Schoko-Pizza flach klassisch mit weißer Schokolade und Schoko-Eis – Dessert-Pizza zum Teilen
Eine flache runde Schoko-Pizza auf einem schwarzen Teller, bedeckt mit geschmolzener dunkler Schokolade und hellen Würfeln aus weißer Schokolade, die in Stücke geschnitten und mit einer Schale Schokoladen-Eis, Himbeeren und Heidelbeeren serviert wird – ein Dessert für alle, die Schokolade lieben und gern teilen.
Diese flache Schoko-Pizza ist die gesellige Variante einer Dessert-Pizza: ein dünner runder Hefeboden, noch heiß mit grob gehackter Schokolade bestreut, dazwischen Schokoladen-Tropfen und ein paar Würfel aus weißer Schokolade, dann in Stücke geschnitten wie eine echte Pizza.
Dazu kommt eine kleine Schale Schokoladen-Eis mit Beeren. So entsteht ein Dessert, das man in die Mitte des Tisches stellt und gemeinsam isst – warm vom Blech, mit kühlem Eis daneben. Aufwendig sieht es aus, gemacht ist es in zwei Ofengängen.
Flach zum Teilen – der Unterschied zur ovalen Schoko-Pinsa
Auf victorycooks.de gibt es bereits die **ovale Schoko-Pinsa aus Kakao-Teig**: zwei dicke, luftig aufgegangene Fladen, die pur gebacken und erst danach mit Schoko-Aufstrich, frischen Himbeeren und Walnüssen belegt werden. Dort bleibt die Schokolade kalt und cremig, der Teig ist grobporig und rund 2 cm hoch.
Diese flache Variante ist bewusst anders gedacht: ein dünner heller Boden von 30 cm, die Schokolade schmilzt im Ofen auf dem heißen Teig, und geschnitten wird wie bei einer echten Pizza in 6 bis 8 Stücke.
Damit eignet sie sich für die etwas größere Runde – für die Familie am Sonntag, für ein Buffet oder einen Kindergeburtstag, wo jeder sich ein Stück abschneidet. Die ovale Pinsa bleibt das rustikale Gebäck zum Kaffee; die flache Pizza ist die Tafel-Variante mit Eis daneben.
Der Boden
Die Basis ist ein klassischer Pizzateig mit einem Löffel Zucker: 250 g Mehl Type 00, wenig Hefe, etwas Olivenöl – derselbe Teig, der auch unter der herzhaften Blechpizza liegt. Der Zucker macht ihn nicht süß, er lässt den Boden nur schneller bräunen. Auf den Fotos ist dieser helle Boden zu sehen – hell und knusprig, ein Teig mit Biss und kein Tortenboden.
Wer Zeit hat, lässt den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen. Die lange, kühle Gare gibt ihm mehr Aroma. In Eile reichen auch vier Stunden bei Zimmertemperatur. Für einen dunklen Boden kneten Sie 20 g Kakaopulver und 20 ml Wasser zusätzlich ein – Kakao bindet Wasser, deshalb die Zugabe.
Wichtig ist, den Boden vorzubacken, bevor die Schokolade daraufkommt. Auf rohem Teig würde die schmelzende Schokolade in die feuchte Krume ziehen. Erst der vorgebackene, an den Rändern knusprige Boden trägt den Belag, ohne weich zu werden.
Der Schokoladen-Belag: schmelzen statt backen
Der Belag ist pure Schokolade, grob gehackt und auf dem heißen Boden geschmolzen: 150 g dunkle Schokolade in flachen Splittern, dazu Schokoladen-Tropfen und die Würfel aus weißer Schokolade. Genau das zeigen die Fotos – eine glänzende Decke, in der die einzelnen Splitter noch als Struktur zu erkennen sind, keine spiegelglatte Glasur.
Eine fertige Ganache gehört nicht in den heißen Ofen. Sie ist eine Emulsion aus Sahne und Schokolade, und die bricht ab etwa 50 °C: Das Fett tritt als Pfütze aus, zurück bleibt eine krisselige Masse. Wer trotzdem Ganache mag, streicht sie erst nach dem Backen auf die lauwarme Pizza – wie sich Ganache und Temperatur zueinander verhalten, steht ausführlich beim Schokoladen-Drip auf der Torte.
Die Würfel aus weißer Schokolade setzen Sie kalt auf und backen höchstens vier Minuten mit. Sie behalten dann ihre Kanten, einzelne bekommen goldene Karamellflecken – auf den Fotos gut zu sehen. Weiße Schokolade enthält viel Zucker und Milchpulver und bräunt schneller als dunkle.
Wer mag, ergänzt geröstete gehackte Nüsse für den Biss oder eine Prise Fleur de Sel für den Salz-Süß-Kontrast. Ein paar frische Minzblätter nach dem Backen bringen Farbe und Frische.
Warm und kalt: mit Schoko-Eis und Beeren
Was dieses Dessert rund macht, ist der Kontrast: das warme Pizzastück direkt aus dem Ofen und daneben die kühle Schale mit Schokoladen-Eis. Das Spiel von warm und kalt, von weich-schmelzend und cremig-gefroren ist genau das, was ein einfaches Schoko-Gebäck in ein kleines Fest verwandelt. Damit das gelingt, holt man das Eis erst direkt vor dem Servieren aus dem Tiefkühler.
Wer das Eis selbst machen möchte, findet bei den Eisrollen von der Kaltplatte den schnellsten Weg dorthin.
Dazu passen Beeren – Himbeeren, Heidelbeeren, nach Belieben auch Brombeeren. Ihre Säure ist der perfekte Gegenspieler zur süßen Schokolade und macht das Dessert leichter, als es klingt. Im Herbst passen genauso gut Birnenspalten, späte Zwetschgen oder ein paar Stücke Feige.
Auf den Fotos liegen tiefgekühlte Beeren in der Schale – im Herbst ohnehin die bessere Wahl, weil frische Himbeeren und Heidelbeeren dann teuer und wässrig sind. Gefroren aus dem Tiefkühler halten sie das Eis länger kalt.
Aufgetaut werden sie weich und verlieren Saft, deshalb gehören sie ungetaut zum Eis. Frische Beeren gehen im Sommer genauso, sie schmelzen das Eis nur etwas schneller.
Gebacken in zwei Schritten
Der einzige kleine Kniff bei diesem Rezept ist das Backen in zwei Etappen. Zuerst backt der Boden allein 8 bis 10 Minuten im gut vorgeheizten Ofen, bis er stabil und an den Rändern knusprig ist.
Dann kommt die Schokolade darauf, und die Pizza geht für zwei bis drei Minuten zurück in den Ofen – gerade so lange, bis die Splitter glänzen und weich sind. Länger als vier Minuten sollte sie nicht backen, sonst wird die Schokolade bitter und die weißen Würfel dunkeln nach. Danach die Schokolade locker verstreichen, drei Minuten anziehen lassen, in Stücke schneiden und sofort servieren.
Aufbewahrung
Am schönsten schmeckt die Schoko-Pizza frisch und noch warm aus dem Ofen. Reste halten sich abgedeckt etwa einen Tag im Kühlschrank; zum Aufwärmen gibt man die Stücke kurz bei niedriger Temperatur in den Ofen, damit der Boden wieder knusprig und die Schokolade weich wird.
Vollständig abgekühlt schmeckt sie übrigens auch kalt – dann erinnert sie eher an einen schokoladigen Brownie, ähnlich den Brownies mit Himbeeren und Meersalz. Den Teig kann man gut vorbereiten und ein bis zwei Tage im Kühlschrank lagern, sodass am Serviertag nur noch belegt und gebacken werden muss.
Häufige Fragen zu Schoko-Pizza
Warum wird der Pizza-Boden für die Schoko-Pizza zuerst ohne Belag vorgebacken?
Der Teig wird zunächst pur auf dem heißen Pizzastein oder Blech gebacken, damit er eine knusprige Basis bildet. Auf rohem Teig würde die schmelzende Schokolade in die feuchte Krume ziehen und der Boden bliebe weich. Erst nach dem Vorbacken kommen Schokolade und weiße Würfel für wenige Minuten dazu.
Kann ich statt gehackter Schokolade eine Ganache verwenden?
Ja, aber erst nach dem Backen. Eine Ganache ist eine Emulsion aus Sahne und Schokolade; im 220 °C heißen Ofen bricht sie, das Fett tritt als Pfütze aus. Streichen Sie sie deshalb auf die lauwarme, fertig gebackene Pizza – oder bleiben Sie bei der geschmolzenen Schokolade wie auf den Fotos.
Warum bekommen die weißen Schoko-Würfel goldene Flecken?
Weiße Schokolade enthält viel Zucker und Milchpulver, beides karamellisiert bei starker Hitze. Nach zwei bis drei Minuten sind die Würfel innen weich, außen fest und tragen einzelne goldene Flecken – so sehen sie auch auf den Fotos aus. Nach mehr als vier Minuten werden sie durchgehend braun.
Kann ich den 24-stündigen Teig-Ruheschritt abkürzen?
Die kalte Gare über 24 Stunden im Kühlschrank gibt dem Teig die beste Aroma-Tiefe. Wenn es schneller gehen soll, lassen Sie den Teig stattdessen etwa 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen. Das Ergebnis ist etwas weniger aromatisch, funktioniert aber gut.
Womit serviere ich die Schoko-Pizza am besten?
Reichen Sie zu jedem Stück eine kleine Schale mit Schoko-Eis und einer Handvoll frischer Beeren wie Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren. Der Kontrast zwischen der warmen Pizza und dem kalten Eis ist der Höhepunkt des Desserts, deshalb nehmen Sie das Eis erst direkt vor dem Servieren aus dem Tiefkühler.
Wie bewahre ich Reste auf und wärme sie wieder auf?
Frisch aus dem Ofen schmeckt die Schoko-Pizza am besten. Reste halten sich abgedeckt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank. Wärmen Sie die Stücke im Ofen bei 150 °C für etwa 5 Minuten auf. Vollständig abgekühlt schmeckt die Pizza übrigens auch kalt wie ein Brownie.
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Schoko-Pizza klassisch flach mit weißer Schokolade und Schoko-Eis
Kochutensilien
- Pizzastein, Backstahl oder Pizzablech im Ofen mit aufheizen
- Winkelpalette oder Löffelrücken zum Verstreichen der geschmolzenen Schokolade
- Pizzaschneider oder scharfes Messer zum Schneiden
- Eis-Portionierer für Schoko-Eis
Zutaten
Für den Pizza-Teig (1 Pizza à 30 cm)
- 250 g Pizza-Mehl Type 00 (neapolitanisches Pizzamehl Tipo 00)
- 155 ml Wasser (lauwarm, ca. 35 °C)
- 2 g Trockenhefe (oder 6 g frische Hefe)
- 30 g Rohrzucker
- 5 g Meersalz
- 2 EL Olivenöl
- 20 g Kakao-Pulver (optional, für einen dunklen Boden; dann 20 ml Wasser mehr. Auf den Fotos ist der Boden hell)
Für den Schokoladen-Belag
- 150 g Dunkle Schokolade 55-60 % (grob gehackt, in flachen Splittern)
- 30 g Milchschokoladen-Tropfen
- 20 g Dunkle Schokoladen-Tropfen
- 40 g Weiße Schokolade (weiße Kuvertüre, in 1-cm-Würfel geschnitten, ca. 30 Stück)
- 1 EL Sahne (optional, unter die geschmolzene Schokolade gerührt – der Belag bleibt dann auch kalt schnittweich)
- 1 Handvoll Minzblätter (frisch, zur Garnitur)
Zum Servieren
- 4 Kugeln Schoko-Eis (Premium-Qualität)
- 150 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
- 80 g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
- 50 g Brombeeren (frisch oder tiefgekühlt, optional)
Anleitungen
PIZZA-TEIG ZUBEREITEN (24 H VORHER)
- Lauwarmes Wasser, Trockenhefe und Rohrzucker in einer Schüssel verrühren und 10 Min stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
- Mehl und Salz vermischen, zur Hefe-Mischung geben und 10 Min kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht. Olivenöl zum Schluss einarbeiten. Wer einen dunklen Boden möchte, knetet 20 g Kakao-Pulver und 20 ml Wasser zusätzlich ein.
- In eine geölte Schüssel geben, abdecken und 24 Std im Kühlschrank kalt fermentieren lassen für intensives Aroma. Express: 4 Std bei Raumtemperatur.
SCHOKOLADE VORBEREITEN
- Die dunkle Schokolade mit einem großen Messer grob hacken – flache Splitter von 1 bis 2 cm, keine feinen Krümel. Sie schmelzen später gleichmäßig und bleiben trotzdem als Struktur sichtbar.
- Die weiße Schokolade in Würfel von 1 cm schneiden und bis zum Belegen kühl stellen. Kalte Würfel behalten im heißen Ofen ihre Kanten.
PIZZA-BODEN VORBACKEN
- Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Pizzastein, Backstahl oder umgedrehtes Blech mit aufheizen – mindestens 60 Min.
- Den Teig auf bemehlter Fläche mit den Händen zu einer runden Pizza von 30 cm Durchmesser ausziehen, 2 cm dicker Rand. Mit einer Gabel mehrere Male einstechen, damit der Boden beim Vorbacken flach bleibt.
- Die Pizza auf den heißen Stein gleiten lassen und 8-10 Min vorbacken, OHNE Belag – bis der Rand fest und leicht knusprig ist und die Oberfläche trocken wirkt. Durch den Zucker im Teig bräunt er schneller als eine herzhafte Pizza.
SCHOKOLADE AUFSCHMELZEN
- Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen und die gehackte Schokolade sofort auf der heißen Oberfläche verteilen, 1 cm Rand frei lassen. Milchschokoladen- und dunkle Tropfen dazwischen streuen, zum Schluss die weißen Würfel setzen.
- Für 2-3 Min zurück in den Ofen, bis die Schokolade glänzt und weich ist. Nicht länger als 4 Min: Die weißen Würfel sollen ihre Form behalten, einzelne goldene Karamellflecken auf den Kanten sind normal und auf den Fotos zu sehen.
- Herausnehmen und die geschmolzene Schokolade mit der Winkelpalette locker verstreichen – die Splitter dürfen als Struktur sichtbar bleiben, eine spiegelglatte Decke ist nicht das Ziel. Wer den Belag auch kalt schnittweich mag, rührt jetzt 1 EL Sahne unter.
- 3 Min ruhen lassen, damit die Schokolade anzieht und beim Schneiden nicht wegläuft.
SCHNEIDEN UND SERVIEREN
- Die Pizza mit einem Pizzaschneider oder scharfem Messer in 6-8 gleiche Stücke schneiden.

- Mit frischen Minzblättern garnieren und 1-2 Stücke pro Person auf vorgewärmte dunkle Teller legen.
- Daneben eine kleine Schale mit 1 Kugel Schoko-Eis und einer großzügigen Handvoll Beeren servieren. Tiefgekühlte Beeren kommen direkt aus dem Tiefkühler in die Schale – sie halten das Eis länger kalt.
- Sofort genießen – der Kontrast aus warmer Pizza und kaltem Eis ist der Höhepunkt des Desserts.
Notizen
Nährwerte
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Diese flache Schoko-Pizza ist die richtige Wahl für alle, die ein süßes Dessert zum Teilen suchen – für das Familien-Sonntagsessen, den Kindergeburtstag, das Schoko-Themen-Buffet oder den gemütlichen Abend zu zweit. Weil sie wie eine echte Pizza in Stücke geschnitten wird, lässt sie sich unkompliziert auf eine größere Runde verteilen, und mit der Schale Schoko-Eis und den frischen Beeren daneben wirkt sie gleich festlich. Schokoladenliebhaber bekommen hier gleich mehrere Texturen auf einmal: den knusprigen Boden, die geschmolzene dunkle Schokolade und die weißen Würfel, die ihre Form behalten. Und wer das Pizzabacken ohnehin mag, hat mit der süßen Variante ein dankbares kleines Projekt, das Kinder beim Belegen begeistert mitmachen können.
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