Ovale Schoko-Pizza mit Schoko-Aufstrich, Himbeeren und Walnüssen
No ratings yet
Ein rustikaler Kakao-Fladen im Pinsa-Stil, zuerst pur ausgebacken und erst danach üppig belegt: mit cremiger dunkler Schokolade, frischen Himbeeren, knackigen Walnüssen, Splittern weißer Schokolade und ein paar frischen Minzeblättern. Der Fladen bleibt dabei dick und luftig-grobporig – eine süße, italienisch angehauchte Dessert-Variante zum Teilen.
Servings 4Portionen
Vorbereitungszeit 25 MinutenMin.
Zubereitungszeit 15 MinutenMin.
Teig-Gehzeit (oder 24 h im Kühlschrank) + Ruhezeit 4 StundenStd.30 MinutenMin.
Gesamtzeit 5 StundenStd.10 MinutenMin.
Kochutensilien
Pizzastein oder Backstahl im Ofen mit aufheizen
Pizzaschieber
hitzebeständige Schüssel für Ganache
Geschirrtuch für Teig-Gehzeit
Zutaten
Für den Kakao-Pinsa-Teig (2 ovale Pinsas à 25 cm)
300gPinsa-Mehl oder Pizza-Mehl Type 00(neapolitanisches Pizzamehl Tipo 00)
30gKakao-Pulver(dunkel ungesüßt, Premium-Kakao, ca. 9 % im Teig)
240mlWasser(lauwarm, ca. 35 °C)
2gTrockenhefe(oder 6 g frische Hefe)
40gRohrzucker
5gMeersalz
2ELOlivenöl
2ELMehl(zum Ausziehen und Bestäuben der Fladen)
Für die Schoko-Ganache (oder Schoko-Haselnuss-Aufstrich als Express)
150gDunkle Schokolade 70%(Premium-Schokolade)
80mlSahne(Schlagsahne)
30gButter
1TLVanille-Extrakt
Für das Topping (auf 2 Pinsas) und zum Anrichten
150gHimbeeren(frisch, ca. 8 Stück je Pinsa, Rest zum Anrichten)
4ELWalnüsse(gehackt)
50gMilchschokolade(in Stücke gebrochen, zum Anrichten daneben)
50gWeiße Schokolade(grob gehackt, grobe Splitter)
1HandvollMinze-Blätter(frisch zur Garnitur)
1ELPuderzucker(optional zum Bestäuben, alternativ Kakao)
Anleitungen
KAKAO-PINSA-TEIG ZUBEREITEN
Warmes Wasser, Trockenhefe und Rohrzucker in einer großen Schüssel verrühren und 10 Min stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
Mehl und dunkles Kakao-Pulver mit Salz in einer separaten Schüssel vermischen. Die Mehl-Kakao-Mischung zum Hefe-Wasser geben und 10 Min mit der Hand oder Küchenmaschine kneten, bis ein geschmeidiger, tiefbrauner Teig entsteht. Der Teig ist weich und leicht klebrig – das gehört so, das Kakao-Pulver bindet einen Teil des Wassers erst nach und nach.
Olivenöl zum Schluss einarbeiten. In eine geölte Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 4 Std bei Raumtemperatur oder optimal 24 Std im Kühlschrank fermentieren lassen.
SCHOKO-GANACHE ZUBEREITEN
Schokolade fein hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben.
Sahne und Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Sahne fast kocht (nicht kochen). Vom Herd nehmen und über die gehackte Schokolade gießen.
2 Min stehen lassen, dann mit einem Schneebesen glatt rühren. Vanille-Extrakt einrühren.
15 Min bei Raumtemperatur abkühlen lassen, bis die Ganache streichfähig ist. Express: Statt selbst gemachter Ganache 200 g Schoko-Haselnuss-Aufstrich verwenden.
OVALE PINSA FORMEN UND PUR BACKEN
Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Pizzastein (oder umgedrehtes Backblech) mit aufheizen – mindestens 60 Min.
Den Kakao-Teig in 2 gleiche Kugeln teilen (je ca. 320 g). Abgedeckt 30 Min ruhen lassen, damit sich der Kleber entspannt.
Auf bemehlter Fläche mit den Händen jede Kugel zu einem ovalen Fladen ausziehen: ca. 25 cm lang, 15 cm breit und rund 1 cm dick. Nicht dünner ausziehen und nicht mit dem Nudelholz plattdrücken – die Luftblasen im Teig sollen erhalten bleiben, sie ergeben später die grobporige Krume. Die Oberfläche leicht mit Mehl bestäuben.
Die ovale Pinsa vorsichtig auf den heißen Pizzastein gleiten lassen – ohne jedes Topping. 13-15 Min backen, bis der Fladen deutlich aufgegangen ist, außen fest und leicht knusprig, innen aber luftig-grobporig bleibt. Fertig ist er rund 2 bis 2,5 cm hoch. Nach 10 Min den Boden kontrollieren: Durch den Zucker im Teig bräunt er schneller als bei einer herzhaften Pizza. Nicht überbacken, sonst wird der Kakao bitter.
Aus dem Ofen nehmen und 5 Min auskühlen lassen – lauwarm, nicht heiß. Heißer Teig würde den Schoko-Aufstrich vollständig schmelzen.
TOPPING AUFTRAGEN UND SERVIEREN
Pro Pinsa gut 100 g Schoko-Ganache (ca. 6 EL) oder Schoko-Haselnuss-Aufstrich gleichmäßig auf der Oberfläche verstreichen, 1 cm Rand frei lassen. Die Ganache reicht damit genau für beide Fladen. Auf dem lauwarmen Teig zieht sie leicht in die offenen Poren – das gibt den glänzenden, marmorierten Look.
Frische Himbeeren rustikal verteilen – nicht symmetrisch, sondern italienisch-spontan, ca. 8 Beeren je Pinsa. Gehackte Walnüsse zwischen die Beeren streuen. Zum Schluss die grob gehackte weiße Schokolade als helle Splitter darüberstreuen; die Restwärme lässt sie an den Rändern leicht anschmelzen.
Frische Minze-Blätter zwischen die Komponenten setzen. Optional einen Hauch Puderzucker oder Kakao über das Ganze stäuben.
In mundgerechte Stücke schneiden (schräge Ecken oder Streifen). Auf einem Holzbrett oder Keramik-Teller anrichten und die Milchschokoladen-Stücke sowie die restlichen Himbeeren lose danebenlegen – so bleiben sie fest und schmelzen nicht. Lauwarm servieren – mit Espresso, Cappuccino oder einem süßen Spätlese-Wein.
Notizen
Teig-Dicke ist Schlüssel: Der Fladen wird ca. 1 cm dick ausgezogen, nicht dünner. Beim Backen geht er auf das Doppelte auf und ist fertig rund 2 bis 2,5 cm hoch, mit grober, offener Krume. Wer ihn dünn ausrollt, bekommt einen harten Kakao-Cracker statt der luftigen Pinsa.Pinsa-Form: Längliches Oval (ca. 25x15 cm) statt rund. Hand-geformt, rustikal. Das ist die klassische römische Pinsa-Form, kein Calzone (Calzone wäre gefaltet mit Füllung im Inneren – hier ist die Pinsa flach mit Topping obenauf).Wasser nicht sparen: Kakao-Pulver bindet Flüssigkeit wie ein Schwamm. Deshalb braucht dieser Teig mit 240 ml Wasser mehr als ein heller Pizzateig – sonst wird er trocken und die Krume dicht. Er darf weich und leicht klebrig sein.Pur backen ist Schlüssel: Die Pinsa wird OHNE Topping vorgebacken. Das Topping kommt erst nach dem Backen – auf den lauwarmen Teig. So bleiben Himbeeren frisch, Walnüsse knackig, Schokoladen-Splitter nur leicht angeschmolzen.Kakao-Pulver-Qualität: Dunkles ungesüßtes Premium-Kakao gibt Farbe und reiches Schoko-Aroma. Der Teig wird damit tiefbraun, nicht schwarz – 30 g auf 300 g Mehl ergeben rund 9 % Kakao-Anteil, das ist die warme Braunstufe auf den Fotos. Mehr Kakao macht den Teig dunkler, aber auch trockener und bitterer.Ganache vs. Schoko-Haselnuss-Aufstrich: Die Ganache aus 150 g Schokolade, 80 ml Sahne und 30 g Butter ergibt rund 260 g – genau die Menge für beide Fladen. Selbst gemacht ist sie edler und weniger süß, der fertige Aufstrich (200 g) ist schneller und süßer.Milchschokolade: Sie kommt nicht auf die warme Pinsa, sondern beim Anrichten daneben. Auf dem heißen Teig würde sie zu einer Pfütze zerlaufen; daneben bleibt sie fest und knackig.Back-Tipp: Nicht überbacken, sonst wird Kakao bitter. Wegen der 40 g Zucker im Teig bräunt der Boden auf dem Stein schneller als gewohnt – nach 10 Min einmal anheben und kontrollieren.Varianten: Mit Erdbeeren statt Himbeeren (klassischer). Mit Bananenscheiben (Schoko-Banane-Klassiker). Mit Pistazien statt Walnüssen (mediterran). Mit Mascarpone-Tupfern (cremig). Mit Mandelblättchen (knusprig).Aufbewahrung: Frisch zubereitet am besten. Reste 24 Std Kühlschrank, 5 Min Raumtemperatur vor dem Servieren. Mikrowelle vermeiden – schmilzt Topping und macht Teig gummig. Roh geformte ovale Pinsa (ohne Topping) 2 Tage Kühlschrank oder 2 Monate Tiefkühltruhe.Schwester-Variante: Die runde flache Schoko-Pizza-Variante (mit gebackenem Topping und Schoko-Eis serviert) ist eine eigenständige Variante – beide Rezepte ergänzen sich.