Kartoffel-Fladenbrote aus der Pfanne mit Käse & Knoblauch-Kräuterbutter
Wie aus übrigem Kartoffelpüree in einer Stunde das beste Fladenbrot entsteht, das man je in der Pfanne gebacken hat
Manchmal kommt das beste Rezept aus dem Kühlschrank – genauer gesagt: aus dem Rest von gestern. Wer nach dem Abendessen noch Kartoffelpüree übrig hat, hat bereits die halbe Arbeit für diese Fladenbrote erledigt. Der Rest ist ein simpler Teig ohne Hefe, eine heiße Pfanne und eine Knoblauch-Kräuterbutter, die beim Bestreichen sofort zischt und duftet. Was dabei entsteht, erinnert an indisches Naan – weich, warm, mit einer goldbraunen, leicht blasigen Oberfläche und geschmolzenem Käse im Inneren.
Kartoffelpüree im Teig: Was sich verändert
Wer Fladenbrote aus reinem Mehlteig kennt, wird den Unterschied sofort merken. Das Kartoffelpüree in der Füllung macht diese Brote innen cremig und weich – eine Textur, die mit einem gewöhnlichen Hefeteig schwer zu erreichen ist. Die Stärke der Kartoffel bindet außerdem Feuchtigkeit, sodass die Fladenbrote auch nach dem Abkühlen nicht trocken werden. Wer also am nächsten Morgen noch eines übrig hat: kurz in der Pfanne angewärmt, mit etwas frischer Butter – es schmeckt fast noch besser als am Vortag.
Wichtig dabei: Das Püree muss vollständig abgekühlt sein, bevor es in den Teig kommt. Warme Füllung macht den Teig beim Ausrollen weich und schwer formbar.
Der Teig ohne Hefe: Einfacher, als er klingt
Dieser Teig braucht keine Hefe und keine lange Wartezeit. Mehl, Wasser, Öl und Salz – nach fünf Minuten Kneten und dreißig Minuten Ruhe ist er bereit. Die Ruhezeit ist dabei nicht optional: Das Gluten im Mehl entspannt sich, der Teig lässt sich danach viel leichter dünn ausrollen, ohne zurückzufedern. Wer diesen Schritt überspringt, kämpft beim Ausrollen gegen den Teig – und verliert meistens.
Füllen und Ausrollen: Der Schritt, bei dem es auf Fingerspitzengefühl ankommt
Das gefüllte Teigpaket wird nach dem Verschließen ein zweites Mal ausgerollt – diesmal mit Füllung darin. Hier gilt: nicht zu dünn. Wer zu stark rollt, riskiert, dass der Teig reißt und die Füllung herausquillt. Ein Durchmesser von etwa 18 bis 20 Zentimetern ist ideal – dick genug, um die Füllung zu halten, dünn genug, um in der Pfanne gleichmäßig zu garen. Falls ein kleines Loch entsteht: einfach mit einem Stück Teig flicken und weitermachen.
Die Pfanne: Trocken und heiß
Kein Öl in der Pfanne – das ist ungewohnt, aber richtig. Der Teig enthält bereits Öl, und eine zu fettige Pfanne gibt den Fladenbroten eine gebratene statt einer gebackenen Oberfläche. Die Pfanne muss stark vorgeheizt sein, bevor das erste Fladenbrot hineinkommt: Nur so entstehen die charakteristischen goldbraunen Flecken, die man auf den Fotos sieht. Nach dem Einlegen wird die Hitze auf mittel reduziert – so gart die Füllung durch, ohne dass die Außenseite verbrennt.
Die Knoblauch-Kräuterbutter: Der letzte Schritt, der alles zusammenbringt
Direkt aus der Pfanne, noch dampfend heiß, werden die Fladenbrote großzügig mit der Knoblauch-Kräuterbutter bestrichen. Die Butter schmilzt sofort in den Teig ein, der Knoblauch zieht in die Oberfläche, der Dill gibt Farbe und Frische. Dieser Moment – Butter auf heißem Brot – ist der Grund, warum dieses Rezept bei Tisch keine Sekunde übrig bleibt.
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Kartoffel-Fladenbrote aus der Pfanne mit Käse & Knoblauch-Kräuterbutter
Zutaten
Für den Teig:
- 330-350 g Weizenmehl (Type 550)
- 200 g Wasser (lauwarm)
- 1 Prise Salz
- 15 g Pflanzenöl
Für die Füllung:
- 3 Kartoffeln (mittelgroß; oder ca 300-350 g gekochtes Kartoffelpüree)
- 30 g Butter
- Salz (nach Geschmack)
- Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack)
- 120 g Käse (hart, z. B. Gouda/Emmentaler, grob gerieben)
Für die Knoblauch-Kräuterbutter:
- 40 g Butter (geschmolzen; alternativ 40 g Olivenöl)
- 1-2 Knoblauchzehen (fein gerieben oder gepresst)
- 2-3 EL Kräuter (z. B. Dill + Petersilie, fein gehackt)
- 1 Prise Salz
Anleitungen
- TEIG KNETEN:Mehl, Salz, Wasser und Öl in einer Schüssel mischen und 4–5 Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten. Abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
- KARTOFFELFÜLLUNG VORBEREITEN:Falls kein fertiges Püree vorhanden ist: Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser ca. 18–22 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Dann die Kartoffeln zu Püree stampfen, Butter einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Komplett abkühlen lassen. Sollte das Püree zu fest sein, einen Schluck warme Milch oder einen extra Klecks Butter unterrühren.
- KNOBLAUCH-KRÄUTERBUTTER MISCHEN:Butter schmelzen und mit Knoblauch, Kräutern und Salz verrühren. Beiseitestellen.
- PORTIONIEREN:Teig in 4 Stücke teilen. Püree ebenfalls in 4 Portionen teilen. Käse griffbereit stellen.
- FÜLLEN UND FORMEN:Ein Teigstück kreisförmig dünn ausrollen (ca. 18–20 cm / ≈ 7–8 inch). In die Mitte 1 Portion Püree geben, etwas flachdrücken, Käse darüberstreuen. Teigränder zur Mitte ziehen, gut verschließen. Naht nach unten legen.
- AUSROLLEN:Das gefüllte Teigpaket vorsichtig wieder ausrollen (ca. 18–20 cm / ≈ 7–8 inch). Nicht zu dünn – so bleibt es innen schön weich.
- IN DER PFANNE BACKEN:Eine trockene Pfanne stark vorheizen, dann auf mittlere Hitze reduzieren. Fladenbrot pro Seite 3–4 Minuten backen, bis goldbraune Stellen entstehen. Bei Bedarf kurz mit Deckel arbeiten, damit der Käse besser schmilzt.
- BESTREICHEN UND SERVIEREN:Direkt nach dem Backen beide Seiten großzügig mit Knoblauch-Kräuterbutter bestreichen. Warm servieren.

Notizen
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Diese Kartoffel-Fladenbrote mit Käse und Knoblauchbutter sind ideal für alle, die übrig gebliebenes Kartoffelpüree sinnvoll verwerten möchten, ohne dass es nach „Resteküche“ schmeckt: perfekt für schnelle Feierabendküche, als Beilage zu Suppen und Salaten, fürs Brunch-Buffet oder als Snack zum Teilen. Durch die weiche Kartoffelfüllung und den geschmolzenen Käse werden die Fladen innen saftig und außen in der Pfanne goldbraun – und mit Kräuter-Knoblauchöl schmecken sie frisch wie direkt vom Streetfood-Stand.
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