Karamellpudding Pudim de Leite Condensado (aus gezuckerter Kondensmilch)

Brasilianischer Karamellpudding

Dichter, cremiger Karamellpudding aus einer Dose gezuckerter Kondensmilch – im Wasserbad gebacken, über Nacht gekühlt und glänzend gestürzt.

2. Juli 2026
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Pudim de Leite Condensado – brasilianischer Karamellpudding aus gezuckerter Kondensmilch

In Brasilien wird auf keiner Geburtstagsfeier so zuverlässig gefragt wie nach diesem einen Dessert: dem Pudim aus einer Dose gezuckerter Kondensmilch, dicht und seidig, mit glänzendem Karamell, das beim Stürzen wie von selbst über die Ränder läuft.


Es gibt Desserts, die sich um ein einziges Bild herum erzählen lassen, und der Pudim de Leite Condensado ist genau so eines. Man stürzt den gebackenen Ring auf einen Teller, hebt die Form ab – und das flüssige Karamell rinnt langsam über die glatte, hell-goldene Oberfläche nach unten. Dieser Moment ist in Brasilien fester Bestandteil unzähliger Familienfeiern, und das Schöne daran ist, wie wenig dahintersteckt: eine Dose gezuckerte Kondensmilch, die gleiche Menge Milch, ein paar Eier, etwas Vanille und Zucker für das Karamell. Mehr braucht dieser Klassiker nicht, und gerade diese Bescheidenheit hat ihn zum vielleicht beliebtesten Nachtisch des Landes gemacht.

Wer einmal eine französische Crème Caramel gegessen hat, kennt das Grundprinzip schon: ein Eier-Custard, der in einer karamellisierten Form gebacken und gestürzt wird. Der brasilianische Pudim geht jedoch einen anderen, sehr charakteristischen Weg. Statt mit Sahne und viel Zucker arbeitet er mit gezuckerter Kondensmilch, und genau das verändert alles – die Textur, die Dichte, den ganzen Charakter. Auf dieser Seite geht es deshalb nicht nur darum, Zutaten zusammenzurühren, sondern um die wenigen Handgriffe, die einen wirklich guten Pudim ausmachen: das richtige Karamell, das sanfte Wasserbad, das Sieben der Masse, die geduldige Kühlzeit und der beherzte Schwung beim Stürzen.

Ganzer gestürzter Pudim de Leite Condensado als Kranz von oben, überzogen mit goldenem Karamell, auf einem weißen Teller
Der klassische Pudim als Kranz – glatt, glänzend und ringsum von Karamell umflossen

Warum gezuckerte Kondensmilch den Unterschied macht

Der erste und wichtigste Punkt steckt schon im Namen. Während die klassische Crème Caramel ihre Cremigkeit aus Sahne bezieht, lebt der brasilianische Pudim von gezuckerter Kondensmilch. Diese eingedickte, gesüßte Milch bringt von Haus aus eine Konzentration an Milchzucker und Milchfeststoffen mit, die der fertige Pudim sofort verrät: Er ist dichter, kompakter und schnittfester als sein französisches Vorbild und schmeckt zugleich voller, fast wie ein zart gewordenes Karamellbonbon. Eine Crème Caramel zittert luftig und zergeht eher zurückhaltend; der Pudim hat mehr Substanz, steht in sauberen Tortenstücken auf dem Teller und liegt sahnig-satt auf der Zunge.

Dazu kommt die gleiche Menge Milch, die das Ganze wieder etwas geschmeidiger macht, und einige Eier, die als natürliches Bindemittel den Custard stocken lassen. Wer es besonders dicht und schnittfest mag – so, wie man den Pudim in vielen brasilianischen Haushalten kennt –, ersetzt die normale Milch ganz oder teilweise durch ungesüßte Kondensmilch, im Handel oft als Evaporated bezeichnet. Das Ergebnis wird dann noch kompakter, ohne trocken zu werden. Die Süße steuert allein die gezuckerte Kondensmilch bei, weshalb in die Masse selbst kein zusätzlicher Zucker kommt; der bleibt komplett dem Karamell vorbehalten.


Das Karamell: goldbraun, nicht bitter

Das Karamell hat beim Pudim zwei Aufgaben, und beide entscheiden über das Endergebnis. Zum einen kleidet es die Form aus und wird beim Stürzen zur glänzenden Oberfläche und zur Sauce. Zum anderen gibt es dem milden, süßen Custard genau die leicht herbe, geröstete Note, die ihn erst rund macht. Für beides kochen Sie aus Zucker und etwas Wasser einen Sirup, den Sie bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, bis er goldbraun ist. Wichtig ist hier vor allem Geduld und ein wachsames Auge: Karamell geht vom perfekten Bernsteinton sehr schnell in ein dunkles, bitteres Braun über. Ein goldbraunes, gut riechendes Karamell schmeckt angenehm; ein zu dunkles wird streng und legt einen bitteren Schleier über den ganzen Pudim.

Sobald der Sirup die richtige Farbe hat, gießen Sie einen Teil sofort in die trockene Kranzform und kippen sie, sodass sich der Boden und ein Stück der Wände gleichmäßig überziehen. Das Karamell wird beim Abkühlen schnell hart, das ist genau richtig so – im Ofen und über die Kühlzeit löst es sich von selbst wieder und verwandelt sich in die fließende Sauce, die Sie später auf den Fotos über die Stücke laufen sehen. Den zweiten Teil des Karamells löschen Sie vorsichtig mit etwas heißem Wasser ab. Dabei spritzt und zischt es kurz heftig, deshalb mit etwas Abstand arbeiten. So entsteht eine geschmeidige, dünnflüssige Karamellsauce, die Sie zum Servieren extra über die Tortenstücke gießen – genau diese großzügige Extraportion macht den Pudim auf dem Teller so verführerisch.


Glatt oder mit Löchern: was das Sieb damit zu tun hat

Hier scheiden sich die Geister, und beide Lager haben recht. Der eine mag den Pudim makellos glatt und möglichst löcherfrei, der andere liebt gerade die kleinen, gleichmäßigen Löcher, die viele traditionelle Pudins durchziehen. Beides liegt in Ihrer Hand, und der Hebel ist denkbar einfach: Es kommt darauf an, wie viel Luft Sie in die Masse bringen. Schlagen Sie die Zutaten schaumig, ziehen sich beim Backen unzählige feine Bläschen durch den Custard, und der fertige Pudim bekommt die typische, leicht löchrige Krume.

Für eine dichte, samtige Textur gilt deshalb: Die Masse nur kurz mixen, bis alles verbunden ist, und keinesfalls aufschäumen. Der entscheidende zweite Schritt ist das Sieben. Wenn Sie die fertige Masse durch ein feines Sieb in die Form gießen, halten Sie kleine Eihautstückchen und vor allem den Schaum zurück, der sich beim Mixen unweigerlich bildet. Übrig bleibt eine glatte, gleichmäßige Flüssigkeit, die im Ofen zu einem seidigen Custard stockt. Wer die kleinen Löcher dagegen bewusst möchte, mixt einfach kräftiger und lässt das Sieben weg. So oder so lohnt es sich, nach dem Einfüllen die letzten aufsteigenden Bläschen mit einem Löffel abzunehmen oder die Form einmal sanft auf die Arbeitsfläche zu klopfen.

Pudim de Leite Condensado als Ring mit einem herausgeschnittenen Stück, daneben ein Stück auf einem kleinen Teller und eine Sauciere mit Karamell
Saubere, schnittfeste Stücke – das Ergebnis von gesiebter Masse und langer Kühlzeit

Das Wasserbad: sanftes Stocken ohne Risse

Wenn der Pudim eine einzige unverzichtbare Technik hat, dann ist es das Wasserbad. Dahinter steckt ein einfacher Gedanke: Ein Eier-Custard mag keine harte, direkte Hitze. Bekommt er sie, stockt er an den Rändern viel zu schnell, während die Mitte noch flüssig ist, er bläht sich auf, bekommt Risse und wird an den Außenseiten fest und grießig. Das Wasserbad umgibt die Form mit Wasser, das nie heißer als der Siedepunkt wird, und puffert die Ofenhitze auf diese Weise ab. So erwärmt sich die Masse langsam und von allen Seiten gleichmäßig – und genau das ergibt den seidigen, gleichmäßig gestockten Custard ohne Risse.

In der Praxis stellen Sie die mit Masse gefüllte Kranzform einfach in eine größere Auflaufform und gießen so viel kochendes Wasser an, dass es etwa zur Hälfte an der Kranzform hochreicht. Gebacken wird bei moderaten 170 °C (338 °F); zu heiß sollte der Ofen nicht sein, denn auch durch das Wasserbad hindurch würde zu große Hitze den Pudim grob werden lassen. Nach etwa 50 bis 60 Minuten ist er so weit. Den richtigen Moment erkennen Sie nicht an einer durchgehend festen Oberfläche, sondern am Gegenteil: Der Rand steht fest, doch die Mitte wackelt beim leichten Anstoßen noch ganz sanft, fast wie ein gerade gestockter Wackelpudding. Diese weiche Mitte ist Absicht, denn der Pudim zieht beim Auskühlen nach und wird erst im Kühlschrank vollständig fest. Wer wartet, bis die Mitte schon im Ofen ganz starr ist, riskiert einen übergarten, festen Pudim.


Über Nacht kühlen – die Geduldsprobe lohnt sich

Es ist verlockend, den frisch gebackenen Pudim möglichst bald zu stürzen, doch hier zahlt sich Geduld doppelt aus. Lassen Sie ihn zunächst aus dem Wasserbad gehoben auf Zimmertemperatur abkühlen und stellen Sie ihn dann abgedeckt in den Kühlschrank – mindestens für einige Stunden, idealerweise über Nacht. In dieser Zeit passieren zwei Dinge zugleich. Zum einen wird der Custard durch und durch fest und schnittfest, sodass Sie ihn später in saubere, standfeste Tortenstücke teilen können, statt mit einer noch weichen Masse zu kämpfen. Zum anderen, und das ist fast der schönere Effekt, löst sich das harte Karamell vom Form-Boden langsam auf und verflüssigt sich zu der glänzenden Sauce, die den gestürzten Pudim überzieht.

Ein durchgekühlter Pudim lässt sich außerdem viel leichter aus der Form lösen. Wer ihn lauwarm stürzen will, riskiert, dass die Masse reißt oder am Boden kleben bleibt. Praktisch ist diese lange Ruhezeit ohnehin: Sie können den Pudim bequem am Vortag backen und haben am Tag der Feier nichts weiter zu tun, als ihn zu stürzen und mit Sauce zu übergießen. Abgedeckt hält er sich im Kühlschrank problemlos drei bis vier Tage und schmeckt gut durchgekühlt sogar am besten.


Der Stürz-Trick: einmal beherzt umdrehen

Das Stürzen wirkt auf viele wie der heikelste Moment, ist aber mit einem klaren Ablauf gut beherrschbar. Fahren Sie zunächst mit einem dünnen Messer einmal rundherum am äußeren Rand und am inneren Ring der Form entlang, um den Pudim ringsum zu lösen. Lässt er sich schwer vom Rand trennen, hilft es, die Form für einige Sekunden in heißes Wasser zu stellen: Dann schmilzt das Karamell am Rand leicht an, und der Pudim löst sich williger. Legen Sie nun einen Servierteller mit Rand kopfüber auf die Form – der Rand ist wichtig, weil das flüssige Karamell sonst über den Teller hinausläuft.

Jetzt kommt der entscheidende Handgriff: Halten Sie Form und Teller fest zusammen und drehen Sie beides in einer einzigen, beherzten Bewegung um. Zögerliches, langsames Kippen ist der häufigste Grund, warum ein Pudim reißt; ein klarer, zügiger Schwung dagegen lässt ihn sauber auf den Teller gleiten. Heben Sie die Form anschließend vorsichtig ab – das Karamell folgt als glänzende Sauce. Schneiden Sie den Ring in Tortenstücke und übergießen Sie diese großzügig mit der beiseitegestellten Karamellsauce. Aus einer Dose Kondensmilch entstehen so acht Portionen eines Desserts, das auf jedem Tisch nach mehr Aufwand aussieht, als tatsächlich dahintersteckt.

Nahaufnahme eines Tortenstücks Pudim de Leite Condensado auf einem Teller, glänzend von Karamellsauce umgeben
Ein Stück Pudim aus der Nähe – dichte, cremige Custard-Textur unter glänzendem Karamell

Häufige Fragen zum Pudim de Leite Condensado

Warum hat mein Pudim de Leite Condensado so viele Löcher – und wie wird er glatt?

Die Löcher entstehen durch Luftbläschen, die beim zu kräftigen Mixen in die Masse geraten. Für einen glatten, dichten Pudim die Zutaten nur kurz verrühren, nicht schaumig schlagen, und die Masse anschließend durch ein feines Sieb in die Form gießen. Wer die typischen kleinen Löcher mag, mixt bewusst kräftiger und lässt das Sieben weg.

Ist das Wasserbad beim Pudim wirklich nötig?

Ja, es ist der wichtigste Schritt für die Textur. Das Wasserbad puffert die Ofenhitze ab, sodass der Pudim sanft und gleichmäßig stockt, statt am Rand grießig zu werden und Risse zu bekommen. Stellen Sie die Kranzform in eine größere Form und gießen Sie so viel kochendes Wasser an, dass es etwa zur Hälfte hochreicht.

Mein Pudim lässt sich nicht stürzen oder reißt beim Umdrehen – was tun?

Meist war er noch zu warm. Lassen Sie ihn vollständig durchkühlen, am besten über Nacht, dann ist er schnittfest. Fahren Sie mit einem dünnen Messer am Rand und am inneren Ring entlang und drehen Sie Form und Teller in einer einzigen beherzten Bewegung um. Klebt das Karamell, die Form vorher kurz in heißes Wasser stellen.

Wie lange muss der Pudim de Leite Condensado kühlen?

Mindestens 6 Stunden, idealerweise über Nacht. Erst dann ist der Custard durchgehend fest, lässt sich sauber stürzen und in standfeste Stücke schneiden. Außerdem verflüssigt sich in dieser Zeit das harte Karamell zur glänzenden Sauce. Backen Sie den Pudim ruhig schon am Vortag.

Kann ich den Pudim ohne Backofen im Topf zubereiten?

Ja. Verschließen Sie die Kranzform fest mit Folie und stellen Sie sie in einen großen Topf mit Wasser, das etwa zur Hälfte hochreicht. Bei geschlossenem Deckel etwa 60 bis 70 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Pudim gestockt ist und nur die Mitte noch leicht wackelt. Danach genauso auskühlen und über Nacht kühlen.

Mein Karamell für den Pudim wird zu dunkel oder hart – woran liegt das?

Karamell schlägt sehr schnell von goldbraun in dunkel und bitter um, deshalb bei mittlerer Hitze arbeiten und die Farbe genau beobachten. Dass das Karamell in der Form rasch hart wird, ist normal und richtig – über die Backzeit und die Kühlung im Kühlschrank löst es sich von selbst und wird zur fließenden Sauce.

Ist der Pudim de Leite Condensado glutenfrei und für Kinder geeignet?

Ja. Der Pudim enthält kein Mehl und keine Getreidezutat, er ist also von Natur aus glutenfrei. Da er ohne Alkohol auskommt und mild-süß schmeckt, ist er ein beliebtes Dessert für die ganze Familie und ein Klassiker auf brasilianischen Kindergeburtstagen.


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Karamellsauce wird über ein Stück Pudim de Leite Condensado gegossen, im Hintergrund der ganze gestürzte Ring auf einer Platte

Pudim de Leite Condensado – brasilianischer Karamellpudding aus gezuckerter Kondensmilch

Der brasilianische Klassiker aus einer Dose: ein in der Kranzform gebackener, gestürzter Karamellpudding aus gezuckerter Kondensmilch, Milch, Eiern und Vanille. Die Masse wird durch ein Sieb gegossen und im Wasserbad sanft gestockt, dann über Nacht gekühlt und mit glänzendem Karamell serviert – dichter und cremiger als die französische Crème Caramel.
Servings 8 Portionen
Prep Time 20 minutes
Cook Time 55 minutes
Kühlzeit (über Nacht) 8 hours
Total Time 9 hours 15 minutes

Equipment

  • Kranzform (Ringform, Ø ca. 22 cm / 9 in, etwa 1,2 l Fassungsvermögen)
  • Große Auflauf- oder Bratform für das Wasserbad, in der die Kranzform Platz hat
  • Standmixer oder Pürierstab zum glatten Mixen der Pudim-Masse
  • feines Sieb zum Abseihen der Masse für eine glatte Textur
  • kleiner Topf für das Karamell

Ingredients
  

Für das Karamell

  • 200 g Zucker (für Form-Boden und zusätzliche Sauce)
  • 4 EL Wasser
  • 4 EL heißes Wasser (zum Verdünnen für die fließende Sauce)

Für den Pudim

  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (ca. 400 g)
  • 400 ml Milch (Vollmilch; für dichtere Textur ungesüßte Kondensmilch/Evaporated)
  • 4 Eier (Größe M, zimmerwarm)
  • 1 TL Vanilleextrakt (oder Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz

Instructions
 

  • KARAMELL KOCHEN UND FORM AUSKLEIDEN:
    Den Zucker mit 4 EL Wasser in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze ohne Rühren schmelzen lassen. Sobald der Sirup goldbraun ist, den Topf nur leicht schwenken. Etwa die Hälfte des heißen Karamells sofort in die trockene Kranzform gießen und durch Kippen den Boden und ein Stück der Wände gleichmäßig auskleiden; das Karamell wird schnell fest. Für die Sauce die zweite Hälfte vorsichtig mit 4 EL heißem Wasser ablöschen (es spritzt), kurz verrühren und beiseitestellen.
  • MASSE MIXEN UND SIEBEN:
    Den Backofen auf 170 °C (338 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Gezuckerte Kondensmilch, Milch, Eier, Vanilleextrakt und eine Prise Salz in den Mixer geben und nur kurz glatt mixen – nicht schaumig schlagen, sonst entstehen viele Löcher. Die Masse anschließend durch ein feines Sieb gießen, um Eihaut und Schaum zurückzuhalten. Das ist der Schritt für die typisch glatte, möglichst löcherfreie Textur.
  • IN DIE FORM FÜLLEN:
    Die gesiebte Pudim-Masse vorsichtig in die mit Karamell ausgekleidete Kranzform gießen. Steigen noch Bläschen an die Oberfläche, diese mit einem Löffel abnehmen oder die Form einmal sanft auf die Arbeitsfläche klopfen.
  • IM WASSERBAD BACKEN:
    Die Kranzform in eine größere Auflaufform stellen und so viel kochendes Wasser angießen, dass es etwa zur Hälfte an der Kranzform hochreicht. Im vorgeheizten Ofen bei 170 °C (338 °F) etwa 50 bis 60 Minuten backen, bis der Pudim gestockt ist, in der Mitte aber noch ganz leicht wackelt. Das sanfte Wasserbad sorgt für gleichmäßiges Stocken ohne Risse.
  • AUSKÜHLEN UND ÜBER NACHT KÜHLEN:
    Die Form aus dem Wasserbad heben und den Pudim auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dann abgedeckt für mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Erst vollständig durchgekühlt lässt er sich sauber stürzen und in schnittfeste Stücke teilen.
  • STÜRZEN UND MIT KARAMELL SERVIEREN:
    Mit einem dünnen Messer rundherum am Rand und am inneren Ring entlangfahren, um den Pudim zu lösen. Einen Servierteller mit Rand auf die Form legen und beides beherzt in einer Bewegung umdrehen. Die Form vorsichtig abheben – das flüssige Karamell läuft als Sauce über den Pudim. In Tortenstücke schneiden und mit der beiseitegestellten Karamellsauce übergießen.

Notes

Tipps für eine glatte Textur:
  • Die Masse nur kurz mixen und unbedingt durch ein Sieb gießen – so bleibt der Pudim dicht und glatt. Wer die typischen kleinen Löcher mag, mixt kräftiger und siebt nicht.
  • Eier zimmerwarm verwenden, damit sich die Masse gleichmäßig verbindet.
Wasserbad und Backen:
  • Das Wasserbad ist der Schlüssel gegen Risse: Es puffert die Hitze ab, sodass der Pudim sanft und gleichmäßig stockt. Der Pudim ist fertig, wenn der Rand fest ist und nur die Mitte noch leicht wackelt; er zieht beim Auskühlen nach.
  • Für einen noch dichteren, festeren Pudim die Vollmilch ganz oder teilweise durch ungesüßte Kondensmilch (Evaporated) ersetzen.
Stürzen:
  • Vor dem Stürzen vollständig durchkühlen lassen, am besten über Nacht. Lässt sich der Rand schwer lösen, die Form kurz in heißes Wasser stellen, dann schmilzt das Karamell am Rand leicht an.
Ohne Ofen:
  • Der Pudim lässt sich auch ohne Backofen zubereiten: die Form fest mit Folie verschließen und in einem großen Topf im Wasserbad bei geschlossenem Deckel etwa 60 bis 70 Minuten sanft köcheln lassen.
Hinweis zur Ernährung:
  • Das Rezept enthält keine Getreidezutaten und ist damit von Natur aus glutenfrei.
Aufbewahrung:
  • Abgedeckt im Kühlschrank hält sich der Pudim 3 bis 4 Tage und schmeckt durchgekühlt am besten.

Nutrition

Serving: 1gCalories: 300kcalCarbohydrates: 48gProtein: 8gFat: 9gSodium: 110mgSugar: 47g
Calories: 300kcal
Gericht: Dessert, Pudding, Süßigkeit
Küche: Brasilianisch, Lateinamerikanisch, Südamerikanisch
Ernährungsform: Glutenfrei
Schlagwort: brasilianischer Karamellpudding, festlich, Flan aus Kondensmilch, Karamellpudding gestürzt, Kinderfreundlich, klassisch, Pudding aus Kondensmilch, Pudim de Leite Condensado

📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die mit wenigen Zutaten ein festliches Dessert auf den Tisch bringen möchten und es gern am Vortag vorbereiten. Der Pudim de Leite Condensado ist ein dankbarer Klassiker für Geburtstage, Familienfeiern und jeden Anlass, zu dem ein cremiger, gut durchgekühlter Nachtisch passt.

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