Ricotta abtropfen, am Vortag: Die Ricotta in ein mit Küchentuch ausgelegtes Sieb geben, mit einem Teller beschweren und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Es laufen 100 bis 150 g Molke ab, übrig bleiben etwa 750 g. Feuchte Ware bringt die Creme später zum Fließen, und in einer weiten Schale fällt das sofort auf.
Teig kneten und ruhen lassen: Mehl, Zucker und Salz mischen, die kalte Butter mit den Fingerspitzen einarbeiten. Das Ei trennen, Eigelb, Weißwein und Essig zugeben, das Eiweiß abgedeckt beiseitestellen. Etwa fünf Minuten zu einem festen, glatten Teig verkneten; er darf nicht kleben. In Folie wickeln und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Beerenspiegel einkochen: Beeren, Zucker und Zitronensaft in einem kleinen Topf aufkochen und offen 8 bis 10 Minuten einkochen lassen, bis die Masse sichtbar dickflüssig wird. Durch ein feines Sieb streichen; es bleiben etwa 120 ml Sauce. Die Probe machen Sie auf einem kalten Teller: Eine gezogene Linie muss ihre Form behalten. Zerläuft sie, weitere zwei bis drei Minuten einkochen. Vollständig auskühlen lassen, kalt zieht der Spiegel noch einmal an.
Schablone zuschneiden: Aus Karton ein Oval von etwa 11 × 16 cm (4,5 × 6,5 in) schneiden. Die 11 cm sind die Länge der fertigen Schale, die 16 cm der Umfang des dicken Röhrchens plus 1,5 cm Überlappung. Kleiner darf das Oval nicht sein, sonst klafft die Naht beim Frittieren auf.
Ausrollen und ausschneiden: Den Teig portionsweise auf etwa 1,5 mm ausrollen — dünn, aber nicht hauchdünn wie bei den schmalen Cannoli: Die weite Schale muss rund 200 g Creme tragen, ohne beim Füllen zu splittern. Die Schablone auflegen und mit dem Teigrädchen sechs Ovale ausschneiden. Reste einmal neu ausrollen, daraus kommen ein bis zwei weitere Ovale.
Um die dicken Röhrchen wickeln: Die Röhrchen dünn ölen. Je ein Oval so über ein Röhrchen legen, dass die 16-cm-Seite herumläuft, die beiden langen Kanten locker übereinanderschlagen und die Überlappung mit Eiweiß fest verstreichen. Locker wickeln, damit sich der Teig beim Frittieren abheben und blasig aufwerfen kann. Die Enden des Röhrchens bleiben frei, dort werden die Schalen später gefüllt.
Frittieren, drei Runden: Die 2 l Öl im hohen Topf auf 180 °C (356 °F) erhitzen. Immer nur zwei Röllchen gleichzeitig einlegen: Die dicken Röhren brauchen Platz zum Wenden, und mehr lässt die Temperatur zu stark einbrechen. 3 bis 4 Minuten goldbraun frittieren, dabei einmal wenden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, noch handwarm mit einem Küchentuch vom Röhrchen drehen und vollständig auskühlen lassen. Röhrchen abwischen, neu ölen, nächste Runde.
Creme glatt streichen und rühren: Die abgetropfte Ricotta durch ein feines Sieb streichen. Dieser Schritt ist der Unterschied zwischen körnig und dem glatten, glänzenden Weiß auf den Fotos — Rühren allein schafft das nicht. Dann Mascarpone, gesiebten Puderzucker und die Prise Salz unterrühren, nur bis die Creme glatt ist, nicht schlagen. Bis zum Füllen abgedeckt kalt stellen, mindestens 30 Minuten.
Beerenspiegel auf den Teller ziehen: Den kalten Spiegel mit der Löffelspitze oder einer kleinen Spritzflasche in unregelmäßigen Tropfen und dünnen Bahnen über die Dessertteller verteilen, nicht flächig verstreichen. Das geschieht vor dem Auflegen der Cannoli, damit die Schalen nicht in der Sauce stehen und aufweichen.
Füllen, wälzen und sofort servieren: Die Creme in den Spritzbeutel mit 15-mm-Tülle füllen. Jede Schale von beiden Seiten füllen und die Tülle dabei tief einschieben, damit in der Mitte keine Höhle bleibt. Pro Schale gehen etwa 200 g Creme hinein; sie muss an beiden Enden als Kuppe herausstehen. Beide Enden in die grob gehackten Pistazien drücken, je zwei Cannoli leicht übereinander auf die vorbereiteten Teller legen, Puderzucker über Gebäck und Teller sieben und unmittelbar servieren.