Herzhafte Taralli Pugliesi – knusprige italienische Kringel mit Weißwein

Apulischer Aperitivo-Snack

Kleine knusprige Teigkringel aus Mehl, Weißwein und Olivenöl – erst kurz gekocht, dann goldbraun gebacken, ganz nach apulischer Tradition.

28. Juli 2026
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Herzhafte Taralli Pugliesi – knusprige italienische Kringel mit Weißwein

In Apulien liegt in fast jeder Küche eine Schale davon: kleine, knusprige Kringel, die man kaum aufhören kann zu knabbern. Das Geheimnis ihrer glatten Kruste steckt in einem Schritt, den viele nicht erwarten.


Was Taralli Pugliesi sind

Herzhafte Taralli Pugliesi sind einer der bekanntesten Knabber-Snacks Süditaliens und stammen aus Apulien, dem Absatz des italienischen Stiefels. Dort gehören die kleinen Teigkringel seit Generationen zur Alltagskultur: als Snack für zwischendurch, als Begleiter zum Aperitivo mit einem Glas Wein oder einfach als etwas zum Knabbern, das immer im Vorratsschrank steht. Sie sind das herzhafte Gegenstück zu Grissini und Cracker – nur mit einem ganz eigenen, unwiderstehlichen Biss.

Das Besondere an Taralli ist ihre Einfachheit. Sie bestehen aus nur wenigen Grundzutaten, die in Apulien immer zur Hand sind: Mehl, trockener Weißwein, Olivenöl und Salz, dazu die typischen Fenchelsamen. Was sie so besonders macht, ist nicht eine geheime Zutat, sondern die Zubereitung – denn die Ringe werden erst kurz gekocht und dann gebacken. Genau das gibt ihnen ihre charakteristische, leicht glänzende Kruste und den knackigen Biss, für den sie berühmt sind.


"Herzhafte Taralli Pugliesi von oben in einer dunklen Schale, goldbraune knusprige Teigkringel"
„Kleine goldbraune Kringel mit glatter Kruste – die klassischen herzhaften Taralli aus Apulien.“

Vier Zutaten, ein großer Geschmack

Taralli sind ein Paradebeispiel für die italienische Küche, in der aus wenigen, einfachen Zutaten etwas Großes entsteht. Die Basis ist Mehl, das mit trockenem Weißwein und gutem Olivenöl zu einem festen, geschmeidigen Teig verknetet wird. Der Weißwein ist dabei kein Zufall: Er bringt Aroma, macht den Teig geschmeidig und trägt entscheidend zur knusprigen Textur bei. Beim Backen verfliegt der Alkohol vollständig und hinterlässt nur eine feine Würze.

Das Olivenöl gibt den Taralli ihren typisch mediterranen Geschmack und sorgt dafür, dass sie mürbe und zugleich knusprig werden. Salz und Fenchelsamen runden das Ganze ab. Mehr braucht es nicht – und genau das macht den Reiz aus. Wer einmal selbst Taralli gebacken hat, versteht, warum diese schlichten Kringel in Apulien so beliebt sind: Sie schmecken nach ehrlicher, unkomplizierter Küche und passen zu fast allem.


Warum Taralli erst gekocht, dann gebacken werden

Der wichtigste Schritt bei Taralli überrascht viele, die sie zum ersten Mal machen: Die geformten Ringe werden vor dem Backen kurz in kochendem Wasser gegart. Das erinnert an die Zubereitung von Bagels oder Brezeln – und der Effekt ist derselbe. Durch das kurze Kochen verkleistert die Stärke an der Oberfläche des Teigs. Diese Schicht sorgt dafür, dass die Taralli beim Backen ihre typische glatte, leicht glänzende Kruste bekommen.

Sobald die Ringe im kochenden Wasser an die Oberfläche steigen – nach etwa ein bis zwei Minuten –, sind sie bereit und werden herausgenommen. Nach kurzem Abtropfen wandern sie in den Ofen und backen dort goldbraun und knusprig. Wer diesen Schritt überspringt, bekommt zwar auch essbare Kringel, doch sie schmecken eher wie trockene Kekse und haben nicht die charakteristische Kruste. Das Vorkochen ist also kein überflüssiger Aufwand, sondern das eigentliche Geheimnis echter Taralli.


"Herzhafte Taralli Pugliesi von oben – goldbraune knusprige Kringel auf einem Holzteller und in einer Terrakotta-Schale auf blauem Tisch"
„Die glatte, leicht glänzende Kruste der Kringel entsteht durch das kurze Vorkochen vor dem Backen.“

Die richtige Würze: Fenchel, Pfeffer oder mehr

Die klassischste Würzung der Taralli Pugliesi sind Fenchelsamen. Sie geben den Kringeln ihr typisches, leicht anisartiges Aroma, das so eng mit der apulischen Küche verbunden ist. Die Samen werden einfach mit unter den Teig geknetet und verteilen sich gleichmäßig, sodass in jedem Bissen ihr Aroma steckt.

Wer es lieber pikant mag, ersetzt die Fenchelsamen durch grob gemahlenen schwarzen Pfeffer oder eine Prise Chili – eine ebenfalls sehr beliebte Variante. Auch getrockneter Oregano, Rosmarin oder ein paar Sesamkörner sind schöne Abwandlungen. So lässt sich das Grundrezept ganz nach eigenem Geschmack anpassen, ohne dass sich an der Zubereitung etwas ändert. Am schönsten ist es, mehrere Varianten zu backen und in einer Schale zu mischen – so hat jeder seinen Favoriten.


Formen und Aufbewahren

Das Formen der Taralli braucht ein wenig Übung, ist aber schnell gelernt. Vom Teig werden kleine Stücke abgenommen und zu dünnen Strängen von etwa Fingerdicke gerollt. Diese werden zu Ringen geformt, indem man die Enden übereinanderlegt und leicht andrückt. Sie müssen nicht perfekt aussehen – gerade die leicht unregelmäßige, handgemachte Form macht den rustikalen Charme der Taralli aus. Wer mag, dreht die Stränge vor dem Schließen leicht, sodass ein hübsches gedrehtes Muster entsteht.

Nach dem Backen sollten die Taralli vollständig auskühlen, denn erst dann werden sie richtig knusprig. Direkt aus dem Ofen sind sie noch etwas weich. In einer gut schließenden Dose halten sie sich anschließend mehrere Wochen und bleiben dabei knackig. Damit sind sie ein idealer Vorrats-Snack – und ein schönes, selbst gemachtes Mitbringsel, das immer gut ankommt.


Herzhaft oder süß: zwei Gesichter der Taralli

Taralli gibt es in Apulien in zwei Grundformen, die sich deutlich unterscheiden. Die herzhafte Variante, wie in diesem Rezept, wird mit Weißwein, Olivenöl und Salz zubereitet, gekocht und gebacken – sie ist knusprig, würzig und rein pflanzlich. Sie ist der klassische Snack zum Aperitivo und passt hervorragend zu einem Glas Wein, zu Antipasti oder einfach zum Knabbern.

Daneben gibt es die süße Variante, die Taralli dolci. Sie wird mit Ei und Zucker zubereitet, ist mürber und wird oft in Zucker gewälzt oder mit einer Zuckerglasur überzogen. Beide teilen die gleiche apulische Herkunft und die Grundidee des kleinen Teigkringels, sind geschmacklich aber völlig unterschiedlich. Wer die herzhafte Version liebt, sollte unbedingt auch einmal die süße probieren – so lernt man beide Seiten dieser wunderbaren süditalienischen Spezialität kennen.


Wozu Taralli passen und wie man sie serviert

Herzhafte Taralli sind wunderbar vielseitig. In Apulien gehören sie ganz selbstverständlich zum Aperitivo: eine Schale davon auf dem Tisch, dazu ein Glas trockener Weißwein oder ein leichter Rotwein, und schon ist die Vorspeise gemacht. Sie passen ebenso gut zu einer Antipasti-Platte mit Oliven, eingelegtem Gemüse und Käse, wo sie die knusprige Komponente beisteuern.

Auch zu Suppen und Salaten machen sie sich gut – als knuspriger Begleiter statt Brot. Zum Käse gereicht, etwa zu einem kräftigen Hartkäse oder einer milden Frischkäsecreme, entfalten die Fenchel-Taralli ihr Aroma besonders schön. Und weil sie sich so lange halten, sind sie ein idealer Snack für unterwegs, fürs Büro oder für die Brotdose. Wer Gäste erwartet, backt einfach eine größere Menge und bewahrt sie in der Dose auf.


So gelingen gleichmäßige Taralli

Damit alle Taralli gleichmäßig backen und knusprig werden, lohnt es sich, beim Formen auf einheitliche Größe zu achten. Am besten teilt man den Teig zunächst in gleich große Portionen und rollt daraus Stränge von etwa gleicher Dicke. Sind die Kringel unterschiedlich groß, backen die kleinen schneller durch als die großen.

Beim Vorkochen sollte man die Ringe portionsweise ins Wasser geben und den Topf nicht überfüllen – so behalten sie ihre Form und garen gleichmäßig. Nach dem Kochen gut abtropfen lassen, damit sie im Ofen nicht dampfen, sondern trocken und knusprig werden. Auf dem Blech genügend Abstand lassen, damit die Hitze rundum zirkulieren kann. Wer mag, backt die Taralli am Ende noch ein paar Minuten bei leicht geöffneter Ofentür nach, damit die letzte Restfeuchte entweicht und sie besonders knackig werden.

Herzhafte goldbraune Taralli Pugliesi als kleine Teigkringel in einer rustikalen Schale
Herzhafte goldbraune Taralli Pugliesi als kleine Teigkringel in einer rustikalen Schale

Warum werden Taralli vor dem Backen gekocht?

Das kurze Vorkochen verkleistert die Stärke an der Oberfläche und sorgt dafür, dass die Taralli beim Backen ihre typische glatte, glänzende Kruste und den knusprigen Biss bekommen – ähnlich wie bei Bagels oder Brezeln.

Kann man Taralli auch ohne Weißwein machen?

Der Weißwein ist traditionell und gibt Aroma und Textur. Ersatzweise kann man Wasser mit einem Schuss Weißweinessig verwenden, das Ergebnis schmeckt dann aber etwas weniger typisch.

Wie lange halten sich Taralli?

In einer gut schließenden Dose bleiben sie mehrere Wochen knusprig. Sie sind damit ein idealer Vorrats-Snack.

Sind herzhafte Taralli vegan?

Ja. Die herzhafte Variante enthält weder Ei noch Milchprodukte und ist damit von Natur aus vegan. Nur die süße Version wird mit Ei und Zucker zubereitet.


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Herzhafte goldbraune Taralli Pugliesi als kleine Teigkringel in einer rustikalen Schale

Herzhafte Taralli Pugliesi – knusprige italienische Kringel mit Weißwein

Herzhafte Taralli Pugliesi sind der klassische Knabber-Snack aus Apulien: kleine, knusprige Teigkringel aus nur vier Grundzutaten – Mehl, Weißwein, Olivenöl und Salz, oft verfeinert mit Fenchelsamen. Das Besondere ist die Zubereitung: Die geformten Ringe werden erst kurz in kochendem Wasser gegart und dann im Ofen goldbraun gebacken. Genau dieser Schritt gibt ihnen ihre glatte, leicht glänzende Kruste und den unwiderstehlich knackigen Biss. Traditionell werden sie zum Aperitivo mit einem Glas Wein gereicht, halten sich in einer Dose wochenlang und sind rein pflanzlich. Einmal probiert, kann man kaum aufhören zu knabbern.
Servings 40 Stück
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 45 Minuten

Kochutensilien

  • großer Topf (zum Vorkochen)
  • Backblech
  • sauberes Küchentuch (zum Abtropfen)

Zutaten
  

Für den Teig

  • 500 g Mehl (Type 405 oder 00)
  • 120 ml trockener Weißwein
  • 120 ml Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Fenchelsamen (oder grob gemahlener schwarzer Pfeffer)

Zum Vorkochen

  • 3 l Wasser
  • 1 EL Salz (für das Kochwasser)

Anleitungen
 

  • Teig kneten:
    Mehl, Salz und Fenchelsamen in einer Schüssel mischen. Weißwein und Olivenöl zugeben und alles zu einem glatten, festen Teig verkneten – etwa 8 bis 10 Minuten, bis er geschmeidig ist. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
  • Kringel formen:
    Vom Teig kleine Stücke abnehmen und zu dünnen Strängen von etwa 10 cm (4 in) Länge und Fingerdicke rollen. Die Enden zu einem Ring zusammendrücken. So die gesamte Teigmenge verarbeiten.
  • Vorkochen:
    Das Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die Ringe portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen (nach etwa 1 bis 2 Minuten), mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einem sauberen Küchentuch abtropfen lassen.
  • Backen:
    Den Ofen auf 180 °C (356 °F) vorheizen. Die abgetropften Taralli auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und etwa 30 bis 35 Minuten backen, bis sie goldbraun und durchgetrocknet sind. Vollständig auskühlen lassen – erst dann werden sie richtig knusprig.
    Herzhafte goldbraune Taralli Pugliesi als kleine Teigkringel in einer rustikalen Schale

Notizen

Warum erst kochen, dann backen? Das kurze Vorkochen ist das Geheimnis echter Taralli – ganz ähnlich wie bei Bagels oder Brezeln. Es verkleistert die Stärke an der Oberfläche, wodurch die Kringel beim Backen ihre typische glatte, leicht glänzende Kruste bekommen und innen besonders knusprig durchtrocknen. Ohne diesen Schritt würden sie eher wie trockene Kekse schmecken.
Der Weißwein im Teig: In Apulien gehört trockener Weißwein traditionell in den Taralli-Teig. Er bringt Aroma, macht den Teig geschmeidig und trägt zur knusprigen Textur bei. Beim Backen verfliegt der Alkohol, das feine Aroma bleibt.
Die klassische Würze: Fenchelsamen sind die typischste Würzung der Taralli Pugliesi. Wer es lieber pikant mag, nimmt stattdessen grob gemahlenen schwarzen Pfeffer oder etwas Chili. Auch eine Variante mit getrocknetem Oregano oder Sesam ist beliebt.
Gut durchtrocknen lassen: Direkt aus dem Ofen sind die Taralli noch etwas weich; ihre volle Knusprigkeit entwickeln sie erst beim Auskühlen. Wer sie besonders knackig mag, lässt sie nach dem Backen noch einige Minuten im ausgeschalteten Ofen nachtrocknen.
Lange haltbar: In einer gut schließenden Dose halten sich die Taralli mehrere Wochen knusprig. Damit sind sie ein idealer Vorrats-Snack und ein schönes, selbst gemachtes Mitbringsel.
Rein pflanzlich: Herzhafte Taralli enthalten weder Ei noch Milchprodukte und sind damit von Natur aus vegan – anders als die süße Variante, die mit Ei und Zucker zubereitet wird.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 65kcalCarbohydrates: 9gProtein: 1gFat: 3gSodium: 90mg
Calories: 65kcal
Gericht: Backwaren, Gebäck, Kekse, Plätzchen, Snack
Küche: Europäisch, Italienisch, Mediterran, Südeuropäisch
Ernährungsform: Vegan, Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die einen knusprigen, herzhaften Snack zum Wein oder für zwischendurch selbst backen möchten – und für Fans der süditalienischen Küche. Die Taralli sind rein pflanzlich und halten sich wochenlang.

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