Schwarze Ravioli mit Lachs

HAUPTGERICHT

Elegante schwarze Ravioli aus Tintenfischteig mit einer samtigen Ricotta-Spinat-Füllung, serviert mit zartem gesalzenem Lachs und frischen Babyspinat-Blättern – ein beeindruckendes Gericht für besondere Anlässe, das einfacher gelingt, als es aussieht.

23. Mai 2026
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Schwarze Ravioli mit Lachs – Warum Tintenfischtinte den Pastateig nicht nur färbt, sondern verwandelt

Warum Nero di Seppia mehr als nur Farbe ist, wie die Ricotta-Spinat-Füllung perfekt cremig bleibt und weshalb dieses Gericht in der gehobenen Küche Italiens eine lange Tradition hat.


Es gibt Gerichte, die schon auf dem Teller eine Geschichte erzählen – und schwarze Ravioli gehören zweifellos dazu. Das tiefe, glänzende Schwarz des Tintenfischteigs, dazu zartrosa Lachs und leuchtend grüne Babyspinat-Blätter: Diese Farbkombination wirkt beinahe wie ein Gemälde. Doch hinter der spektakulären Optik steckt ein überraschend zugängliches Rezept, das sich mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen auch in der heimischen Küche wunderbar umsetzen lässt. Die Kombination aus mildem, leicht salzigem Lachs und der samtigen Ricotta-Spinat-Füllung sorgt für ein Geschmackserlebnis, das gleichzeitig elegant und bodenständig ist.


Nero di Seppia – was die Tinte im Teig wirklich bewirkt

Tintenfischtinte ist weit mehr als ein natürlicher Farbstoff. Beim Verkneten mit dem Hartweizengrieß verändert das Nero di Seppia die gesamte Sensorik des Teigs: Es bringt eine dezente Meeresbrise mit, die den Gaumen auf den Lachs einstimmt, ohne dabei fischig zu wirken. Wer zum ersten Mal mit Tintenfischtinte arbeitet, wird überrascht sein, wie wenig davon nötig ist, um eine intensive Schwarzfärbung zu erreichen – zwei Esslöffel genügen für eine ganze Portion. Der Geruch beim Kneten erinnert an eine frische Meeresbrise, der Teig fühlt sich etwas geschmeidiger an als klassischer Pastateig und hat eine leicht seidige Textur unter den Fingern.


Warum Hartweizengrieß statt Mehl die bessere Wahl ist

Für schwarze Ravioli empfiehlt sich Hartweizengrieß (Semola di grano duro) statt klassischem Weizenmehl. Der Grund liegt in der Glutenstruktur: Hartweizengrieß enthält mehr Protein und bildet ein festeres, elastischeres Netzwerk. Das ist besonders wichtig, wenn der Teig so dünn ausgerollt wird, dass er fast durchscheint – denn nur dann entfaltet die schwarze Farbe ihre volle Wirkung und die Ravioli bekommen den typischen, leichten Biss. Bei normalem Weizenmehl würde der Teig beim Kochen schneller aufweichen und die Füllung könnte austreten. Gleichzeitig nimmt Hartweizengrieß die Tintenfischtinte gleichmäßiger auf, was eine homogene Färbung ohne Flecken oder Streifen ergibt.


Die Füllung – warum trocken schleudern den Unterschied macht

Eine Ricotta-Spinat-Füllung klingt simpel, hat aber eine entscheidende Schwachstelle: Feuchtigkeit. Frischer Spinat enthält enorm viel Wasser, und auch Ricotta kann sehr flüssig sein – beides zusammen verwandelt die schönsten Ravioli in aufgeweichte Teigtaschen, die beim Kochen aufplatzen. Der wichtigste Schritt ist daher, den blanchierten Spinat wirklich gründlich auszudrücken, am besten in einem sauberen Geschirrtuch. Die Ricotta sollte ebenfalls mindestens 15 Minuten in einem feinen Sieb abtropfen. Erst wenn beide Zutaten trocken genug sind, ergibt die Mischung mit Parmesan und einer Prise Muskatnuss eine kompakte Füllung, die beim Formen sauber auf dem Teig bleibt und nach dem Kochen cremig-samtig im Mund zergeht.


Ein Gericht mit venezianischen Wurzeln

Pasta mit Tintenfischtinte hat in der italienischen Küche – besonders in Venetien und entlang der Adriaküste – eine jahrhundertealte Tradition. Fischer verwendeten die Tinte, die Tintenfische und Kalmare als Verteidigungsmechanismus ausstoßen, als natürliches Färbemittel für Nudelteige und Risotto. In Venedig gehört Risotto al Nero di Seppia zu den Klassikern, und schwarze Pasta wurde traditionell bei Festmahlen serviert, um die Gäste mit ihrem ungewöhnlichen Erscheinungsbild zu beeindrucken. Die Kombination mit Lachs ist eine modernere Interpretation, die den maritimen Charakter der Tintenfischpasta mit der Eleganz skandinavischer Fischkultur verbindet – eine Fusionsidee, die in vielen gehobenen Restaurants im DACH-Raum inzwischen auf der Karte steht.


Lachs als Begleiter – roh, gebeizt oder geräuchert?

Zum schwarzen Ravioli eignet sich am besten gesalzener oder gebeizter Lachs, der nicht erhitzt wird. Die kühle Temperatur und die weiche Textur des Lachses bilden einen reizvollen Kontrast zu den warmen, bissfesten Ravioli. Kalt geräucherter Lachs funktioniert ebenso gut und bringt eine zusätzliche Rauchnote mit. Wichtig ist, den Lachs erst beim Anrichten auf die warmen Ravioli zu legen – so behält er seine zarte Konsistenz und schmilzt nicht. Die Scheiben sollten dünn geschnitten sein, damit sie sich elegant zwischen die Ravioli drapieren lassen, genau so, wie auf dem Foto zu sehen.

Schwarze Ravioli mit Lachs
Schwarze Ravioli mit Lachs

Aufbewahrung

Ungekochte Ravioli halten sich im Kühlschrank, abgedeckt auf einem bemehlten Blech, ca. 1 Tag. Für eine längere Aufbewahrung empfiehlt sich das Einfrieren: Die Ravioli einzeln auf einem Blech vorfrieren und anschließend in Gefrierbeutel verpacken – so halten sie sich ca. 2 Monate. Bereits gekochte Ravioli sollten am besten sofort serviert werden, da der dünne Teig beim Aufwärmen seine Textur verliert. Der Lachs sollte stets frisch bleiben und nicht mit den warmen Ravioli zusammen aufbewahrt werden.


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Schwarze Ravioli mit Lachs

Schwarze Ravioli mit Lachs

Elegante schwarze Ravioli aus Tintenfischteig mit einer samtigen Ricotta-Spinat-Füllung, serviert mit zartem gesalzenem Lachs und frischen Babyspinat-Blättern – ein beeindruckendes Gericht für besondere Anlässe, das einfacher gelingt, als es aussieht.
Servings 4 Portionen
Gesamtzeit 1 Stunde 30 Minuten

Kochutensilien

  • große Arbeitsfläche zum Ausrollen
  • Nudelmaschine / Nudelholz
  • runder Ausstecher (Ø ca. 8 cm / 3 in)
  • große Pfanne / 1 kleiner Topf (für den Spinat)
  • großer Topf (zum Kochen der Ravioli)
  • Schaumkelle

Zutaten
  

Für den Pastateig:

  • 300 g Hartweizengrieß (Semola di grano duro)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 2 EL Tintenfischtinte (Nero di Seppia)
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ TL Meersalz (fein)

Für die Ricotta-Spinat-Füllung:

  • 250 g Ricotta
  • 100 g Babyspinat (frisch)
  • 30 g Parmesan (fein gerieben)
  • 1 Knoblauchzehe (klein; fein gehackt)
  • 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben)
  • Salz (nach Geschmack)
  • Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack; frisch gemahlen)

Zum Servieren:

  • 200 g gesalzener Lachs (Graved Lachs oder Räucherlachs; in dünne Scheiben geschnitten)
  • 1 Handvoll Babyspinat (frisch)
  • 1-2 EL Olivenöl (zum Beträufeln)
  • Meersalz (grob; zum Dekorieren)

Anleitungen
 

  • PASTATEIG ZUBEREITEN:
    Den Hartweizengrieß mit dem Meersalz auf einer sauberen Arbeitsfläche zu einem Haufen formen und in der Mitte eine tiefe Mulde drücken.
    Die Eier, die Tintenfischtinte und das Olivenöl in die Mulde geben. Mit einer Gabel die Eier von innen nach außen verquirlen und dabei nach und nach das Mehl einarbeiten.
    Sobald die Masse zusammenhält, mit den Händen ca. 8–10 Minuten kräftig kneten, bis ein geschmeidiger, elastischer Teig entsteht.
    Der Teig sollte tiefschwarz und glatt sein. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
    Durch die Ruhezeit entspannt sich das Gluten und der Teig lässt sich deutlich leichter ausrollen.
  • FÜLLUNG VORBEREITEN:
    Den frischen Babyspinat waschen und in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze zusammenfallen lassen – das dauert nur ca. 1–2 Minuten.
    Den Spinat in ein Sieb geben, gut ausdrücken und fein hacken. In einer Schüssel die Ricotta mit dem gehackten Spinat, dem geriebenen Parmesan, dem Knoblauch und der Muskatnuss verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Die Füllung sollte cremig, aber nicht zu feucht sein – ist die Ricotta sehr feucht, vorher in einem Sieb ca. 15 Minuten abtropfen lassen.
  • RAVIOLI FORMEN:
    Den Teig halbieren. Eine Hälfte auf einer leicht bemehlten Fläche mit der Nudelmaschine oder dem Nudelholz sehr dünn ausrollen – ca. 1–2 mm (1⁄16 in) Stärke. Die zweite Hälfte abgedeckt aufbewahren, damit sie nicht austrocknet. Mit dem runden Ausstecher Kreise aus dem Teig stechen.
    Auf jeden Kreis ca. 1 gehäuften Teelöffel Füllung setzen. Den Rand mit etwas Wasser befeuchten, den Teig zur Hälfte zusammenklappen und die Ränder fest andrücken. Dabei darauf achten, dass keine Luftblasen eingeschlossen werden – sonst können die Ravioli beim Kochen aufplatzen.
    Für die typische Ravioli-Form die Ecken leicht nach unten biegen und zusammendrücken. Die fertigen Ravioli auf ein leicht bemehltes Blech setzen. Mit der zweiten Teighälfte genauso verfahren.
  • RAVIOLI KOCHEN:
    Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Ravioli vorsichtig hineingleiten lassen und bei sanft siedendem Wasser ca. 3–4 Minuten kochen, bis sie an die Oberfläche steigen und der Teig bissfest gar ist. Die Ravioli mit einer Schaumkelle herausheben und kurz abtropfen lassen.
  • ANRICHTEN:
    Die Ravioli auf vorgewärmten Tellern anrichten. Den gesalzenen Lachs in dünne Scheiben oder Stücke teilen und zwischen und neben den Ravioli drapieren. Frische Babyspinat-Blätter darüber verteilen. Mit einem Schuss Olivenöl beträufeln und mit grobem Meersalz garnieren. Sofort servieren.
    Schwarze Ravioli mit Lachs

Notizen

TIPPS:
  • Tintenfischtinte: Nero di Seppia ist in gut sortierten Supermärkten, im Feinkosthandel oder online in kleinen Portionsbeuteln erhältlich. Sie verleiht dem Teig die intensive schwarze Farbe und einen dezent-maritimen Geschmack.
  • Teig ausrollen: Je dünner der Teig, desto zarter werden die Ravioli. Der Teig sollte fast durchscheinend dünn sein – idealerweise auf Stufe 6–7 der Nudelmaschine.
  • Füllung nicht zu feucht: Die Ricotta unbedingt abtropfen lassen, wenn sie sehr wässrig ist. Zu feuchte Füllung weicht den Teig auf und die Ravioli halten nicht zusammen.
  • Vorbereiten & Einfrieren: Die geformten Ravioli lassen sich hervorragend einfrieren. Dazu auf einem bemehlten Blech einzeln vorfrieren und anschließend in Gefrierbeutel verpacken. Haltbarkeit: ca. 2 Monate. Direkt aus dem Gefrierfach ins kochende Wasser geben – die Kochzeit verlängert sich um ca. 1–2 Minuten.
  • Aufbewahrung: Frisch zubereitete, ungekochte Ravioli halten sich im Kühlschrank abgedeckt ca. 1 Tag. Bereits gekochte Ravioli am besten sofort servieren.
  • Lachs-Variante: Statt gesalzenem Lachs passt auch kalt geräucherter Lachs oder selbst gebeizter Graved Lachs hervorragend.
  • Ohne Tintenfischtinte: Falls Nero di Seppia nicht verfügbar ist, kann der Teig auch mit aktivierter Holzkohle (Lebensmittelqualität) schwarz gefärbt werden – ca. 1 EL auf 300 g Mehl. Der maritime Geschmack fehlt dann allerdings.
  • HINWEISE:
  • 💡 Hinweis: Dieses Gericht ist nicht vegetarisch (enthält Fisch). Es lässt sich jedoch vegetarisch abwandeln, indem der Lachs durch gegrillte Zucchinistreifen oder marinierte Paprika ersetzt wird.
  • ⚠️ Hinweis: Allergene — Dieses Rezept enthält folgende der 14 EU-Hauptallergene: Eier, Milch (Ricotta, Parmesan), Weizen (Hartweizengrieß), Weichtiere (Tintenfischtinte) und Fisch (Lachs). Bei einer Laktoseintoleranz kann die Ricotta durch eine pflanzliche Alternative auf Hafer- oder Kokosbasis ersetzt werden.
  • Nährwerte

    Calories: 576kcalCarbohydrates: 59gProtein: 30gFat: 23g
    Calories: 576kcal
    Cost: Mittel
    Gericht: Abendessen, Fischgericht, Hauptgericht, Mittagessen, Pasta
    Küche: Europäisch, Italienisch, Südeuropäisch
    Schlagwort: cremig, Familienessen, festlich, Gästeessen, gefüllt, herzhaft, Pasta, selbstgemacht, Vom Herd, Warm serviert

    📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Dieses Rezept richtet sich an ambitionierte Hobbyköche, die ihre Gäste mit einem visuell spektakulären und geschmacklich raffinierten Pasta-Gericht beeindrucken möchten – ideal für besondere Anlässe wie Valentinstag, Jahrestage oder ein elegantes Dinner zu zweit, bei dem die Zubereitung Teil des Erlebnisses ist.

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