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Angeschnittener polnischer Piernik mit drei Lebkuchenschichten, Pflaumenmus, Schokoladenglasur und Mandelblättchen

Polnischer Lebkuchen mit Pflaumenmus und Schokolade (Piernik)

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Piernik ist der klassische polnische Lebkuchen zur Weihnachtszeit: ein kräftig gewürzter, saftiger Honigkuchen mit viel Lebkuchengewürz, hier in drei Schichten mit einer dicken Lage Pflaumenmus gefüllt und rundherum mit dunkler Schokolade überzogen. Mandelblättchen sorgen für einen feinen Biss obenauf. Sein volles Aroma entfaltet der Kuchen erst nach ein bis zwei Tagen Ruhe, wenn Gewürze und Pflaumenmus miteinander verschmelzen und der Teig herrlich weich wird. Ein festlicher Klassiker, der sich wunderbar vorbereiten lässt.
Servings 12 Stücke
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 18 Minuten
Ruhezeit 12 Stunden
Gesamtzeit 12 Stunden 48 Minuten

Kochutensilien

  • Topf
  • Rührschüssel
  • Rechteckige Form oder Blech, ca. 36 × 24 cm (14 × 9.5 in) - ergibt drei Böden à ca. 24 × 12 cm)
  • Backpapier
  • Langes scharfes Messer

Zutaten

Für den Lebkuchenteig

  • 300 g Weizenmehl  (Type 405)
  • 150 g Honig
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 100 ml Milch
  • 2 Eier (Größe M)
  • 2 EL Kakaopulver (stark entölt, für Farbe und Tiefe)
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Natron
  • 0.5 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Zum Füllen

  • 500 g Pflaumenmus (Powidl, auch aus dem Glas – unbedingt dick und standfest)

Für Glasur und Deko

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 40 g Butter (für die Glasur)
  • 20 g Mandelblättchen (ungeröstet)

Anleitungen

TEIG ANRÜHREN UND BACKEN

  • Honig, Zucker, Butter und Milch in einem Topf bei milder Hitze erwärmen und unter Rühren schmelzen, bis eine glatte Masse entsteht. Nicht kochen. Anschließend auf Handwärme abkühlen lassen, also unter 40 °C – sonst stocken die Eier beim Einrühren.
  • Mehl, Kakaopulver, Lebkuchengewürz, Natron, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Die handwarme Honigmasse und die Eier zugeben und alles zu einem glatten, zähflüssigen Teig verrühren, der schwer vom Löffel reißt.
  • Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder in eine rechteckige Form von etwa 36 × 24 cm streichen; er steht dann rund 1 cm hoch. Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze 15 bis 18 Minuten backen, bis eine Stäbchenprobe sauber bleibt. Der Boden ist danach etwa 1,5 cm hoch. Vollständig auskühlen lassen – längeres Backen macht den dünnen Boden trocken.

SCHICHTEN, GLASIEREN UND RUHEN LASSEN

  • Die Kanten begradigen und den ausgekühlten Boden quer in drei gleich große Rechtecke von je etwa 24 × 12 cm schneiden. Das Pflaumenmus glatt rühren und je rund 250 g auf zwei der Böden streichen – die Schicht darf gut 0,5 cm dick sein, denn genau diese Feuchtigkeit macht den Kuchen später saftig. Die drei Böden aufeinandersetzen, leicht andrücken und den Stapel 30 Minuten kühl stellen, damit er beim Glasieren nicht verrutscht.
  • Die Zartbitterschokolade mit der Butter über einem warmen Wasserbad schmelzen und glatt rühren. Die Glasur auf die Oberseite gießen, gleichmäßig verstreichen und mit einer Palette auch an den Seiten herunterziehen, sodass der Kuchen rundum bedeckt ist. Sofort mit den Mandelblättchen bestreuen – sie sollen locker liegen, zwischen ihnen bleibt die Schokolade sichtbar. Den Piernik mindestens über Nacht, besser ein bis zwei Tage, kühl durchziehen lassen. Zum Servieren mit einem langen, scharfen Messer in 12 Stücke schneiden; das Messer zwischendurch in heißes Wasser tauchen und abtrocknen.
    Querschnitt des fertigen Piernik mit drei Lebkuchenschichten, dicken Pflaumenmusstreifen, Schokoladenglasur und Mandelblättchen

Notizen

Tipps:
  • Der Piernik schmeckt frisch gebacken noch etwas trocken. Erst durch die Ruhezeit von ein bis zwei Tagen zieht die Feuchtigkeit aus dem Pflaumenmus in den Teig und macht ihn herrlich saftig – dieser Schritt lohnt sich wirklich.
  • Beim Erwärmen von Honig und Butter darauf achten, dass die Masse nicht kocht, damit das Honigaroma erhalten bleibt.
  • Das Kakaopulver vertieft die Farbe zu einem warmen Mittelbraun und bringt Tiefe in den Geschmack – ein Schokoladenkuchen wird daraus nicht. Wer es noch würziger mag, erhöht das Lebkuchengewürz um einen weiteren Teelöffel.
Form: Die Blechgröße entscheidet über das Ergebnis. Bei etwa 36 × 24 cm wird der Boden rund 1,5 cm hoch und ergibt drei Rechtecke à 24 × 12 cm – gestapelt etwa 6 cm hoch. Eine Form in genau diesem Maß ist nicht nötig: Auf einem größeren Blech lässt sich der Teig auf dem Backpapier zu diesem Rechteck ausstreichen. Über die ganze Blechfläche verteilt gibt es einen zu dünnen Boden, eine kleinere Form einen deutlich höheren Kuchen, der entsprechend länger im Ofen braucht.
Füllung: Klassisch wird Pflaumenmus (Powidl) verwendet. Fertiges Pflaumenmus aus dem Glas eignet sich dafür sehr gut – entscheidend ist nur, dass es wirklich dick ist. Die Löffelprobe zeigt es: Ein Löffel voll muss stehen bleiben und darf nicht vom Löffel fließen. Ein zu weiches Mus quillt unter dem Gewicht der Böden seitlich heraus; es lässt sich aber im Topf einige Minuten einkochen und wieder auskühlen. Alternativ passt auch eine dicke Kirsch- oder Aprikosenkonfitüre.
Menge: Aus dem Teig wird ein rechteckiger Schichtkuchen von etwa 24 × 12 cm, der in 12 Stücke geschnitten wird.
Aufbewahrung: Gut verpackt hält sich der Piernik mehrere Tage bis zu einer Woche und wird mit der Zeit sogar noch besser. Er eignet sich daher ideal zum Vorbereiten für die Feiertage.
Hinweis: Der Kuchen enthält Weizen (Gluten), Eier, Milch, Butter und Mandeln (Schalenfrüchte).

Nährwerte

Portion: 1gKalorien: 450kcalKohlenhydrate: 66gEiweiß: 6gFett: 18gNatrium: 190mgBallaststoffe: 4gZucker: 48g
Calories: 450kcal
Gericht: Backware, Dessert, Gebäck, Kuchen
Küche: Europäisch, Osteuropäisch, Polnisch
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: Familienessen, festlich, Gästeessen, geschichteter Lebkuchen, Honigkuchen polnisch, Lebkuchen mit Pflaumenmus, Piernik, Piernik mit Schokolade, Piernik przekladany, Piernik Rezept, polnischer Gewürzkuchen, polnischer Lebkuchen, polnischer Weihnachtskuchen, Weihnachten