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Angeschnittener weihnachtlicher Früchtekuchen mit kandierten Kirschen und Orangeat im Teig, bestäubt mit Puderzucker

Weihnachtlicher Früchtekuchen mit kandierten Kirschen und Orangeat

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Dieser weihnachtliche Früchtekuchen ist ein buttriger Rührteig-Kuchen, dicht durchzogen von kandierten Kirschen, Orangeat und Rosinen. Anders als der schwere, wochenlang gereifte englische Fruchtkuchen ist er in Minuten angerührt und sofort gebacken – saftig, fein und festlich. Ein glänzender Aprikosen-Überzug und ein Hauch Puderzucker wie frischer Schnee machen ihn zum Hingucker auf der Kaffeetafel. In kleinen Kastenformen gebacken, hübsch mit Band verpackt, wird er zum liebevollen essbaren Geschenk. Der Trick für die gleichmäßig verteilten Früchte: Der Teig kommt ohne Milch aus und bleibt dick, und die Früchte werden vor dem Unterheben in Mehl gewendet.
Servings 12 Scheiben
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Gesamtzeit 3 Stunden 45 Minuten

Kochutensilien

  • Kastenform 25 cm, ca. 1,5 l (oder 30 cm für einen flacheren Laib)
  • oder 4 bis 5 kleine Kastenformen bzw. Holzbackformen, ca. 14 × 7 cm (je etwa 250 g Teig; Holzformen haben eine Papiereinlage und brauchen kein Fett)
  • Handrührgerät
  • Backpapier (für die Metallform)
  • feines Sieb (für Aprikotur und Puderzucker)

Zutaten

Für den Rührteig

  • 200 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 4 Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 2 TL Backpulver (ca. 8 g, entspricht einem halben Päckchen)
  • 3 g Salz (ca. ½ TL)
  • 1 Bio-Orange (abgeriebene Schale, ca. 5 g)

Für die Früchte

  • 200 g kandierte Kirschen (Belegkirschen) (nur die größten halbiert, kleine ganz lassen)
  • 60 g Orangeat (kandierte Orangenschale, in 5 bis 6 mm große Würfel geschnitten)
  • 25 g Rosinen
  • 1 EL Mehl (zum Wenden der Früchte)

Zum Fertigstellen

  • 2 EL Aprikosenkonfitüre (für den Glanz; ergibt nach dem Passieren rund 28 g Aprikotur)
  • 1 EL Puderzucker (zum Bestäuben; für Geschenke nicht schmelzender Dekorschnee)

Anleitungen

  • Vorbereiten: Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Entweder eine Kastenform von 25 cm mit Backpapier auslegen oder 4 bis 5 kleine Formen von etwa 14 × 7 cm bereitstellen – Holzbackformen haben eine Papiereinlage und brauchen weder Fett noch Backpapier. Von den kandierten Kirschen nur die größten halbieren, kleine ganz lassen, mit Orangeat und Rosinen mischen und mit einem Esslöffel Mehl bestäuben, bis alle Stücke matt und trocken sind – so sinken die Früchte später nicht auf den Boden.
  • Teig anrühren: Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker hell und cremig aufschlagen. Die Eier einzeln unterrühren und jedes gut einarbeiten, bevor das nächste dazukommt. Die abgeriebene Orangenschale zugeben.
  • Mehl unterheben: Mehl, Backpulver und Salz mischen und kurz unter die Buttermasse rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange rühren. Der Teig ist bewusst dick – er enthält keine Milch, und genau das hält die schweren Früchte später in der Schwebe.
  • Früchte unterziehen: Die bemehlten Früchte vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Teig heben, sodass sie gleichmäßig verteilt sind.
  • Backen: Aus den Mengen werden rund 1,15 kg Teig, also gut 1,2 Liter. In der 25-cm-Form steht er drei Viertel hoch und wächst beim Backen zu einem Hut über den Rand – ein Blech darunterschieben. In kleine Formen kommen je etwa 250 g, das sind gut 2,5 cm Füllhöhe. Große Form 60 bis 70 Minuten backen, kleine Formen 30 bis 35 Minuten (in Holzformen 5 Minuten länger, das Holz isoliert). Die Stäbchenprobe zwischen den Früchten machen, nicht mitten hinein: Kandierte Kirschen bleiben klebrig, auch wenn der Teig längst durch ist. Bräunt die Oberfläche zu schnell, nach 35 bis 40 Minuten locker mit Backpapier abdecken.
  • Glänzen & bestäuben: Den Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann herausheben. Die Aprikosenkonfitüre erwärmen, durch ein Sieb streichen und den noch lauwarmen Kuchen dünn damit bestreichen – auf dem warmen Kuchen trocknet die Aprikotur zu einem klaren, glänzenden Film. Vollständig auskühlen lassen und erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben: Normaler Puderzucker löst sich auf der Aprikotur innerhalb einer halben Stunde auf. Für Kuchen, die verschenkt werden oder länger stehen, nicht schmelzenden Dekorschnee nehmen.
    Angeschnittener weihnachtlicher Früchtekuchen mit kandierten Kirschen und Orangeat im Teig, bestäubt mit Puderzucker

Notizen

Warum die Früchte nicht absinken: Zwei Dinge halten sie oben, und das Mehl ist davon nur das zweite. Entscheidend ist der Teig selbst: 200 g Butter und vier Eier auf 250 g Mehl, dazu keine Milch und keine andere Flüssigkeit – das ergibt eine dicke, standfeste Masse, in der schwere Stücke kaum absacken. Der Esslöffel Mehl, in dem die Früchte gewendet werden, nimmt zusätzlich den klebrigen Sirupfilm auf, sodass der Teig an ihnen haftet. In einem dünnflüssigen Rührteig hilft dieser Kniff dagegen wenig.
Wie viel Teig in welche Form: Rund 1,15 kg Teig, gut 1,2 Liter. Eine Kastenform von 25 cm fasst etwa 1,5 Liter – der Teig steht darin drei Viertel hoch und bekommt einen Hut. Wer einen flacheren Laib möchte, nimmt eine 30-cm-Form und backt 45 bis 50 Minuten. Für kleine Kuchen sind es 4 bis 5 Formen von 14 × 7 cm mit je 250 g Teig; zwei Formen dieser Größe reichen nicht, sie würden überlaufen.
Buttriger Rührteig statt schwerem Fruchtkuchen: Dieser Kuchen ist kein wochenlang gereifter englischer Fruchtkuchen, sondern ein schneller Butter-Rührteig. Er ist in Minuten angerührt, sofort gebacken und bleibt fein und saftig – ideal, wenn es schnell gehen soll.
Butter und Eier auf Zimmertemperatur: Weiche Butter lässt sich besser cremig aufschlagen, und zimmerwarme Eier verbinden sich gleichmäßiger mit der Masse, ohne sie gerinnen zu lassen. Beides sorgt für eine feine, gleichmäßige Krume.
Varianten mit Mengen: Für winterliche Würze 1 gestrichenen TL Zimt oder ½ TL gemahlenen Sternanis unter das Mehl mischen. Ohne Orangeat: die 60 g durch 60 g Rosinen oder getrocknete Cranberries ersetzen. Für hellere, mildere Fruchtnoten 60 g Zitronat (schmeckt milder als Orangeat) oder je 30 g kandierte Ananas und getrocknete Aprikosen. Einweichen lohnt nur bei den Rosinen: 25 g eine Stunde in 2 EL Orangensaft oder Rum quellen lassen, danach abtropfen und trocken tupfen – sonst haftet das Mehl nicht und die Früchte sinken. Kandierte Kirschen und Orangeat sind mit Zucker gesättigt und nehmen nichts mehr auf.
Der Glanz kommt von der Aprikotur: Der typische glänzende Überzug entsteht durch dünn aufgepinselte, erwärmte und passierte Aprikosenkonfitüre. Auf dem lauwarmen Kuchen trocknet sie zu einem klaren Film; auf einem kalten Kuchen bleibt sie länger klebrig. Für die Oberseite eines großen Laibs werden etwa 11 g Aprikotur gebraucht, für fünf kleine Kuchen rund 22 g – 2 EL Konfitüre reichen in beiden Fällen.
Als essbares Geschenk: In kleinen Kastenformen gebacken und mit Band verziert, wird der Kuchen zum hübschen Mitbringsel. Frische Cranberries, Zweige und Puderzucker kommen erst kurz vor dem Verschenken darauf, sonst welken sie auf dem Kuchen. Bei Zweigen nur lebensmittelechte, unbehandelte Tanne oder Rosmarin verwenden – Eibe sieht ähnlich aus und ist giftig.
Aufbewahrung: Gut verpackt bleibt der Kuchen bei Zimmertemperatur eine gute Woche saftig. Er lässt sich auch einfrieren und portionsweise auftauen.

Nährwerte

Kalorien: 370kcalKohlenhydrate: 51gEiweiß: 4gFett: 16gNatrium: 170mgBallaststoffe: 1gZucker: 36g
Calories: 370kcal
Gericht: Backware, Kuchen, süße Backware
Küche: Deutsch, Europäisch, Mitteleuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: Aus dem Ofen, festlich, Früchtekuchen als Geschenk, Früchtekuchen mit kandierten Kirschen, Früchtekuchen mit Orangeat, Früchtekuchen Rezept, Früchtekuchen Weihnachten, Kandierte-Kirschen-Kuchen, Rührteig, Saftiger Früchtekuchen, Weihnachten, Weihnachtlicher Früchtekuchen, Weihnachts-Früchtekuchen, Weihnachtskuchen mit Früchten