Teig rühren: Die weiche Butter mit Puderzucker, Vanillezucker und Salz hell und cremig aufschlagen. Das Eigelb unterrühren, dann das gesiebte Mehl zugeben und nur so lange mischen, bis der Teig gerade zusammenkommt. Er bleibt dabei krümelig-plastisch und wird mit der Hand kurz zusammengedrückt, nicht glatt geknetet: Genau diese kurz gebundene Masse ergibt später die sandige, leicht rissige Seitenwand der Kekse. Wer weiterknetet, bekommt zähes statt mürbes Gebäck.
Teig kühlen: Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Kalter Mürbeteig lässt sich sauber formen, behält die Mulde besser und läuft im Ofen weniger breit. Direkt aus der Kälte bricht er beim Rollen, deshalb vor dem Formen 5 bis 10 Minuten bei Zimmerwärme stehen lassen, bis er sich eindrücken lässt, ohne zu splittern.
Kugeln formen und Mulde eindrücken: Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig in 36 Portionen zu je etwa 14 g teilen, zu Kugeln rollen und auf dem Backpapier zu Scheiben von etwa 4,5 cm Durchmesser und gut 1 cm Höhe flach drücken. Mit dem runden Rücken eines Teelöffels oder dem Boden eines kleinen Glases in jede Scheibe eine Mulde von etwa 3 cm Durchmesser drücken, gut bis zur halben Keksdicke tief, also rund 5 mm. Der verdrängte Teig schiebt sich nach oben und außen, sodass rundum ein schmaler Wall von knapp 8 mm stehen bleibt: Dieser Rand hält später die Creme. Feine Risse im Rand gehören dazu, so sehen die Kekse auf den Bildern aus; nur tiefe Spalten mit den Fingern zusammendrücken.
Backen: Die Kekse in zwei Durchgängen 14 bis 16 Minuten backen, bis der Rand hell goldgelb ist und die Oberfläche matt wirkt. Sie dürfen nicht braun werden. Die Probe geht über die Unterseite: Einen Keks mit dem Pfannenwender anheben, der Boden soll hell goldgelb sein und nicht mehr weiß. In der Mitte fühlen sich die Kekse noch weich an, das ist richtig so, sie festigen sich erst beim Auskühlen.
Mulde ein zweites Mal nachdrücken: Sofort nach dem Herausnehmen, in der ersten Minute und solange die Kekse heiß und weich sind, die Mulde mit demselben Löffelrücken vorsichtig nachformen. Dieser Schritt ist entscheidend: Beim Backen hebt sich der Boden und die Vertiefung flacht ab. Danach die Kekse 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen und anschließend auf einem Gitter etwa 40 Minuten vollständig auskühlen lassen. Vor dem Schokoladenbad müssen sie durch und durch kalt sein, sonst zieht die Schokolade nicht sauber an.
Mandeln hacken: Die Mandeln mit dem Messer grob hacken, jede in sechs bis acht Stücke von etwa 5 mm; auf jedem Keks liegen davon später gut fünfzehn Stücke. Kein elektrischer Zerkleinerer, er macht Staub und lässt gleichzeitig ganze Mandeln übrig. Wer ein kräftigeres Aroma möchte, röstet die Stücke 2 bis 3 Minuten in einer trockenen Pfanne ohne Fett und lässt sie abkühlen.
Schokolade temperieren und Böden tauchen: Zwei Drittel der fein gehackten Zartbitterschokolade über dem warmen Wasserbad auf etwa 45 °C schmelzen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen, das restliche Drittel fein gehackt einrühren und die Masse unter Rühren auf etwa 31 °C abkühlen lassen. Nur so zieht der Boden zügig an, bleibt bei Zimmerwärme fest und behält den Glanz; einfach geschmolzene Schokolade bleibt weich und wird nach ein bis zwei Tagen grau. Die Schokolade in einen flachen Teller von etwa 14 cm gießen, darin steht sie rund 1,3 cm hoch; diese Standhöhe ist nötig, damit auch der letzte der 36 Kekse noch eintauchen kann. Dann die vollständig ausgekühlten Kekse mit der Unterseite eintauchen und dabei gut das untere Drittel der Seitenwand mitnehmen, rund 4 mm hoch. Kurz abtropfen lassen und mit der Schokoladenseite nach unten auf Backpapier setzen. Bei kühler Zimmerwärme etwa 20 Minuten fest werden lassen, dann lösen sich die Kekse mit glatter, glänzender Kante vom Papier; die Schokolade läuft dabei eine Spur über den Teigrand hinaus und bildet rundum ein schmales dunkles Band. Übrige Schokolade dünn auf Backpapier streichen, fest werden lassen und für den nächsten Einsatz aufheben.
Creme rühren und lauwarm anrühren: Erdnussbutter, gesiebten Puderzucker, weiche Butter und Salz glatt verrühren. Die Masse ist zunächst dick und standfest. Damit sie sich in der Mulde von selbst zu einer glatten, glänzenden Fläche zieht, muss sie fließen können: Die Schüssel dafür kurz auf das noch warme Wasserbad setzen und unter Rühren auf etwa 35 bis 40 °C anwärmen, bis die Creme zäh vom Löffel läuft. Nicht heißer, sonst trennt sich das Öl der Erdnussbutter.
Füllen: In jede Mulde etwa 3 g lauwarme Erdnussbutter-Creme geben, ein halber gestrichener Teelöffel. Die Creme läuft von selbst eben und füllt die Mulde bis knapp unter den Rand; nicht mit dem Löffel glatt streichen, das hinterlässt Spuren, und nicht über den Rand füllen, sonst läuft die Creme beim Stapeln aus. Für alle 36 Kekse werden so rund 110 g gebraucht, etwa 50 g bleiben in Schüssel und Löffel zurück; zugedeckt hält sie sich drei Tage im Kühlschrank und passt auf Brot oder Pfannkuchen.
Mit Mandeln bestreuen und servieren: Die Creme 2 bis 3 Minuten stehen lassen, bis die Oberfläche gerade anfängt zu stocken, dann die gehackten Mandeln aufstreuen und leicht andrücken. Auf ganz flüssiger Creme sinken die Stücke ein, auf durchgezogener halten sie nicht mehr; in diesem kurzen Fenster sitzen sie so auf der Fläche, wie sie auf den Bildern zu sehen sind. Die Kekse etwa eine Stunde stehen lassen, bis die Creme angezogen hat, dann servieren. Zum Aufbewahren in eine gut schließende Dose schichten, mit Backpapier zwischen den Lagen.