Pflaumen-Streuselkuchen vom Blech

Klassischer Blechkuchen

Hoher, buttriger Rührteig, Pflaumen als saftige Einschlüsse und eine dicke Streuselkrone – der Kuchen für die Kaffeetafel.

2. September 2026
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Pflaumen-Streuselkuchen vom Blech

Pflaumenkuchen gibt es viele – flach auf Mürbeteig, luftig auf Hefeteig, gestürzt. Dieser hier wächst in der hohen Form zu einem gut fünf Zentimeter hohen Kuchen mit dicker Streuselkrone, und die Pflaumen sitzen als saftige Einschlüsse mitten im Teig.


Kaum ein Kuchen gehört so selbstverständlich zur Kaffeetafel wie der Pflaumen-Streuselkuchen. Dieser hier fällt allerdings deutlich höher aus als der flache Klassiker vom Blech: Gebacken in einer hohen rechteckigen Form, wächst der buttrige Rührteig auf gut vier Zentimeter, die Pflaumenviertel werden dabei vom aufgehenden Teig eingeschlossen, und darüber liegt eine gute Fingerkuppe hoch Streusel. Herausgeschnitten werden kräftige, fast quadratische Stücke, die von selbst stehen – innen zart und saftig, obenauf mürbe und knusprig. Der Schlüssel liegt weniger in ausgefallenen Zutaten als in drei Größen: der Höhe der Form, der Menge der Streusel und der Backzeit, die ein Kuchen dieser Höhe braucht.

Pflaumen-Streuselkuchen von oben auf einer gedeckten Kaffeetafel mit Tassen, Kannen und frischen Pflaumen
Angeschnitten auf der sommerlichen Kaffeetafel – gebacken in einer hohen rechteckigen Form.

Der richtige Teig: warum Rührteig?

Für Pflaumenkuchen gibt es verschiedene Teige, die jeweils den Charakter des Kuchens verändern. Ein Hefeteig wird lockerer und brotiger, ein Mürbeteig fester und mürbe. Dieser Kuchen setzt bewusst auf einen Rührteig – und das aus gutem Grund. Der Rührteig ergibt eine feine, weiche Krume, die den Saft der Pflaumen aufnimmt und dadurch besonders saftig bleibt, ohne matschig zu werden. Er ist außerdem der unkomplizierteste Teig: kein Gehen, kein Kühlen, einfach anrühren und backen.

Damit der Rührteig richtig locker wird, kommt es auf einen Handgriff an: Butter und Zucker müssen gründlich hell-cremig aufgeschlagen werden, bevor die Eier einzeln untergerührt werden. Dabei wird Luft eingeschlagen, die den Teig später aufgehen lässt. Das Mehl mit dem Backpulver wird nur kurz untergehoben – zu langes Rühren macht den Teig zäh. Ein Schuss Milch sorgt dafür, dass der Teig geschmeidig bleibt und sich gut verstreichen lässt.

Entscheidend ist die Form. Die Teigmenge aus 500 g Mehl ist auf eine hohe rechteckige Form von etwa 30 × 20 cm (12 × 8 in) mit mindestens 6 cm hohem Rand berechnet: Darin steht der rohe Teig rund 2,5 cm hoch und wächst im Ofen auf gut 4 cm. Auf einem großen, flachen Backblech verteilt sich dieselbe Menge auf einen dünnen Boden – dann entsteht ein anderer, flacherer und trockenerer Kuchen. Wer nur ein Blech hat, halbiert die Teigmenge besser nicht, sondern grenzt die Fläche mit einer doppelten Bahn Backpapier ab.


Die perfekten Streusel

Die Streusel sind der zweite Teig dieses Kuchens und entscheiden über die knusprige Krone. Für grobe, mürbe Streusel gilt eine einfache Regel: Die Butter muss kalt sein. Mehl, Zucker und die kalte Butter werden nur so lange mit den Fingerspitzen verrieben, bis unregelmäßige Krümel entstehen. Wer zu lange knetet oder warme Butter verwendet, bekommt einen zusammenhängenden Teig, der beim Backen zu einer festen Platte verläuft, statt einzelne, knusprige Streusel zu bilden.

Bei der Menge lohnt Großzügigkeit: 250 g Mehl mit 125 g Butter und 125 g Zucker ergeben eine Streuselschicht von etwa einem Zentimeter – bei diesem Kuchen keine Verzierung, sondern eine eigene Schicht, die beim Anschnitt so hoch steht wie ein Drittel der Krume. Eine halbe Teelöffelspitze Zimt ist optional, passt aber wunderbar zu Pflaumen und gibt dem Kuchen eine warme, herbstliche Note. Wichtig ist, die Streusel bis zum Verteilen kühl zu stellen. So behalten sie ihre Form und werden im Ofen schön mürbe, während sie unter der Hitze goldgelb rösten.


Pflaumen oder Zwetschgen – und warum sie nicht dicht an dicht liegen

Für den Belag eignen sich sowohl Pflaumen als auch Zwetschgen. Zwetschgen sind fester und säuerlicher, behalten beim Backen besser ihre Form und lassen sich sauber entsteinen. Runde Pflaumen sind saftiger und süßer, geben dafür aber mehr Flüssigkeit ab. Beide schmecken hervorragend – die Saison von August bis Oktober ist die beste Zeit für diesen Kuchen.

Anders als beim flachen Pflaumenkuchen werden die Früchte hier bewusst nicht dicht an dicht gelegt. 500 g Pflaumenviertel reichen für die ganze Fläche, wenn sie mit etwas Abstand verteilt und nur leicht in den Teig gedrückt werden – die Schnittseite zeigt nach oben, damit austretender Saft nach oben verdampft. Beim Backen steigt der hohe Teig über die Früchte hinweg und schließt sie ein: Am Ende schauen nur einzelne rote Stellen zwischen den Streuseln hervor, während die Frucht als saftiger Einschluss mitten in der Krume sitzt.

Genau diese Zurückhaltung hält den Kuchen zart statt nass. Wer die doppelte Menge Frucht dicht an dicht auflegt, bekommt einen sehr feuchten Boden, der sich schwer schneiden lässt. Sehr saftige Früchte werden nach dem Vierteln zusätzlich kurz auf Küchenpapier abgetropft.

Stück Pflaumen-Streuselkuchen auf einem Teller mit Kaffee im Garten, im Hintergrund der Kuchen auf einem Gitter
Ein Stück mit einer Tasse Kaffee – so schmeckt der Kuchen am besten.

So gelingt das Zusammensetzen

Ist alles vorbereitet, geht das Zusammensetzen schnell. Die Form wird mit Backpapier ausgelegt – bei einem Kuchen dieser Höhe ist das dem Einfetten vorzuziehen, weil der ausgekühlte Block sich am überstehenden Papier in einem Stück herausheben lässt. Der Rührteig wird eingefüllt und glatt gestrichen, sodass er etwa 2,5 cm hoch steht. Darauf kommen die Pflaumenviertel mit Abstand, leicht eingedrückt, damit sie beim Aufgehen nicht verrutschen. Zum Schluss werden die kalten Streusel gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt.

Wichtig ist, nicht zu sparsam mit den Streuseln zu sein: Sie bilden die mürbe Krone, die dem Kuchen sein typisches Aussehen gibt. Wie die Oberfläche am Ende aussieht, ist bei diesem hohen Kuchen anders als beim flachen: Der Teig steigt zwischen den Streuseln in goldenen Kuppeln auf, sodass sich Streuselkrümel und blank gebackene Teigflächen abwechseln und die Früchte nur an wenigen Stellen als rote Flecken hervorschauen. Eine gleichmäßig geschlossene Streuseldecke wie beim dünnen Blechkuchen entsteht dabei nicht – und muss es auch nicht.


Backen und die Stäbchenprobe

Der Kuchen backt im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (347 °F) Ober-/Unterhitze 55 bis 65 Minuten – ein Kuchen von gut vier Zentimetern Höhe mit saftiger Frucht braucht diese Zeit, mit 40 Minuten bliebe die Mitte feucht. Fertig ist er, wenn eine Stäbchenprobe im Teig – nicht in einer Pflaume – sauber und ohne feuchte Teigreste herauskommt.

Damit die Streusel dabei nicht zu dunkel werden, gehört ein Handgriff fest zum Ablauf: Nach etwa 35 Minuten wird ein Blatt Backpapier locker auf den Kuchen gelegt. Die Oberfläche bräunt dann nicht weiter und bleibt goldgelb, während der hohe Teig in Ruhe durchbackt. In einer dunklen Form bekommt der Kuchen zugleich eine kräftig gebräunte Boden- und Randkruste – sie ist gewollt und gibt den hohen Stücken den Halt, mit dem sie später von selbst stehen.


Auskühlen, Schneiden und Aufbewahren

Der Pflaumen-Streuselkuchen sollte etwa zwei Stunden in der Form auskühlen, bevor er geschnitten wird. Warm ist der Teig noch weich und die hohen Stücke zerfallen leicht; ausgekühlt lässt sich der Block am überstehenden Backpapier herausheben und sauber in fünfzehn kräftige Quadrate teilen, die von selbst stehen. Wer mag, bestäubt sie vor dem Servieren dünn mit Puderzucker – nötig ist das nicht, die Streuselkrone ist Schmuck genug.

Ein großer Vorteil dieses Kuchens ist seine Haltbarkeit. Durch den saftigen Rührteig schmeckt er am nächsten Tag oft noch besser, wenn die Aromen durchgezogen sind. Abgedeckt hält er sich bei Zimmertemperatur zwei bis drei Tage. Er lässt sich auch stückweise einfrieren und bei Bedarf einzeln auftauen – praktisch für den spontanen Kaffeebesuch.


Pflaumen-Streuselkuchen in der hohen Form von oben, daneben eine Kaffeetasse und frische Pflaumen auf hellem Holz
Die dicke Streuselkrone mit goldenen Teigkuppeln – die Pflaumen schauen nur an einzelnen Stellen hervor.

Servieren und die richtige Saison

So gut der Kuchen für sich schmeckt, so schön lässt er sich begleiten. Klassisch wird der Pflaumen-Streuselkuchen mit einer Haube frisch geschlagener Sahne serviert, deren Milde die leichte Säure der Pflaumen wunderbar auffängt. Auch eine Kugel Vanilleeis passt zu einem lauwarmen Stück. Und natürlich gehört eine gute Tasse Kaffee dazu – dieser Kuchen ist wie geschaffen für die gemütliche Nachmittagsrunde.

Am besten schmeckt der Kuchen in der Pflaumensaison von Spätsommer bis Herbst, wenn die Früchte aromatisch und reif sind. Außerhalb der Saison lassen sich auch tiefgekühlte Pflaumen verwenden – diese sollten allerdings noch leicht gefroren auf den Teig kommen und gut abgetropft sein, damit der Kuchen nicht zu feucht wird. So gelingt der sommerliche Klassiker das ganze Jahr über.



Kleine Abwandlungen des Klassikers

So gut der Pflaumen-Streuselkuchen im Original schmeckt, so leicht lässt er sich abwandeln. In die Streusel passen neben Zimt auch gemahlene Mandeln oder gehackte Haselnüsse, die eine feine nussige Note beisteuern und für extra Knusprigkeit sorgen. Ein wenig abgeriebene Zitronenschale im Teig unterstreicht die Fruchtigkeit der Pflaumen zusätzlich.

Wer den Kuchen gehaltvoller mag, verteilt vor den Pflaumen einen dünnen Klecks Vanillepudding oder verrührten Quark auf dem Teig – das ergibt eine cremige Schicht zwischen Boden und Früchten. Auch andere Früchte der Saison funktionieren nach demselben Prinzip: Aprikosen, Kirschen oder Mirabellen lassen sich genauso verarbeiten. So wird aus einem Grundrezept ein Kuchen für das ganze Obstjahr, der immer wieder neu schmeckt.

Gedeckter Gartentisch mit Pflaumen-Streuselkuchen in der Form, weißer Kaffeekanne und Blumenstrauß
Der fertige Kuchen auf dem sommerlichen Gartentisch – bereit für die Kaffeerunde.

Welcher Teig eignet sich am besten für Pflaumenkuchen?

Für einen besonders saftigen, hohen Kuchen ist ein Rührteig ideal, weil er den Saft der Früchte aufnimmt und weich bleibt. Hefeteig wird lockerer und brotiger, Mürbeteig fester und flacher. Dieses Rezept verwendet einen unkomplizierten Rührteig aus 500 g Mehl.

Welche Form braucht man – und wie hoch wird der Kuchen?

Eine hohe rechteckige Form von etwa 30 × 20 cm (12 × 8 in) mit mindestens 6 cm hohem Rand, mit Backpapier ausgelegt. Der rohe Teig steht darin rund 2,5 cm hoch und wächst auf gut 4 cm; mit der Streuselkrone werden die Stücke etwa 5 cm hoch. Auf einem großen flachen Blech verteilt sich dieselbe Menge zu dünn.

Wie verhindert man, dass der Kuchen durchweicht?

Die Früchte mit Abstand verteilen statt dicht an dicht legen, die Schnittseite nach oben, und sehr saftige Pflaumen vorher kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Bei diesem hohen Rührteig ist die Menge der Frucht der entscheidende Punkt: 500 g auf die ganze Fläche geben Saft und Säure, ohne den Boden nass zu machen.

Kann man Zwetschgen statt Pflaumen nehmen?

Ja. Zwetschgen sind fester und säuerlicher und behalten ihre Form besser, Pflaumen sind saftiger und süßer. Beide eignen sich hervorragend für diesen Kuchen.

Kann man den Kuchen mit Tiefkühl-Pflaumen backen?

Ja. Die Pflaumen sollten noch leicht gefroren und gut abgetropft auf den Teig kommen, damit er nicht zu feucht wird. Die Backzeit verlängert sich dadurch um etwa 5 bis 10 Minuten.

Wie lange hält sich der Kuchen?

Abgedeckt bei Zimmertemperatur 2 bis 3 Tage. Durch den Rührteig schmeckt er am nächsten Tag oft noch saftiger. Er lässt sich auch stückweise einfrieren.


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Pflaumen-Streuselkuchen vom Blech

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Dieser Pflaumen-Streuselkuchen ist ein Klassiker der deutschen Kaffeetafel – und er fällt höher aus als die meisten Pflaumenkuchen. In einer hohen rechteckigen Form wächst der buttrige Rührteig zu einer gut vier Zentimeter hohen, sehr zarten Krume, die Pflaumenviertel sitzen als saftige Einschlüsse mitten darin, und obenauf liegt eine dicke, goldgelbe Streuselkrone. Anders als beim flachen Mürbeteig- oder Hefeteig-Pflaumenkuchen ist hier der Teig die Hauptsache und die Frucht der Akzent: Sie gibt Saft und Säure ab, ohne den Kuchen schwer zu machen. Geschnitten wird er in kräftige, fast quadratische Stücke, die von selbst stehen – ideal für den Sonntagskaffee, das Gartenfest oder das Kuchenbuffet.
Portionen 15 Stücke
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Gesamtzeit 3 Stunden 30 Minuten

Kochutensilien

  • Hohe rechteckige Backform (ca. 30 × 20 cm (12 × 8 in), mind. 6 cm hoher Rand)
  • Backpapier
  • Küchenmaschine oder kräftiges Handrührgerät

Zutaten
  

Für den Rührteig

  • 500 g Mehl
  • 300 g Butter (weich)
  • 300 g Zucker
  • 5 Eier
  • 4 TL Backpulver (ca. 15 g)
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 0.5 TL Salz
  • 6 EL Milch (ca. 90 ml)

Für den Belag

  • 500 g Pflaumen (entsteint und geviertelt)

Für die Streusel

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter (kalt)
  • 125 g Zucker
  • 0.5 TL Zimt (optional)

Anleitungen
 

  • Streusel zubereiten: Mehl, Zucker und nach Belieben Zimt mischen. Die kalte Butter in Stücken zugeben und mit den Fingerspitzen nur kurz zu groben, erbsengroßen Streuseln verreiben. Bis zur Verwendung kalt stellen – die Menge sieht viel aus und soll es auch sein, sie bildet später die dicke Krone.
  • Pflaumen vorbereiten: Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und vierteln. Sehr saftige Früchte kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Form und Ofen vorbereiten: Die hohe Form mit Backpapier auslegen, sodass das Papier an den Längsseiten übersteht. Den Ofen auf 175 °C (347 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Rührteig anrühren: Weiche Butter mit Zucker, Vanille und Salz mindestens 5 Minuten hell-cremig aufschlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch nur kurz unterrühren, bis ein glatter, zäh-cremiger Teig entsteht.
  • Belegen: Den Teig in die Form füllen und glatt streichen – er steht etwa 2,5 cm hoch. Die Pflaumenviertel mit der Schnittseite nach oben mit etwas Abstand über die ganze Fläche verteilen und leicht eindrücken. Nicht dicht an dicht legen: Der Teig steigt beim Backen über die Früchte hinweg und schließt sie ein.
  • Mit Streuseln backen: Die kalten Streusel gleichmäßig über die ganze Fläche verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (347 °F) 55 bis 65 Minuten backen. Nach etwa 35 Minuten ein Blatt Backpapier locker auflegen, damit die Streusel nicht zu dunkel werden, während der hohe Teig in Ruhe durchbackt. Fertig ist der Kuchen, wenn eine Stäbchenprobe im Teig – nicht in einer Pflaume – sauber bleibt.
  • Auskühlen & servieren: Den Kuchen etwa 2 Stunden in der Form auskühlen lassen, erst dann am Papier herausheben und in 15 kräftige Stücke schneiden. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und mit Sahne oder einer Tasse Kaffee servieren.
    Hohes Stück Pflaumen-Streuselkuchen auf einem Teller mit Kaffee, dahinter der ganze Kuchen in der hohen Form

Notizen

Warum die Form hoch sein muss: Die Teigmenge ist auf eine Form von ca. 30 × 20 cm (12 × 8 in) mit hohem Rand berechnet. Der rohe Teig steht darin etwa 2,5 cm hoch und wächst im Ofen auf gut 4 cm, dazu kommt die Streuselkrone. In einer flachen Form oder auf einem großen Backblech läuft der Teig zu dünn aus und der Kuchen wird ein anderer – flach und trocken.
Warum die Pflaumen im Teig verschwinden: Anders als beim flachen Pflaumenkuchen werden die Früchte hier nicht dicht an dicht gelegt. Der hohe Teig steigt über sie hinweg, sodass nach dem Backen nur einzelne rote Stellen zwischen den Streuseln hervorschauen und die Frucht als saftiger Einschluss in der Krume sitzt. Genau das macht den Kuchen zart statt nass – wer die Früchte dicht legt, bekommt einen sehr feuchten Boden.
Die perfekten Streusel: Für grobe, mürbe Streusel muss die Butter kalt sein und nur kurz mit Mehl und Zucker verrieben werden. Zu warme oder zu lange geknetete Streusel verlaufen beim Backen zu einer festen Decke, statt einzelne Krümel zu bilden. An Streuseln nicht sparen – sie sind bei diesem Kuchen eine eigene Schicht von rund einem Zentimeter.
Damit die Streusel nicht zu dunkel werden: Ein Kuchen dieser Höhe braucht Zeit. Nach etwa 35 Minuten ein Blatt Backpapier locker auflegen: Die Oberfläche bräunt dann nicht weiter, während die Mitte durchbackt. In einer dunklen Form bekommt der Kuchen zudem eine kräftig gebräunte Boden- und Randkruste – das ist gewollt und gibt den Stücken Halt.
Pflaumen oder Zwetschgen? Beide passen. Zwetschgen sind fester und säuerlicher und behalten ihre Form besser; runde Pflaumen sind saftiger und süßer. In der Saison von August bis Oktober schmeckt der Kuchen am besten.
Gut vorzubereiten und einzufrieren: Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag noch saftiger. Abgedeckt hält er sich 2 bis 3 Tage und lässt sich auch stückweise einfrieren.
Dazu passt: Klassisch wird der Pflaumen-Streuselkuchen mit einer Haube Schlagsahne serviert, die die leichte Säure der Pflaumen wunderbar abrundet. Auch pur zum Kaffee ist er ein Genuss.

Nährwerte

Portion: 1gKalorien: 540kcalKohlenhydrate: 68gEiweiß: 8gFett: 25gNatrium: 110mgBallaststoffe: 2gZucker: 32g
Gericht: Backwaren
Küche: Deutsch, Europäisch, Mitteleuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die einen unkomplizierten, saftigen Klassiker für die Kaffeetafel suchen. Ideal für Gartenfeste, den Sonntagskaffee und das Kuchenbuffet – der Kuchen lässt sich gut vorbereiten, einfrieren und in praktische Stücke schneiden.

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