Äpfel entwachsen: Die Äpfel einige Sekunden in etwa 60 °C heißes Wasser tauchen, sofort herausnehmen und mit einem sauberen Küchentuch kräftig abreiben, bis die Schale matt und leicht rau wirkt statt glänzend. Handelsübliche Äpfel tragen eine Wachsschicht, auf der heißer Zucker nicht haftet.
Trocknen lassen und Stiele stecken: Die abgeriebenen Äpfel etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur nachtrocknen lassen. Nicht in den Kühlschrank stellen: An einer kalten Schale schlägt sich Luftfeuchtigkeit nieder, und unter dieser Feuchtigkeit trübt die Glasur ein und rutscht später als Ring ab. Je einen Holzstiel vom Stielansatz her tief und fest ins Kernhaus schieben.
Nüsse rösten und fein hacken: Die Erdnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Bewegen 4 bis 5 Minuten rösten, bis sie deutlich duften und hell bleiben. Abkühlen lassen, lose Häutchen in einem Tuch abreiben und die Kerne fein auf etwa 1 bis 2 mm hacken. Diese Feinheit ist Absicht: In eine Glasur, die in Sekunden erstarrt, sinken nur kleine Krümel noch ein. Die Nüsse auf einen flachen Teller schütten und flach verteilen.
Arbeitsplatz vorbereiten: Backpapier auf ein Blech legen und dünn mit neutralem Öl einpinseln. Den Teller mit den Nüssen, das Blech und eine kleine Schüssel mit Eiswasser direkt neben den Herd stellen. Ab dem Moment, in dem der Sirup fertig ist, bleibt keine Zeit mehr zum Suchen.
Sirup ansetzen: Zucker, Glukosesirup und Wasser in den kleinen hohen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis der Zucker vollständig gelöst ist und die Flüssigkeit klar aussieht. Ab dem Aufkochen nicht mehr rühren. In den ersten Minuten den Innenrand des Topfes zweimal mit einem in kaltes Wasser getauchten Backpinsel abwaschen: Dort haftende Zuckerkrümel fallen sonst zurück und lassen die ganze Masse trüb werden.
Auf Hartbruch kochen: Den Sirup ohne Rühren auf 150 bis 155 °C kochen. Ohne Thermometer die Eiswasserprobe machen: Ein halber Teelöffel Sirup muss im Eiswasser sofort glasig erstarren und zwischen den Fingern hörbar brechen. Zieht er noch Fäden oder lässt er sich zu einer Kugel formen, ist er nicht weit genug. Über 160 °C sollte er nicht gehen, dort wird die Masse bräunlich und bitter und trübt das Rot ein.
Farbe einschwenken und kurz abkühlen lassen: Den Topf vom Herd nehmen, die rote Lebensmittelfarbe zugeben und den Topf am Griff vorsichtig schwenken, bis die Farbe gleichmäßig verteilt ist. Nicht mit einem Löffel rühren, sonst kristallisiert die Masse. Anschließend ohne Hitze auf etwa 130 bis 140 °C fallen lassen: Der Sirup wird dabei etwas dickflüssiger, überzieht den Apfel gleichmäßiger und lässt zwei bis drei Sekunden mehr Zeit für die Nüsse.
Tauchen und sofort in den Nüssen rollen — ein Apfel nach dem anderen: Den Topf leicht schräg halten, einen Apfel am Stiel bis kurz unter den Stielansatz eintauchen, einmal um die eigene Achse drehen und zwei bis drei Sekunden über dem Topf abtropfen lassen. Dann sofort schräg halten und die untere Hälfte bis auf etwa zwei Drittel Höhe über den Nussteller rollen, die Krümel mit leichtem Druck ansetzen und den Apfel auf das geölte Backpapier stellen. Dafür bleiben rund zehn Sekunden, danach ist die Glasur glatt und nimmt nichts mehr an. Erst dann den nächsten Apfel tauchen. Zieht der Sirup im Topf zwischendurch Fäden oder wird zäh, ihn bei milder Hitze kurz wieder auf etwa 140 °C bringen.
Aushärten lassen und servieren: Die Äpfel mit Abstand zueinander 10 bis 15 Minuten bei Zimmertemperatur aushärten lassen, bis die Glasur hart ist und beim Antippen klingt. Nicht in den Kühlschrank stellen. Bei etwa 20 °C servieren, entweder am Stiel abbeißen oder mit einem kleinen scharfen Messer halbieren und in sechs bis acht Spalten schneiden; die Glasur bricht dabei in Scherben, das ist so gewollt. Erst kurz vor dem Servieren schneiden, weil die Schnittflächen an der Luft braun werden.