Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen

Sommerlicher Salat

Eine ganze Burrata in der Mitte, die erst am Tisch aufgeschnitten wird — und roher Rotkohl, der die süße Seite in Schach hält.

17. Juli 2026
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Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen

Frucht und Burrata zusammen schmecken nach zwei Gabeln herrlich und nach fünf ermüdend süß. Dieser Salat löst das mit einer Zutat, die in solchen Schüsseln fast nie vorkommt.


Gegrilltes Steinobst zu weichem Käse ist eine bewährte Verbindung: Die Röstaromen der Frucht treffen auf etwas Cremiges, dazu Säure aus dem Balsamico, fertig. Als Antipasto-Teller oder als Caprese-Variante funktioniert das gut, und beides finden Sie hier im Magazin bereits als eigenes Rezept. Dieser Sommersalat mit Burrata geht einen anderen Weg: Er ist eine Salatschüssel, kein angerichteter Teller. Es gibt drei Sorten Tomaten, Rucola, Microgreens und, als eigentliche Überraschung, rohen fein gehobelten Rotkohl. Die Burrata liegt ganz in der Schale und wird erst am Tisch geöffnet. Was dabei entsteht, ist kein Vorspeisenhäppchen, sondern eine Schüssel, die zu zweit als leichtes Hauptgericht durchgeht.


Warum die Burrata ganz in die Schüssel kommt

Es ist verlockend, den Käse gleich beim Anrichten aufzuschneiden und die Stücke zu verteilen. Das Ergebnis ist allerdings enttäuschend: Der flüssige Kern läuft sofort aus, sammelt sich unten im Olivenöl und ist beim Essen genau dort nicht mehr, wo er hingehört. Deshalb bleibt die Kugel geschlossen und wandert unaufgeschnitten in die Schale.

Erst am Tisch wird sie mit dem Messer geöffnet. Der Kern läuft dann über die Frucht und die Blätter und wird beim Portionieren mitgenommen. Nebenbei ist das der schönste Moment des Gerichts, und er funktioniert nur, wenn die Burrata vorher Zimmertemperatur angenommen hat. Direkt aus dem Kühlschrank schmeckt sie nach fast nichts, ihre milchige Süße kommt erst bei Raumtemperatur zum Vorschein. Eine halbe Stunde vorher aus der Kühlung nehmen genügt, und diese Zeit läuft ohnehin parallel zur übrigen Vorbereitung.


Zwei türkisfarbene Keramikschalen mit Sommersalat von oben; im Vordergrund die Variante ohne Burrata mit rohen Nektarinenspalten, halbierten Kirschtomaten, fein gehobeltem Rotkohl, Rucola, Microgreens sowie hellem Sesam und Pinienkernen, oben links vom Bildrand angeschnitten und nur teilweise sichtbar die zweite Schale mit gegrillten Nektarinenspalten, Fleischtomaten und dunkler Balsamico-Creme
Fast dieselbe Basis, zwei Richtungen: vorn die leichte Variante mit roher Frucht, Sesam und Pinienkernen, oben die Version mit Burrata und Balsamico-Creme.

Nektarinen grillen: heiße Pfanne, kurze Zeit, feste Frucht

Die dunklen Streifen auf den Spalten kommen aus einer gusseisernen Grillpfanne, und dabei entscheiden drei Dinge. Erstens die Frucht: Sie muss fest sein und auf Druck gerade eben nachgeben. Vollreife Nektarinen zerfallen beim ersten Wenden. Die Schale bleibt dran, weil sie die Spalte zusammenhält.

Zweitens das Öl. Geölt wird die Frucht, nicht die Pfanne. Öl in einer sehr heißen Grillpfanne verbrennt und hinterlässt bittere Flecken statt sauberer Streifen; ein dünner Pinselstrich auf der Schnittfläche reicht völlig. Und drittens die Zeit. Die Pfanne wird trocken vorgeheizt, bis ein Wassertropfen sofort zischend verdampft und über die Rippen tanzt, was etwa fünf Minuten dauert. Dann liegen die Spalten ein bis zwei Minuten unbewegt auf einer Schnittfläche, werden gewendet, bekommen auf der zweiten Schnittfläche noch eine gute Minute und kommen sofort heraus. Wer sie länger liegen lässt, bekommt weiches Kompott.

Vor dem Anrichten sollten die Spalten abkühlen. Warme Frucht lässt die Burrata sofort weich werden und den Rucola zusammenfallen; lauwarm bis zimmerwarm ist richtig.


Drei Tomatensorten sind kein Deko-Einfall

In der Schale liegen große rote Fleischtomatenspalten, orange Kirschtomaten und sehr dunkle, fast bräunlich-rote Kirschtomaten. Das sieht bunt aus, hat aber vor allem geschmackliche Gründe, und es ist der Punkt, an dem sich diese Schüssel von einer klassischen Caprese unterscheidet.

Die Fleischtomate liefert Masse und Saft. Sie ist mild, wässrig und übernimmt die Rolle, die in anderen Salaten die Gurke hätte: Sie verdünnt und kühlt. Orange Kirschtomaten sind deutlich süßer und säureärmer als rote; sie stehen der Nektarine geschmacklich am nächsten und bauen die Brücke zwischen Frucht und Gemüse. Die dunklen Sorten wiederum bringen den herzhaften, fast salzigen Ton, den man von Kumato-artigen Tomaten kennt, und sie sind es, die den Salat davor bewahren, ins Dessertartige zu kippen.

Wer nur eine Sorte bekommt, nimmt am besten die dunkle: Sie hält am meisten dagegen. Wichtig ist in jedem Fall, die Tomaten in unterschiedlichen Größen zu schneiden, dicke Spalten und Hälften nebeneinander. Gleich große Würfel würden die Schüssel optisch beruhigen und geschmacklich einebnen, und genau das soll hier nicht passieren.


Roher Rotkohl ist hier kein Deko-Element

An dieser Stelle unterscheidet sich die Schüssel von den üblichen Frucht-Käse-Kombinationen. Geht man die übrigen Zutaten durch, ist alles weich: Burrata, Fleischtomaten, Kirschtomaten, gegrillte Nektarinen. Rucola und Microgreens sind zart, aber sie geben keinen Widerstand. Ein Salat, in dem nichts knackt, wirkt nach ein paar Gabeln eintönig weich und süßlich, egal wie gut die einzelnen Zutaten sind.

Genau diese Lücke füllt der rohe Rotkohl. Sehr fein gehobelt bleibt er angenehm zu kauen, ohne dominant zu werden, und seine leichte Herbe steht der Süße von Frucht und Balsamico entgegen. Farblich liefert er außerdem den violetten Kontrast, der die Schüssel auf dem Foto trägt. Wichtig ist wirklich fein zu hobeln: In dicken Streifen wird er hart und schmeckt vor allem nach Kohl.

Die Microgreens sind der zweite kleine Kniff. Sie schmecken deutlich schärfer als der Rucola, den sie begleiten, und setzen kleine pfeffrige Punkte, die den Salat wach halten. Radieschensprossen und rot geaderte Rote-Bete-Blättchen funktionieren beide. Rohe Sprossen sollten Schwangere, kleine Kinder sowie ältere und immungeschwächte Menschen allerdings meiden; für sie kommt einfach etwas mehr Rucola in die Schale.

Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen von oben in einer türkisfarbenen Keramikschale: eine ganze weiße Burrata mit dunklen Balsamico-Bändern, darum Nektarinenspalten mit Röststreifen, rote Tomatenspalten, orange und dunkle Kirschtomaten, fein gehobelter Rotkohl, Rucola und Microgreens; links daneben eine rohe halbierte Nektarine mit Stein und rot geaderte Babyblätter auf grünem Untergrund
Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen von oben in einer türkisfarbenen Keramikschale: eine ganze weiße Burrata mit dunklen Balsamico-Bändern, darum Nektarinenspalten mit Röststreifen, rote Tomatenspalten, orange und dunkle Kirschtomaten, fein gehobelter Rotkohl, Rucola und Microgreens; links daneben eine rohe halbierte Nektarine mit Stein und rot geaderte Babyblätter auf grünem Untergrund

Balsamico-Creme statt flüssigem Dressing

Angemacht werden nur Rotkohl und Rucola, und zwar sparsam mit Olivenöl, Salz und Pfeffer. Tomaten, Frucht und Käse bleiben zunächst ungewürzt in der Schale liegen. Der Grund ist praktisch: Ein flüssiges Dressing würde sich am Boden sammeln, früh gesalzene Tomaten würden Wasser ziehen und die Burrata verwässern.

Die Säure kommt stattdessen von oben, in Form dicker Bänder Balsamico-Creme. Sie ist eingedickt und bleibt genau dort liegen, wo sie hingezogen wird, statt abzulaufen. So bekommt jede Gabel etwas davon ab, und man kann die Menge selbst steuern. Erst unmittelbar vor dem Servieren kommt eine Prise Flockensalz auf Tomaten und Burrata, dazu ein paar Umdrehungen frisch gemahlener Pfeffer. Mehr braucht es nicht.


Die Variante ohne Burrata

Aus derselben Basis lässt sich ein deutlich leichterer Salat bauen, und das lohnt sich vor allem an heißen Tagen. Dafür entfallen Burrata und Balsamico-Creme, statt der Tomatenmischung kommen nur Kirschtomaten hinein, und die Nektarinen bleiben roh statt gegrillt. Stattdessen kommen heller Sesam und Pinienkerne darüber; wer mag, röstet sie vorher kurz in der trockenen Pfanne an.

Der Charakter ändert sich damit vollständig: Ohne Käse und Balsamico-Creme schmeckt die Schüssel frisch und leicht säuerlich, die Frucht bleibt knackig, und die Kerne übernehmen die Rolle, die vorher der Käse hatte. Als Beilage zu Gegrilltem ist diese Version sogar die passendere. Wer beide Schüsseln nebeneinander auf den Tisch stellt, hat für eine gemischte Runde alles abgedeckt.


Vorbereiten und servieren

Ein Teil der Arbeit lässt sich vorziehen. Rotkohl hobeln, Tomaten schneiden und Nektarinen grillen kann eine Stunde vorher passieren; das Gemüse wird getrennt und abgedeckt kühl gestellt, die gegrillte Frucht bleibt bei Zimmertemperatur. Zusammengesetzt wird die Schüssel erst unmittelbar vor dem Servieren, sonst ziehen die Tomaten Wasser und der Salat steht in der Flüssigkeit.

Als Menge reicht die Schüssel für zwei Personen als leichtes Hauptgericht oder für vier als Vorspeise, dann wird die Burrata in vier Teile geschnitten. Dazu passt geröstetes Weißbrot, das die Reste von Käse und Balsamico aufnimmt. Reste sind bei diesem Salat schwierig: Die Blätter fallen zusammen und die Frucht wird wässrig, deshalb lieber knapper anrichten und bei Bedarf nachlegen.


Warum wird die Burrata im Sommersalat erst am Tisch aufgeschnitten?

Weil der flüssige Kern sonst sofort ausläuft und sich unten im Öl sammelt. Bleibt die Kugel bis zum Servieren geschlossen, verteilt sich die Creme beim Portionieren über Frucht und Blätter.

Pfirsiche oder Nektarinen für den Burrata-Salat?

Beides funktioniert. Auf den Fotos liegen Nektarinen, erkennbar an der glatten, glänzenden Schale. Pfirsiche werden schneller weich, bei ihnen also mit rund einer Minute je Schnittfläche rechnen statt mit zwei.

Wie grillt man Nektarinen, ohne dass sie zerfallen?

Feste Früchte nehmen, die Schale dranlassen, nur die Schnittfläche dünn einölen und die trockene Grillpfanne so weit vorheizen, bis ein Wassertropfen sofort verdampft. Dann kurz grillen und nicht bewegen.

Wozu roher Rotkohl in einem Sommersalat mit Burrata?

Wegen des Bisses. Alles andere in der Schüssel ist weich, und sehr fein gehobelt schmeckt roher Rotkohl mild statt kohlig; dicke Streifen dagegen werden hart.

Warum drei verschiedene Tomatensorten?

Weil jede etwas anderes beisteuert: Fleischtomaten Saft und Milde, orange Kirschtomaten Süße nahe an der Frucht, dunkle Sorten den herzhaften Gegenpol. Mit nur einer Sorte wählt man am besten die dunkle.

Lässt sich der Salat mit Burrata vorbereiten?

Teilweise. Rotkohl, Tomaten und die gegrillten Nektarinen können eine Stunde vorher fertig sein. Zusammengesetzt und gesalzen wird erst kurz vor dem Servieren.

Geht der Sommersalat auch ohne Burrata?

Ja, und er wird dadurch deutlich leichter. Dann bleiben die Nektarinen roh, Balsamico-Creme entfällt, und heller Sesam sowie Pinienkerne übernehmen den Part des Käses.


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Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen von oben in einer türkisfarbenen Keramikschale: eine ganze weiße Burrata mit dunklen Balsamico-Bändern, darum Nektarinenspalten mit Röststreifen, rote Tomatenspalten, orange und dunkle Kirschtomaten, fein gehobelter Rotkohl, Rucola und Microgreens; links daneben eine rohe halbierte Nektarine mit Stein und rot geaderte Babyblätter auf grünem Untergrund

Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen

Ein Salat aus der Schüssel, in dessen Mitte eine ganze Burrata liegt und erst am Tisch aufgeschnitten wird. Darum herum kommen kurz gegrillte Nektarinenspalten mit deutlichen Röststreifen, drei Sorten Tomaten, fein gehobelter roher Rotkohl, Rucola und Microgreens. Der Rotkohl ist dabei kein Beiwerk: Er bringt den Biss, den ein Salat aus Frucht und Burrata sonst nicht hätte, und hält die süß-cremige Seite in Schach. Angemacht wird nur mit Olivenöl, Salz und Pfeffer, dazu kommt Balsamico-Creme in dicken Bändern über Frucht und Käse. Die Nektarinen brauchen in einer sehr heißen Grillpfanne nur ein bis zwei Minuten je Schnittfläche, damit sie Röstaromen bekommen, aber nicht zerfallen.
Servings 2 Portionen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Temperierzeit Burrata 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde

Kochutensilien

  • Grillpfanne gusseisern, gut vorgeheizt; sie erzeugt die Röststreifen auf den Nektarinen
  • Gemüsehobel für den fein gehobelten Rotkohl; alternativ ein scharfes Messer
  • Große Servierschale Ø ca. 24 cm (9,5 in), mit etwas Rand

Zutaten
  

Für den Salat

  • 1 Burrata ca. 125 g; 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen
  • 2 feste Nektarinen gelbfleischig, mit Schale; alternativ Pfirsiche
  • 2 große Fleischtomaten in dicke Spalten geschnitten
  • 6 Kirschtomaten gemischt, orange und dunkelrot; halbiert
  • 100 g Rotkohl roh, sehr fein gehobelt
  • 2 Handvoll Rucola gewaschen und trockengeschleudert
  • 2 Handvoll Microgreens und Babyblätter z. B. Radieschensprossen und rote Bete-Blättchen

Zum Abschmecken

  • 2 EL Olivenöl kalt gepresst, für den Salat
  • 1 TL Olivenöl zum Einpinseln der Nektarinen
  • 2 EL Balsamico-Creme dunkel und dickflüssig
  • Salz, Flockensalz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

Anleitungen
 

  • Burrata temperieren: Die Burrata etwa 30 Minuten vor dem Anrichten aus dem Kühlschrank nehmen und geschlossen bei Zimmertemperatur stehen lassen. Kalt schmeckt sie nach fast nichts; ihre milchige Süße kommt erst temperiert zum Vorschein. Diese Zeit läuft parallel zur übrigen Vorbereitung.
  • Nektarinen vorbereiten: Die Nektarinen waschen, halbieren, den Stein herauslösen und jede Hälfte in drei bis vier dicke Spalten schneiden. Die Schale bleibt dran, sie hält die Spalten in der Pfanne zusammen. Die Schnittflächen dünn mit dem Teelöffel Olivenöl einpinseln.
  • Nektarinen grillen: Die Grillpfanne ohne Fett erhitzen, bis ein Wassertropfen sofort zischend verdampft und über die Rippen tanzt, etwa 5 Minuten; dabei den Dunstabzug einschalten. Die Spalten mit einer Schnittfläche nach unten hineinlegen und 1 bis 2 Minuten unbewegt liegen lassen, dann wenden und der zweiten Schnittfläche noch eine gute Minute geben. Sobald die dunklen Streifen zu sehen sind, herausnehmen und auf einem Teller abkühlen lassen. Länger dürfen sie nicht liegen, sonst fallen sie auseinander.
  • Gemüse vorbereiten: Den Rotkohl sehr fein hobeln, die Fleischtomaten in dicke Spalten und die Kirschtomaten in Hälften schneiden. Rucola, Microgreens und Babyblätter verlesen, kalt abbrausen und gut trockenschleudern. Rotkohl und Rucola in der Schale mit 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen, sodass die Blätter dünn benetzt sind.
  • Anrichten: Die Burrata unaufgeschnitten in die Schale setzen. Die Tomatenspalten, die Kirschtomatenhälften und die abgekühlten Nektarinenspalten leicht überlappend auf dem Blattbett verteilen und die Microgreens darüberstreuen. Sichtbare Rotkohlstreifen dazwischen liegen lassen, sie geben dem Salat seine Farbe.
  • Balsamico-Creme und servieren: Die Balsamico-Creme in dicken Bändern über Burrata und Nektarinen ziehen, noch einmal Pfeffer darüber mahlen und Tomaten sowie Burrata unmittelbar vor dem Servieren mit einer Prise Flockensalz bestreuen. Sofort auf den Tisch bringen. Die Burrata wird erst dort aufgeschnitten, damit ihr flüssiger Kern über den Salat läuft, statt vorher im Öl zu versickern.
    Sommersalat mit Burrata und gegrillten Nektarinen von oben in einer türkisfarbenen Keramikschale: eine ganze weiße Burrata etwas aus der Mitte nach rechts oben gesetzt, mit dunkler Balsamico-Creme beträufelt, darum Nektarinenspalten mit dunklen Röststreifen, rote Tomatenspalten, orange und dunkle Kirschtomaten, fein gehobelter Rotkohl, Rucola und Microgreens; oben links eine gegrillte Nektarinenhälfte und rot geaderte Babyblätter auf dem Tisch, daneben eine pflaumenfarbene Leinenserviette und eine goldene Gabel auf grünem Untergrund

Notizen

Die Burrata bleibt ganz: Aufgeschnitten wird erst am Tisch. Wird sie vorher geöffnet, läuft der cremige Kern in das Öl am Schüsselboden und ist beim Essen nicht mehr da, wo er hingehört.
Temperiert statt kalt: Eine halbe Stunde vorher aus der Kühlung nehmen. Direkt aus dem Kühlschrank bleibt die Burrata geschmacklich stumm.
Feste Früchte, keine reifen: Für die Grillpfanne eignen sich Nektarinen, die auf Druck noch nachgeben, aber nicht weich sind. Vollreife Früchte zerfallen beim Wenden. Die Schale bleibt dran und hält die Spalte zusammen.
Pfanne heiß, Frucht kurz: Die Grillpfanne wird trocken vorgeheizt, geölt wird die Frucht, nicht die Pfanne. So brennt kein Öl an, und die Streifen werden dunkel statt fleckig. Ein bis zwei Minuten auf der ersten, eine gute Minute auf der zweiten Schnittfläche genügen.
Erst abkühlen lassen: Warme Nektarinen auf der Burrata lassen den Käse sofort weich werden und den Rucola zusammenfallen. Die Spalten kommen lauwarm bis zimmerwarm in den Salat.
Warum roher Rotkohl: Er ist die einzige knackige Zutat in dieser Schale. Frucht, Tomate und Burrata sind alle weich; ohne den feinen Kohl schmeckt der Salat nach ein paar Gabeln nur noch süß und cremig. Sehr fein gehobelt bleibt er angenehm zu kauen.
Salz erst zum Schluss: Tomaten und Burrata werden unmittelbar vor dem Servieren mit Flockensalz bestreut. Früh gesalzene Tomaten ziehen Wasser und wässern die Schale.
Rohe Sprossen: Schwangere, kleine Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen sollten rohe Sprossen meiden. Für sie einfach mehr Rucola und Babyblätter nehmen und die Sprossen weglassen.
Variante ohne Burrata: Ohne Käse und Balsamico-Creme wird derselbe Salat leichter und schmeckt frischer. Dann bleiben die Nektarinen roh, statt der Tomatenmischung kommen nur Kirschtomaten hinein, dafür hellen Sesam und Pinienkerne darüberstreuen; wer mag, röstet die Kerne vorher kurz ohne Fett an.
Vorbereiten: Rotkohl hobeln, Tomaten schneiden und Nektarinen grillen lässt sich eine Stunde vorher erledigen; Gemüse getrennt und abgedeckt kühl stellen, nur die gegrillten Nektarinen bei Zimmertemperatur. Zusammengesetzt wird erst unmittelbar vor dem Servieren, sonst zieht Wasser aus den Tomaten und der Salat steht in der Flüssigkeit.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 490kcalCarbohydrates: 28gProtein: 12gFat: 30gSodium: 520mgFiber: 4gSugar: 22g
Calories: 490kcal
Gericht: Salate
Küche: Europäisch, Italienisch, Mediterran, Südeuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die im Sommer eine Schüssel auf den Tisch stellen möchten, die satt macht, ohne schwer zu sein, und die dabei mehr sein soll als Tomate mit Käse. Ideal für ein Abendessen zu zweit, als bunter Beitrag zum Grillabend oder wenn Gäste kommen und der Auftritt der ganzen Burrata für sich sprechen soll.

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