Chicken Yakitori vom Grill

Japanische Grillspieße

Saftige Spieße aus Hähnchen-Oberschenkel und Frühlingszwiebel, erst mit heller Butter gegrillt und zum Schluss hauchdünn mit Yakitori-Tare glasiert – das japanische Izakaya-Original für den eigenen Grill.

17. August 2026
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Chicken Yakitori vom Grill

In jeder japanischen Izakaya glänzen sie hinter dem Tresen über glühender Kohle: kleine Spieße aus Hähnchen und Frühlingszwiebel, mehrfach in dunkle Sauce getaucht. Das Geheimnis sind zwei Flüssigkeiten, die nacheinander an die Spieße kommen – und genau das macht der eigene Grill mühelos mit.


Yakitori bedeutet wörtlich „gegrilltes Geflügel“ und ist in Japan weit mehr als ein Rezept – es ist eine ganze Wirtshaus-Kultur. In den kleinen, oft nur wenige Sitzplätze umfassenden Izakaya werden die Spieße über Holzkohle gegrillt und mit einem kühlen Bier oder einem Glas Sake gereicht. Die hier vorgestellte Variante heißt Negima und ist die bekannteste: mundgerechte Stücke vom Hähnchen-Oberschenkel, abwechselnd mit Stücken Frühlingszwiebel aufgespießt. Dazu gibt es lockeren weißen Reis, der die herzhaft-süße Glasur wunderbar aufnimmt. Das Schöne daran: Sie brauchen weder eine spezielle Holzkohlefeuerstelle noch jahrelange Übung. Ein gewöhnlicher Gasgrill und ein wenig Aufmerksamkeit für die richtige Reihenfolge genügen vollkommen.

Fertig glasierte Chicken-Yakitori-Spieße auf einem weißen Blech am Rand des Grills, hell bernsteinfarben glänzend von der Yakitori-Tare
Chicken Yakitori vom Grill

Was Negima eigentlich bedeutet

Der Name verrät schon das ganze Rezept. „Negi“ ist die japanische Bezeichnung für eine kräftige Lauchzwiebel, „ma“ steckt im Wort „maguro“ für dazwischengesteckt – gemeint ist das Hähnchen, das sich mit der Zwiebel abwechselt. Negima ist also nichts anderes als Hähnchen und Lauchzwiebel im Wechsel auf einem Spieß, und es ist nicht ohne Grund das beliebteste aller Yakitori.

Die Frühlingszwiebel ist hier keine bloße Beilage, sondern ein gleichwertiger Partner. Beim Grillen wird ihr fester weißer Teil weich und mild-süß, und ihr feiner Zwiebelgeschmack durchzieht das ganze Hähnchen. Verwenden Sie vor allem den dicken weißen bis hellgrünen Abschnitt, der genug Substanz hat, um auf dem Spieß zu halten und nicht zu verbrennen. Die ganz dünnen grünen Spitzen heben Sie besser für eine Suppe auf. So entsteht der typische Wechsel aus saftigem Fleisch und weicher, leicht süßlicher Zwiebel, der jeden Bissen abwechslungsreich macht.


Warum Oberschenkel und nicht Brust

Wer das erste Mal Yakitori macht, greift oft zur Hähnchenbrust, weil sie so unkompliziert wirkt. Doch das japanische Original verwendet bewusst das Fleisch vom Oberschenkel – also vom Hähnchenschenkel beziehungsweise der Keule, ausgelöst von Haut und Knochen. Der Grund ist einfach: Oberschenkelfleisch hat etwas mehr Fett im Inneren, und genau dieses Fett hält es auf dem heißen Grill saftig und zart. Die magere Brust dagegen trocknet über der Hitze schnell aus und wird fest.

Bitten Sie die Fleischtheke um ausgelöste Hähnchen-Oberschenkel, oder lösen Sie sie zu Hause selbst aus – das ist mit einem scharfen Messer in wenigen Minuten erledigt. Schneiden Sie das Fleisch in mundgerechte Würfel von etwa drei Zentimetern Kantenlänge. Zu kleine Stücke garen zu schnell durch und werden trocken, zu große bleiben innen womöglich roh, während die Glasur außen schon dunkel wird. Gleichmäßige, etwa daumengroße Stücke sind das Ziel.


Die zwei Flüssigkeiten – das eigentliche Geheimnis

Hier liegt der Kern des ganzen Rezepts, und er wird oft übersehen. An gute Yakitori kommen nacheinander zwei völlig verschiedene Flüssigkeiten, und es ist wichtig, sie nicht zu vertauschen.

Die erste ist hell und cremig: zerlassene Butter, die Sie nach Wunsch mit einem kleinen Schuss Sake verrühren. In der Schüssel bleibt sie leicht trüb statt klar – daran erkennen Sie, dass sie zwar flüssig, aber nicht zu heiß ist. Mit dieser hellen Butter werden die Spieße bestrichen, solange das Fleisch noch blass ist. Sie legt sich als feine Schicht um das magere Schenkelfleisch, hält es saftig, verhindert das Ankleben am Rost und gibt einen milden, nussigen Grundton. In dieser ersten Phase kommt ausdrücklich noch keine Sauce an die Spieße – nur die helle Butter.

Glasierte Chicken-Yakitori-Spieße mit Frühlingszwiebel von oben auf weißem Blech, hell bernsteinfarben glänzend von der Yakitori-Tare
Glasierte Chicken-Yakitori-Spieße mit Frühlingszwiebel von oben auf weißem Blech, hell bernsteinfarben glänzend von der Yakitori-Tare

Die zweite Flüssigkeit ist dunkel im Topf, kommt aber nur hauchdünn auf die Spieße – und das erst ganz zum Schluss: die Tare, die klassische Yakitori-Glasur. Sie wird aus Sojasauce, Mirin, Sake und etwas Zucker eingekocht, bis sie leicht sirupartig wird und einen Löffelrücken dünn überzieht. Erst wenn das Hähnchen rundum gebräunt und beinahe gar ist, wird sie mit einem Silikonpinsel in mehreren sehr dünnen Schichten aufgetragen. Wichtig: Diese Glasur heißt Tare, nicht Teriyaki – auch wenn beide süß-herzhaft sind, ist die Tare die eigene, immer wieder aufgetragene Schicht der Yakitori-Kultur. Wer beide Flüssigkeiten sauber trennt, bekommt genau das Ergebnis aus der Izakaya: innen saftig, außen hell bernsteinfarben glänzend.


Schritt für Schritt vom rohen Spieß zur Glasur

Beginnen Sie mit den Bambusspießen. Sie müssen vor dem Stecken mindestens eine halbe Stunde in kaltem Wasser liegen, sonst verbrennen die dünnen Holzenden über der Hitze, bevor das Fleisch gar ist. Während die Spieße wässern, schneiden Sie Fleisch und Frühlingszwiebel und kochen die Tare ein. So haben Sie alles griffbereit, wenn der Grill heiß ist.

Stecken Sie dann Fleisch und Zwiebel im Wechsel auf die eingeweichten Spieße – pro Spieß passen etwa sechs bis sieben Fleischstücke mit Zwiebel dazwischen. Den vorgeheizten, leicht eingeölten Rost belegen Sie mit den Spießen und bestreichen sie sofort mit der hellen Butter. Nach etwa vier bis fünf Minuten wenden, die zweite Seite ebenfalls mit Butter bestreichen und weitergrillen, bis das Hähnchen rundum hell gebräunt ist. Erst jetzt, wenn das Fleisch fast gar ist, kommt die Tare zum Einsatz: in zwei bis drei sehr dünnen Schichten aufpinseln, dazwischen kurz weitergrillen und wenden, damit die Glasur fängt und glänzt, ohne zu verbrennen. Zum Schluss lassen Sie die Spieße ein bis zwei Minuten ruhen, dann richten Sie sie mit dem warmen Reis an.


Bambusspieße oder Metall – und worauf es beim Grillen ankommt

Im Original werden traditionell flache Bambusspieße verwendet, und auch auf den Fotos zu diesem Rezept stecken die Stücke auf Bambus. Bambus hat einen praktischen Vorteil: Die etwas raue Oberfläche hält das Fleisch besser fest, sodass es sich beim Wenden nicht mitdreht. Der einzige Nachteil ist die Brandgefahr der Holzenden, und die lösen Sie mit dem Wässern. Wer öfter Yakitori grillt, kann die herausschauenden Enden zusätzlich mit etwas Alufolie umwickeln.

Beim Grillen selbst gilt: mittlere bis hohe Hitze, aber Geduld beim Glasieren. Die Tare enthält Zucker, und Zucker verbrennt schnell. Deshalb kommt sie erst spät an die Spieße und immer nur in sehr dünnen Schichten, die kurz anziehen dürfen, bevor die nächste folgt. Beobachten Sie die Spieße in dieser Phase aufmerksam und wenden Sie häufig – die letzten Minuten entscheiden über den hell bernsteinfarbenen Glanz. Ein paar dunklere Röststellen an der Frühlingszwiebel sind dabei ausdrücklich erwünscht und gehören zum Geschmack dazu.


Der richtige Reis als Beilage

Yakitori ohne Reis ist in Japan kaum vorstellbar. Der weiße Reis ist nicht nur Sättigungsbeilage, sondern fängt die herzhaft-süße Tare auf und sorgt für den Ausgleich zur kräftigen Glasur. Am besten passt japanischer Rundkornreis, der etwas klebrig und leicht süßlich ist – mit ihm kommen Sie dem Original am nächsten. Steht keiner im Schrank, ist auch ein lockerer Jasminreis eine sehr gute Wahl.

Richten Sie ein Häufchen Reis neben die Spieße und streuen Sie nach Wunsch ein paar geröstete Sesamsamen über das Ganze. Wer mag, reicht dazu etwas eingelegten Ingwer oder einen schnellen Gurkensalat, der mit seiner Frische einen schönen Gegenpol zur glänzenden Glasur bildet. So wird aus ein paar Spießen ein vollständiges, stimmiges Essen, das nach einem Abend in einer kleinen japanischen Wirtschaft schmeckt.

Zwei glasierte Chicken-Yakitori-Spieße mit Hähnchen und Frühlingszwiebel neben einem Häufchen weißem Reis auf einem dunklen Teller
Chicken Yakitori vom Grill

Häufige Fragen zu Chicken Yakitori

Kann man Hähnchenbrust statt Oberschenkel nehmen?

Sie können, aber das Ergebnis wird trockener. Das Original setzt bewusst auf Oberschenkelfleisch, weil dessen etwas höherer Fettanteil die Spieße über der Hitze saftig hält. Wenn Sie unbedingt Brust verwenden möchten, grillen Sie sie etwas kürzer und bestreichen Sie sie besonders großzügig mit der hellen Butter, damit sie nicht austrocknet.

Müssen die Bambusspieße wirklich gewässert werden?

Ja, das ist wichtig. Mindestens 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen sorgt dafür, dass die dünnen Holzenden über der Hitze nicht verbrennen, bevor das Fleisch gar ist. Wer die herausschauenden Enden zusätzlich mit etwas Alufolie umwickelt, schützt sie noch besser.

Wie bewahre ich übrig gebliebene Tare auf?

Lassen Sie die abgekühlte Tare in ein sauberes Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren – verschlossen hält sie sich etwa zwei Wochen. Vor dem nächsten Grillen kochen Sie sie kurz auf. Mit jedem Mal wird sie geschmacklich runder, weshalb manche Izakaya ihre Tare über Jahre weiterführen.

Geht das auch ohne Grill, im Ofen oder in der Pfanne?

Ja. Im Backofen legen Sie die Spieße auf einen Rost und garen sie unter der Oberhitze (Grillfunktion), wobei Sie mehrfach wenden und bestreichen. In einer Grillpfanne auf dem Herd funktioniert es ebenfalls. In beiden Fällen bleibt die Reihenfolge gleich: zuerst die helle Butter, ganz zum Schluss die Tare.

Welcher Reis passt am besten dazu?

Japanischer Rundkornreis kommt dem Original am nächsten, weil er leicht klebrig und mild-süß ist und die Glasur gut aufnimmt. Ist keiner zur Hand, ist lockerer Jasminreis eine sehr gute Alternative. Wichtig ist nur, dass der Reis frisch gekocht und noch warm zu den Spießen kommt.


Für welche Gelegenheit Yakitori passen

Chicken Yakitori sind ein dankbares Gericht für viele Anlässe. An einem entspannten Sommerabend auf der Terrasse sind sie schnell vom Grill und kommen bei Gästen immer gut an, weil jeder seinen eigenen Spieß bekommt. Für ein gemütliches Essen zu zweit lassen sich die Mengen leicht halbieren, für eine größere Runde ebenso leicht verdoppeln – Sie stecken einfach mehr Spieße.

Auch unter der Woche sind sie eine gute Wahl, denn das Schneiden und Stecken geht zügig, und auf dem Grill brauchen die Spieße nur eine Viertelstunde. Kindern schmecken sie meist besonders gut, weil die süßlich-glänzende Glasur mild ist und das Essen vom Spieß Spaß macht. Wer den japanischen Abend komplett machen möchte, reicht dazu eine Schale Edamame als Vorspeise und ein kühles Getränk – fertig ist das kleine Izakaya-Erlebnis zu Hause.


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Glasierte Chicken-Yakitori-Spieße mit Frühlingszwiebel von oben auf weißem Blech, hell bernsteinfarben glänzend von der Yakitori-Tare

Chicken Yakitori vom Grill

Saftige Spieße aus Hähnchen-Oberschenkel und Frühlingszwiebel (Negima), erst mit heller Butter saftig gegrillt und zum Schluss hauchdünn mit Yakitori-Tare glasiert – hell bernsteinfarben glänzend, dazu lockerer weißer Reis wie in einer japanischen Izakaya.
Servings 4 Portionen
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Spieße wässern 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 10 Minuten

Kochutensilien

  • Gasgrill (alternativ Holzkohlegrill, Grillpfanne oder Backofen mit Grillfunktion)
  • Bambusspieße (ca. 6–7 Stück, vor dem Stecken 30 Minuten wässern)
  • kleiner Topf (für die Tare-Glasur)
  • Backpinsel (zwei: einer für die helle Butter, einer (Silikon) für die Tare)
  • kleine Schüssel (für die zerlassene Butter zum Bestreichen)

Zutaten
  

Für die Spieße

  • 800 g Hähnchen-Oberschenkel (ausgelöst, ohne Haut und Knochen; saftiger als Brust)
  • 4 Frühlingszwiebeln (der dicke weiße bis hellgrüne Teil, in 3 cm (1¼ in) lange Stücke)

Helle Butter (zuerst, solange das Fleisch blass ist)

  • 60 g Butter (zerlassen und leicht abgekühlt; hält das magere Fleisch saftig)
  • 1 EL Sake (optional, in die zerlassene Butter gerührt; ersatzweise heller Mirin)

Yakitori-Tare (Glasur zum Schluss)

  • 6 EL Sojasauce (japanisch; für glutenfrei Tamari)
  • 6 EL Mirin (süßer Reiswein)
  • 3 EL Sake (oder trockener Sherry)
  • 2 EL Zucker (brauner oder weißer)
  • 1 Scheibe Ingwer (optional, zum Mitköcheln)
  • 1 Knoblauchzehe (optional, leicht angedrückt)

Zum Servieren

  • 300 g weißer Reis (Rundkorn- oder Jasminreis, gekocht; als Beilage)
  • 1 TL Sesamsamen (geröstet, optional zum Bestreuen)

Anleitungen
 

VORBEREITEN

  • Die Bambusspieße mindestens 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen – so verbrennen sie auf dem Grill nicht. Das Hähnchen-Oberschenkelfleisch trocken tupfen und in mundgerechte Stücke von etwa 3 cm (1¼ in) schneiden. Die Frühlingszwiebeln in ähnlich lange Stücke schneiden, dabei vor allem den festen weißen bis hellgrünen Teil verwenden.
  • Hähnchen und Frühlingszwiebel abwechselnd auf die eingeweichten Spieße stecken: immer ein Stück Fleisch, dann ein Stück Lauchzwiebel, bis der Spieß gut gefüllt ist. Pro Spieß passen etwa sechs bis sieben Fleischstücke. Das ist negi-ma – negi (Lauchzwiebel) und Hähnchen im Wechsel.
    Rohe Yakitori-Spieße mit Hähnchen-Oberschenkel und Frühlingszwiebel im Wechsel auf Bambusspießen, frisch auf den Grillrost gelegt

TARE KOCHEN

  • Für die Tare Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker mit dem Ingwer und der Knoblauchzehe in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze offen 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht sirupartig wird und einen Löffelrücken dünn überzieht. Ingwer und Knoblauch herausnehmen, die Tare zur Seite stellen.

HELLE BUTTER & ANGRILLEN

  • Den Gasgrill auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen und den Rost leicht einölen. Die Butter zerlassen, kurz abkühlen lassen und nach Wunsch den Schuss Sake unterrühren – die Masse bleibt hell und cremig-trüb, nicht klar. Die Spieße auflegen und sofort großzügig mit dieser hellen Butter bestreichen – solange das Fleisch noch blass ist, hält sie das magere Schenkelfleisch saftig und verhindert das Ankleben. Etwa 4 bis 5 Minuten grillen, dann wenden.
    Backpinsel mit heller, zerlassener Butter über einer Glasschüssel, darunter angegrillte Yakitori-Spieße auf dem Grillrost
  • Die zweite Seite ebenfalls mit der hellen Butter bestreichen und weitere 4 bis 5 Minuten grillen, bis das Hähnchen rundum hell gebräunt ist und die Frühlingszwiebel weich wird. Bis hierher kommt nur die Butter an die Spieße, noch keine Sauce.

MIT TARE GLASIEREN

  • Wenn das Hähnchen rundum gebräunt und fast gar ist, kommt die Glasur: Die Spieße mit einem Silikonpinsel rundum hauchdünn mit der eingekochten Yakitori-Tare bestreichen. Kurz weitergrillen, bis die Glasur anzieht und glänzt, dann wenden und erneut bestreichen. In zwei bis drei sehr dünnen Schichten glasieren – so bleibt die Oberfläche hell bernsteinfarben und glänzend, statt dick und dunkel zu werden. Die Tare ist kein Teriyaki, sondern die klassische Yakitori-Glasur, die Schicht für Schicht aufgetragen wird.
    Silikonpinsel und Metallschüssel mit eingekochter Yakitori-Tare über den fast garen Hähnchenspießen auf dem Grill

RUHEN & SERVIEREN

  • Die fertig glasierten Spieße auf ein Blech oder einen Teller legen und ein bis zwei Minuten ruhen lassen, damit sich die Säfte im Fleisch verteilen. Wer mag, bestreicht sie jetzt noch einmal dünn mit der restlichen Tare.
    Fertig glasierte Yakitori-Spieße auf einem weißen Blech auf dem Grillwagen, hell bernsteinfarben glänzend
  • Den gekochten weißen Reis auf Tellern anrichten und je zwei Spieße daneben legen. Nach Wunsch mit gerösteten Sesamsamen bestreuen. Sofort warm servieren – die Yakitori schmecken am besten direkt vom Grill, wenn die Glasur noch glänzt.
    Zwei glasierte Yakitori-Spieße mit Hähnchen und Frühlingszwiebel neben weißem Reis auf einem dunklen Teller

Notizen

Tipps:
  • Bambusspieße immer mindestens 30 Minuten wässern – sonst verbrennen sie.
  • Hähnchen-Oberschenkel statt Brust wählen: bleibt durch den höheren Fettgehalt saftig.
  • Zwei Pinsel bereithalten – einer für die helle Butter, einer (Silikon) für die Tare.
  • Erst die helle Butter auf das blasse Fleisch, die Tare erst ganz zum Schluss.
  • Die Butter nur zerlassen, nicht bräunen – sie soll hell und cremig-trüb bleiben.
  • Tare in sehr dünnen Schichten auftragen, sonst verbrennt der Zucker.
Helle Butter vs. Tare – der Kern des Rezepts:
  • Zuerst hell: zerlassene Butter (mit optionalem Schuss Sake) auf das noch blasse Fleisch – hält es saftig und gibt den milden, nussigen Grundton.
  • Zum Schluss würzig: die eingekochte Tare aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker – hauchdünn aufgetragen, für Glanz und Geschmack.
  • Wer es streng traditionell mag, nimmt statt der Butter ein neutrales Öl; die Spieße werden dann etwas klarer im Geschmack.
Aufbewahrung der Tare:
  • Abgekühlt im verschlossenen Glas im Kühlschrank: etwa 2 Wochen.
  • Vor dem nächsten Grillen kurz aufkochen.
Ohne Grill:
  • Im Backofen unter dem Grill (Oberhitze) auf einem Rost, mehrfach wenden und bestreichen.
  • In einer Grillpfanne auf dem Herd – gleiche Reihenfolge aus heller Butter und später Tare.
Variationen:
  • Shio-Yakitori: nur mit Salz statt Tare – schlichter, klarer Geschmack.
  • Mit Shichimi-Togarashi bestreuen für eine milde Schärfe.
  • Mit Hähnchen-Innereien oder Pilzen zwischen den Stücken.
Beilagen:
  • Weißer Reis (klassisch)
  • Eingelegter Ingwer
  • Ein einfacher Gurkensalat
  • Edamame als Vorspeise

Nährwerte

Serving: 2gCalories: 520kcalCarbohydrates: 42gProtein: 38gFat: 21gSaturated Fat: 8gSodium: 1180mgFiber: 1gSugar: 11g
Calories: 520kcal
Gericht: Fleischgericht, Geflügel, Gemüse, Grillgerichte, Hähnchenfleisch, Hauptgericht, Picknick
Küche: Asiatisch, Japanisch
Schlagwort: Familienessen, Fleischgerichte, Frühlingszwiebel, Gästeessen, Grill und Picknick, Hähnchenspieße, japanisch, Negima, Sommerrezepte, Tare, Vom Grill, Warm serviert, Yakitori

📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Chicken Yakitori sind die richtige Wahl für alle, die japanisches Essen mögen und einen Grill zu Hause haben. Sie passen zum entspannten Sommerabend auf der Terrasse, zum gemütlichen Essen zu zweit, zum schnellen Feierabend-Gericht unter der Woche und zum kleinen Grillfest mit Freunden, bei dem jeder seinen eigenen Spieß bekommt. Wer einen Abend in einer japanischen Izakaya nachstellen möchte – mit Reis, Edamame und einem kühlen Getränk –, ist hier ebenso richtig wie alle, die einfach Lust auf saftiges, glänzend glasiertes Hähnchen vom Grill haben. Auch für Kinder sind die süßlich-milden Spieße ein dankbares Essen.

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