Puten-Empanadas aus dem Ofen mit Gemüsefüllung

Herzhafte Ofen-Empanadas

Puten-Empanadas aus dem Ofen mit magerer Puten-Gemüse-Füllung, geformt auf fertigen Teigscheiben mit der Teigtaschenpresse – zehn gleichmäßige Halbmonde, deren geriffelter Rand goldbraun bäckt.

14. August 2026
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Puten-Empanadas aus dem Ofen mit Gemüsefüllung

Zehn gleichmäßige Halbmonde, ohne einen einzigen Teigkreis auszustechen: Runde Teigscheiben und eine Teigtaschenpresse nehmen dem Formen die ganze Fummelei ab. Bleibt nur die Frage, wie viel Saft eine Puten-Gemüse-Füllung mitbringen darf – und wo dieser Saft besser bleibt.


Empanadas sind in ganz Südamerika zu Hause, und fast jede Region hat ihre eigene Vorstellung davon: frittiert oder gebacken, mit Rindfleisch, Mais, Käse oder Fisch, mit dickem Rand oder papierdünn. Diese Version bleibt bewusst alltagstauglich – mageres Putenhackfleisch, dazu fast ebenso viel Gemüse, wo die kräftigen argentinischen Rindfleisch-Empanadas auf eine fettreiche Fleischfüllung setzen, und der Ofen statt der Fritteuse. Der eigentliche Zeitgewinn steckt aber nicht in der Füllung, sondern in zwei Dingen: einem Stapel fertiger Teigscheiben und einer Teigtaschenpresse aus Metall.


Fertige Teigscheiben: der Halbmond ist schon vorgegeben

Die Teigscheiben liegen als Stapel auf dem Teller, jede etwa 2 mm dünn, blassgelb, glatt und exakt rund – Ware aus der Packung, mit Frischhaltefolie abgedeckt, damit die Ränder nicht antrocknen. Genau das ist ihr größter Vorteil: kein Ausrollen, kein Ausstechen, keine Teigreste, die zäh werden, weil sie zum zweiten Mal durchs Nudelholz gehen. Zu finden sind diese Scheiben unter Namen wie Empanada-Teigscheiben oder Discos para empanadas, meist tiefgekühlt in Läden mit spanischem oder lateinamerikanischem Sortiment, zunehmend auch im Versandhandel; in asiatischen Lebensmittelläden liegen ähnliche Teigblätter für Teigtaschen. Zwei Dinge lohnen einen Blick vor dem Kauf. Erstens die Zutatenliste, denn viele Sorten enthalten Schweineschmalz und sind damit nichts für vegetarisch essende Gäste am Tisch. Zweitens der Durchmesser: rund 12 cm (5 in) passen zu den üblichen Pressen und zu einer Portion von etwa 45 g Füllung. Wer keine bekommt, rollt einen einfachen Teig aus 300 g Mehl, 60 g Butter, einem Ei, Salz und lauwarmem Wasser dünn aus – die Mengen dafür stehen in den Hinweisen unter dem Rezept.


Die Teigtaschenpresse faltet und versiegelt in einem Zug

Die Presse ist eine Metallschale mit geriffeltem Rand und zwei Griffen, wie sie sonst für Piroggen und Pelmeni auf dem Tisch liegt. Die Teigscheibe wird einfach obenauf gelegt und mit den Fingern sanft in die Mulde gedrückt, sodass ringsum ein Rand von etwa 1,5 cm (0,6 in) frei bleibt. Nach dem Füllen genügt ein kräftiger Druck auf die Griffe: Der Teig klappt zum Halbmond, und die Zacken der Presse riffeln den Rand in derselben Bewegung, in der sie ihn verschließen. Das Ergebnis sieht auf dem Blech gleichmäßig aus, weil jede Tasche dieselbe Form und dieselbe Randbreite hat – von Hand gelingt das erst nach einiger Übung. Wichtig ist nur, dass der freie Rand vorher dünn mit verquirltem Ei bestrichen wird, denn das Ei arbeitet wie Klebstoff zwischen den beiden Teighälften. Wer keine Presse besitzt, klappt die Scheibe von Hand zusammen, drückt die Kanten fest an und versiegelt sie anschließend mit den Zinken einer Gabel; das Muster ist feiner, die Wirkung dieselbe.

Runde Teigscheibe auf einer geschlossenen Teigtaschenpresse, daneben verquirltes Ei mit Backpinsel und zwei geformte Empanadas auf dem Blech
Die Teigscheibe liegt einfach obenauf – Falten und Versiegeln übernimmt ein einziger Druck auf die Griffe

Die Füllung: mager, aber von der Karotte gepolstert

Putenhackfleisch bringt wenig Fett mit, und ohne Gegengewicht wird es in einer Teigtasche schnell mehlig-trocken. Diese Füllung bekommt es deshalb aus dem Gemüse. Zwiebelwürfel dürfen in Olivenöl erst glasig werden, Knoblauch und fein gewürfelte rote Paprika kommen danach dazu und bleiben bissfest, damit die Würfel leuchtend rot und kantig bleiben, statt in der Masse zu verschwinden. Den größten Anteil aber haben zwei grob geriebene Karotten. Sie schmelzen beim Braten fast in die Masse, geben eine milde Süße dazu, die gut zum herzhaften Geflügel passt, und binden gleichzeitig einen Teil der Flüssigkeit, die das Hackfleisch abgibt. Gewürzt wird sparsam: Salz und schwarzer Pfeffer reichen völlig, gut zu erkennen an den dunklen Pfefferpunkten in der fertigen Masse. Wer die Füllung deutlicher nach Südamerika ziehen möchte, gibt eine Prise geräuchertes Paprikapulver, etwas gemahlenen Kreuzkümmel oder gehackte Petersilie dazu. Und weil das Hackfleisch zuerst allein in der Pfanne krümelig gebraten wird, kann sein Wasser verdampfen, statt das Gemüse zu dünsten.

Hellblaue Pfanne mit glasigen Zwiebelwürfeln, gehacktem Knoblauch und fein gewürfelter roter Paprika in Olivenöl
Die Zwiebel darf glasig werden, die Paprika kommt erst danach dazu und bleibt kantig

Wohin der Saft geht

Ein Blick in die Schüssel mit der abgekühlten Füllung zeigt, was in jedem Rezept mit magerem Geflügel und viel Gemüse passiert: Am Boden sammelt sich eine bernsteinfarbene Pfütze aus Bratensaft, Olivenöl und Gemüsebrühe. Diese Flüssigkeit ist kein Fehler, sondern der Grund, warum die Füllung überhaupt saftig schmeckt – sie darf nur nicht mit in den Teig wandern. Deshalb kommt die Füllung nicht mit dem Löffel, sondern mit der Gabel oder einem Schaumlöffel auf die Teigscheibe: von oben abheben, kurz abtropfen lassen, den Saft in der Schüssel zurücklassen. Dazu gehört die zweite Regel, die man den Bildern ansieht: Die Füllung muss vollständig kalt sein. Warme Masse macht die dünne Teigscheibe innerhalb von Minuten weich und rutschig, der Rand hält dann nicht mehr, und beim Backen läuft genau dort etwas heraus. Auf dem fertigen Blech ist an einigen Stellen zu sehen, wie ein Tropfen Saft am Boden karamellisiert ist – nicht schlimm, aber ein guter Hinweis darauf, dass sparsam gefüllte Taschen die saubereren bleiben. Etwa 45 g, also ungefähr anderthalb gehäufte Esslöffel, sind das Maß für eine Scheibe von 12 cm (5 in).

Blech mit zehn ungebackenen Puten-Empanadas, daneben die Schüssel mit restlicher Füllung und Saft am Boden, Teigscheiben, verquirltes Ei und Teigtaschenpresse
Ein Blech fasst zehn Stück – und der Saft bleibt sichtbar in der Schüssel zurück

Die Eistreiche: dünn auftragen, sonst sammelt sie sich im Rand

Ein verquirltes Ei reicht für beide Aufgaben: Es klebt den Rand zusammen und färbt später die Oberfläche. Für die Farbe genügt eine dünne Schicht, die den Teig gerade glänzend macht. Wird zu viel aufgetragen, läuft das Ei in die Rillen des geriffelten Randes und in die Zwickel an den Spitzen; dort sitzt es dick, bräunt schneller als der Rest und wird streckenweise fast braun, während die Fläche noch blass ist. Solche gelben Tröpfchen entlang der Rillen verraten sich bereits vor dem Backen, und sie zeigen, dass ein Backpinsel mit weichen Borsten und eine ruhige Hand hier mehr bringen als eine großzügige Portion Ei. Die Reste der Eistreiche wandern nicht in die Füllung, sondern in den Rührteig des nächsten Tages oder in die Pfanne zum Frühstück.

Nahaufnahme von drei mit Ei bestrichenen ungebackenen Puten-Empanadas mit geriffeltem Rand auf Backpapier
Die Eistreiche darf dünn bleiben, sonst sammelt sie sich in den Rillen des Randes

Was aus dem Ofen kommt: gebräunter Rand, helle Mitte

Wer bei Ofengebäck an eine durchgehend dunkelbraune Kruste denkt, wird hier eine andere Farbe vorfinden – und das ist richtig so. Bei 200 °C (392 °F) und 20 bis 25 Minuten bräunt zuerst der Rand, weil der Teig dort am dünnsten ist und die geriffelten Zacken der Hitze die größte Fläche bieten. Die Wölbung darüber bleibt hell goldgelb, glänzt vom Ei und zieht kleine Blasen, wie man es von einem einfachen Weizenteig kennt. Ein Blätterteig würde an dieser Stelle hoch aufgehen und blättern; diese Teigscheiben tun das nicht, sie bleiben flach und werden außen dünn-knackig, innen zart. Wichtig ist, das Blech nicht zu früh aus dem Ofen zu nehmen: Solange der Rand nur blassgelb ist, schmeckt der Teig noch nach rohem Mehl. Nach dem Backen dürfen die Empanadas fünf Minuten auf dem Blech ruhen, damit die Füllung sich setzt und die Taschen beim Anheben nicht einreißen. Danach sind sie in der Hand stabil genug, um im Stehen gegessen zu werden.

Zehn gebackene Puten-Empanadas von oben nebeneinander auf dem Backblech mit Backpapier
Gebräunt wird vor allem der Rand, die gewölbte Mitte bleibt hell goldgelb

Pute sicher durchgaren

Bei Geflügel gilt eine Regel ohne Ausnahme: Es muss vollständig durchgegart sein, innen darf nichts mehr rosa oder glasig aussehen. Für Putenhackfleisch heißt das eine Kerntemperatur von 74 °C (165 °F), und weil Hackfleisch durch das Zerkleinern eine große Oberfläche hat, ist es empfindlicher als ein ganzes Stück Fleisch. In diesem Rezept übernimmt die Pfanne diese Arbeit vollständig: Das Hack wird so lange krümelig gebraten, bis es rundum durchgehend hell ist – erst dann kommen Gemüse und Brühe dazu. Der Ofen macht anschließend nur noch den Teig fertig, das Fleisch ist zu diesem Zeitpunkt längst sicher gegart. Rohes Putenhackfleisch sollte am Einkaufstag verarbeitet werden, gut gekühlt bleiben und nicht länger als nötig bei Zimmerwärme stehen; Brett, Messer und Hände werden nach dem Kontakt gründlich gewaschen, bevor die Teigscheiben angefasst werden. Wer den Teller mit den fertigen Taschen länger auf dem Buffet stehen lässt, plant besser zwei Stunden als Obergrenze ein und stellt den Rest in den Kühlschrank.


Vorbereiten, aufbewahren, einfrieren

Die Füllung lässt sich einen Tag vorher kochen und über Nacht kalt stellen – sie schmeckt dann sogar runder, und das Formen geht am nächsten Tag zügig von der Hand. Gebacken und vollständig abgekühlt halten sich die Empanadas gut abgedeckt etwa drei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen kommen sie für fünf bis acht Minuten bei 180 °C (356 °F) in den Ofen, nicht in die Mikrowelle: Dort wird der dünne Teig weich und ledrig, im Ofen dagegen wieder knackig. Am besten frieren die ungebackenen Taschen ein. Dafür werden sie mit Abstand auf einem Blech vorgefroren, danach in einen Gefrierbeutel umgefüllt und bei -18 °C (0 °F) bis zu drei Monate gelagert. Sie wandern ohne Auftauen direkt in den Ofen, werden dort erst mit Ei bestrichen und brauchen dann etwa fünf Minuten länger. Übrig gebliebene Füllung – bei zehn Taschen bleiben je nach Größe der Karotten ein paar Esslöffel zurück – ist am nächsten Tag auf Reis, in einer Ofenkartoffel oder auf gebuttertem Brot gut aufgehoben.


Häufige Fragen zu den Puten-Empanadas

Woher bekommt man runde Teigscheiben für Empanadas?

Am ehesten tiefgekühlt in Läden mit spanischem oder lateinamerikanischem Sortiment, häufig unter der Bezeichnung Discos para empanadas, sowie über den Versandhandel. In asiatischen Lebensmittelläden liegen vergleichbare Teigblätter für Teigtaschen. Passend sind Scheiben mit rund 12 cm (5 in) Durchmesser. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich, weil viele Sorten Schweineschmalz enthalten.

Kann man die Puten-Empanadas ohne Teigtaschenpresse formen?

Ja. Die Teigscheibe wird gefüllt, der Rand dünn mit verquirltem Ei bestrichen, die Scheibe zum Halbmond geklappt und die Kanten werden fest angedrückt. Anschließend versiegeln die Zinken einer Gabel den Rand. Das Muster fällt feiner aus als mit der Presse, der Verschluss hält genauso gut.

Warum tritt beim Backen Füllung aus?

Meist sind die Taschen zu voll oder die Füllung war noch warm, als sie auf den Teig kam. Etwa 45 g Füllung pro Scheibe von 12 cm (5 in) sind das richtige Maß, und ringsum sollten 1,5 cm (0,6 in) Rand frei bleiben. Die Füllung wird mit der Gabel abgehoben, damit der Saft in der Schüssel zurückbleibt.

Muss das Putenhackfleisch für die Empanadas vollständig durchgegart sein?

Ja, das ist Pflicht. Putenhackfleisch braucht eine Kerntemperatur von 74 °C (165 °F) und darf innen nicht mehr rosa sein. Deshalb wird es vor dem Füllen in der Pfanne fertig gegart, bis es rundum durchgehend hell ist. Der Ofen macht danach nur noch den Teig knusprig.

Kann man für die Puten-Empanadas Blätterteig verwenden?

Das funktioniert, ergibt aber ein anderes Gebäck. Blätterteig geht hoch auf und blättert, die Taschen werden dadurch bauchiger und weniger gleichmäßig. Wer ihn nimmt, sticht Kreise von 12 cm (5 in) aus, füllt etwas sparsamer und backt bei 200 °C (392 °F) etwa 18 bis 22 Minuten.

Lassen sich die Puten-Empanadas einfrieren?

Am besten ungebacken. Die gefüllten Taschen mit Abstand auf einem Blech vorfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen und bei -18 °C (0 °F) bis zu drei Monate lagern. Sie kommen ohne Auftauen aufs Blech, werden dort mit Ei bestrichen und brauchen etwa fünf Minuten länger. Fertig gebacken lassen sie sich ebenfalls einfrieren.

Wie bleiben die Puten-Empanadas am nächsten Tag knusprig?

Vollständig abgekühlt und gut abgedeckt in den Kühlschrank, dort halten sie etwa drei Tage. Am nächsten Tag fünf bis acht Minuten bei 180 °C (356 °F) im Ofen aufbacken – so wird der dünne Teig wieder knackig. In der Mikrowelle würde er weich und ledrig.

Welcher Dip passt zu den Puten-Empanadas?

Zur milden Gemüse-Puten-Füllung passt eine Kräutersauce nach Art einer Chimichurri aus Petersilie, Knoblauch, Öl und Essig besonders gut. Ebenso gern gesehen sind ein fruchtiges Tomatensalsa, eine Joghurtsauce mit Limette oder einfach ein grüner Salat als frisches Gegengewicht.


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Gebackene Puten-Empanadas auf einem weißen Teller, eine aufgebrochen mit Blick auf die Füllung aus Putenhack, Karotte und Paprika

Puten-Empanadas aus dem Ofen mit Gemüsefüllung

Herzhafte Puten-Empanadas aus dem Ofen: fertige runde Teigscheiben von 12 cm (5 in), gefüllt mit magerem Putenhackfleisch, Zwiebel, Knoblauch, roter Paprika und grob geriebenen Karotten. Geformt wird mit der Teigtaschenpresse, die den Rand in einer Bewegung faltet und rundum riffelt – so werden alle zehn Halbmonde gleich groß. Die Füllung wird vollständig kalt eingefüllt und mit der Gabel abgehoben, damit der Bratensaft in der Schüssel zurückbleibt und der dünne Teig nicht weich wird. Gebacken bei 200 °C (392 °F) für 20 bis 25 Minuten, bis der geriffelte Rand goldbraun ist und die gewölbte Mitte hell goldgelb glänzt. Ergibt 10 Stück, die warm wie abgekühlt schmecken und sich ungebacken einfrieren lassen. Enthält Gluten und Ei.
Servings 10 Stück
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Füllung auskühlen lassen 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 35 Minuten

Kochutensilien

  • große Pfanne für Hackfleisch und Gemüse
  • Holz- oder Silikonwender zum Zerteilen des Hackfleischs
  • Grobe Reibe für die Karotten
  • Schüssel zum Auskühlen der Füllung
  • Teigtaschenpresse Ø 12 cm (Ø 5 in) ersatzweise von Hand falten und mit der Gabel versiegeln
  • Gabel zum Abheben der Füllung ohne Saft
  • Backpinsel für die Eistreiche
  • Backblech mit Backpapier fasst genau 10 Stück

Zutaten
  

Für die Teigtaschen

  • 10 runde Teigscheiben für Empanadas Ø etwa 12 cm (5 in), gekühlt oder aufgetaut; Alternative als selbst gemachter Teig siehe Hinweise

Für die Füllung

  • 1 EL Olivenöl zum Anbraten des Hackfleischs
  • 400 g Putenhackfleisch mager
  • 2 EL Olivenöl für das Gemüse
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt, etwa 80 g
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 1 rote Paprika fein gewürfelt, etwa 150 g
  • 2 Karotten grob gerieben, etwa 150 g
  • 80 ml Gemüsebrühe
  • Salz und schwarzer Pfeffer zum Abschmecken

Zum Verschließen und Bestreichen

  • 1 Ei verquirlt, für den Rand und die Oberfläche

Anleitungen
 

FÜLLUNG

  • Putenhack anbraten: 1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Putenhackfleisch hineingeben, mit dem Wender in Stücke teilen und bei kräftiger Hitze 8 bis 10 Minuten krümelig braten, bis die austretende Flüssigkeit verdampft ist und das Fleisch rundum durchgehend hell und vollständig gegart ist – innen darf nichts mehr rosa sein, Kerntemperatur 74 °C (165 °F). Das Hackfleisch aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
    Rohes Putenhackfleisch in Stücken in einer hellblauen Pfanne mit Holzwender
  • Zwiebel, Knoblauch und Paprika anschwitzen: 2 EL Olivenöl in derselben Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten glasig werden lassen, dann den gehackten Knoblauch und die Paprikawürfel zugeben und weitere 3 bis 4 Minuten mitbraten. Die Paprika soll noch Biss haben und nicht zerfallen.
    Fein gewürfelte rote Paprika, gehackter Knoblauch und glasige Zwiebelwürfel in Olivenöl in der Pfanne
  • Karotten dazu und abschmecken: Die geriebenen Karotten untermischen und 2 Minuten mitbraten. Das Hackfleisch zurück in die Pfanne geben, die Gemüsebrühe angießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Offen 4 bis 5 Minuten köcheln lassen, bis nur noch wenig Flüssigkeit in der Pfanne steht, und kräftig abschmecken.
  • Füllung vollständig auskühlen lassen: Die Füllung in eine Schüssel umfüllen und mindestens 30 Minuten auskühlen lassen, im Kühlschrank genügen etwa 20 Minuten. Sie muss sich kühl anfühlen, bevor sie auf den Teig kommt – warme Füllung macht die dünnen Teigscheiben weich und rutschig. Der Bratensaft, der sich am Schüsselboden sammelt, bleibt dort.
    Fertige Füllung aus Putenhackfleisch, grob geriebenen Karotten und roter Paprika in einer Glasschüssel

FORMEN UND BACKEN

  • Teigscheiben und Ofen vorbereiten: Den Backofen auf 200 °C (392 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Teigscheiben aus der Packung nehmen, abgedeckt etwa 10 Minuten bei Zimmerwärme entspannen lassen, damit sie sich falten lassen, ohne zu reißen, und dabei nicht antrocknen. Das Ei in einer kleinen Schale verquirlen.
    Stapel runder Teigscheiben für Empanadas in Frischhaltefolie auf einem weißen Teller, daneben Putenhackfleisch, gewürfelte Zwiebel und ein Ei
  • Füllen: Eine Teigscheibe auf die geöffnete Teigtaschenpresse legen und sanft in die Mulde drücken. Etwa 1,5 gehäufte EL Füllung (rund 45 g) mit der Gabel aus der Schüssel abheben, dabei den Saft zurücklassen, und in die Mitte setzen. Ringsum etwa 1,5 cm (0,6 in) Rand frei lassen.
    Teigscheibe in der offenen Teigtaschenpresse, in der Mitte ein Löffel Puten-Gemüse-Füllung
  • Verschließen: Den freien Rand dünn mit verquirltem Ei bestreichen. Die Presse zuklappen und die Griffe kräftig zusammendrücken, bis der Rand rundum geriffelt und versiegelt ist. Die Presse öffnen, die Empanada herausnehmen und auf das Blech setzen. Mit den restlichen Teigscheiben ebenso verfahren. Ohne Presse: die Scheibe zum Halbmond klappen, die Kanten fest andrücken und mit den Zinken einer Gabel versiegeln.
    Geformte Empanada mit geriffeltem Rand in der halb geöffneten Teigtaschenpresse
  • Mit Ei bestreichen: Die Oberseite jeder Empanada dünn mit dem restlichen verquirlten Ei bestreichen. Sparsam auftragen, damit sich das Ei nicht in den Rillen des Randes sammelt und dort zu dunkel wird.
    Ungebackene Puten-Empanadas mit Ei bestrichen auf einem Blech mit Backpapier
  • Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (392 °F) 20 bis 25 Minuten backen, bis der geriffelte Rand goldbraun ist und die gewölbte Mitte hell goldgelb glänzt. Die Empanadas 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, damit sich die Füllung setzt, dann warm oder abgekühlt servieren.
    Frisch gebackene Puten-Empanadas mit goldbraunem Rand auf dem Backblech

Notizen

Teigscheiben besorgen: Runde Teigscheiben für Empanadas (Discos para empanadas) liegen meist tiefgekühlt in Läden mit spanischem oder lateinamerikanischem Sortiment und im Versandhandel; ähnliche Teigblätter für Teigtaschen gibt es in asiatischen Lebensmittelläden. Passend sind etwa 12 cm (5 in) Durchmesser. Viele Sorten enthalten Schweineschmalz – die Zutatenliste prüfen, wenn vegetarisch essende Gäste mitessen.
Teig selbst machen: Für 10 Scheiben 300 g Mehl (Type 405) mit 1 TL Salz mischen, 60 g weiche Butter, 1 Ei und 120 ml lauwarmes Wasser zugeben und zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen, etwa 2 mm dünn ausrollen und Kreise von 12 cm (5 in) ausstechen.
Der Saft bleibt in der Schüssel: Beim Abkühlen sammelt sich Bratensaft am Schüsselboden. Die Füllung mit der Gabel oder einem Schaumlöffel von oben abheben und kurz abtropfen lassen – mit Flüssigkeit wird der dünne Teig weich und der Rand hält nicht.
Nicht zu voll füllen: Etwa 45 g Füllung pro Scheibe und ringsum 1,5 cm (0,6 in) freier Rand sind das Maß. Bei mehr Füllung tritt beim Backen Saft aus und karamellisiert am Blech.
Sicherheit – Pute immer durchgaren: Putenhackfleisch muss vollständig gegart sein, Kerntemperatur 74 °C (165 °F), innen darf nichts mehr rosa sein. Es wird komplett in der Pfanne gegart, der Ofen macht danach nur noch den Teig fertig. Rohes Putenhackfleisch frisch verarbeiten, gekühlt halten und Brett, Messer und Hände vor dem Anfassen der Teigscheiben gründlich waschen. Fertige Empanadas nicht länger als 2 Stunden bei Zimmerwärme stehen lassen.
Aufbewahren: Gebacken und vollständig abgekühlt gut abgedeckt etwa 3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufbacken 5 bis 8 Minuten bei 180 °C (356 °F) in den Ofen geben, nicht in die Mikrowelle – dort wird der dünne Teig weich und ledrig.
Einfrieren: Ungebacken mit Abstand auf einem Blech vorfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen und bei -18 °C (0 °F) bis zu 3 Monate lagern. Ohne Auftauen aufs Blech setzen, erst dann mit Ei bestreichen und etwa 5 Minuten länger backen.
Variationen: Eine Prise geräuchertes Paprikapulver, gemahlener Kreuzkümmel oder gehackte Petersilie ziehen die Füllung deutlicher nach Südamerika. Statt Pute gelingt sie auch mit magerem Hähnchen- oder Rinderhackfleisch, fleischlos mit Linsen oder Spinat und Feta – wichtig bleibt in jedem Fall, dass sie kalt und nicht zu feucht in den Teig kommt.
Reste der Füllung: Bei 10 Taschen bleiben je nach Größe der Karotten einige Esslöffel übrig. Sie schmecken am nächsten Tag auf Reis, in einer Ofenkartoffel oder auf gebuttertem Brot.
Allergiehinweis: Enthält Gluten (Teigscheiben) und Ei. Je nach Marke der Teigscheiben zusätzlich Milch – die Zutatenliste der Packung beachten.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 200kcalCarbohydrates: 21gProtein: 11gFat: 8gSodium: 270mgFiber: 2gSugar: 3g
Calories: 200kcal
Gericht: Hauptgericht
Küche: Südamerikanisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Diese Puten-Empanadas passen zu allen, die eine gemüsereiche Alternative zu schweren Fleischtaschen suchen und lieber backen als frittieren. Mit fertigen Teigscheiben und der Teigtaschenpresse sind zehn gleichmäßige Halbmonde in wenigen Minuten geformt – praktisch, wenn Kinder mithelfen wollen. Sie schmecken warm vom Blech und abgekühlt aus der Brotdose, machen sich auf dem Buffet genauso gut wie beim Picknick, und weil sie sich ungebacken einfrieren lassen, liegt an vollen Tagen immer ein Vorrat bereit.

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