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Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta von Hand gerollt

Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta Pici von Hand gerollt mit traditioneller Appiciare-Technik

Dicke, handgerollte Pasta aus der Toskana, die nicht geschnitten, sondern mit den Händen zu langen, unregelmäßigen Strängen geformt wird. Pici sind besonders in Siena und dem Val d'Orcia beliebt und werden traditionell mit Ragù, Aglione-Sauce oder einfach mit Semmelbröseln und Olivenöl serviert.
Servings 4 Portionen
Vorbereitungszeit 35 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Ruhezeit (30–60 Min) 1 Stunde
Gesamtzeit 2 Stunden

Kochutensilien

  • große Schüssel
  • Nudelholz
  • Teigroller oder Messer Zum Schneiden der Streifen
  • Saubere Arbeitsfläche Aus Holz oder Marmor
  • großer Topf Zum Kochen der Pasta

Zutaten

Für die Pici

  • 350 g Weizenmehl Type 550 oder 00
  • 100 g Hartweizengrieß Semola di grano duro
  • 1 Ei mittelgroß
  • 170-190 ml Wasser lauwarm
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ TL Salz

Zum Servieren

  • 400 g Ragù toskanisches Fleischragù
  • 40 g Parmesan frisch gerieben

Anleitungen

TEIG ZUBEREITEN

  • Weizenmehl, Hartweizengrieß und Salz in einer großen Schüssel oder auf einer sauberen Arbeitsfläche vermischen. In der Mitte eine Mulde formen.
  • Ei, Olivenöl und etwa 150 ml lauwarmes Wasser in die Mulde geben. Mit einer Gabel langsam beginnen, die Flüssigkeit mit dem Mehl vom Rand zu vermischen.
    Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta von Hand gerollt
  • Wenn die Mischung zu trocken ist, nach und nach das restliche Wasser hinzufügen. Der Teig sollte fest, aber geschmeidig sein – nicht zu trocken und nicht zu klebrig.
  • Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und 8-10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt, elastisch und homogen ist. Der Teig sollte beim Drücken leicht zurückfedern.
  • Teig zu einer Kugel formen, mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie abdecken und bei Raumtemperatur 30–60 Minuten ruhen lassen. Diese Ruhezeit ist Pflicht: Das Gluten entspannt sich, und der Teig lässt sich später ziehen, ohne zurückzuspringen. Tipp: Wenn der Teig beim ersten Versuch noch federt und sich nicht dehnen lässt, gib ihm weitere 10 Minuten Ruhe – das ist Bäcker-Regel Nummer 1.

TEIG AUSROLLEN UND SCHNEIDEN

  • Arbeitsfläche leicht mit Hartweizengrieß (Semola) bestreuen. Den Teig mit einem Nudelholz auf etwa 8-10 mm (ca. 3/8 in) Dicke ausrollen. Der Teig sollte nicht zu dünn sein – Pici sind eine rustikale, dicke Pasta.
  • Den ausgerollten Teig mit einem Teigroller oder einem scharfen Messer in lange Streifen von etwa 1-1,5 cm (ca. 1/2 in) Breite schneiden. Die Streifen müssen nicht perfekt gleichmäßig sein.
    Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta von Hand gerollt
  • Die geschnittenen Streifen leicht mit Semola bestäuben und mit einem Küchentuch abdecken, damit sie nicht austrocknen, während Sie die nächsten Schritte durchführen.

PICI FORMEN (APPICIARE-TECHNIK)

  • Einen Teigstreifen nehmen und auf die leicht mit Semola bestäubte Arbeitsfläche legen.
    Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta von Hand gerollt
  • Beide Handflächen flach auf den Teigstreifen legen – etwa in der Mitte – und beginnen, ihn mit sanftem Druck hin und her zu rollen. Dabei gleichzeitig die Hände langsam nach außen bewegen, sodass der Teig sich von der Mitte zu den Enden hin ausdehnt.
    Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta von Hand gerollt
  • Während des Rollens den Teig leicht ziehen – nicht zu stark, sonst reißt er. Die Bewegung sollte fließend und gleichmäßig sein: rollen, ziehen, nach außen bewegen. Wiederholen, bis der Strang etwa 30-50 cm (15-20 in) lang und 5-6 mm (ca. 1/4 in) dick ist.
  • Pici müssen nicht perfekt gleichmäßig sein – leichte Unregelmäßigkeiten in Dicke und Form sind typisch und erwünscht. Das ist das Kennzeichen handgemachter Pasta.
  • Die fertigen Pici-Stränge auf ein mit Semola bestäubtes Küchentuch oder direkt auf die Arbeitsfläche legen. Sie können sie zu lockeren Nestern formen oder gerade auslegen.
  • Mit den restlichen Teigstreifen wiederholen. Decken Sie die fertigen Pici mit einem Tuch ab, wenn Sie sie nicht sofort kochen.

PICI KOCHEN

  • Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen. Großzügig salzen – das Wasser sollte wie Meerwasser schmecken.
    Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta von Hand gerollt
  • Pici vorsichtig ins kochende Wasser geben und 3-5 Minuten kochen, je nach Dicke. Frische Pasta kocht sehr schnell. Gelegentlich umrühren, damit sie nicht zusammenkleben.
  • Nach 3 Minuten einen Pici-Strang herausnehmen und probieren. Die Pasta sollte al dente sein – bissfest, aber durchgekocht. Wenn sie noch zu fest ist, weitere 1-2 Minuten kochen.
  • Pici mit einer Schöpfkelle oder Zange aus dem Wasser heben und direkt in die warme Sauce geben. Nicht abschrecken – die Stärke auf der Oberfläche hilft, die Sauce besser zu binden.

SERVIEREN

  • Pici mit dem vorbereiteten Ragù (oder einer anderen toskanischen Sauce) vermischen. Die Pasta sollte gut mit der Sauce überzogen sein.
  • Auf vorgewärmte Teller verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen. Sofort servieren.
    Pici Toscani fatti a mano – Hausgemachte toskanische Pasta Pici von Hand gerollt mit traditioneller Appiciare-Technik

Notizen

Was sind Pici: Pici (auch Pinci geschrieben) sind eine traditionelle toskanische Pasta aus der Region um Siena und dem Val d'Orcia. Sie gehören zur Kategorie der "Pasta Povera" (arme Leute Pasta) – einfache Rezepte aus Grundzutaten wie Mehl und Wasser. Die Besonderheit: Pici werden nicht mit einer Maschine geschnitten, sondern von Hand zu dicken, unregelmäßigen Strängen geformt – eine Technik, die "Appiciare" genannt wird.
Die Appiciare-Technik: Das Formen der Pici mit den Händen erfordert etwas Übung, ist aber einfacher als es aussieht. Der Schlüssel liegt in der gleichmäßigen, fließenden Bewegung: Beide Handflächen rollen den Teig, während Sie gleichzeitig sanft ziehen und die Hände nach außen bewegen. Arbeiten Sie nicht zu schnell – je langsamer und gleichmäßiger die Bewegung, desto schöner wird die Textur. Die leichte Unregelmäßigkeit ist kein Fehler, sondern ein Zeichen für handgemachte Pasta.
Teigkonsistenz: Der Teig für Pici muss fester sein als für maschinell geschnittene Pasta, aber nicht steinhart. Er sollte geschmeidig sein und sich gut formen lassen, ohne zu kleben. Wenn der Teig zu trocken ist, fügen Sie tropfenweise Wasser hinzu. Wenn er zu klebrig ist, kneten Sie etwas mehr Mehl ein. Nach dem Kneten muss der Teig 30 Minuten ruhen – das entspannt das Gluten und macht ihn elastischer.
Hartweizengrieß (Semola): Die Mischung aus Weizenmehl und Hartweizengrieß gibt den Pici ihre typische Textur und Bissfestigkeit. Hartweizengrieß (Semola di grano duro) hat mehr Protein und Gluten als normales Mehl und macht die Pasta fester. Sie können die Pici auch nur aus Weizenmehl herstellen, aber mit Semola werden sie authentischer.
Dicke und Länge: Traditionelle Pici sind etwa 5-6 mm dick – ungefähr so dick wie ein Zahnstocher oder eine dicke Spaghetti. Sie sollten 30-50 cm lang sein. Zu dünne Pici sind nicht authentisch und werden schnell matschig. Zu dicke brauchen sehr lange zum Kochen. Die Dicke muss nicht perfekt gleichmäßig sein – das ist Teil des Charmes.
Kochzeit: Frische Pici kochen in 3-5 Minuten – viel schneller als getrocknete Pasta. Probieren Sie nach 3 Minuten und kochen Sie je nach gewünschter Konsistenz weiter. Die Pasta sollte al dente sein, aber nicht hart oder roh in der Mitte.
Traditionelle Saucen: In der Toskana werden Pici klassisch mit folgenden Saucen serviert:
  • Pici al Ragù: Toskanisches Fleischragù aus Rind, Schwein oder Wildschwein
  • Pici all'Aglione: Tomatensauce mit viel Knoblauch (Aglione ist eine spezielle toskanische Knoblauchsorte)
  • Pici Cacio e Pepe: Nur Pecorino und schwarzer Pfeffer
  • Pici con le Briciole: Mit gerösteten Semmelbröseln, Knoblauch und Olivenöl – ein traditionelles "arme Leute" Gericht
Aufbewahrung: Frische Pici können Sie bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Legen Sie sie auf ein mit Semola bestäubtes Tuch, formen Sie sie zu lockeren Nestern und decken Sie sie mit einem weiteren Tuch ab. Zum Trocknen können Sie die Pici auf einem Nudeltrockner oder über einem Besenstiel aufhängen – getrocknete Pici halten mehrere Wochen.
Einfrieren: Sie können frische Pici auch einfrieren. Legen Sie sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, frieren Sie sie einzeln ein und füllen Sie sie dann in einen Gefrierbeutel. Gefrorene Pici direkt ins kochende Wasser geben (nicht auftauen) – sie brauchen 1-2 Minuten länger zum Kochen.
Historischer Hintergrund: Pici sind seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel in der ländlichen Toskana. Als Pasta Povera wurden sie aus den einfachsten Zutaten hergestellt, die immer verfügbar waren: Mehl, Wasser, manchmal ein Ei. Die Tradition des Appiciare wurde von Generation zu Generation weitergegeben – früher rollten die Frauen die Pici auf großen Holztischen in der Küche.
Unterschied zu anderen Pastaarten:
  • Im Vergleich zu Spaghetti: Pici sind dicker, rustikaler und unregelmäßiger
  • Im Vergleich zu Bigoli: Bigoli sind eine ähnliche venezianische Pasta, werden aber durch eine Presse gedrückt, nicht von Hand gerollt
  • Im Vergleich zu Pappardelle: Pappardelle sind flache, breite Bandnudeln, während Pici rund und dick sind

Nährwerte

Calories: 520kcalCarbohydrates: 68gProtein: 22gFat: 16gSaturated Fat: 5gFiber: 4gSugar: 4g
Calories: 520kcal
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen, Pasta
Küche: Europäisch, Hausmannskost, Italienisch, Südeuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: Familienessen, Ganzjahresrezepte, Handarbeit, hausgemacht, Kinderfreundlich, klassisch, Pasta, Pasta und Nudeln, selbstgemacht, Sommerrezepte, Vom Herd