Äpfel entwachsen: Die Äpfel einige Sekunden in etwa 60 °C heißes Wasser tauchen, sofort herausnehmen und mit einem sauberen Küchentuch kräftig abreiben, bis die Schale matt statt glänzend wirkt. Handelsübliche Äpfel tragen eine Wachsschicht, auf der heißer Zucker nicht haftet.
Zimmerwarm und vollständig trocken: Die abgeriebenen Äpfel etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur nachtrocknen lassen. Jeder verbliebene Wassertropfen verdampft im heißen Sirup schlagartig und sprengt die Glasur an dieser Stelle ab. Äpfel aus dem Kühlschrank vorher eine Stunde stehen lassen: Auf kalter Schale zieht die Glasur sofort an und wird dick und stumpf statt dünn und spiegelnd.
Stiel ziehen und Papierstrohhalm setzen: Den Stiel abdrehen. Mit dem Holzspieß von der Stielmulde her senkrecht einen Kanal etwa 5 cm tief ins Kernhaus stechen und den Spieß wieder herausziehen. In diesen vorgestochenen Kanal den Papierstrohhalm bis zum Anschlag schieben und den Apfel probeweise am Halm anheben: Er muss ohne Wackeln hängen. Sitzt er locker, den Holzspieß in den Kanal stecken und den Strohhalm darüber schieben, der Spieß bleibt dann unsichtbar als Kern im Halm. Der Halm wird mitgetaucht und von der Glasur festgesetzt, nachträglich lässt er sich nicht mehr aufstecken.
Blech vorbereiten: Ein Backblech mit Backpapier belegen und dünn mit neutralem Öl einpinseln. Eine kleine Schüssel mit Eiswasser bereitstellen.
Sirup mit Farbe ansetzen: Zucker, Glukosesirup, Wasser und die rote Lebensmittelfarbe in den hohen, schmalen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis der Zucker vollständig gelöst ist und die Flüssigkeit klar aussieht. Ab dem Aufkochen nicht mehr rühren. Die Farbe gehört in den kalten Ansatz: Flüssige Farbe in den 150 °C heißen Sirup zu geben, bringt Wasser in die heiße Masse, sie verdampft schlagartig und schleudert Sirup aus dem Topf.
Topfrand sauber halten: In den ersten Minuten den Innenrand des Topfes zweimal mit einem in kaltes Wasser getauchten Backpinsel abwaschen. Dort haftende Zuckerkrümel fallen sonst zurück in den Sirup und lassen die ganze Masse trüb werden.
Auf Hartbruch kochen: Den Sirup ohne Rühren auf 150 bis 155 °C kochen. Ohne Thermometer die Eiswasserprobe machen: Ein halber Teelöffel Sirup muss im Eiswasser sofort glasig erstarren und zwischen den Fingern hörbar brechen. Zieht er Fäden oder lässt er sich zu einer Kugel formen, weiterkochen und alle 30 Sekunden erneut prüfen. Ab 160 °C bräunt der Zucker und wird bitter.
Sirup kurz beruhigen lassen: Den Topf vom Herd nehmen und 30 bis 60 Sekunden stehen lassen, bis die grobe Blasenschicht zusammenfällt. Nicht mit einem Löffel rühren und nicht länger warten, sonst wird der Sirup zäh. Einzelne feine Bläschen bleiben in der Glasur stehen, das gehört dazu.
Äpfel tauchen: Den Topf leicht schräg halten und jeden Apfel am Halm senkrecht bis an den Rand der Stielmulde in den Sirup senken, einmal um die eigene Achse drehen und über dem Topf abtropfen lassen, bis kein Faden mehr zieht. Die Mulde selbst bleibt frei, ein wenig Sirup läuft über ihren Rand hinein. Alle sechs Äpfel in zwei bis drei Minuten durchziehen; wird der Sirup dabei zäh, den Topf kurz auf kleine Hitze zurückstellen, bis er wieder dünn läuft, höchstens bis 155 °C.
Aushärten lassen und servieren: Die Äpfel mit Abstand zueinander auf das geölte Backpapier setzen und 10 bis 15 Minuten bei Zimmertemperatur aushärten lassen, bis die Glasur hart und spiegelnd ist. Am Fuß läuft sie zu einem flachen Kragen aus, der sich später abbrechen lässt. Nicht in den Kühlschrank stellen. Den restlichen Sirup sofort dünn auf das geölte Backpapier gießen, er erstarrt zu Bruch. Am besten schmecken die Äpfel in den ersten ein bis zwei Stunden danach.