Zuckerglasur in dunklem Rubinrot, die unteren zwei Drittel dicht mit fein gehackten hellen Nüssen bedeckt, daneben mehrere ganze rote bis gelbrote Äpfel

Karamell-Äpfel mit Nusshülle am Stiel

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Kleine feste Äpfel am Holzstiel, überzogen mit einer hauchdünnen, durchscheinenden Zuckerglasur und auf den unteren zwei Dritteln dicht mit fein gehackten hellen Nüssen bedeckt. Die Glasur wird bis in den Hartbruch bei 150 bis 155 °C gekocht: Sie erstarrt glasklar und splittert beim Abbeißen, statt an den Zähnen zu kleben. Unter der Hülle steckt ein grüner, ausgesprochen säuerlicher Apfel, und weil die Glasur durchscheinend ist, wirkt das Rot darauf tief und dunkel statt knallig. Entscheidend ist die Geschwindigkeit: Eine Hartbruch-Glasur zieht in Sekunden an, deshalb wird jeder Apfel einzeln getaucht und sofort in den Nüssen gerollt. Die Äpfel müssen entwachst und staubtrocken sein, aber Zimmertemperatur haben — nicht kalt. Achtung: Der Sirup ist heißer als kochendes Wasser, Kinder tauchen nicht selbst ein. Das Rezept enthält Nüsse.
Servings 6 Stück
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
30 Minuten Äpfel bei Zimmertemperatur nachtrocknen und 15 Minuten Glasur aushärten lassen 45 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 40 Minuten

Kochutensilien

  • Kleiner hoher Topf etwa 16 cm Durchmesser; der Sirup steht darin hoch genug, um den Apfel bis zur Schulter zu tauchen, und schäumt beim Kochen nicht über
  • Zuckerthermometer misst mindestens bis 180 °C; ersatzweise die Eiswasserprobe
  • Backpinsel zum Abwaschen des Topfinnenrands mit kaltem Wasser
  • Kleine Schüssel mit Eiswasser für die Probe ohne Thermometer
  • Backblech oder Brett mit Backpapier etwa 30 × 40 cm, das Papier dünn einölen
  • flacher Teller mindestens 20 cm Durchmesser, für die gehackten Nüsse; steht direkt neben dem Topf
  • kleine Pfanne zum trockenen Rösten der Nüsse, ohne Fett
  • sauberes Küchentuch zum kräftigen Abreiben der entwachsten Äpfel

Zutaten

Für die Äpfel

  • 6 Äpfel (klein, fest und ausgesprochen säuerlich, etwa 130 bis 150 g je Stück; grüne Sorte wie Granny Smith — die grüne Schale unter der durchscheinenden Glasur ergibt den dunklen Rubinton)
  • 6 Holzstiele (stabil, etwa 12 bis 15 cm lang; ebenso Holzspieße oder feste Papierstiele)
  • 1 TL Öl (neutral; zum Einölen des Backpapiers)

Für die rote Zuckerglasur

  • 500 g Zucker
  • 100 g Glukosesirup (hell; verhindert das Auskristallisieren)
  • 150 ml Wasser
  • 1-2 TL Lebensmittelfarbe (rot; für eine Zubereitung ohne tierische Bestandteile ausdrücklich pflanzliche Farbe ohne Karmin)

Für die Nusshülle

  • 150 g Erdnüsse (oder blanchierte Mandeln; geschält, hell geröstet und fein gehackt auf etwa 1 bis 2 mm)

Anleitungen

  • Äpfel entwachsen: Die Äpfel einige Sekunden in etwa 60 °C heißes Wasser tauchen, sofort herausnehmen und mit einem sauberen Küchentuch kräftig abreiben, bis die Schale matt und leicht rau wirkt statt glänzend. Handelsübliche Äpfel tragen eine Wachsschicht, auf der heißer Zucker nicht haftet.
  • Trocknen lassen und Stiele stecken: Die abgeriebenen Äpfel etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur nachtrocknen lassen. Nicht in den Kühlschrank stellen: An einer kalten Schale schlägt sich Luftfeuchtigkeit nieder, und unter dieser Feuchtigkeit trübt die Glasur ein und rutscht später als Ring ab. Je einen Holzstiel vom Stielansatz her tief und fest ins Kernhaus schieben.
  • Nüsse rösten und fein hacken: Die Erdnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Bewegen 4 bis 5 Minuten rösten, bis sie deutlich duften und hell bleiben. Abkühlen lassen, lose Häutchen in einem Tuch abreiben und die Kerne fein auf etwa 1 bis 2 mm hacken. Diese Feinheit ist Absicht: In eine Glasur, die in Sekunden erstarrt, sinken nur kleine Krümel noch ein. Die Nüsse auf einen flachen Teller schütten und flach verteilen.
  • Arbeitsplatz vorbereiten: Backpapier auf ein Blech legen und dünn mit neutralem Öl einpinseln. Den Teller mit den Nüssen, das Blech und eine kleine Schüssel mit Eiswasser direkt neben den Herd stellen. Ab dem Moment, in dem der Sirup fertig ist, bleibt keine Zeit mehr zum Suchen.
  • Sirup ansetzen: Zucker, Glukosesirup und Wasser in den kleinen hohen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis der Zucker vollständig gelöst ist und die Flüssigkeit klar aussieht. Ab dem Aufkochen nicht mehr rühren. In den ersten Minuten den Innenrand des Topfes zweimal mit einem in kaltes Wasser getauchten Backpinsel abwaschen: Dort haftende Zuckerkrümel fallen sonst zurück und lassen die ganze Masse trüb werden.
  • Auf Hartbruch kochen: Den Sirup ohne Rühren auf 150 bis 155 °C kochen. Ohne Thermometer die Eiswasserprobe machen: Ein halber Teelöffel Sirup muss im Eiswasser sofort glasig erstarren und zwischen den Fingern hörbar brechen. Zieht er noch Fäden oder lässt er sich zu einer Kugel formen, ist er nicht weit genug. Über 160 °C sollte er nicht gehen, dort wird die Masse bräunlich und bitter und trübt das Rot ein.
  • Farbe einschwenken und kurz abkühlen lassen: Den Topf vom Herd nehmen, die rote Lebensmittelfarbe zugeben und den Topf am Griff vorsichtig schwenken, bis die Farbe gleichmäßig verteilt ist. Nicht mit einem Löffel rühren, sonst kristallisiert die Masse. Anschließend ohne Hitze auf etwa 130 bis 140 °C fallen lassen: Der Sirup wird dabei etwas dickflüssiger, überzieht den Apfel gleichmäßiger und lässt zwei bis drei Sekunden mehr Zeit für die Nüsse.
  • Tauchen und sofort in den Nüssen rollen — ein Apfel nach dem anderen: Den Topf leicht schräg halten, einen Apfel am Stiel bis kurz unter den Stielansatz eintauchen, einmal um die eigene Achse drehen und zwei bis drei Sekunden über dem Topf abtropfen lassen. Dann sofort schräg halten und die untere Hälfte bis auf etwa zwei Drittel Höhe über den Nussteller rollen, die Krümel mit leichtem Druck ansetzen und den Apfel auf das geölte Backpapier stellen. Dafür bleiben rund zehn Sekunden, danach ist die Glasur glatt und nimmt nichts mehr an. Erst dann den nächsten Apfel tauchen. Zieht der Sirup im Topf zwischendurch Fäden oder wird zäh, ihn bei milder Hitze kurz wieder auf etwa 140 °C bringen.
  • Aushärten lassen und servieren: Die Äpfel mit Abstand zueinander 10 bis 15 Minuten bei Zimmertemperatur aushärten lassen, bis die Glasur hart ist und beim Antippen klingt. Nicht in den Kühlschrank stellen. Bei etwa 20 °C servieren, entweder am Stiel abbeißen oder mit einem kleinen scharfen Messer halbieren und in sechs bis acht Spalten schneiden; die Glasur bricht dabei in Scherben, das ist so gewollt. Erst kurz vor dem Servieren schneiden, weil die Schnittflächen an der Luft braun werden.
    Nahaufnahme eines Apfels an einem weißen Papierstiel: hochglänzende, durchscheinende Zuckerglasur in dunklem Rubinrot, am Stiel ein leuchtend orangeroter, glasig erstarrter Tropfen, die untere Hälfte dicht mit feiner heller Nusskrume bedeckt; im unscharfen Hintergrund ganze rote und gelbrote Äpfel sowie zwei weitere Äpfel mit derselben Nusshülle

Notizen

Sicherheit hat Vorrang: Der Sirup ist mit über 150 °C deutlich heißer als kochendes Wasser und bleibt auf der Haut kleben, statt abzulaufen. Ein feuchter Apfel und nasse Hände lassen ihn spritzen, und zwar genau in Richtung der Hand am Stiel. Deshalb nur staubtrockene Früchte eintauchen, nicht mit nassen Händen arbeiten und den Topfgriff nach innen drehen. Kinder dürfen die Nüsse vorbereiten und die getauchten Äpfel darin rollen, sobald ein Erwachsener sie aus dem Topf gehoben hat, aber nicht selbst eintauchen. Eine Schüssel kaltes Wasser griffbereit halten und eine Verbrennung sofort mehrere Minuten kühlen.
Allergiehinweis: Das Rezept enthält Nüsse beziehungsweise Erdnüsse. Die Nussschicht ist fest in der Glasur verankert und lässt sich nachträglich nicht entfernen, deshalb ist das Dessert für Gäste mit Nussallergie nicht geeignet.
Der Kochpunkt entscheidet über alles: Bei 150 bis 155 °C ist praktisch kein Wasser mehr im Sirup, und er erstarrt glasklar und splittert beim Biss. Unter 145 °C bleibt Restwasser darin: Die Hülle wird nicht hart, bleibt klebrig und läuft über Nacht an der Frucht herunter. Über 160 °C karamellisiert der Zucker sichtbar, wird bitter und zieht das Rot ins Bräunliche.
Warum die Glasur auf den Fotos dunkel wirkt: Eine Hartbruch-Glasur ist durchscheinend, die Schale des Apfels liegt also sichtbar darunter. Auf einem gelbschaligen Apfel leuchtet dasselbe Rot hell und knallig, auf einem grünen Granny Smith wird daraus der tiefe, dunkle Rubinton der Bilder. Wer es heller möchte, nimmt eine gelbgrundige Sorte wie Gala oder Jonagold, verliert dafür aber ein Stück der Säure, die gegen die süße Hülle arbeitet.
Warum die Nüsse fein gehackt werden: Grobe Stücke von 3 mm und mehr brauchen eine weiche, dicke Schicht, in die sie einsinken können. Diese Glasur ist hauchdünn und zieht in Sekunden an, deshalb halten nur feine Krümel von 1 bis 2 mm. Statt Erdnüssen gehen ebenso blanchierte Mandeln oder Mandelblättchen; Haselnüsse funktionieren auch, hinterlassen aber dunkle Häutchenreste in der hellen Schicht.
Aufbewahrung: Am besten am Tag der Zubereitung essen, solange die Glasur klingt. Nicht in den Kühlschrank: Hartzucker zieht Feuchtigkeit an, die Oberfläche wird dort binnen einer Stunde stumpf und klebrig. Einzeln in Butterbrot- oder Pergamentpapier gewickelt halten sich die Äpfel kühl, trocken und luftig bei Zimmertemperatur bis zu zwei Tage; danach hat der Saft der Frucht die Hülle von innen aufgeweicht. Einfrieren funktioniert nicht, die Frucht wird mehlig und sprengt die Glasur ab.

Nährwerte

Kalorien: 295kcalKohlenhydrate: 52gEiweiß: 5gFett: 9gNatrium: 10mgBallaststoffe: 5gZucker: 44g
Calories: 295kcal
Gericht: Dessert, Süßigkeit
Küche: Amerikanisch, International, Nordamerikanisch
Ernährungsform: Glutenfrei, Laktosefrei, Vegetarisch
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