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Madeleines mit Schokoladenglasur und Kokosraspeln

Madeleines mit Schokoladenglasur und Kokosraspeln

Außen goldbraun, innen herrlich saftig und butterweich — Madeleines sind das wohl eleganteste Gebäck, das sich mit gerade einmal fünf Grundzutaten zaubern lässt. In dieser Variante werden die noch leicht warmen Muscheln zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterschokolade getaucht und mit knusprigen Kokosflocken verziert. Das Ergebnis: ein Zusammenspiel aus buttrigem Biskuit, herbem Kakao und nussiger Kokosnote, das zum Nachmittagskaffee genauso passt wie als Mitbringsel.
Servings 12 Stk.
Gesamtzeit 2 Stunden 40 Minuten

Kochutensilien

  • 1 Madeleine-Backform (12 Mulden)
  • 1 Handmixer
  • 1 Teigspatel
  • 1 Rührschüssel
  • 1 hitzebeständige Schüssel (für das Wasserbad)
  • 1 kleiner Topf (für die Butter)
  • 1 Kuchengitter
  • Frischhaltefolie
  • Backpapier

Zutaten

Für die Madeleines:

  • 100 g Weizenmehl  (Type 405 / Allzweckmehl)
  • 100 g Butter + etwas Butter zum Einfetten
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier (Größe M), zimmerwarm
  • 4 g Backpulver (ca. 1 TL)
  • 1 Prise Salz

Für die Schokoladenglasur:

  • 100 g Zartbitterschokolade (mind. 50 % Kakaoanteil)
  • 1 TL Kokosöl oder geschmackneutrales Pflanzenöl

Zum Verzieren:

  • 2 EL Kokosflocken oder Kokosraspeln (wahlweise geröstet)

Anleitungen

  • TEIG ZUBEREITEN:
    Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen und beiseitestellen, damit sie auf Zimmertemperatur abkühlen kann.
    Die Eier und den Zucker in eine Rührschüssel geben. Mit dem Handmixer auf hoher Stufe ca. 5 Minuten aufschlagen, bis die Masse deutlich heller geworden ist, sich im Volumen verdoppelt hat und eine cremige, dickflüssige Konsistenz zeigt. Beim Anheben des Quirls sollte die Masse in einem breiten Band vom Rührer fließen und kurz sichtbar auf der Oberfläche liegen bleiben, bevor sie sich verbindet.
    Das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz in eine separate Schüssel sieben. Die Mehlmischung in zwei Etappen zur Eiermasse geben und mit einem Teigspatel vorsichtig von unten nach oben unterheben — nicht rühren, damit die eingearbeitete Luft erhalten bleibt.
    Die abgekühlte, flüssige Butter in einem dünnen Strahl dazugießen und ebenfalls behutsam unterheben, bis ein gleichmäßiger, glänzender Teig entstanden ist.
  • TEIG KÜHLEN:
    Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Noch besser: über Nacht kühlen lassen. Durch die Kühlzeit wird der Teig fester, die Butter bindet sich besser — und genau das sorgt beim Backen für den charakteristischen Buckel auf der Rückseite der Madeleines.
  • FORM VORBEREITEN UND BACKEN:
    Den Backofen auf 200 °C (390 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Die Mulden der Madeleine-Form dünn mit weicher Butter einfetten und leicht mit Mehl bestäuben, überschüssiges Mehl abklopfen. (Bei einer Silikonform reicht leichtes Einfetten.)
    Den kalten Teig mit einem Esslöffel oder einer kleinen Kelle in die Mulden füllen — jeweils etwa zu zwei Dritteln. Den Teig nicht glattstreichen; er verläuft beim Backen von selbst.
    Im vorgeheizten Ofen 12–14 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind und sich der typische Buckel in der Mitte gebildet hat. Die Madeleines sollen auf der Rillenoberfläche gleichmäßig gebräunt sein, aber nicht zu dunkel werden.
    Die Form sofort nach dem Herausnehmen auf ein Kuchengitter stürzen und die Madeleines vorsichtig lösen, solange sie noch warm sind — so verhindern Sie, dass sie festkleben. Auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen.
  • SCHOKOLADENGLASUR:
    Die Zartbitterschokolade grob hacken und zusammen mit dem Kokosöl in eine hitzebeständige Schüssel geben. Über einem Wasserbad bei niedriger Hitze langsam schmelzen, dabei regelmäßig umrühren, bis die Glasur glatt und glänzend ist. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
    Alternativ: Die Schokolade mit dem Öl in der Mikrowelle in 20-Sekunden-Intervallen schmelzen und dazwischen umrühren.
    Jede Madeleine mit der flachen Seite (Muschelseite nach oben) etwa zur Hälfte in die geschmolzene Schokolade tauchen. Kurz abtropfen lassen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder das Kuchengitter legen.
  • VERZIEREN:
    Die Kokosflocken sofort auf die noch feuchte Schokolade streuen, bevor sie fest wird. Die Madeleines ca. 15–20 Minuten bei Zimmertemperatur trocknen lassen, bis die Glasur vollständig ausgehärtet ist.
    Madeleines mit Schokoladenglasur und Kokosraspeln

Notizen

Zeit:
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Kühlzeit: 2 Stunden (oder über Nacht)
  • Backzeit: 12–14 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 40 Minuten (inkl. Kühlzeit)
Portionen: 12 Stück (1 Backblech)

Tipps
Der Buckel — das Markenzeichen: Der typische Buckel entsteht durch den Temperaturschock: kalter Teig trifft auf einen gut vorgeheizten Ofen. Deshalb den Teig unbedingt kalt aus dem Kühlschrank verarbeiten und den Ofen auf 200 °C (390 °F) vorheizen. Die Mulden nicht zu voll füllen — zwei Drittel sind ideal.
Schokolade variieren: Statt Zartbitterschokolade eignet sich auch weiße Schokolade oder Vollmilchschokolade. Wer es knuspriger mag, kann die Schokolade zusätzlich mit gehackten Pistazien, Mandelblättchen oder Haselnusskrokant bestreuen — die Kokosflocken einfach ergänzen oder ersetzen.
Kokosflocken rösten: Wer die Kokosflocken vorher in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten goldbraun röstet, erhält ein intensiveres Aroma und mehr Knusprigkeit. Dabei ständig schwenken, da Kokos sehr schnell verbrennt.
Auch ohne Glasur ein Genuss: Madeleines schmecken pur hervorragend — die Schokoladenglasur ist eine Veredelung, kein Muss. Wer sie weglässt, kann die Madeleines vor dem Backen leicht mit Puderzucker bestäuben oder nach dem Abkühlen mit etwas Zitronenabrieb aromatisieren.
Aufbewahrung: Madeleines ohne Glasur sind am Tag des Backens am besten — dann sind sie außen leicht knusprig und innen noch saftig. In einer luftdichten Dose halten sie sich 2–3 Tage, verlieren aber an Frische. Glasierte Madeleines getrennt in einer Lage (nicht stapeln) aufbewahren, damit die Schokolade nicht klebt.
Einfrieren: Madeleines ohne Glasur lassen sich gut einfrieren — einfach in einen Gefrierbeutel geben und bis zu 4 Wochen lagern. Zum Auftauen bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten stehen lassen. Die Schokoladenglasur erst nach dem Auftauen auftragen.

Hinweise
💡 Hinweis: Vegetarisch — Dieses Gebäck ist vegetarisch, da es Butter und Eier enthält. Für eine vegane Variante lassen sich die Eier durch je 3 EL Apfelmus pro Ei und die Butter durch vegane Margarine ersetzen — allerdings verändert sich dadurch die Textur und der typische Buckel fällt weniger ausgeprägt aus.
⚠️ Hinweis: Allergene — Dieses Rezept enthält Weizen (Mehl), Milch (Butter, Schokolade) und Eier. Je nach gewähltem Topping können zusätzlich Schalenfrüchte (Pistazien, Mandeln, Haselnüsse) enthalten sein. Die Schokolade kann Spuren von Soja und Milch enthalten — bitte die Verpackung prüfen.

(Die Nährwerte sind Richtwerte und können je nach verwendeten Produkten variieren. Die Schokoladenglasur mit Kokosraspeln ergänzt pro Stück ca. 40 kcal.)
Calories: 145kcal
Gericht: Backware, Dessert, Gebäck, Kekse, Plätzchen
Küche: Französisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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