Gegrillte Polenta-Antipasti mit Stracchino und Prosciutto
Feste Maisgrieß-Schnitten mit feinen Grillrillen, belegt mit cremigem Stracchino und geschmorten Tomaten auf der einen, würzigem Prosciutto und Oliven auf der anderen Seite. Eine bunte italienische Platte, die sich ganz entspannt vorbereiten lässt.
Gegrillte Polenta ist die wohl eleganteste Art, den goldenen Maisbrei zu servieren – und ein Star auf jeder Antipasti-Tafel. Feste Polenta wird dafür in Schnitten geschnitten, auf dem Grill oder in der Grillpfanne mit hübschen Grillstreifen und einer leicht rauchigen Kruste versehen und anschließend großzügig belegt. In dieser Antipasti-Version treffen zwei klassische Beläge aufeinander: cremiger Stracchino mit geschmorten Kirschtomaten und Thymian auf der einen Seite, würziger Prosciutto (luftgetrockneter Rohschinken) mit Oliven auf der anderen. So entsteht eine bunte, appetitliche Platte, die von Natur aus glutenfrei ist und sich hervorragend vorbereiten lässt. Ob als Vorspeise, als Häppchen für Gäste oder als Teil einer größeren Antipasti-Auswahl – diese goldenen Polenta-Schnitten sind ein echter Hingucker und schmecken warm wie lauwarm.

Polenta grillen: feine Rillen und rauchiges Aroma
Das Herzstück dieses Gerichts ist der Grillvorgang, der der Polenta ihren besonderen Charakter verleiht. Anders als beim Braten in der Pfanne bekommt die Polenta auf dem Grill oder in einer gerillten Grillpfanne feine Grillrillen und ein leicht rauchiges Aroma, das perfekt zu den mediterranen Belägen passt. Wer keinen Grill hat, greift zur gusseisernen Grillpfanne – ihre Rillen zeichnen dasselbe Muster und geben die Hitze gleichmäßig ab.
Voraussetzung ist eine feste, gut ausgekühlte Polenta, die sich sauber in Schnitten schneiden lässt; sie wird wie für gebratene Polenta zubereitet und muss vollständig fest sein, damit sie auf dem heißen Rost ihre Form behält. Etwa anderthalb Zentimeter dicke Schnitten haben sich bewährt: dünner reißen sie leicht, dicker werden sie außen fertig, bevor sie innen durchgewärmt sind. Bevor die Schnitten auf den Grill kommen, werden sie beidseitig mit Olivenöl bestrichen – das verhindert Ankleben und fördert die Bräunung. Der Grill oder die Grillpfanne sollte richtig heiß sein. Danach gilt dasselbe Geduldsprinzip wie beim Braten: die Schnitten in Ruhe grillen und erst wenden, wenn sich die Rillen deutlich abgezeichnet haben. Sind beide Seiten gemustert und leicht knusprig, ist die Basis für die Antipasti fertig.
Zwei Beläge: cremig und herzhaft
Der Reiz dieser Platte liegt im Zusammenspiel von zwei ganz unterschiedlichen Belägen, die beide auf der gegrillten Polenta wunderbar zur Geltung kommen. Die cremige Variante setzt auf Stracchino, einen weichen, milden norditalienischen Frischkäse, der sich streichzart auf die noch warme Polenta legt. Dazu kommen geschmorte Kirschtomaten, die durch das langsame Schmoren süßer und intensiver werden und mit ihrer leichten Säure einen schönen Kontrast zum milden Käse bilden. Ein paar Blättchen frischer Thymian setzen den aromatischen Schlusspunkt. Wer keinen Stracchino bekommt, kann auch cremigen Frischkäse, Burrata oder Mozzarella verwenden.
Die herzhafte Variante ist bewusst schlichter gehalten und lässt die kräftigen Zutaten für sich sprechen: dünn geschnittener Prosciutto (luftgetrockneter Rohschinken), locker in Röschen auf die Polenta drapiert, dazu ein paar würzige Oliven. Das salzig-würzige Aroma des luftgetrockneten Schinkens harmoniert hervorragend mit dem milden Mais und der rauchigen Grillnote. Zusammen ergeben die beiden Beläge eine ausgewogene Platte, auf der für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wer die Antipasti komplett vegetarisch möchte, lässt den Prosciutto einfach weg und belegt alle Schnitten mit der cremigen Variante.

Die Antipasti-Platte anrichten
Antipasti leben nicht nur vom Geschmack, sondern auch vom Auge – und gegrillte Polenta macht auf einer Platte richtig etwas her. Am schönsten wirken die Schnitten, wenn man die beiden Beläge abwechselnd anrichtet, sodass die cremig-roten und die fleischig-dunklen Häppchen einen appetitlichen Kontrast bilden. Eine Schieferplatte oder ein rustikales Holzbrett bilden dafür den passenden Rahmen und unterstreichen den mediterranen Charakter.
Zum Anrichten gehört auch das Drumherum. Ein Schälchen mit gemischten Oliven, ein kleines Kännchen gutes Olivenöl zum Beträufeln und ein paar frische Kräuter wie Basilikum oder Oregano machen aus den Polenta-Schnitten eine einladende Tafel. Ein Glas kühler Weißwein rundet die Antipasti-Stimmung ab. Weil sich die Häppchen warm wie lauwarm servieren lassen, sind sie ideal für gesellige Runden: Man kann sie in Ruhe vorbereiten, ohne dass am Ende alles gleichzeitig auf den Tisch muss. So bleibt Zeit für die Gäste, während die bunte Platte ganz von selbst zum Zugreifen einlädt.
Die Antipasti vorbereiten
Kaum ein Gericht eignet sich so gut für Gäste wie diese Antipasti, denn fast alles lässt sich in Ruhe vorbereiten. Die feste Grundpolenta ist ohnehin ein Vortags-Projekt, weil sie zum Auskühlen Zeit braucht. Vor allem aber lohnt es sich, die geschmorten Tomaten schon einen Tag vorher einzukochen: Über Nacht im Kühlschrank ziehen ihre Aromen durch und werden noch runder und süßer – kalt aus dem Glas schmecken sie fast wie eingelegt.
Am Serviertag bleibt so nur noch das Grillen und Belegen. Praktisch ist, die Schnitten zuerst in einem Rutsch zu grillen und dann zu belegen, damit der Käse auf der noch warmen Polenta leicht anschmilzt. Fertig belegte Antipasti schmecken frisch am besten, dürfen aber ruhig ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur stehen – gerade lauwarm kommen Stracchino und Prosciutto besonders gut zur Geltung, und man muss nicht in letzter Minute am Herd stehen. Wichtig ist nur die Reihenfolge: Olivenöl und frische Kräuter kommen erst ganz zum Schluss darüber, damit die Platte appetitlich glänzt und nichts durchweicht.
Wie verhindert man, dass die Polenta am Grill klebt?
Die Schnitten vor dem Grillen beidseitig mit Olivenöl bestreichen und den Grill oder die Grillpfanne gut vorheizen. So lösen sich die Schnitten leichter und bekommen schöne Grillstreifen.
Muss die Polenta vor dem Grillen fest sein?
Ja. Nur feste Schnitten behalten auf dem heißen Rost ihre Form – eine weiche Polenta würde durch die Grillstäbe fallen. Die feste Grundpolenta wird dafür wie für gebratene Polenta zubereitet.
Was ist Stracchino und wodurch kann man ihn ersetzen?
Stracchino ist ein weicher, milder norditalienischer Frischkäse. Ersetzen lässt er sich durch cremigen Frischkäse, Burrata oder Mozzarella.
Kann man die Antipasti vegetarisch machen?
Ja. Einfach den Prosciutto weglassen und alle Schnitten mit Stracchino, geschmorten Tomaten und Oliven belegen.
Kann man gegrillte Polenta vorbereiten?
Die feste Polenta und die geschmorten Tomaten lassen sich am Vortag zubereiten. Gegrillt und belegt wird kurz vor dem Servieren, damit die Häppchen frisch schmecken.

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Gegrillte Polenta-Antipasti mit Stracchino und Prosciutto
Kochutensilien
- Topf
- Form oder Blech (zum Auskühlen)
- Grillpfanne oder Grill
Zutaten
Für die feste Polenta
- 750 ml Wasser
- 1 TL Salz
- 200 g Polenta (Maisgrieß)
- 4 EL Olivenöl (zum Bestreichen, Schmoren und Beträufeln)
Belag 1: cremig
- 150 g Stracchino (oder cremiger Frischkäse)
- 200 g Kirschtomaten (geschmort)
- 1 Handvoll frischer Thymian
Belag 2: herzhaft
- 80 g Prosciutto (luftgetrockneter Rohschinken, dünn geschnitten)
- 1 Handvoll Oliven (gemischt, mit oder ohne Stein)
- 1 Prise Pfeffer (nach Geschmack)
Anleitungen
- Feste Polenta kochen: Das Wasser mit dem Salz aufkochen, die Polenta unter Rühren einrieseln lassen und fest einköcheln. Etwa 1,5 cm dick auf ein geöltes Blech streichen und vollständig auskühlen lassen, bis sie fest ist (am besten über Nacht).
- Tomaten schmoren: Die Kirschtomaten halbieren, mit etwas Olivenöl, Salz und Thymian bei niedriger Hitze im Ofen oder in der Pfanne weich und leicht eingedickt schmoren.
- Schneiden und bestreichen: Die feste Polenta in gleichmäßige Rechtecke schneiden und beidseitig mit Olivenöl bestreichen, damit sie nicht am Rost klebt.
- Grillen: Die Grillpfanne oder den Grill gut vorheizen. Die Polenta-Schnitten pro Seite 3 bis 4 Minuten grillen, bis sich deutliche Grillstreifen und eine leicht rauchige Kruste bilden. Nicht zu früh bewegen.
- Belegen und servieren: Die eine Hälfte der Schnitten mit Stracchino und den geschmorten Tomaten belegen, mit Thymian bestreuen. Die andere Hälfte mit Prosciutto und Oliven anrichten. Mit etwas Olivenöl beträufeln, pfeffern und als Antipasti-Platte warm oder lauwarm servieren.

Notizen
Nährwerte
📌 Für wen ist diese gegrillte Polenta ideal? Für alle, die gerne Gäste bewirten, für Fans italienischer Antipasti und für alle, die eine glutenfreie Vorspeise suchen, die sich schön vorbereiten lässt und auf jeder Tafel ein Hingucker ist.
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