Grapefruit filetieren: Von der Grapefruit oben und unten eine Scheibe abschneiden, sodass sie steht. Die Schale mitsamt der weißen Haut von oben nach unten großzügig wegschneiden, bis kein Weiß mehr stehen bleibt. Anschließend mit einem kleinen scharfen Messer die Filets zwischen den Trennhäuten herauslösen und dabei über einer Schüssel arbeiten, um den Saft aufzufangen. Jedes Filet einmal quer durchbrechen, sodass etwa 2 bis 3 cm (0,8 bis 1,2 in) große Stücke entstehen; ganze lange Filets liegen später als Riegel auf dem Teller statt als Punkte. Den aufgefangenen Saft beiseitestellen — er kommt zum Schluss über die Früchte, nicht ins Dressing.
Dressing anrühren: Den eiskalten griechischen Joghurt mit Honig, Limettensaft und Salz glatt rühren, sonst nichts zugeben. Kein Grapefruitsaft, keine Milch, kein Wasser: Jede zusätzliche Flüssigkeit kostet genau die Bindung, die das Dressing zum Auftragen braucht. Tellerprobe machen: einen kurzen Streifen auf einen kalten Teller ziehen. Er muss nach zehn Sekunden noch als deutlich erhabene Raupe mit runder Kante stehen. Zerläuft er zu einer flachen Pfütze, den Joghurt noch eine Stunde im mit Küchentuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen. Abgedeckt kalt stellen.
Johannisbeeren waschen: Die Johannisbeeren noch an den Rispen unter kaltem Wasser kurz abbrausen, gut abtropfen lassen und erst dann mit den Zinken einer Gabel von den Rispen streifen. Abgestreift und danach gewaschen werden sie matschig.
Kiwi und Mango schneiden: Die vier Kiwi schälen und quer in 3 bis 4 mm dünne Scheiben schneiden, mit einem scharfen glatten Messer oder auf dem Gemüsehobel; dünner reißen sie, dicker wirken sie klobig. Die großen Scheiben aus der Mitte der Frucht getrennt beiseitelegen, die kleineren von den spitzen Enden ebenso — sie kommen später nach unten. Von der Mango die beiden Wangen längs am flachen Kern vorbei abschneiden, das Fruchtfleisch in etwa 1,5 bis 2 cm (0,6 bis 0,8 in) großen Rauten bis auf die Schale einritzen, ohne diese zu durchtrennen, und die Würfel mit einem Löffel von der Schale lösen. Die Würfel dürfen ruhig unregelmäßig ausfallen.
Rucola vorbereiten: Den wilden Rucola verlesen, kalt abbrausen und gründlich trockenschleudern. Die Blätter bleiben ganz, auch die feinen Stiele: Genau sie geben dem Teller die Höhe. Nasse Blätter lassen das Dressing abrutschen, statt es auf dem Salat liegen zu lassen.
Anrichten: Etwa zwei Drittel der Kiwischeiben leicht überlappend auf zwei flachen Tellern auslegen, die kleinen Endscheiben nach unten, die großen obenauf; der Teller soll auf gut 25 cm (10 in) Breite bedeckt sein. Darauf locker den Rucola verteilen, dann Mangowürfel und Grapefruitstücke in die Zwischenräume setzen und die restlichen Kiwischeiben zwischen die Blätter stecken, sodass auch oben Kiwi sichtbar bleibt. Den aufgefangenen Grapefruitsaft darüberträufeln, zuletzt die Johannisbeeren einzeln darüberstreuen, etwa 25 Beeren pro Teller. Nichts andrücken, der Salat soll Höhe behalten.
Dressing aufziehen und sofort servieren: Etwa die Hälfte des kalten Dressings in einen kleinen Gefrierbeutel füllen und eine Ecke etwa 5 mm weit abschneiden — bei einem feineren Loch entstehen Fäden statt der dicken weißen Raupen. In einer durchgehenden Zickzacklinie zügig von einer Tellerseite zur anderen ziehen und am Rand jeweils in einer engen Kehre wenden, rund zwölf Bahnen pro Teller; ein paar Bahnen quer darüber. Den Rest in zwei kleinen Schälchen dazustellen. Die Teller unmittelbar danach servieren. Das Dressing wird nicht untergemischt: Frische Kiwi lässt Joghurt bitter und dünn werden, außerdem fällt der Rucola unter der Sauce zusammen.