Frittierte Schneeflocken – knuspriges Weihnachtsgebäck aus dünnem Teig

Knusprige Schneeflocken

Wie aus vier bis fünf papierdünnen Teigquadraten, einem Tropfen Wasser und knapp einer Minute im heißen Fett eine handtellergroße Schneeflocke wird.

31. Oktober 2026
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Frittierte Schneeflocken – knuspriges Weihnachtsgebäck aus dünnem Teig

Vier bis fünf papierdünne Teigquadrate, in der Mitte mit einem Tropfen Wasser verklebt und zusammengedrückt: Im heißen Fett stellen sich die gezackten Ecken auf, die Blätter werfen große Blasen – und aus einem unscheinbaren Stapel wird eine handtellergroße Schneeflocke unter einer Wolke Puderzucker.


Wer diese Schneeflocken zum ersten Mal sieht, hält sie für Bäckerei-Handwerk mit Spezialwerkzeug. Tatsächlich stecken dahinter nur ein fester Eierteig, ein Teigrädchen mit Zackenrand und drei Handgriffe, die sitzen müssen: papierdünn ausziehen, die Lagen in der Mitte punktgenau verkleben und die Flocke in den ersten Sekunden im Fett festhalten, bis sie sich aufstellt. Genau an diesen drei Stellen entscheidet sich, ob am Ende eine luftige, blasige Schneeflocke von rund zehn Zentimetern auf dem Teller liegt – oder ein Häufchen einzelner, flacher Teigplättchen. Alles andere ist unkompliziert, geht schnell und kostet fast nichts.

Frittierte Schneeflocken aus gezackten Teigquadraten mit Puderzucker auf einem weißen Teller vor weihnachtlicher Deko
Frittierte Schneeflocken aus gezackten Teigquadraten mit Puderzucker auf einem weißen Teller vor weihnachtlicher Deko

Was die Schneeflocke ausmacht – das Ziel vor Augen

Bevor der erste Teig gerührt wird, lohnt ein genauer Blick auf das fertige Gebäck, denn davon leiten sich alle Arbeitsschritte ab. Eine Schneeflocke besteht nicht aus einem einzigen Teigstück, sondern aus vier bis fünf einzelnen Quadraten von etwa sechs Zentimetern Kantenlänge. Sie liegen gegeneinander verdreht übereinander, sodass die Ecken versetzt herausstehen und im Umriss ein vielzackiger Stern entsteht. Jedes einzelne Quadrat trägt auf allen vier Seiten den feinen Zackenrand des Teigrädchens – dieser Rand ist das eigentliche Erkennungszeichen und der Grund, warum das Gebäck an Eiskristalle erinnert.

Und die Blätter bleiben beim Frittieren keineswegs flach. Sie wölben sich zu kleinen Kissen und werfen große, unregelmäßige Blasen, sodass die Oberfläche uneben und glasig-blättrig wirkt. Trotzdem hat das nichts mit dem weichen Aufgehen eines Hefeteigs zu tun: Die Kissen sind innen hohl und brechen beim ersten Biss splittrig auseinander. Nur die Mitte bleibt flach und eingesunken, weil dort alle Lagen zusammengedrückt sind – und genau in dieser kleinen Mulde sammelt sich später der Puderzucker.

Auch die Farbe ist Teil des Bildes und wird oft überschätzt. Die Flocken sind hell- bis strohgolden, nicht dunkelbraun; lediglich die gezackten Ränder und einzelne besonders dünne Stellen dürfen etwas kräftiger färben. Wer auf ein sattes Goldbraun frittiert, hat das Gebäck bereits zu lange im Fett gelassen, und der feine, fast neutrale Geschmack weicht einem deutlichen Röstaroma.


Der Teig: fest kneten, dünn ausziehen

Der Teig ist ein klassischer Ausbackteig, wie ihn die europäische Festküche seit Generationen kennt – in Italien als Grundlage für Chiacchiere, Frappe oder Crostoli, in Osteuropa für Faworki. Mehl, Eier, wenig Zucker, ein Stückchen Butter, eine Prise Salz und ein Schuss Rum, mehr braucht es nicht. Entscheidend ist die Konsistenz: Der Teig soll deutlich fester sein, als man es von Nudelteig gewohnt ist, und nach dem Kneten seidig glatt. Ein weicher Teig verführt zwar dazu, sofort loszurollen, reißt aber beim Ausziehen an den dünnen Stellen und nimmt im Fett zu viel Öl auf.

Zum Kneten gehören gut acht Minuten von Hand oder vier bis fünf Minuten in der Küchenmaschine. Danach braucht der Teig eine halbe Stunde Ruhe, straff in Folie gewickelt. Diese Pause ist keine Nebensache, sondern die Voraussetzung für den nächsten Schritt: Ein ungeruhter Teig zieht sich unter dem Nudelholz sofort wieder zusammen und lässt sich nicht auf die nötige Dicke bringen.

Und die lautet: höchstens ein Millimeter, lieber weniger. Ein guter Prüfstein ist die Arbeitsfläche selbst – zeichnet sich ihre Maserung unter dem Teig ab, stimmt die Stärke. Mit der Nudelmaschine geht das am gleichmäßigsten, indem der Teig schrittweise bis zur vorletzten Stufe durchläuft; mit dem Nudelholz gelingt es ebenso, verlangt aber Geduld und kleine Portionen. Wichtig ist dabei, so sparsam wie möglich zu mehlen und das überschüssige Mehl anschließend mit einem trockenen Pinsel abzukehren. Loses Mehl verhindert später, dass die Lagen aneinanderhaften, und verbrennt im heißen Fett zu dunklen Flöckchen.


Vier frittierte Schneeflocken von oben, jede aus mehreren gezackten Teigquadraten mit eingesunkener Mitte und Puderzucker
Von oben ist die Bauweise gut zu erkennen: mehrere gezackte Quadrate, versetzt übereinander, in der Mitte zusammengedrückt.

Die Schneeflocke zusammensetzen

Ist die Teigbahn hauchdünn, schneidet das Teigrädchen daraus Quadrate von etwa sechs Zentimetern – und zwar auf allen vier Seiten, damit rundum der Zackenrand entsteht. Ein einfacher Weg dorthin: erst parallele Streifen von sechs Zentimetern Breite schneiden, dann quer dazu im gleichen Abstand. Die fertigen Quadrate kommen nebeneinander unter ein Tuch, denn angetrocknete Ränder brechen beim Frittieren ab.

Der wichtigste Handgriff ist der, den viele Anleitungen unterschlagen: Trockene, bemehlte Teiglagen halten nicht aneinander. Wird ein Stapel einfach nur zusammengedrückt, treibt er im Fett auseinander, und statt einer Schneeflocke schwimmen fünf einzelne Plättchen im Topf. Deshalb kommt mit einem kleinen Pinsel ein wirklich winziger Tropfen Wasser genau in die Mitte jedes Quadrats – ein Fleck von etwa einem Zentimeter reicht völlig. Zu viel Wasser weicht die Mitte auf, spritzt im Fett und lässt sie teigig bleiben. Wer möchte, nimmt statt Wasser etwas verquirltes Eiweiß, das noch zuverlässiger klebt.

Auf das erste Quadrat kommt das zweite, um etwa 40 Grad gedreht, sodass die Ecken versetzt stehen; so geht es weiter bis zur vierten oder fünften Lage. Mehr Lagen sind verlockend, aber kontraproduktiv: Die Mitte wird dann so dick, dass sie im Fett roh bleibt, während die Ränder schon fertig sind. Zum Schluss wird der Stapel mit dem runden Stielende eines Holzlöffels in der Mitte fest bis auf die Arbeitsfläche gedrückt und kurz dort gehalten. Gedrückt wird ausschließlich dieser eine Punkt – die Ecken bleiben lose und werden weder gefaltet noch eingeschnitten. Sie sollen sich im heißen Fett von selbst aufstellen, und genau das tun sie auch.

Weil die Rohlinge aneinanderkleben, sobald sie gestapelt werden, liegen sie am besten nebeneinander auf einem bemehlten Brett. Da jede Flocke nur knapp eine Minute im Fett braucht, lohnt es sich außerdem, erst eine ganze Fuhre zu formen und dann in Ruhe zu frittieren.


Frittieren: Temperatur, Zeit und der Löffelstiel-Trick

Für das Fett braucht es einen weiten, hohen Topf von mindestens 24 Zentimetern Durchmesser – die Flocken werden rund zehn Zentimeter groß und sollen frei schwimmen und sich bequem wenden lassen. Das Öl steht etwa fünf Zentimeter hoch, wobei der Topf höchstens zur Hälfte gefüllt sein darf. Die richtige Temperatur liegt bei 165 bis 170 °C. Ohne Thermometer hilft ein Teigschnipsel: Er muss sofort aufsteigen und rundherum feine Bläschen ziehen, ohne binnen Sekunden dunkel zu werden.

Nun der Handgriff, der über die Form entscheidet. Die Schneeflocke gleitet mit der gedrückten Mitte nach unten ins Fett, und diese Mitte wird mit dem Stielende des Holzlöffels fünf bis zehn Sekunden unter der Oberfläche gehalten. Währenddessen drückt das aufsteigende Fett die Ecken nach oben, die Blätter wölben sich und werfen ihre Blasen – die Flocke bekommt ihre sternförmige Struktur mit der typischen Mulde in der Mitte. Wer den Stapel einfach nur hineingleiten lässt, erhält meist ein flaches, unförmiges Gebilde.

Danach wird der Löffel weggenommen. Etwa 30 bis 40 Sekunden auf der ersten Seite, dann wenden und weitere 20 bis 30 Sekunden – länger nicht, denn das Gebäck ist hauchdünn. Die Flocken sollen hell- bis strohgolden aus dem Fett kommen; die dunkleren Töne holen sie sich ohnehin an den gezackten Rändern. Jeweils nur zwei bis drei Stück gleichzeitig ins Fett geben: Mehr kühlt das Öl zu stark ab und lässt sich nicht rechtzeitig wenden. Zwischen den Portionen kurz warten, bis die Temperatur wieder stimmt.

Nach dem Herausheben mit der Schaumkelle liegen die Schneeflocken mit der Mitte nach oben auf Küchenpapier. Spröde werden sie erst beim Auskühlen – frisch aus dem Fett sind sie noch weich, und das ist völlig normal.


Puderzucker, Aufbewahren und Mitnehmen

Der Puderzucker kommt großzügig durch ein feines Sieb über die vollständig ausgekühlten Flocken, und zwar erst kurz vor dem Servieren. Auf noch warmem Gebäck zerläuft er sofort zu feuchten Flecken. Auf kaltem bleibt er als weißer Schleier liegen und sammelt sich in der eingesunkenen Mitte – das ist der Effekt, der die Flocken erst wirklich verschneit aussehen lässt.

Aufbewahrt werden sie ohne Puderzucker in einer luftdichten Dose, gern mit Küchenpapier zwischen den Lagen. Dort halten sie sich drei bis vier Tage knusprig. Was ihnen schadet, ist Feuchtigkeit: Der Kühlschrank ist tabu, ebenso die Nachbarschaft zu weichem Gebäck in derselben Dose, denn die zarten Blätter ziehen Feuchtigkeit an und werden zäh.

Für den Weg zum Fest gilt dasselbe Prinzip. Die Dose sollte weder zu voll noch zu leer gepackt sein – im ersten Fall brechen die Flocken unter dem eigenen Gewicht, im zweiten rutschen sie hin und her. Zwei flache Dosen sind besser als eine tiefe, und in der untersten Lage liegen die stabilsten Stücke. Bestäubt wird erst am Zielort; ein kleines Sieb und ein Löffel Puderzucker im Gepäck genügen dafür. So lässt sich das Gebäck bequem ein, zwei Tage vor dem Fest backen und kommt trotzdem frisch verschneit auf den Tisch.

Fertige frittierte Schneeflocken mit aufgestellten, blasig gewölbten Teigblättern und Puderzucker auf einem weißen Teller
Knusprige, mit Puderzucker bestäubte frittierte Schneeflocken auf einem weißen Teller

Wenn es nicht klappt: die häufigsten Ursachen

Fällt die Flocke im Fett auseinander, fehlte der Wassertropfen in der Mitte, oder es lag zu viel loses Mehl zwischen den Lagen. Beides lässt sich beim nächsten Stapel sofort korrigieren: sparsam mehlen, Mehl abkehren, punktgenau befeuchten, kräftig andrücken.

Bleiben die Blätter flach und werden hart statt blasig, war der Teig zu dick ausgerollt – das ist mit Abstand der häufigste Grund. Ein halber Millimeter Unterschied entscheidet hier über zart und zäh. Schmeckt das Gebäck dagegen fettig und schwer, war das Öl zu kalt; färben sich die Ränder dunkel, während die Mitte noch teigig ist, war es zu heiß oder der Stapel hatte zu viele Lagen.

Und wenn die Flocken am nächsten Tag ihre Knusprigkeit verloren haben, lag es fast immer an der Aufbewahrung: zu früh bestäubt, nicht vollständig ausgekühlt eingepackt oder in einer Dose, die nicht wirklich dicht schließt.


Schön serviert – kleine Ideen fürs Fest

Am besten wirken die Schneeflocken locker aufgetürmt auf einer flachen Platte oder einem hellen Brett; ein loser Stapel wirkt luftig und lädt zum Zugreifen ein. Ein weißes Tuch darunter, ein paar Zweige Tanne oder dekorative Sterne daneben, und der Teller wird zum winterlichen Blickfang. Auf einem gemischten Plätzchenteller sollten sie allerdings eine eigene Ecke bekommen, damit sie von saftigem Gebäck keine Feuchtigkeit ziehen.

Serviert werden sie pur zu Kaffee, Tee oder heißer Schokolade. Für Kinder sind die filigranen Sterne ein besonderer Spaß, und in eine hübsche Dose gepackt geben sie ein Mitbringsel ab, das nach mehr Aufwand aussieht, als tatsächlich dahintersteckt – am Ende sind es nur Mehl, Ei und ein Teigrädchen.

Warum fallen die Schneeflocken beim Frittieren auseinander?

Weil die Teiglagen nichts zusammenhält. Trockener, bemehlter Teig klebt nicht: In die Mitte jedes Quadrats gehört ein etwa 1 cm großer Tropfen Wasser oder verquirltes Eiweiß, außerdem sollte überschüssiges Mehl vorher mit einem trockenen Pinsel abgekehrt werden. Anschließend die Mitte mit dem Stielende eines Holzlöffels fest bis auf die Arbeitsfläche drücken.

Wie dünn muss der Teig für frittierte Schneeflocken sein?

Höchstens 1 mm, lieber etwas weniger – so dünn, dass sich die Maserung der Arbeitsfläche darunter abzeichnet. Ist der Teig dicker, bleiben die Blätter flach und werden hart statt blasig-knusprig.

Welche Öltemperatur ist richtig?

165 bis 170 °C. Darunter saugen sich die dünnen Blätter mit Fett voll und werden schwer, darüber färben sich die gezackten Ränder dunkel, bevor die Mitte durch ist. Pro Portion nur zwei bis drei Stück ins Fett geben, damit die Temperatur nicht einbricht.

Wie viele Teigquadrate gehören auf eine Schneeflocke?

Vier bis fünf Quadrate von etwa 6 cm Kantenlänge, jeweils um rund 40 Grad gegeneinander gedreht. Mehr Lagen sehen zwar üppiger aus, bleiben in der Mitte aber teigig.

Kann man den Teig auch ohne Alkohol zubereiten?

Ja. Der Rum lässt sich durch die gleiche Menge Wasser oder Milch ersetzen. Das Gebäck wird minimal weniger spröde, gelingt aber genauso.

Kann man die Schneeflocken im Ofen backen statt zu frittieren?

Nein, jedenfalls nicht mit diesem Ergebnis. Die aufgestellten Ecken und die großen Blasen entstehen nur, weil heißes Fett von allen Seiten gleichzeitig wirkt. Im Ofen bleiben die Teigblätter flach und werden trocken.

Wie lange bleiben frittierte Schneeflocken knusprig?

In einer luftdichten Dose und ohne Puderzucker drei bis vier Tage. Erst kurz vor dem Servieren bestäuben, nicht im Kühlschrank lagern und nicht zusammen mit saftigem Gebäck aufbewahren.

Kann man den Teig am Vortag vorbereiten?

Ja. Gut verpackt hält er sich einen Tag im Kühlschrank. Vor dem Ausrollen sollte er allerdings eine Stunde Zimmertemperatur annehmen, sonst reißt er beim dünnen Ausziehen.


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Frittierte Schneeflocken aus gezackten Teigquadraten mit Puderzucker auf einem weißen Teller vor weihnachtlicher Deko

Frittierte Schneeflocken – knuspriges Weihnachtsgebäck aus dünnem Teig

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Handtellergroße Schneeflocken aus papierdünnem Eierteig: Vier bis fünf Quadrate mit gezacktem Rand werden übereinandergelegt, in der Mitte mit einem Tropfen Wasser verklebt und fest zusammengedrückt. Im heißen Fett stellen sich die Ecken auf, die einzelnen Blätter werfen große Blasen und wölben sich zu hellgoldenen Kissen, während die Mitte eingesunken bleibt. Zum Schluss kommt eine großzügige Wolke Puderzucker darüber, die sich genau in dieser Mulde sammelt – so entsteht das festliche Gebäck aus der europäischen Ausbackteig-Tradition, das in Italien als Chiacchiere und in Osteuropa als Faworki bekannt ist.
Portionen 28 Stück
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Teigruhe 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 40 Minuten

Kochutensilien

  • Rührschüssel
  • Nudelmaschine oder Nudelholz (für Bahnen von höchstens 1 mm)
  • Teigrädchen mit Zackenrand
  • Backpinsel (klein, für den Wassertropfen in der Mitte)
  • Holzlöffel mit rundem Stielende (zum Andrücken und Festhalten im Fett)
  • weiter, hoher Topf (mindestens 24 cm Durchmesser)
  • Frittierthermometer
  • Schaumkelle
  • feines Sieb (zum Bestäuben)

Zutaten
  

Für den Teig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405, plus etwas zum Arbeiten)
  • 2 Eier (Größe M, zimmerwarm)
  • 25 g Zucker
  • 25 g weiche Butter
  • 2 EL Rum (30 ml; oder Wodka, Weißwein)
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale (von einer unbehandelten Zitrone, optional)
  • 1 Prise Salz

Zum Zusammensetzen, Frittieren und Bestäuben

  • 2 EL Wasser (zum Verkleben der Mitte; ersatzweise verquirltes Eiweiß)
  • 1.5 l neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl, zum Frittieren)
  • 40 g Puderzucker (zum großzügigen Bestäuben)

Anleitungen
 

TEIG KNETEN UND RUHEN LASSEN

  • Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Eier, weiche Butter, Rum und nach Belieben die Zitronenschale zugeben und alles zu einem festen, glatten Teig verkneten – etwa 8 Minuten von Hand, bis er sich seidig anfühlt und nicht mehr klebt. Der Teig soll deutlich fester sein als Nudelteig: Ein zu weicher Teig lässt sich zwar leichter ausrollen, reißt aber beim Ausziehen und saugt im Fett Öl. Krümelt er dagegen, tropfenweise Wasser einarbeiten.
  • Den Teig zur Kugel formen, straff in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Erst danach lässt er sich dünn ausziehen, ohne wieder zusammenzuspringen.

HAUCHDÜNN AUSROLLEN UND QUADRATE SCHNEIDEN

  • Den Teig vierteln und immer nur mit einem Viertel arbeiten, der Rest bleibt abgedeckt. Das Stück flach drücken und auf höchstens 1 mm ausrollen – so dünn, dass sich die Maserung der Arbeitsfläche darunter abzeichnet. Mit der Nudelmaschine schrittweise bis zur vorletzten Stufe durchlassen. Nur ganz sparsam mehlen und überschüssiges Mehl anschließend mit dem trockenen Backpinsel abkehren.
  • Mit dem Teigrädchen Quadrate von etwa 6 cm Kantenlänge schneiden, sodass alle vier Seiten den gezackten Rand bekommen. Pro Schneeflocke werden vier bis fünf Quadrate gebraucht. Die geschnittenen Quadrate nebeneinander legen und mit einem Tuch abdecken, damit die Ränder nicht antrocknen.

SCHNEEFLOCKEN ZUSAMMENSETZEN

  • Ein Quadrat vor sich legen und mit dem Pinsel einen wirklich kleinen Tropfen Wasser genau in die Mitte tupfen – nur etwa 1 cm im Durchmesser, nicht mehr. Das nächste Quadrat um etwa 40 Grad gedreht darauflegen, sodass die Ecken versetzt stehen und ein Stern entsteht. So mit vier bis fünf Quadraten weiterschichten. Mehr Lagen sind zu viel: Die Mitte bliebe im Fett teigig.
  • Den Stapel mit dem runden Stielende des Holzlöffels in der Mitte fest bis auf die Arbeitsfläche drücken und kurz halten, bis die Lagen dort aneinanderhaften. Nur dieser Punkt wird gedrückt, die Ecken bleiben lose und ungefaltet – sie sollen sich im Fett von selbst aufstellen. Die fertigen Rohlinge nebeneinander bereitlegen; gestapelt kleben sie zusammen.

FRITTIEREN UND BESTÄUBEN

  • Das Öl etwa 5 cm hoch in den weiten Topf füllen – der Topf darf höchstens zur Hälfte gefüllt sein – und auf 165 bis 170 °C erhitzen. Ohne Thermometer die Probe machen: Ein Teigschnipsel muss sofort aufsteigen und rundherum feine Bläschen ziehen, ohne dass sich der Rand binnen Sekunden dunkel färbt.
  • Eine Schneeflocke mit der gedrückten Mitte nach unten ins Fett gleiten lassen und die Mitte mit dem Stielende des Holzlöffels 5 bis 10 Sekunden unter der Oberfläche halten. Dabei stellen sich die Ecken auf und die Blätter wölben sich zu Kissen mit großen Blasen. Dann loslassen und in 30 bis 40 Sekunden hell ausbacken, wenden und weitere 20 bis 30 Sekunden fertig frittieren. Die Flocken bleiben hell- bis strohgolden, nur die gezackten Ränder dürfen etwas dunkler werden. Jeweils nur zwei bis drei Stück gleichzeitig ins Fett geben und die Temperatur zwischen den Portionen wieder ansteigen lassen.
  • Die Schneeflocken mit der Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und mit der Mitte nach oben auf Küchenpapier legen. Vollständig auskühlen lassen – erst dabei werden sie richtig spröde. Kurz vor dem Servieren großzügig durch ein feines Sieb mit Puderzucker bestäuben, der sich in der eingesunkenen Mitte sammelt.
    Fertige frittierte Schneeflocken mit aufgestellten, blasig gewölbten Teigblättern und Puderzucker auf einem weißen Teller

Notizen

Der Teig ist die halbe Miete: Er muss fest und gut durchgeknetet sein und mindestens 30 Minuten ruhen. Nur dann lässt er sich auf 1 mm ausziehen, ohne zu reißen oder zurückzuspringen. Ist er dicker, bleiben die Blätter im Fett flach und werden hart statt blasig.
Warum ein Tropfen Wasser: Trockene, bemehlte Teiglagen halten nicht aneinander – der Stapel treibt im Fett auseinander und ergibt lauter einzelne Plättchen statt einer Schneeflocke. Der kleine Wassertropfen in der Mitte verklebt die Lagen genau dort, wo sie zusammenbleiben sollen. Zu viel Wasser dagegen weicht die Mitte auf und spritzt im Fett.
Der Löffelstiel im Fett: Die ersten Sekunden unter der Oberfläche entscheiden über die Form. Wird die Mitte festgehalten, drückt das aufsteigende Fett die Ecken nach oben und die Flocke bekommt ihre sternförmige Wölbung mit der Mulde in der Mitte.
Öltemperatur: Unter 160 °C saugen sich die dünnen Blätter mit Fett voll und werden schwer, über 180 °C färben sich die gezackten Ränder dunkel, bevor die Mitte durch ist. Zwischen den Portionen kühlt das Fett ab – kurz warten, bis es wieder auf Temperatur ist.
Alkohol: Rum oder Wodka verdampfen beim Frittieren fast vollständig; sie verkürzen die Zeit im Fett und machen das Gebäck knuspriger. Ohne Alkohol dieselbe Menge Wasser oder Milch nehmen, das Ergebnis wird minimal weniger spröde.
Sicher frittieren: Den Topf höchstens zur Hälfte mit Öl füllen und das heiße Fett nie unbeaufsichtigt lassen. Die Teigstücke müssen trocken und mehlfrei ins Fett kommen, sonst spritzt es. Niemals Wasser in oder an heißes Fett bringen; bei einem Fettbrand den Deckel auflegen, den Herd ausschalten und keinesfalls mit Wasser löschen. Kinder halten Abstand vom Topf, das ausgekühlte Öl kommt in den Restmüll, nicht in den Abfluss.
Menge: Aus dem Teig entstehen etwa 28 Schneeflocken von rund 10 cm Durchmesser, je nach Zahl der Lagen auch ein paar mehr.
Aufbewahrung: Ohne Puderzucker in einer luftdichten Dose zwischen Lagen Küchenpapier bleiben die Schneeflocken drei bis vier Tage knusprig; sie mögen keine Feuchtigkeit und keinen Kühlschrank. Zum Transport die Dose nicht zu voll und nicht zu leer packen, damit die Flocken weder brechen noch rutschen. Erst am Zielort bestäuben.
Hinweis: Das Gebäck enthält Weizen (Gluten), Ei und Butter (Milch).

Nährwerte

Kalorien: 70kcalKohlenhydrate: 9gEiweiß: 1gFett: 3gNatrium: 15mgZucker: 2g
Gericht: Dessert, Gebäck, Plätzchen
Küche: Europäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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📌 Für wen sind diese Schneeflocken ideal? Für alle, die zur Weihnachtszeit ein filigranes, knuspriges Gebäck mit Wirkung suchen und bereit sind, eine halbe Stunde in dünnes Ausrollen und sauberes Schichten zu stecken – der Rest ist in einer knappen Minute pro Flocke erledigt.

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Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und Tipps für die private Küche und ersetzt keine medizinische oder Ernährungsberatung. Bei Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten richten Sie sich bitte zwingend nach den Hinweisen auf den Verpackungen Ihrer Zutaten. Die angegebenen Nährwerte sind Orientierungswerte und können schwanken. Achten Sie stets auf die Frische Ihrer Zutaten. Das Nacharbeiten der Rezepte und Anleitungen sowie der Umgang mit Küchengeräten, heißen Zutaten und offenem Feuer erfolgen auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen jedoch ohne Gewähr.

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