Ricotta abtropfen, am Vortag: Die Ricotta in ein mit Küchentuch ausgelegtes Sieb geben, mit einem Teller beschweren und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Es laufen 100 bis 150 g Molke ab, übrig bleiben etwa 850 g feste Ricotta. Nur wirklich feste Ware aus dem Becher darf ohne Abtropfen verwendet werden — bleibt Feuchtigkeit in der Creme, weicht sie die Schale sofort auf.
Teig kneten: Mehl, Zucker, Backkakao und Salz mischen, die kalte Butter mit den Fingerspitzen einarbeiten. Das Ei trennen, das Eigelb mit Weißwein und Essig zugeben, das Eiweiß abgedeckt beiseitestellen. Alles etwa fünf Minuten zu einem festen, glatten Teig verkneten. Der Teig ist deutlich fester als Nudelteig und darf nicht kleben. In Folie wickeln und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Schablone zuschneiden: Aus Karton ein Oval von etwa 14 × 11 cm schneiden. Die 11 cm sind der Umfang des Röhrchens plus Überlappung, die 14 cm die Länge der fertigen Schale. Kleiner darf es nicht sein, sonst reicht der Teig nicht um das große Röhrchen herum.
Dünn ausrollen und ausschneiden: Den Teig in Portionen mit der Nudelmaschine bis Stufe zwei von unten oder mit dem Nudelholz auf etwa 1 mm ausrollen. So dünn, dass sich Schrift darunter erahnen lässt. Die Schablone auflegen und mit dem Teigrädchen zehn Ovale ausschneiden. Die Reste einmal neu zusammenkneten und nachrollen; danach wird der Teig zäh.
Um die Röhrchen wickeln: Die Röhrchen fetten und je ein Oval quer darumlegen, sodass die kurze Seite rundherum läuft. Die Enden übereinanderschlagen und die Nahtstelle mit dem Eiweiß fest zusammendrücken. Nicht straff wickeln: Der Teig muss beim Frittieren Platz zum Aufblähen haben.
Frittieren: Das Öl im hohen Topf 5 bis 6 cm hoch auf 180 °C erhitzen und die Temperatur mit dem Thermometer halten. Zwei Röhrchen gleichzeitig einlegen — mehr passen bei diesem Format nicht frei schwimmend hinein — und 2 bis 3 Minuten goldbraun frittieren, dabei einmal wenden. Bei zu niedriger Temperatur saugt sich der Teig voll Fett und bleibt blass, bei zu hoher wird er außen dunkel und innen weich. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Röhrchen lösen und auskühlen: Die Schalen kurz anziehen lassen und noch handwarm vorsichtig vom Metallröhrchen ziehen, dabei das Röhrchen leicht drehen. Vollständig auskühlen lassen. Die Röhrchen abwischen, neu fetten und für die nächste Portion verwenden.
Ricottacreme rühren: Die abgetropfte Ricotta durch ein feines Sieb streichen — dieser Schritt macht aus der körnigen Masse die glatte, glänzend weiße Creme der Fotos. Den gesiebten Puderzucker unterrühren, nicht schlagen: Zu langes Rühren macht die Creme flüssig. Mindestens eine Stunde abgedeckt kalt stellen, damit sich der Zucker löst. Orangenabrieb und Zimt nur zugeben, wenn Sie es möchten; die Creme auf den Fotos ist reine Ricotta mit Puderzucker.
Erst jetzt füllen: Die Creme in den Spritzbeutel mit der großen Lochtülle füllen und jede Schale von beiden Seiten bis zur Mitte füllen, etwa 100 g pro Stück. So bleibt keine Luftblase in der Mitte, und an beiden Enden steht die Creme als kleine Kuppel heraus.
Pistazienende und Orangenende: Mit dem Finger einen dünnen Film Creme über die letzten drei Zentimeter der Schale außen streichen, dieses Ende in die grob gehackten Pistazien drücken und rundum wälzen — nur so haften die Pistazien wie auf den Fotos außen an der Röhre und nicht bloß am Rand. Auf die Cremekuppel am anderen Ende ein breites Stück kandierte Orangenschale legen. Großzügig mit Puderzucker bestäuben und unmittelbar servieren.