Lebkuchengewürz mischen: Zimt, Ingwer, Muskatnuss und gemahlene Nelken in einer kleinen Schale verrühren. Das ergibt knapp 3 TL Gewürz für diese Teigmenge. Für einen Vorrat die Mengen vervierfachen und in einem Schraubglas dunkel und trocken aufbewahren.
Trockene Zutaten mit Kakao mischen: Mehl, Kakaopulver, Salz, Natron und das gemischte Lebkuchengewürz in einer Schüssel vermengen und beiseitestellen. Die Kakaomenge legt hier den späteren Farbton fest.
Feuchte Basis cremig rühren: Weiche Butter mit dem weißen Zucker hell und cremig aufschlagen. Ei, Vanilleextrakt und Ahornsirup unterrühren. Die Masse sieht kurz uneinheitlich aus, mit kleinen Butterstückchen zwischen dem Gelb – das ist normal.
Teig zusammenführen: Die Mehl-Kakao-Mischung nach und nach unterrühren, nur so lange, bis der Teig zusammenkommt. Er ist fest und fällt in Brocken vom Rührer – genau richtig. Nicht weiter kneten, sonst wird der Lebkuchen zäh. Am rohen Teig lässt sich der Farbton bereits beurteilen: Er bleibt bis zum gebackenen Keks nahezu gleich.
Erste Kühlung: Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 60 Minuten kalt stellen, bis die Butter wieder fest ist.
Ausrollen, ausstechen, zweite Kühlung: Den kalten Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche überall gleich dick auf 0,5 bis 0,7 cm ausrollen. Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Die ausgestochenen Rohlinge noch einmal rund 10 Minuten kalt stellen, damit die Konturen im Ofen scharf bleiben.
Backen und am Rand prüfen: Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C etwa 8 bis 10 Minuten backen. Die Kekse herausnehmen, sobald die Ränder gerade fest geworden sind und die Mitte noch weich wirkt. Nicht auf eine dunkler werdende Oberfläche warten – die Farbe kommt aus dem Teig, nachdunkeln heißt hier nur zu lange gebacken.
Auskühlen: Die Plätzchen auf dem Blech kurz anziehen lassen, dann auf einem Gitter vollständig auskühlen. Verziert wird erst auf dem kalten Keks, sonst läuft die Glasur.
Flächen umranden: Mit fester Eiweißglasur jede Fläche einzeln umranden – bei Fäustlingen Handfläche und Manschette als getrennte Felder. Die feste Linie bleibt als kleiner Damm stehen und hält die dünnere Füllung auf dem Keks.
Erste Fläche füllen: Die Handfläche mit etwas dünnerer Glasur ausfüllen und die Manschette zunächst frei lassen. Auf dem braunen Untergrund wirken kräftige Farben satt und warm; helle Töne brauchen mehr Deckkraft.
Manschette und Muster aufsetzen: Erst wenn die farbige Fläche vollständig angetrocknet ist, die weiße Manschette füllen – sonst blutet die dunklere Farbe in Schlieren ins Weiß. Zum Schluss die Schneeflocken in Weiß und das Strickmuster aus Zopfreihen, Punktketten und Längsstreifen in derselben Farbe wie die Fläche aufsetzen; dieses Muster lebt vom Relief, nicht vom Farbkontrast. Vollständig durchtrocknen lassen.