Quibe de Forno – brasilianisch-libanesischer Bulgur-Hackfleisch-Auflauf mit cremiger Frischkäse-Füllung

Gefüllter Bulgur-Auflauf

Gebackener Kibbeh aus der Form mit goldbrauner Kruste und einer cremigen Frischkäse-Schicht in der Mitte – die beliebte brasilianische Abwandlung des libanesischen Klassikers, viel einfacher als die gerollten Torpedos.

27. Juni 2026
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Quibe de Forno – brasilianisch-libanesischer Bulgur-Hackfleisch-Auflauf mit cremiger Frischkäse-Füllung

Die meisten kennen Kibbeh nur als mühsam gerollte, frittierte Torpedos – dabei macht man in libanesischen wie in brasilianischen Küchen genau dieselbe Würzmischung viel öfter einfach so: in die Form gedrückt, in Rauten geschnitten und im Ofen goldbraun gebacken.


Quibe de Forno ist die gemütliche, alltagstaugliche Seite eines Gerichts, das im Libanon und in der gesamten Levante quasi den Status eines Nationalgerichts hat. Im Kern ist es ein Teig aus feinem Bulgur und gewürztem Hackfleisch – dieselbe Grundlage, aus der auch die bekannten gefüllten Kibbeh-Bällchen geformt werden. Statt jedes Stück einzeln zu modellieren und zu frittieren, kommt hier alles in eine Form: eine untere Teigschicht, eine cremige Füllung in der Mitte, eine zweite Teigschicht darüber, und ab in den Ofen. Genau diese Blech- oder Auflauf-Variante heißt auf Arabisch Kibbeh bil Sanieh und in Brasilien Quibe de Forno oder Quibe de Bandeja. Sie ist deutlich entspannter zuzubereiten und schmeckt mindestens genauso gut.


Vom Libanon nach Brasilien: eine kurze Geschichte auf dem Teller

Dass dieses Gericht heute auf zwei Kontinenten zu Hause ist, hat einen handfesten geschichtlichen Grund. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wanderten viele Menschen aus dem Libanon und Syrien nach Brasilien aus und brachten ihre Küche mit. Kibbeh – dort meist Quibe geschrieben und ausgesprochen – wurde dabei so beliebt, dass es längst kein exotisches Mitbringsel mehr ist, sondern fester Bestandteil des brasilianischen Alltags. In den landestypischen Botecos, den kleinen Eckkneipen, gehört der frittierte Quibe ganz selbstverständlich zu den Snacks an der Theke, und in den Haushalten landet die gebackene Variante regelmäßig auf dem Mittagstisch.

Der charmanteste Beweis dieser Verschmelzung steckt in der Füllung. Während im Libanon klassische Kibbeh oft mit einer Mischung aus Hackfleisch, Zwiebeln und Pinienkernen gefüllt werden, haben die Brasilianer ihrem Quibe de Forno eine ganz eigene Note verpasst: eine cremige Schicht aus Frischkäse in der Doppelrahmstufe, dort als requeijao bekannt – eine streichzarte Käsecreme, die in Brasilien in fast jedem Kühlschrank steht. Diese cremige Mitte zwischen zwei herzhaften Bulgurschichten ist das, was den brasilianischen Quibe so unwiderstehlich macht und ihn klar von den levantinischen Vorbildern unterscheidet.

Frisch gebackener Quibe de Forno in einer rechteckigen Form, in Rauten geschnitten, mit goldbrauner Kruste und einem Zweig frischer Minze in der Mitte
Der ganze Auflauf frisch aus dem Ofen – vor dem Backen in Rauten eingeschnitten, damit die Stücke sauber halten

Der wichtigste Schritt: feinen Bulgur einweichen, nicht kochen

Wer Kibbeh-Teig zum ersten Mal macht, ist oft überrascht: Der Bulgur wird nicht gekocht, sondern nur eingeweicht. Das ist kein Detail, sondern der entscheidende Punkt für das richtige Ergebnis. Feiner Bulgur ist bereits vorgegart und getrocknet; er braucht nur Wasser und etwas Zeit, um wieder weich und quellig zu werden. Würden Sie ihn kochen, zerfiele er zu Brei und der Teig verlöre genau die körnig-saftige Struktur, die ihn ausmacht.

In der Praxis heißt das: Sie bedecken 250 g feinen Bulgur großzügig mit kaltem Wasser und lassen ihn etwa 20 bis 25 Minuten quellen. Danach kommt der zweite, ebenso wichtige Handgriff – das Ausdrücken. Geben Sie den Bulgur in ein feines Sieb und pressen Sie mit den Händen so viel Wasser wie möglich heraus. Ein zu nasser Bulgur macht den Teig matschig und verhindert, dass er beim Backen schön bindet. Je trockener die Körner, desto besser hält später alles zusammen und desto knuspriger wird die Kruste. Achten Sie beim Einkauf wirklich auf feinen Bulgur, manchmal als Nummer 1 ausgezeichnet; grobe Sorten bleiben zu krümelig und lassen sich nicht zu einem geschmeidigen Teig kneten.


Piment und Zimt: das warme Geheimnis hinter echtem Kibbeh-Geschmack

Was einen Kibbeh-Teig sofort unverwechselbar macht, ist nicht die Schärfe, sondern eine warme, leicht süßliche Würze. Das Herzstück bilden zwei Gewürze, die man im ersten Moment vielleicht eher im Kuchen vermutet: Piment und Zimt. Piment, auch Allspice genannt, schmeckt wie eine Mischung aus Nelke, Muskat und Pfeffer und gibt dem Fleisch eine tiefe, runde Note. Der Zimt setzt einen feinen, warmen Akzent darüber, ohne dass das Gericht süß wird. Gemeinsam sind diese beiden Gewürze der Grund, warum echter Kibbeh so viel aromatischer schmeckt als gewöhnliches gewürztes Hackfleisch.

Dazu kommen schwarzer Pfeffer, eine ordentliche Menge Salz und, wer mag, ein wenig gemahlener Kreuzkümmel für eine erdige Tiefe. Eine fein geriebene Zwiebel bringt Saftigkeit in den Teig, und reichlich frische, fein gehackte Minze sorgt für die typische frische, fast kühle Note, die so gut zum kräftigen Rindfleisch passt. In Brasilien wird Quibe fast immer mit Rinderhackfleisch zubereitet, und genau das nehmen wir auch hier: etwa 650 g für sechs Portionen. Der Teig braucht keine langen Vorbereitungen – Bulgur, Hack, Zwiebel, Minze, Gewürze, Salz und ein Schuss Olivenöl wandern zusammen in eine Schüssel und werden ein paar Minuten kräftig mit den Händen durchgeknetet, bis eine gleichmäßige, geschmeidige Masse entsteht.


Die Zwei-Schicht-Methode aus der Form: viel einfacher als gerollte Torpedos

Hier liegt der eigentliche Reiz dieser Variante für den Alltag. Die klassischen Kibbeh-Bällchen sind eine kleine Kunst für sich: Man formt aus dem Teig eine dünnwandige Hülle, füllt sie, verschließt sie zu einer spitzen Torpedoform und frittiert jedes Stück einzeln. Das ist schön, aber zeitaufwendig und braucht Übung. Die Auflauf-Methode umgeht das komplett und liefert denselben Geschmack mit einem Bruchteil des Aufwands.

Der Aufbau ist denkbar einfach. Sie fetten eine Auflaufform (etwa 30 x 20 cm / 12 x 8 in) mit Olivenöl ein und drücken die Hälfte des Teigs gleichmäßig auf dem Boden fest. Darauf streichen Sie die cremige Frischkäse-Füllung – 250 g Frischkäse in Doppelrahmstufe, glatt gerührt und nach Belieben mit ein wenig fein geriebenem Schmelzkäse für noch mehr Schmelz. Lassen Sie dabei ringsum einen schmalen Rand frei, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft. Den restlichen Teig drücken Sie portionsweise flach und legen ihn wie einen Deckel darüber, dann streichen Sie die Oberfläche glatt und schließen die Ränder. Mit feuchten Händen geht das am leichtesten, weil der Teig sonst kleben bleibt. So entsteht in wenigen Minuten genau die zweischichtige Struktur, die man auf dem Anschnitt so schön sieht: zwei herzhafte Bulgurschichten mit einer cremigen weißen Mitte.


Rauten vor dem Backen: warum der Schnitt so wichtig ist

Ein kleiner Schritt entscheidet darüber, ob Ihr Quibe am Ende in sauberen Stücken auf den Teller kommt oder unschön zerbröselt: das Einschneiden vor dem Backen. Mit einem scharfen Messer ritzen Sie die Oberfläche in Rauten oder Quadrate ein, etwa einen Zentimeter tief, aber nicht ganz durch. Das hat gleich zwei Vorteile. Erstens lassen sich die Stücke nach dem Backen entlang dieser Linien sauber herauslösen, ohne dass die Schichten auseinanderfallen. Zweitens kann die Hitze in die Schnitte eindringen, sodass die Stücke nicht nur oben, sondern auch an den Kanten leicht knusprig werden – diese rundum gebräunte Kruste ist ein großer Teil des Genusses.

Anschließend bestreichen Sie die ganze Oberfläche dünn mit Olivenöl. Das Öl sorgt dafür, dass die Kruste im Ofen schön goldbraun und glänzend wird, statt trocken aufzureißen. Gebacken wird der Quibe bei 190 °C (375 °F) Ober- und Unterhitze für etwa 35 bis 45 Minuten, bis die Oberfläche tief goldbraun und fest ist. Weil hier rohes Rinderhackfleisch verarbeitet wird, ist das vollständige Durchgaren wichtig: Als sichere Orientierung gilt eine Kerntemperatur von 74 °C (165 °F). Sollte die Oberfläche zu schnell dunkeln, decken Sie die Form einfach locker mit etwas Alufolie ab, damit der Quibe innen fertig garen kann, ohne dass die Kruste verbrennt.

Ein Teller mit gestapelten Quibe-de-Forno-Stücken, daneben ein Schälchen cremiger Frischkäse-Dip mit Olivenöl und ein Holzlöffel
Warm serviert mit dem cremigen Frischkäse-Dip – die milde Käsecreme ist der perfekte Gegenpart zum würzigen Bulgurteig

Der cremige Frischkäse-Dip dazu – und warum Ruhen sich lohnt

Auf den Bildern steht neben den Quibe-Stücken ein kleines Schälchen mit einer hellen Käsecreme, beträufelt mit Olivenöl und einem Tupfer Minze. Dieser Frischkäse-Dip ist schnell gemacht und das ideale Gegenstück zum würzigen Auflauf: 200 g Frischkäse verrühren Sie mit etwas Olivenöl, fein gehackter Minze und einer Prise Salz zu einer glatten Creme, füllen sie in eine Schale, beträufeln sie mit Olivenöl und garnieren mit ein paar Minzblättern. Die kühle, milchige Cremigkeit nimmt der herzhaften, gewürzten Note des Quibe ein wenig die Wucht und macht jeden Bissen runder. Wer mag, gibt einen Spritzer Zitrone hinein, das passt wunderbar zur Minze.

Bevor Sie anschneiden, gönnen Sie dem Quibe noch eine kurze Pause. Etwa zehn Minuten in der Form ruhen zu lassen, klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber den Unterschied: In dieser Zeit setzt sich der heiße Teig, die Schichten festigen sich und die cremige Füllung läuft beim Schneiden nicht davon. Danach teilen Sie den Auflauf entlang der eingeritzten Rauten, garnieren mit frischer Minze und servieren ihn warm mit dem Dip. Dazu passen ein knackiger Salat, eingelegtes Gemüse oder einfach ein paar Tomatenspalten. So wird aus einem unkomplizierten Auflauf eine vollständige, herzhafte Mahlzeit, die ebenso gut als wärmendes Hauptgericht wie als geschnittenes Häppchen für Gäste funktioniert.


Tipps für ein gelungenes Ergebnis

Damit der erste Quibe de Forno auf Anhieb gelingt, lohnt sich ein Blick auf die kleinen Stolpersteine. Der häufigste Fehler ist ein zu feuchter Teig – fast immer liegt das an Bulgur, der nicht gründlich genug ausgedrückt wurde. Nehmen Sie sich beim Auspressen ruhig Zeit und arbeiten Sie portionsweise, dann bindet alles zuverlässig. Achten Sie außerdem darauf, dass beide Teigschichten etwa gleich dick und gut angedrückt sind; so backt der Quibe gleichmäßig durch und die cremige Mitte bleibt schön eingeschlossen.

Geschmacklich lässt sich das Rezept leicht anpassen. Wer es kräftiger mag, erhöht Piment oder gibt eine kleine Prise Chili dazu. Wer eine mildere Variante bevorzugt, reduziert die Zwiebel etwas und gibt dafür einen zusätzlichen Schuss Olivenöl in den Teig, damit er saftig bleibt. Die Füllung verträgt ebenfalls Spielraum: Ein wenig zusätzliche gehackte Minze oder Petersilie in der Käsecreme bringt Frische, und ein Hauch geriebener Schmelzkäse macht die Schicht noch zarter und zieht beim Anschnitt leicht Fäden. Reste schmecken übrigens auch am nächsten Tag hervorragend – im Ofen oder in der Pfanne kurz aufgewärmt, wird die Kruste wieder knusprig, sodass sich ein größerer Auflauf prima vorbereiten lässt.

Mehrere gestapelte Stücke vom Quibe de Forno auf einem Teller, der Anschnitt zeigt die körnige Bulgur-Struktur mit feinen Minze-Sprenkeln
Im Anschnitt zeigt sich die körnig-saftige Struktur des Bulgurteigs mit feinen Sprenkeln frischer Minze

Häufige Fragen zum Quibe de Forno

Muss ich den Bulgur für den Quibe de Forno wirklich nur einweichen und nicht kochen?

Ja, feiner Bulgur wird beim Quibe de Forno ausschließlich eingeweicht. Er ist bereits vorgegart und braucht nur kaltes Wasser und etwa 20 bis 25 Minuten Quellzeit. Drücken Sie ihn anschließend gründlich aus. Würden Sie ihn kochen, zerfiele er und der Teig verlöre seine körnig-saftige Bindung.

Welcher Bulgur eignet sich am besten für den Quibe de Forno?

Verwenden Sie feinen Bulgur, der manchmal als Bulgur Nummer 1 verkauft wird. Nur die feine Körnung bindet zu einem geschmeidigen Teig. Grober Bulgur bleibt zu krümelig und lässt sich nicht gut zu zwei festen Schichten formen.

Warum schneide ich die Rauten beim Quibe de Forno schon vor dem Backen ein?

Das Einschneiden vor dem Backen sorgt dafür, dass die Stücke später sauber halten und sich entlang der Linien herauslösen lassen. Außerdem dringt die Hitze in die Schnitte ein, sodass die Kruste auch an den Kanten knusprig wird. Ritzen Sie etwa einen Zentimeter tief ein, aber nicht ganz durch.

Welches Hackfleisch nehme ich für den Quibe de Forno?

In Brasilien wird Quibe de Forno typischerweise mit Rinderhackfleisch zubereitet, und genau das passt am besten. Rechnen Sie mit etwa 650 g für sechs Portionen. Das Fleisch muss vollständig durchgaren; eine Kerntemperatur von 74 °C (165 °F) ist die sichere Orientierung.

Womit fülle ich den Quibe de Forno statt der genannten Käsecreme?

Klassisch brasilianisch ist eine cremige Schicht aus Frischkäse in der Doppelrahmstufe, nach requeijao-Art. Wer mag, mischt etwas fein geriebenen milden Schmelzkäse darunter. Alternativ funktioniert auch eine herzhafte Füllung aus angebratenen Zwiebeln und etwas Hackfleisch nach levantinischer Art.

Kann ich den Quibe de Forno vorbereiten und aufwärmen?

Ja, der Quibe de Forno lässt sich gut vorbereiten. Reste halten sich abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Wärmen Sie die Stücke im Ofen oder in der Pfanne auf, dann wird die Kruste wieder knusprig. Auch ein Vorbacken am Vortag und kurzes Erwärmen vor dem Servieren klappt problemlos.

Wie verhindere ich, dass die Füllung beim Quibe de Forno ausläuft?

Lassen Sie beim Aufstreichen der Käsecreme ringsum einen schmalen Rand frei und schließen Sie die Ränder der oberen Teigschicht gut. So ist die Füllung vollständig eingeschlossen. Nach dem Backen sollte der Quibe etwa zehn Minuten ruhen, damit die cremige Mitte beim Schneiden an Ort und Stelle bleibt.


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Gebackener Quibe de Forno in einer Form, in Rauten geschnitten, goldbraune Kruste und mit einem Zweig frischer Minze garniert

Quibe de Forno – brasilianisch-libanesischer Bulgur-Hackfleisch-Auflauf mit cremiger Frischkäse-Füllung

Gebackener Kibbeh aus der Form: Ein geschmeidiger Teig aus eingeweichtem feinem Bulgur und gewürztem Rinderhack wird in zwei Schichten mit einer cremigen Frischkäse-Füllung in der Mitte gebacken. Vor dem Backen in Rauten eingeschnitten, bekommt er ringsum eine goldbraune Kruste. Dazu ein cremiger Frischkäse-Dip mit Olivenöl und Minze.
Servings 6 Portionen
Prep Time 30 minutes
Cook Time 40 minutes
Ruhezeit 10 minutes
Total Time 1 hour 20 minutes

Equipment

  • Auflaufform (rechteckig, etwa 30 x 20 cm / 12 x 8 in)
  • feines Sieb zum Abtropfen des eingeweichten Bulgurs
  • große Schüssel zum Kneten des Teigs
  • feine Reibe für die Zwiebel

Ingredients
  

Für den Kibbeh-Teig

  • 250 g Bulgur (feiner Bulgur, ungekocht)
  • 650 g Rinderhackfleisch (mager bis mittelfett)
  • 1 Zwiebel (groß; fein gerieben)
  • 4 EL Minze (frisch; fein gehackt)
  • 1 TL Piment (gemahlen)
  • ½ TL Zimt (gemahlen)
  • ½ TL Kreuzkümmel (gemahlen; optional)
  • ½ TL Pfeffer (schwarz; frisch gemahlen)
  • TL Salz
  • 2 EL Olivenöl (für den Teig)

Für die Frischkäse-Füllung

  • 250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe, requeijao-Art; streichfähig)
  • 50 g Schmelzkäse (mild; fein gerieben; optional)
  • 1 Prise Salz

Zum Bestreichen und für die Form

  • 2 EL Olivenöl (zum Bestreichen und Einfetten)

Für den Frischkäse-Dip

  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe; streichfähig)
  • 2 EL Olivenöl (plus etwas zum Beträufeln)
  • 1 EL Minze (frisch; fein gehackt, plus Blätter zum Garnieren)
  • 1 Prise Salz

Instructions
 

  • BULGUR EINWEICHEN:
    Den feinen Bulgur in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken, sodass er gut zwei Finger breit unter Wasser steht. Etwa 20 bis 25 Minuten quellen lassen, bis die Körner weich sind. Der Bulgur wird NICHT gekocht. Anschließend in ein feines Sieb gießen und mit den Händen kräftig ausdrücken, sodass möglichst viel Wasser entweicht. Je trockener der Bulgur, desto besser bindet der Teig später.
  • TEIG KNETEN:
    Den Backofen auf 190 °C (375 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Den ausgedrückten Bulgur mit dem rohen Rinderhack, der fein geriebenen Zwiebel, der gehackten Minze, Piment, Zimt, Kreuzkümmel, schwarzem Pfeffer, Salz und 2 EL Olivenöl in eine große Schüssel geben. Alles 3 bis 5 Minuten mit den Händen kräftig durchkneten, bis eine geschmeidige, gleichmäßige Masse entsteht, die zusammenhält. Bei Bedarf die Hände zwischendurch anfeuchten.
  • FÜLLUNG VERRÜHREN:
    Den Frischkäse in einer kleinen Schüssel mit dem optionalen geriebenen Schmelzkäse und einer Prise Salz glatt verrühren, bis eine streichfähige Creme entsteht.
  • ERSTE SCHICHT EINDRÜCKEN:
    Die Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten. Die Hälfte des Kibbeh-Teigs hineingeben und mit feuchten Händen oder dem Rücken eines Löffels gleichmäßig auf dem Boden verteilen und fest andrücken, sodass eine glatte, ebene Schicht entsteht.
  • FÜLLUNG AUFSTREICHEN:
    Die Frischkäse-Creme gleichmäßig auf der unteren Teigschicht verstreichen. Dabei ringsum einen schmalen Rand frei lassen, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft.
  • ZWEITE SCHICHT AUFLEGEN:
    Den restlichen Teig portionsweise mit feuchten Händen flach drücken und die Stücke wie ein Deckel auf die Füllung legen. Die Übergänge vorsichtig zusammendrücken und die Oberfläche glatt streichen, sodass die Füllung vollständig eingeschlossen ist.
  • RAUTEN EINSCHNEIDEN UND ÖLEN:
    Mit einem scharfen Messer die Oberfläche in Rauten oder Quadrate einschneiden – etwa 1 cm tief, aber nicht ganz durch. So halten die Stücke später ihre Form und die Kruste wird ringsum knusprig. Die ganze Oberfläche dünn mit den restlichen 2 EL Olivenöl bestreichen.
  • BACKEN:
    Die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und den Quibe etwa 35 bis 45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und die Kruste fest ist. Das Hackfleisch muss vollständig durchgegart sein; als Sicherheit dient eine Kerntemperatur von 74 °C (165 °F). Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, locker mit Alufolie abdecken.
  • FRISCHKÄSE-DIP ANRÜHREN:
    Während der Quibe backt, für den Dip den Frischkäse mit 2 EL Olivenöl, der gehackten Minze und einer Prise Salz cremig verrühren. In ein kleines Schälchen füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Minzblättern bestreuen.
  • RUHEN, SCHNEIDEN UND SERVIEREN:
    Den fertigen Quibe de Forno vor dem Schneiden etwa 10 Minuten in der Form ruhen lassen, damit die Stücke sauber halten. Entlang der eingeschnittenen Linien in Rauten teilen, mit frischer Minze garnieren und warm mit dem Frischkäse-Dip servieren.
    Gestapelte Stücke vom gebackenen Quibe de Forno mit goldbrauner Kruste und sichtbarer cremiger Frischkäse-Schicht in der Mitte, dahinter ein Schälchen Frischkäse-Dip mit Olivenöl und Minze

Notes

Tipps für den besten Quibe de Forno:
  • Den eingeweichten Bulgur wirklich gründlich ausdrücken – überschüssiges Wasser macht den Teig matschig.
  • Feiner Bulgur (manchmal als Bulgur Nr. 1 verkauft) bindet am besten; grober Bulgur bleibt zu körnig.
  • Die Rauten schon vor dem Backen einschneiden, dann lassen sich die Stücke nach dem Ruhen sauber herauslösen.
Variationen:
  • Für eine mildere Note die Zwiebel im Teig durch etwas geriebene Zwiebel und einen Schuss Olivenöl ersetzen.
  • Wer es würziger mag, gibt ein wenig mehr Piment oder eine Prise Chili in den Teig.
  • Die Frischkäse-Füllung lässt sich nach Belieben mit gehackter Minze oder Petersilie verfeinern.
Aufbewahrung:
  • Reste halten sich abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Im Ofen oder in der Pfanne aufwärmen, damit die Kruste wieder knusprig wird.
  • Der Quibe lässt sich auch gut vorbacken und vor dem Servieren erwärmen.
Hinweis zur Ernährung:
  • Das Gericht enthält Bulgur (Weizen) und ist daher nicht glutenfrei. Durch Frischkäse und Hackfleisch ist es weder vegetarisch noch vegan.

Nutrition

Serving: 1gCalories: 470kcalCarbohydrates: 30gProtein: 28gFat: 26gSodium: 640mgFiber: 5gSugar: 3g
Calories: 470kcal
Gericht: Auflauf, Fleischgericht, Hauptgericht, Rindfleisch
Küche: Brasilianisch, Hausmannskost, Levantinisch, Libanesisch, Nahöstlich, Orientalisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die den Geschmack von echtem Kibbeh lieben, aber keine Lust auf das Formen und Frittieren der klassischen Torpedos haben. Der Quibe de Forno gelingt auch Einsteigern, macht satt und überzeugt mit der cremigen Frischkäse-Mitte – als wärmendes Hauptgericht für die Familie ebenso wie als geschnittenes Häppchen für Gäste.

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