Ofen und Form vorbereiten: Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Muffinblech mit geriffelten Papierförmchen auslegen. Die Förmchen sind hier nicht nur Bequemlichkeit: Ihre Riffelung drückt sich in die Flanken der Muffins und ergibt die feinen senkrechten Rillen der Bilder, und sie fangen den Zimt-Zucker auf, der beim Backen zu Sirup wird und sonst am Blech festbackt.
Biscuit-Teig ansetzen: Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermengen. Die kalte, gewürfelte Butter mit den Fingerspitzen oder einer Teigkarte grob ins Mehl einarbeiten, sodass noch erbsengroße Butterstückchen sichtbar bleiben. Die kalte Milch nach und nach zugeben und nur so lange verrühren, bis der Teig gerade zusammenhält: Er darf krümelig aussehen, muss sich aber mit der Hand zu einem Klumpen drücken lassen, ohne auseinanderzufallen. Ist er dafür zu trocken, 1 bis 2 EL Milch mehr zugeben. Nicht überkneten, sonst wird der Teig zäh.
Falten für die Schichten im Inneren: Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen, wie einen Brief in Drittel falten, um 90 Grad drehen und erneut ausrollen. Diesen Vorgang 2 bis 3 Mal wiederholen. Beim ersten Ausrollen bricht der Teig an den Rändern noch auf, das legt sich mit jeder Faltung. Die so entstehenden Butter- und Teigschichten liegen später im Inneren der Stücke und machen die Krume zart und kurz; von außen sind sie am fertigen Muffin nicht zu sehen, weil die Würfel in alle Richtungen gedreht und rundum mit Butter und Zucker versiegelt werden. Zum Schluss den Teig etwa 1,5 cm dick ausrollen und bei Bedarf 10 bis 15 Minuten kalt stellen, damit die Butter fest bleibt.
In Stücke teilen: Den Teig in Würfel von etwa 2 bis 3 cm schneiden. Aus dieser Teigmenge werden etwa 55 Stücke zu je rund 12 g, also 4 bis 5 pro Muffinmulde.
Wälzen und füllen: Jedes Teigstück zuerst in der geschmolzenen Butter und dann rundum im Zimt-Zucker wälzen. Jeweils 4 bis 5 Stücke so in ein Papierförmchen setzen, dass sie es füllen und ein Stück über den Rand hinausragen — das Förmchen ist damit gut voll. Nur so wachsen im Ofen die vier bis fünf einzelnen Kuppeln, die den Muffin auf den Bildern ausmachen; halb gefüllte Mulden ergeben einen flachen, glatten Muffin ohne Zupfstruktur. Übrigen Zimt-Zucker darüberstreuen.
Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C 15 bis 20 Minuten backen, bis die Kuppeln aufgegangen und tief goldbraun sind und die Zimt-Zucker-Kruste trocken und körnig wirkt. Butter und Zucker laufen dabei nach unten und karamellisieren am Boden des Förmchens zu einem dunklen Ring — das gehört dazu und schmeckt. Die Muffins etwa 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann herausnehmen; wartet man länger, wird der Karamell fest und das Förmchen reißt beim Abziehen ein.
Papierförmchen abziehen, glasieren und servieren: Die Förmchen von den noch leicht warmen Muffins abziehen — darunter liegen die feinen senkrechten Rillen frei. Den Puderzucker mit Milch und Vanille verrühren, bis der Guss in feinen Fäden vom Löffel läuft; lieber tropfenweise mehr Milch als zu dick. Über die Muffins träufeln, sodass er in schmalen Rinnsalen über die Kuppeln und die Flanken läuft. Erst abziehen, dann glasieren: Im Förmchen bliebe der Guss oben liegen und käme an den Flanken nie an. Am besten frisch und lauwarm genießen, dann lassen sich die Stücke Stück für Stück abzupfen.