Kadayif-Nester mit Walnüssen – türkisches Sirup-Gebäck aus Engelshaar-Teig (Kus Yuvasi)
Kleine, runde Nester aus feinen Kadayif-Teigfäden (Engelshaar-Teig), in der Mulde gehackte Walnüsse, im Ofen mit Butter goldbraun gebacken und mit abgekühltem Zuckersirup übergossen. Der Temperaturkontrast aus heißen Nestern und kaltem Sirup hält das Gebäck knusprig. Ein süßer Klassiker türkischer Teehäuser, den man zu Hause gut nachbacken kann.
Servings 8Stück
Prep Time 30 minutesmins
Cook Time 35 minutesmins
Ziehzeit 30 minutesmins
Total Time 1 hourhr35 minutesmins
Equipment
Muffinform oder kleine Auflaufform (zum Formen der Nester)
Kleines Glas oder Förmchen (als Hilfe zum Wickeln der Nester)
Topf (für den Sirup)
Backpinsel oder Schöpfkelle (zum Übergießen mit Sirup)
Ingredients
Für die Nester
400-500gKadayif-Teig(Engelshaar-Teig; frisch oder tiefgekühlt, aus dem türkischen oder orientalischen Laden)
180-220gButter(zerlassen)
150gWalnüsse(grob gehackt)
Walnüsse(etwas zum Bestreuen)
1PriseZimt(optional)
Für den Sirup
300gZucker
250mlWasser
1ELZitronensaft(frisch gepresst)
1Zimtstange(optional)
Instructions
SIRUP KOCHEN UND ABKÜHLEN
Zucker, Wasser und Zitronensaft in einem Topf verrühren, nach Wunsch die Zimtstange zugeben. Alles einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze etwa 10 bis 15 Minuten leise köcheln lassen, bis der Sirup ein wenig sämiger wird. Er soll nicht zu dick einkochen, sonst wird das Gebäck später klebrig statt saftig.
Den Topf vom Herd nehmen und den Sirup vollständig abkühlen lassen. Das ist wichtig: Nur ein kalter Sirup, der später über die heißen Nester kommt, hält das Gebäck knusprig. Sie können den Sirup gut zuerst zubereiten, während der Ofen vorheizt und Sie die Nester formen.
NESTER FORMEN UND BACKEN
Den Backofen auf 180 °C (356 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kadayif-Teig in eine große Schüssel geben und mit den Fingern locker auseinanderzupfen, sodass sich die feinen Fäden voneinander lösen und keine dichten Klumpen mehr übrig bleiben.
Die zerlassene Butter über den Teig gießen und mit den Händen gründlich unterarbeiten, bis wirklich jeder Faden mit Butter benetzt ist. Diese Butterhülle sorgt beim Backen für die goldbraune Farbe und das feine Knuspern; trockene Stellen würden später blass und hart bleiben.
Aus dem Teig acht gleich große Portionen abteilen. Jede Portion mit den Fingern oder um ein kleines Glas gewickelt zu einem runden Nest formen und in die Vertiefungen einer Muffinform oder in eine kleine Auflaufform setzen. In die Mitte jedes Nestes eine Mulde drücken und diese mit den grob gehackten Walnüssen füllen.
Die Nester im vorgeheizten Ofen etwa 25 bis 35 Minuten backen, bis sie rundum gleichmäßig goldbraun sind. Die Fäden am Rand dürfen ruhig eine kräftige bernsteinfarbene Tönung annehmen, dann sind die Nester schön durchgebacken und bleiben nach dem Tränken knusprig.
TRÄNKEN UND ZIEHEN LASSEN
Die Nester direkt aus dem Ofen nehmen und den abgekühlten Sirup gleichmäßig darüber verteilen, sodass jedes Nest etwas abbekommt. Es zischt und dampft kurz auf, das gehört dazu: Der kalte Sirup trifft auf das heiße Gebäck, wird sofort aufgesogen und die Nester bleiben dabei knusprig statt matschig.
Die getränkten Nester etwa 30 Minuten ruhen lassen, damit der Sirup vollständig einzieht und sich die Süße gleichmäßig verteilt. In dieser Zeit setzen sich die Nester und werden innen saftig, während die Oberfläche knusprig bleibt.
Zum Servieren die Nester mit ein paar zusätzlichen gehackten Walnüssen und nach Wunsch einer Prise Zimt bestreuen. Lauwarm oder ganz abgekühlt genießen, gern mit einem Glas türkischem Tee oder einem starken Kaffee.
Notes
Tipps:
Den Sirup zuerst kochen und vollständig abkühlen lassen, während Sie die Nester formen – kalter Sirup auf heißen Nestern ist das ganze Geheimnis.
Jeden Teigfaden gründlich mit Butter benetzen, damit die Nester rundum goldbraun und knusprig werden.
Tiefgekühlten Kadayif-Teig vor der Verarbeitung vollständig auftauen und mit einem Küchentuch abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen, damit er geschmeidig bleibt und nicht bricht.
Variante Frittieren: Statt im Ofen können die geformten Nester auch kurz in heißem Öl goldbraun frittiert werden. Danach kurz abtropfen lassen und ebenfalls mit dem kalten Sirup übergießen. Diese Variante wird etwas knuspriger und deutlich gehaltvoller.Variante Nüsse: Statt Walnüssen passen auch gehackte Pistazien oder eine Mischung aus beidem in die Mulde. Pistazien geben eine feine Farbe und einen milderen Geschmack.Weniger süß: Wer es weniger süß mag, verringert die Zuckermenge im Sirup etwas oder gießt bewusst nur einen Teil des Sirups über die Nester und reicht den Rest separat.Aufbewahrung: Die fertigen Nester halten sich abgedeckt bei Zimmertemperatur zwei bis drei Tage. Sie werden mit der Zeit etwas weicher, schmecken aber weiterhin aromatisch. Nicht im Kühlschrank aufbewahren, da sie dort schneller durchweichen.Anlässe: Festtafel, Kaffee- und Teerunde, Buffet, süßer Abschluss eines orientalischen Menüs.