Mango pürieren und sieben: Zwei reife Mangos schälen, das Fruchtfleisch vom Kern lösen und fein pürieren. Das Püree durch ein feines Sieb streichen — Mango ist faserig, und nur ohne Fasern wird die Gelee-Schicht später glatt und glänzend. Es werden 250 g gesiebtes Püree gebraucht: 100 g für die Creme, 150 g für die Gelee-Schicht. Vom restlichen Fruchtfleisch etwa 80 g für die Deko beiseitelegen.
Mürbeteig-Boden zubereiten: Das glutenfreie Mehl mit Puderzucker und einer Prise Salz vermengen. Die kalte, gewürfelte vegane Butter (oder das feste Kokosöl) mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Nach und nach 1 bis 2 EL kaltes Wasser zugeben und nur so lange verkneten, bis der Teig gerade zusammenhält. Der Teig wiegt rund 250 g und reicht für diese Form genau — deshalb zuerst den Rand hochziehen und erst danach den Boden ausgleichen. Den Rand etwa 8 mm dick und 3 cm hoch an die Formwand drücken, den Boden nur etwa 5 mm dick. So bleibt der Rand später über der Füllung sichtbar, und der Boden bleibt schlank genug, um im Anschnitt eine schmale goldene Linie zu bilden. Die Form 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Boden blind backen und versiegeln: Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Boden nicht einstechen — später wird eine flüssige Füllung eingegossen, und Gabellöcher würden sie unter den Boden laufen lassen. Stattdessen mit Backpapier belegen und mit Blindbackgewichten oder trockenen Hülsenfrüchten bis an den oberen Rand füllen; ohne Beschwerung rutscht der buttrige Rand beim Backen nach unten, und ohne Gluten hält ihn nichts. 15 Minuten backen, dann Papier und Gewichte entfernen und weitere 10 bis 12 Minuten backen, bis der Boden trocken und der Rand hell goldgelb ist — nicht dunkler, auf dem Foto bleibt die Kruste blass. Den noch heißen Boden dünn mit dem geschmolzenen Kokosöl ausstreichen; die Schicht wird beim Abkühlen fest und schützt den Boden vor der feuchten Füllung. Anschließend vollständig auskühlen lassen, etwa 40 Minuten.
Mango-Kokos-Creme kochen: Das Agar-Agar mit dem Schneebesen in die kalte Kokosmilch einstreuen, 100 g Mangopüree und den Ahornsirup zugeben und glatt verrühren. 5 Minuten quellen lassen, dann unter Rühren aufkochen und 2 Minuten sprudelnd kochen — Agar-Agar bindet nur, wenn es wirklich gekocht hat. Den Topf vom Herd nehmen und erst jetzt Vanille und Limettensaft einrühren: Säure schwächt die Gelierkraft, wenn sie mitgekocht wird.
Creme heiß eingießen und anziehen lassen: Die Creme sofort heiß, mindestens etwa 70 °C, in den ausgekühlten Boden gießen und glatt streichen. Nicht abkühlen lassen — Agar-Agar beginnt bereits bei etwa 40 °C zu gelieren, und eine schon anziehende Masse gießt sich stückig und wird oben unregelmäßig. Die Tarte 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Oberfläche fest ist und auf leichten Druck nicht mehr nachgibt.
Mango-Gelee-Schicht kochen und aufgießen: Das Agar-Agar in die 150 g Mangopüree einstreuen, den Ahornsirup zugeben, 5 Minuten quellen lassen, aufkochen und ebenfalls 2 Minuten sprudelnd kochen. Die Masse auf etwa 50 °C abkühlen lassen — sie muss noch dünnflüssig sein, aber nicht mehr heiß, sonst löst sie die Oberfläche der Creme an und die Trennlinie wird trüb. Dann über die Rückseite eines Löffels vorsichtig auf die angezogene Creme gießen, damit kein Strahl eine Delle schlägt. Die Schicht wird etwa 1 cm hoch und bleibt klar von der hellgelben Creme getrennt.
Kalt stellen: Die Tarte mindestens 3 Stunden vollständig kalt stellen, bis alle Schichten durchgekühlt und fest sind. Erst gut durchgekühlt lässt sie sich sauber in Stücke schneiden.
Garnieren und schneiden: Die kalte Tarte aus der Form lösen. Sparsam garnieren, so wie auf dem Foto: 3 bis 4 Mangospalten von etwa 5 mm Dicke leicht überlappend auf eine Seite des Spiegels legen, dazu 4 ganze Heidelbeeren und 2 quer halbierte Beeren mit der Schnittfläche nach oben — dort sitzt das helle Fruchtfleisch mit dem feinen Kernstern, der die dunklen Beeren daneben auflockert. Zuletzt eine Prise Chiasamen darüberstreuen, nur einzelne Körner, keinen ganzen Teelöffel. Etwa zwei Drittel des Mango-Spiegels bleiben frei — genau das lässt die glänzende Fläche zur Geltung kommen. Mit einem scharfen, heiß abgespülten und trocken gewischten Messer in 8 Stücke schneiden; das Messer zwischen den Schnitten immer wieder abwischen, damit die Kanten klar bleiben.