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Vietnamesische Spring Rolls mit Garnelen und Dips

Vietnamesische Reispapier-Spring-Rolls mit Garnelen, Karotten und Gurke – Goi Cuon

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Frische vietnamesische Sommerrollen aus Reispapier mit Garnelen, Karotten-Julienne, rosa Wassermelonenrettich, Gurkensticks, Tomatenspalten, Blattsalat und frischem Koriander. Serviert mit Tamari-Limetten-Dip und Sweet-Chili-Sauce – glutenfrei, leicht und sommerlich.
Servings 8 Rollen
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 3 Minuten
15 Minuten (Garnelen abkühlen, Dips kühlen) 15 Minuten
Gesamtzeit 48 Minuten

Kochutensilien

  • Flache Schale mit lauwarmem Wasser zum Einweichen des Reispapiers
  • Holzbrett oder feuchtes Tuch als Arbeitsfläche
  • Julienne-Schäler oder scharfes Messer für Karotte und Rettich
  • kleiner Topf nur nötig, wenn rohe Garnelen verwendet werden
  • kleine Schälchen für Füllung und Dips

Zutaten

Für die Spring Rolls

  • 10 Reispapier-Blätter (rund, ca. 22 cm Durchmesser; 8 für die Rollen, 2 als Reserve für gerissene Blätter)
  • 250 g Garnelen (klein, gekocht, geschält, entdarmt; ca. 40 Stück, ganz lassen – 4–5 je Rolle; nur große Garnelen ab Kaliber 16/20 längs halbieren)
  • 1 Karotte (mittel, ca. 80 g, in feine Julienne)
  • 100 g Wassermelonenrettich (roh, geschält, in feine Julienne; Saison Oktober bis März – Alternativen siehe Notizen)
  • 0,5 Salatgurke (ca. 150 g, längs halbiert, entkernt, in Stifte geschnitten)
  • 2 Fleischtomaten (ca. 250 g, entkernt, in schmale Spalten, gut abtropfen lassen)
  • 10 Blätter Lollo bionda oder krauser Blattsalat (Strunk entfernt; 8 für die Rollen, 2 als Reserve)
  • 1 Bund Frischer Koriander (Blätter abgezupft)
  • 10 Blätter Thai-Basilikum oder Minze (optional)
  • 1 TL Schwarzer Sesam (zum Bestreuen der Füllung, optional)

Für den Tamari-Limetten-Dip

  • 3 EL Tamari (glutenfreie Sojasauce; ohne Glutenfrei-Anspruch auch helle Sojasauce)
  • 1 TL Limettensaft (frisch)
  • 0,5 TL Ingwer (frisch gerieben, optional)

Für die Sweet-Chili-Sauce

  • 4 EL Sweet Chili Sauce (gekauft oder selbst gekocht – siehe Notizen)

Anleitungen

ZUTATEN VORBEREITEN

  • Alle Zutaten vorbereiten und angerichtet in kleinen Schälchen bereitstellen – wie auf dem Foto. Das macht das Rollen entspannt und schnell.
    Reispapier-Blätter mit Schälchen voller Garnelen, Karotten, Tomatenspalten, Wassermelonenrettich, Gurke und Koriander
  • Gekochte Garnelen nur abtropfen lassen und trocken tupfen. Rohe Garnelen 2–3 Min in leicht gesalzenem Wasser garen, bis sie rosa und gerade fest sind, danach abkühlen lassen. Die Garnelen ganz lassen – kleine Garnelen dieser Größe werden nicht halbiert, sonst zerfallen sie in der Rolle.
  • Karotte in feine Julienne schneiden oder mit dem Julienne-Schäler raspeln. Wassermelonenrettich schälen und ebenfalls in feine Julienne schneiden. Salatgurke längs halbieren, entkernen und in schmale Stifte schneiden.
  • Fleischtomaten vierteln, die Kerne mit dem Messer herausstreifen und das Fruchtfleisch in schmale Spalten schneiden. Die Spalten 5 Min auf Küchenpapier abtropfen lassen, sonst wird die Rolle wässrig. Salatblätter waschen, Strunk entfernen und trocken tupfen. Kräuter waschen, trocken tupfen und Blätter abzupfen.

DIPS RÜHREN

  • Tamari mit Limettensaft und Ingwer in einem kleinen Glasschälchen verrühren. Die Sweet Chili Sauce in ein zweites Glasschälchen geben. Beide Dips kühl stellen, bis die Rollen fertig sind.

REISPAPIER EINWEICHEN UND BEFÜLLEN

  • Eine flache Schale mit lauwarmem Wasser (nicht heiß!) füllen. Ein Reispapier-Blatt 5–10 Sek eintauchen, bis es leicht weich und biegsam ist (das Wasser nicht zu lange einwirken lassen – es weicht beim Befüllen noch nach). Auf ein feuchtes Holzbrett oder Tuch legen.
  • Auf das untere Drittel des Reispapiers ein Salatblatt legen (als Bett, damit die Füllung sich gut tragen lässt). Darauf 4–5 Garnelen, etwas Karotte, Rettich, Gurke, zwei bis drei Tomatenspalten und einige Korianderblätter platzieren. Mit einer Prise Sesam bestreuen.
    Spring Roll Detailansicht mit Garnelen-Füllung

ROLLEN

  • Den unteren Rand des Reispapiers fest über die Füllung schlagen, die Seiten links und rechts einklappen und die Rolle dann straff nach vorne aufrollen – wie einen Burrito. Mit den anderen Reispapier-Blättern ebenso verfahren.
  • Tipp für die rosa Optik: Zwei bis drei Garnelen mit der gewölbten Seite nach unten ganz oben auf den Bereich legen, der zuletzt eingerollt wird. Sie liegen danach direkt unter der Hülle und leuchten rosa durch das Reispapier (wie auf dem Foto).

SERVIEREN

  • Die fertigen Goi Cuon auf einer Schiefer- oder Steinplatte arrangieren. Die zwei Dip-Schälchen (Tamari-Limette und Sweet Chili) daneben stellen. Mit asiatischen Stäbchen servieren. Sofort genießen – Goi Cuon schmecken frisch am besten.

Notizen

Reispapier einweichen: Nur 5–10 Sek in lauwarmem Wasser – nicht heiß, nicht zu lange. Das Reispapier weicht beim Befüllen noch nach. Falls es zu lange im Wasser bleibt: löst sich auf. Zwei Blätter mehr einplanen, die ersten Versuche reißen erfahrungsgemäß.
Feuchtes Arbeitsbrett: Verhindert, dass das Reispapier festklebt. Holz oder Marmor mit nassem Tuch befeuchten.
Nicht überfüllen: Die Füllung als schmales Band von etwa 12 cm Länge auflegen, dann bleiben links und rechts je 5 cm Reispapier zum Einschlagen.
Wassermelonenrettich: Roh verwendet, nicht eingelegt – nur so bleibt die kräftig pinke Farbe mit dem hellgrünen Rand. Saison ist Oktober bis März, erhältlich auf Wochenmärkten, im Bioladen und im Asia-Laden. Außerhalb der Saison: roher Daikon-Rettich (weiß, milder) oder rosa eingelegter Rettich – beide sehen deutlich blasser aus als auf dem Foto. Eingelegter Rotkohl färbt die ganze Füllung violett.
Tomaten entkernen: Die Kerne und das Gelee herausstreifen und die Spalten abtropfen lassen. Sonst sammelt sich Saft in der Rolle und weicht das Reispapier von innen auf.
Schöne Optik: Garnelen so platzieren, dass sie nach dem Rollen rosa nach außen schauen – Profi-Trick.
Glutenfrei: Reispapier besteht aus Reis und Tapioka und enthält von Natur aus kein Gluten. Der Dip ist mit Tamari statt klassischer Sojasauce glutenfrei; bei gekaufter Sweet Chili Sauce das Etikett prüfen.
Sweet Chili Sauce selbst kochen: Sie lässt sich nicht kalt zusammenrühren – sie wird aufgekocht und mit Maisstärke gebunden, sonst bleibt sie dünn. Das ausführliche Rezept steht im Beitrag Thai Süß-Chili-Sauce.
Variationen:
  • Mit Hähnchen: Statt Garnelen 250 g gekochtes, in Streifen geschnittenes Hähnchenfilet
  • Klassisch vietnamesisch (Tom Thit): Garnelen plus dünne Scheiben von gekochtem Schweinebauch
  • Vegetarisch: 200 g gebratener Tofu mit Mango- und Avocadostreifen
  • Mit Reisnudeln: 100 g feine Reisnudeln (Bun), gegart, abgeschreckt und in kurze Stücke geschnitten – so werden Goi Cuon in Vietnam serviert
  • Mit Mango: Frische, in Streifen geschnittene Mango für süß-fruchtige Note
  • Mit Erdnüssen: 2 EL geröstete, gehackte Erdnüsse für extra Biss
Dip-Alternativen:
  • Nuoc Cham: Fischsauce, Limette, Zucker, Wasser, Chili, Knoblauch – der klassische Dip zu Goi Cuon
  • Erdnuss-Hoisin-Sauce (Tuong): Erdnussbutter, Hoisin, Reisessig, Knoblauch, Limette – ebenfalls traditionell, aber nicht glutenfrei (Hoisin enthält Weizen)
  • Ingwer-Soja: Sojasauce mit frisch geriebenem Ingwer und Sesamöl
  • Sriracha-Mayo: Mayonnaise mit Sriracha – würzig-cremig
Aufbewahrung: Goi Cuon schmecken sofort am besten. Falls vorbereiten nötig: einzeln in feuchtes Küchenpapier wickeln, luftdicht im Kühlschrank max. 3–4 Std. Nach längerer Lagerung wird das Reispapier zäh.
Servier-Tipps: Mit gerösteten Erdnüssen und Sesamsamen. Als Vorspeise zu Pho Bo oder als komplettes leichtes Sommer-Mittagessen.
Saison: Die Rollen selbst gelingen ganzjährig. Für die pinke Farbe auf dem Foto ist der Wassermelonenrettich nötig, und der hat von Oktober bis März Saison.

Nährwerte

Kalorien: 108kcalKohlenhydrate: 17gEiweiß: 8gFett: 1g
Calories: 108kcal
Gericht: Hauptgericht, Snack, Vorspeise
Küche: Asiatisch, Vietnamesisch
Ernährungsform: Glutenfrei,
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