Manche Kekse sehen von außen unscheinbar aus – und überraschen beim ersten Biss mit etwas völlig Unerwartetem. Genau das passiert bei diesen Zitronenkeksen: Unter einer glänzend weißen Glasur und feinen Kokosraspeln verbirgt sich ein zarter Mürbeteig, der eine leuchtend gelbe Zitronencreme umschließt. Der Kontrast zwischen dem buttrigen, leicht krümeligen Teig und dem seidig-sauren Lemon Curd macht diese Kekse zu einem Erlebnis, das weit über gewöhnliches Zitronengebäck hinausgeht.
Servings 20Stück
Vorbereitungszeit 40 MinutenMin.
Zubereitungszeit 15 MinutenMin.
Kühlzeit 1 StundeStd.30 MinutenMin.
Gesamtzeit 2 StundenStd.25 MinutenMin.
Kochutensilien
1 kleiner Topf (für das Lemon Curd)
1 Nudelholz
1 runder Ausstecher (ca. 6 cm Durchmesser; oder ein Glas)
2 Backbleche (mit Backpapier)
Zutaten
Für das Lemon Curd (Zitronencreme)
2StückZitronen(groß; Saft und Abrieb)
100gZucker
2StückEier(Größe M)
50gButter
1ELSpeisestärke
Für den Teig
300gWeizenmehl(Type 405 / Allzweckmehl)
100gPuderzucker
1PriseSalz
150gButter(kalt; in kleinen Würfeln)
1StückEi(Größe M)
1ELSchlagsahne
1TLVanilleextrakt
Für die Glasur & Dekoration
150gPuderzucker
2-3ELZitronensaft(frisch gepresst)
3ELKokosraspeln
Anleitungen
LEMON CURD KOCHEN:
Zitronensaft, Zitronenabrieb, Zucker und Eier in einem kleinen Topf verquirlen. Die Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser glattrühren und dazugeben. Die Mischung bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erwärmen, bis sie eindickt (ca. 5–7 Minuten; nicht kochen lassen!). Den Topf vom Herd nehmen, die Butter einrühren, bis sie geschmolzen ist. Das Lemon Curd in eine Schüssel umfüllen, die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abdecken (verhindert Hautbildung) und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
TEIG ZUBEREITEN:
Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die kalten Butterwürfel mit den Fingern rasch unterkneten, bis eine krümelige Masse entsteht. Ei, Schlagsahne und Vanilleextrakt hinzufügen und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten (nicht zu lange kneten!). Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
KEKSE FÜLLEN UND FORMEN:Den Backofen auf 180 °C (355 °F, Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3–4 mm (etwa 1/8 in) dick ausrollen. Mit einem Ausstecher oder Glas (ca. 6 cm / etwa 2 1/2 in Durchmesser) Kreise ausstechen. Auf die Hälfte der Kreise jeweils 1 knappen Teelöffel des abgekühlten Lemon Curds geben. Einen zweiten Teigkreis darauflegen und die Ränder rundherum mit den Fingern sehr gut festdrücken, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft.
BACKEN:
Die gefüllten Kekse auf das Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene ca. 14–16 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen.
GLASIEREN UND GARNIEREN:
Für die Glasur den Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einem dicken, glatten Guss verrühren. Die ausgekühlten Kekse mit der Oberseite in die Glasur tauchen (oder die Glasur mit einem Löffel verstreichen) und sofort mit den Kokosraspeln bestreuen. Die Glasur vollständig trocknen lassen.
Notizen
HINWEISE & TIPPS:
Lemon Curd Reste: Falls etwas Lemon Curd übrig bleibt, schmeckt es fantastisch auf Toast, eingerührt in Joghurt oder als Topping für Pfannkuchen. Es hält sich in einem sauberen Schraubglas im Kühlschrank ca. 1 Woche.
Teig richtig verschließen: Achten Sie darauf, die Ränder der Kekse wirklich fest zusammenzudrücken. Wenn Luftlöcher bleiben, drückt sich die Creme beim Backen nach außen.
Aufbewahrung: Die Kekse in einer luftdichten Blechdose aufbewahren. Durch die Füllung werden sie mit der Zeit etwas weicher, schmecken aber hervorragend. Sie halten sich bei Raumtemperatur ca. 3–4 Tage.
Einfrieren: Fertig gebackene, unglasierte Kekse lassen sich gut einfrieren (bis zu 4 Wochen). Nach dem Auftauen frisch glasieren. Alternativ kann auch das Lemon Curd hervorragend eingefroren werden.
💡 Hinweis: Dieses Rezept ist vegetarisch. Für eine laktosefreie Variante kann die Butter durch pflanzliche Margarine ersetzt werden – dabei auf eine backfeste Margarine ohne zu hohen Wasseranteil achten. Die Schlagsahne im Teig durch einen Teelöffel Haferdrink ersetzen.⚠️ Hinweis: Allergene — Dieses Rezept enthält Weizen (Gluten), Milch (Laktose) und Eier. Die Kokosraspeln können bei Nussallergien relevant sein – im Zweifelsfall weglassen oder durch Puderzucker ersetzen. Für eine glutenfreie Variante kann ein glutenfreies Universalmehl (z. B. auf Reis-Mais-Basis) verwendet werden – die Konsistenz kann leicht abweichen.