Mandel-Puderzucker-Mischung sieben: Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker mischen und durch ein feines Sieb streichen. Gröbere Stückchen aussortieren – nur ein wirklich feines Pulver ergibt später glatte Schalen.
Französische Meringue schlagen: Das Eiweiß bei mittlerer Geschwindigkeit aufschlagen. Sobald es schaumig ist, den Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine feste, glänzende Meringue mit stabilen Spitzen entsteht.
Macaronage – der Teig: Die Mandelmischung in zwei Portionen unter die Meringue heben. Zunächst nur so weit unterheben, bis die Masse gleichmäßig ist, aber noch deutlich zäh vom Teigschaber reißt – das ist bewusst noch nicht der fertige Teig. Für bunte Eier den Teig jetzt auf mehrere Schüsseln verteilen und jede Portion mit etwas Pastell-Gelfarbe einfärben. Erst danach jede Portion einzeln fertig unterheben, bis sie glänzt und in einem dicken Band vom Teigschaber fließt, das langsam wieder in sich verläuft. Wer den Teig erst fertig macaroniert und danach die Farbe einrührt, überrührt ihn fast zwangsläufig: Er wird zu flüssig, die Eier laufen breit und die Füßchen bleiben aus. Bleibt der Teig einfarbig, wird ohne Zwischenschritt bis zur Bandprobe unterhoben.
Eiform aufspritzen: Eine Vorlage mit Ei-Umrissen von etwa 5 × 3,5 cm unter die Backmatte oder das Backpapier legen. Den Teig in einen Spritzbeutel mit runder Tülle (8 bis 10 mm) füllen. Den Beutel senkrecht über das breitere Ende des Eis halten, dort etwas mehr Teig aufspritzen, dann mit leichtem Druck zur Spitze hin führen und den Beutel am Ende nach oben abziehen – so entsteht statt eines Kreises ein längliches Ei. Alle Schalen nach derselben Vorlage spritzen, damit sich gleich große Paare finden.
Glätten und Antrocknen: Das Blech mehrmals fest auf die Arbeitsfläche stoßen, damit Luftblasen entweichen; kleine Spitzen mit einem Zahnstocher glätten. Die Schalen dann 30 bis 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, bis sich eine Haut bildet und die Oberfläche beim Antippen nicht mehr klebt. Das sorgt für glatte Schalen und die typischen Füßchen.
Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 150 °C etwa 14 bis 16 Minuten backen. Die Schalen sind fertig, wenn sie fest sitzen und sich nicht mehr auf den Füßchen verschieben lassen. Vollständig auskühlen lassen, dann vorsichtig ablösen.
Ei-Sprenkel aufbringen: Den Kakao (oder die schwarze Gelfarbe) mit ein paar Tropfen klarem Alkohol oder Wasser zu einer dünnflüssigen Farbe verrühren. Einen feinen Pinsel eintauchen, überschüssige Flüssigkeit abstreifen und mit dem Finger über die Borsten schnippen, sodass feine schwarze Spritzer auf die Schalen fallen – ganz wie bei einem echten Vogelei.
Füllen und reifen: Für die Creme die weiche Butter mit Puderzucker und Vanille hell-cremig aufschlagen, bei Bedarf etwas Milch untermischen. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen. Jeweils gleich große Schalen paaren, auf die flache Seite der einen Hälfte einen Klecks Creme spritzen und die zweite Schale leicht andrücken. Die gefüllten Macarons am besten über Nacht im Kühlschrank reifen lassen – dann werden die Schalen zart und das Aroma rund.