Getrocknete Apfelchips selber machen
Zwei Zutaten, kein zugesetzter Zucker und ein Ofen: Mehr braucht es nicht für knusprige Apfelchips. Der einzige echte Trick steckt in der Temperatur – hier wird nicht gebacken, sondern langsam getrocknet.
Getrocknete Apfelchips selbst zu machen ist einfacher, als viele denken – und das Ergebnis schmeckt deutlich besser als jede gekaufte Tüte. Man braucht dafür nur Äpfel und einen Spritzer Zitrone, keinen zugesetzten Zucker und keine Zusatzstoffe. Dünne Apfelscheiben werden kurz in Zitronenwasser getaucht, damit sie hell bleiben, und dann im Ofen bei niedriger Temperatur langsam getrocknet, bis sie knusprig sind. Heraus kommt ein natürlicher, fruchtig-süßer Snack, der sich wunderbar auf Vorrat zubereiten lässt und im Glas wochenlang hält – perfekt für unterwegs, die Lunchbox oder den Filmabend.

Nur zwei Zutaten – und warum das reicht
Das Schöne an diesem Rezept ist seine Schlichtheit: Apfel und Zitrone, mehr ist nicht nötig. Der Apfel bringt die natürliche Süße und die Frucht mit, sodass kein zusätzlicher Zucker nötig ist – beim Trocknen konzentriert sich der Fruchtzucker ganz von selbst, und die Chips werden angenehm süß. Die Zitrone spielt eine unauffällige, aber wichtige Nebenrolle: Sie hält die hellen Apfelscheiben schön hell und gibt eine feine Frische.
Für besonders hübsche, hell-grüne Chips eignen sich säuerliche Äpfel wie Granny Smith, deren grüne Schale einen schönen Rand ergibt. Wer es süßer mag, nimmt eine mildere Sorte. Grundsätzlich funktioniert fast jeder Apfel – wichtiger als die Sorte ist, dass die Äpfel frisch und knackig sind. Und weil außer Obst nichts hineinkommt, sind die Apfelchips ganz nebenbei vegan, glutenfrei und frei von zugesetztem Zucker.
Dünn schneiden ist der halbe Erfolg
Der wichtigste Schritt passiert schon vor dem Trocknen: das Schneiden. Damit die Apfelchips gleichmäßig trocknen und richtig knusprig werden, sollten die Scheiben dünn und vor allem gleich dick sein – etwa zwei Millimeter sind ideal. Dickere Scheiben bleiben in der Mitte zäh, während die Ränder schon fertig sind, und ungleichmäßige Scheiben trocknen unterschiedlich schnell.
Am einfachsten und schnellsten gelingt das mit einer Mandoline, die alle Scheiben in exakt gleicher Dicke schneidet. Wer kein solches Gerät hat, nimmt ein scharfes Messer und etwas Geduld. Ob man das Kerngehäuse ausstecht, ist Geschmackssache: Sticht man es aus, entstehen hübsche Ringe; lässt man es dran, zeigt sich beim Querschnitt der dekorative Kernhaus-Stern in der Mitte. Beides sieht schön aus – der Geschmack bleibt gleich.

Warum die Äpfel hell bleiben
Wer schon einmal einen Apfel angeschnitten und liegen gelassen hat, kennt das: Die Schnittfläche wird schnell bräunlich. Genau das würde auch mit den dünnen Apfelscheiben passieren, sobald sie an der Luft liegen. Damit die Chips appetitlich hell bleiben, hilft ein einfacher Trick: Die Scheiben werden kurz in Zitronenwasser getaucht. Die Säure der Zitrone bremst das Braunwerden, und die Chips behalten ihre schöne helle Farbe.
Das Bad im Zitronenwasser sollte wirklich nur kurz sein – ein schnelles Eintauchen genügt. Danach lässt man die Scheiben gut abtropfen und tupft sie trocken, damit sie nicht unnötig viel Feuchtigkeit ins Trocknen mitnehmen. Bei roten, süßen Äpfeln, die weniger stark bräunen, kann man den Schritt auch weglassen. Bei hellen, säuerlichen Sorten macht er aber einen sichtbaren Unterschied.
Trocknen statt backen: die richtige Hitze
Der entscheidende Punkt bei Apfelchips ist, dass sie nicht gebacken, sondern getrocknet werden. Der Unterschied liegt in der Temperatur: Bei niedriger Hitze von etwa 70 °C (158 °F) verdunstet die Feuchtigkeit langsam, ohne dass die Chips bräunen oder verbrennen. Würde man sie bei hoher Temperatur backen, wären die Ränder verbrannt, bevor die Mitte trocken ist. Deshalb heißt es hier: niedrige Hitze und Zeit.
Ein wichtiger Kniff im Backofen ist, die Ofentür einen Spalt offen zu lassen – zum Beispiel, indem man einen Holzlöffel in die Tür klemmt. So kann die Feuchtigkeit, die aus den Äpfeln entweicht, aus dem Ofen abziehen, statt sich darin zu sammeln. Andernfalls würden die Chips im eigenen Dampf eher dämpfen als trocknen. Wer einen Dörrautomaten besitzt, hat es noch einfacher: Dort trocknen die Chips besonders gleichmäßig, ganz nach Geräteanleitung. Die Apfelscheiben liegen dabei am besten nebeneinander auf einem Rost, damit die Luft von allen Seiten zirkulieren kann.
Knusprig erst nach dem Auskühlen
Ein Punkt überrascht viele beim ersten Mal: Direkt aus dem Ofen sind die Apfelchips oft noch etwas biegsam und wirken nicht ganz fertig. Das ist völlig normal. Ihre volle Knusprigkeit entwickeln sie erst beim Auskühlen, wenn die Restwärme entweicht und die letzte Feuchtigkeit verdunstet. Es lohnt sich also, sie vor dem Naschen wirklich vollständig abkühlen zu lassen – dann sind sie am knusprigsten.
Zum Aufbewahren kommen die ausgekühlten Chips in ein luftdichtes Glas. Trocken gelagert halten sie sich mehrere Wochen, sodass sich eine größere Menge auf Vorrat lohnt. Sollten sie mit der Zeit doch weich werden, hilft es, sie kurz noch einmal in den warmen Ofen zu geben – schon sind sie wieder knusprig. So hat man immer einen gesunden Snack griffbereit, der Kindern wie Erwachsenen schmeckt und ganz ohne Zusätze auskommt.

Welche Äpfel eignen sich am besten?
Säuerliche, knackige Sorten wie Granny Smith geben besonders hübsche, helle Chips mit grünem Rand. Grundsätzlich funktioniert aber fast jeder frische Apfel; süße Sorten werden entsprechend süßer.
Warum werden die Apfelchips nicht knusprig?
Meist waren die Scheiben zu dick oder noch nicht ganz trocken. Wichtig ist ein dünner, gleichmäßiger Schnitt und dass die Chips nach dem Trocknen vollständig auskühlen – erst dann werden sie richtig knusprig.
Muss man das Zitronenwasser verwenden?
Bei hellen, säuerlichen Äpfeln lohnt es sich, damit die Scheiben nicht braun werden. Bei roten, süßen Äpfeln, die kaum bräunen, kann man darauf verzichten.
Geht es auch im Dörrautomaten?
Ja, im Dörrautomaten gelingen die Apfelchips besonders gleichmäßig. Die Scheiben einlagig auf die Einschübe legen und nach Geräteanleitung trocknen.
Wie lange halten sich die Apfelchips?
In einem luftdichten Glas trocken gelagert halten sie sich mehrere Wochen. Werden sie weich, kurz erneut in den warmen Ofen geben, dann sind sie wieder knusprig.
Das könnte Sie auch interessieren
Bananenchips aus dem Ofen – Noch ein selbstgemachter Trockenfrucht-Snack ohne Zucker.
Rezept für getrocknete Tomaten – Herzhaftes Trocknen auf Vorrat.
Knusprige Granola mit Limette und Rosinen – Selbstgemachtes Knuspermüsli als gesunder Snack.
Energiekugeln mit Kichererbsen und Erdnussbutter – Kleine Energiebällchen für zwischendurch.
Apfel-Crumble mit Zimt und warmer Vanillesauce – Warmes Apfeldessert für kalte Tage.
Französische Apfeltarte – Klassische Tarte mit dünn geschnittenen Äpfeln.
Knackiger grüner Salat mit süßem Apfel – Frischer Salat mit knackigem Apfel.
Klassischer Apfelstrudel aus Strudelteig – Der Klassiker mit hauchdünnem Teig und Äpfeln.

Getrocknete Apfelchips selber machen
Kochutensilien
- Mandoline oder scharfes Messer
- Backofen (oder Dörrautomat)
- Backblech mit Rost oder Backpapier
Zutaten
Für die Apfelchips
- 4 Äpfel (z. B. Granny Smith)
- 1 Zitrone (Saft)
- 500 ml Wasser
- 1 TL Zimt (optional)
Anleitungen
ÄPFEL VORBEREITEN
- Den Ofen auf 70 °C (158 °F) Umluft vorheizen. Die Zitrone auspressen und den Saft mit dem Wasser mischen. Die Äpfel waschen, nach Belieben das Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel mit einer Mandoline oder einem scharfen Messer in sehr dünne Scheiben (etwa 2 mm) schneiden. Die Scheiben kurz in das Zitronenwasser tauchen, damit sie nicht braun werden, dann gut abtropfen lassen und trocken tupfen.
TROCKNEN UND AUFBEWAHREN
- Die Apfelscheiben nebeneinander auf einen Backrost oder ein mit Backpapier belegtes Blech legen, sodass sie sich nicht überlappen. Nach Belieben mit etwas Zimt bestäuben. Im Ofen bei niedriger Temperatur etwa 3 bis 4 Stunden trocknen. Dabei die Ofentür einen Spalt offen lassen – zum Beispiel mit einem Holzlöffel eingeklemmt –, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch einmal wenden.

- Die Apfelchips sind fertig, wenn sie sich trocken und ledrig bis knusprig anfühlen. Vollständig auskühlen lassen – erst dann werden sie richtig knusprig. Anschließend in ein luftdichtes Glas füllen und trocken aufbewahren.

Notizen
Nährwerte
📌 Für wen sind diese getrockneten Apfelchips ideal? Für alle, die einen gesunden, natürlichen Snack ohne Zucker suchen – für Kinder und die Lunchbox, für unterwegs und den Filmabend und für alle, die im Herbst die Apfelernte auf Vorrat haltbar machen möchten.
🔎 Suchen Sie nach: Getrocknete Apfelchips, Apfelchips selber machen, Apfelchips aus dem Ofen, selbstgemachte Apfelchips, Apfelchips ohne Zucker, getrocknete Äpfel, Apfelchips Dörrautomat, vegane Apfelchips, knusprige Apfelchips, Apfelchips Rezept
Haben Sie diese getrockneten Apfelchips ausprobiert? Erzählen Sie in den Kommentaren, welche Apfelsorte Sie am liebsten verwenden und ob Sie sie pur oder mit einem Hauch Zimt mögen – und lassen Sie gern eine Bewertung da.