Rosquetes – Gebäckringe mit Baiser-Glasur

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Goldene, im Ofen gebackene Teigringe unter einer dicken, schneeweißen Glasur, die zu einer harten Zuckerschicht trocknet - ein festlicher Klassiker aus den Anden.

9. Juli 2026
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Rosquetes – bolivianische Gebäckringe mit weißer Baiser-Glasur

Kleine goldene Ringe aus einem eierreichen Teig, im Ofen gebacken und rundum in eine schneeweiße, knackig trocknende Zuckerkruste gehüllt – in Bolivien gehören diese hübschen Gebäckringe zu Festtagen wie selbstverständlich dazu, und mit ein paar ruhigen Handgriffen gelingen sie auch auf Ihrem eigenen Backblech.


Es gibt Süßigkeiten, die schon auf den ersten Blick nach Fest aussehen, und Rosquetes gehören genau dazu. Vier oder fünf dieser Ringe auf einem Teller, jeder von einer dicken, unregelmäßigen weißen Schicht überzogen, durch die an einzelnen Stellen das goldene Gebäck hervorschaut – das wirkt beinahe wie mit Zuckerschnee bestäubt. In Bolivien sind diese Gebäckringe eine liebevoll gepflegte Tradition, die vor allem zu großen Feiertagen wie Todos Santos auf den Tisch kommt, in Regionen wie Tarija und Chuquisaca. Dahinter steckt aber kein kompliziertes Konditorwissen, sondern ein einfacher, gut planbarer Ablauf aus zwei überschaubaren Schritten: erst wird ein feiner Teig zu Ringen geformt und goldgelb gebacken, dann kommt die weiße Glasur darüber, die an der Luft langsam zu einer harten, schneeweißen Hülle trocknet.

Der Reiz dieses Gebäcks liegt im Zusammenspiel von zwei Welten. Innen und im Kern sind Rosquetes ein zarter, leicht süßer Gebäckring mit einer feinen Note von Anis oder Zitrone – trocken und mürbe, nicht saftig, sondern zum Eintunken in Kaffee oder Tee gemacht. Außen umgibt sie eine dicke Schicht aus aufgeschlagenem Eiweiß und Puderzucker, die beim Trocknen fest wird und beim ersten Biss angenehm knackt, bevor sie im Mund sofort süß zergeht. Dieser Gegensatz aus rauer weißer Kruste und mürbem Kern macht die Ringe so besonders und erklärt, warum man in Bolivien selten bei einem einzigen bleibt. Wer sie einmal zu Gebäck und Kaffee gereicht hat, wird schnell nach dem Rezept gefragt.

Gedacht sind diese Ringe für die schönen, geselligen Anlässe. Sie machen sich hervorragend auf einer festlichen Gebäckplatte, an der Kaffee- und Teetafel oder als kleines, hübsches Mitbringsel, das sich in einer Dose gut transportieren lässt. Weil sie ganz ohne tierische Gelatine auskommen und nur aus Teig, Butter, Ei, Zucker und einem Hauch Aroma bestehen, bleiben sie vegetarisch und passen damit an einen bunt gemischten Tisch. Und weil sich das Gebäck und die Glasur in Ruhe nacheinander zubereiten lassen, verteilt sich die Arbeit angenehm: Sie backen die Ringe, lassen sie auskühlen und ziehen sie erst danach durch die weiße Masse – kein hektisches Timing, nur ein bisschen Geduld beim Trocknen.

Rosquetes — bolivianische Gebäckringe mit weißer Baiser-Glasur
Rosquetes — bolivianische Gebäckringe mit weißer Baiser-Glasur

Was Rosquetes sind – und was sie nicht sind

Rosquetes sind kleine, ringförmige Gebäckstücke aus einem eierreichen, leicht gesüßten Teig, die zuerst im Ofen gebacken und anschließend rundum mit einer dicken, weißen Zuckerglasur überzogen werden. Auf Spanisch bedeutet das Wort so viel wie kleiner Ring oder Kringel, und genau so sehen sie aus: runde Reifen mit einem klaren Loch in der Mitte. Die weiße Hülle, die man in Bolivien oft schlicht als das weiße Bad bezeichnet, ist das eigentliche Erkennungszeichen dieses Gebäcks. Sie legt sich craqueléartig und unregelmäßig um jeden Ring und trocknet an der Luft zu einer festen, schneeweißen Schicht, durch die das goldene Gebäck an einzelnen Stellen durchschimmert.

Damit keine Verwechslung entsteht, lohnt sich ein kurzer Blick auf ähnliche Ringe. Rosquetes sind kein Hefekranz und keine große, weiche Rosca de Reyes. Jener Dreikönigskranz besteht aus lockerem Hefeteig, geht auf und bleibt weich und saftig – hier dagegen haben wir kleines, mürbes Gebäck ganz ohne Hefe, das mit Backpulver gelockert wird und trocken-knusprig bleibt. Ebenso wenig sind Rosquetes verwandt mit frittierten Ringen wie Churros oder Donuts. Diese werden in heißem Fett ausgebacken; unsere Rosquetes dagegen kommen ganz ohne Fettbad aus, sondern werden schlicht im Ofen gebacken und danach glasiert. Wer sich diese drei Unterschiede – Hefeteig, frittiert, gebacken – einmal klarmacht, erkennt sofort, was Rosquetes so eigen macht.

Der Teig selbst ist unkompliziert und kommt mit Zutaten aus, die Sie fast immer im Haus haben: Mehl, Eier, etwas weiche Butter, Zucker, eine Prise Salz und Backpulver zum Lockern. Das Besondere steckt weniger in aufwendigen Zutaten als in der Sorgfalt beim Formen und in der Geduld beim Trocknen der Glasur. Gerade das macht Rosquetes zu einem dankbaren Projekt für zu Hause: Sie brauchen keine Spezialgeräte und keine seltenen Zutaten, sondern nur ein wenig Zeit und Freude am Formen kleiner Ringe.


Das Aroma: Anis oder Zitrone

Was Rosquetes ihren typischen Charakter gibt, ist ein feiner aromatischer Ton im Teig. Ganz klassisch wird dafür gemahlener Anis verwendet, der dem Gebäck eine leicht würzige, an Süßholz erinnernde Note verleiht – warm, ein wenig altmodisch im besten Sinne und eng verbunden mit festlichem Backwerk. Schon ein halber Teelöffel gemahlener Anis reicht aus, um dem Teig diese charakteristische Tiefe zu geben, ohne aufdringlich zu werden. Wer Anis nicht so gern mag oder gerade keinen zur Hand hat, greift stattdessen zu fein abgeriebener Zitronenschale. Sie bringt eine frische, helle Note ins Gebäck, die wunderbar mit der süßen weißen Glasur zusammenspielt und die Ringe leichter wirken lässt.

Beide Wege sind traditionell und richtig; es ist eine reine Frage des Geschmacks. Manche Familien mischen sogar beides und geben zusätzlich zur Zitronenschale eine kleine Prise Anis dazu, sodass sich frische und würzige Töne verbinden. Wichtig ist nur, das Aroma direkt in den Teig einzuarbeiten, damit es sich gleichmäßig verteilt. Reiben Sie die Zitronenschale mit dem Zucker zwischen den Fingern, bevor Sie ihn zum Teig geben – so lösen sich die duftenden Öle und verteilen sich besser. Der gemahlene Anis wandert am einfachsten zusammen mit dem Mehl und dem Backpulver in die Schüssel. So haben Sie schon beim Kneten den feinen Duft in der Nase, der später das ganze Gebäck durchzieht.

Ein kleiner Schuss Milch kann übrigens hilfreich sein, wenn der Teig zu fest gerät. Ein bis zwei Esslöffel genügen meist, um ihn geschmeidig und gut formbar zu machen. Der fertige Teig soll sich weich anfühlen, aber nicht kleben – ähnlich wie ein Mürbeteig, den man noch gut mit den Händen zu Strängen rollen kann.


Warum die Glasur hart und schneeweiß trocknet

Das eigentliche Geheimnis der Rosquetes steckt in ihrer weißen Hülle, dem bano blanco. Diese Glasur besteht nur aus zwei Hauptzutaten: aufgeschlagenem Eiweiß und Puderzucker, dazu ein kleiner Spritzer Zitronensaft. Wenn Sie das Eiweiß steif schlagen und den Puderzucker nach und nach einrieseln lassen, entsteht eine dicke, glänzend-weiße Masse, die an ein sehr festes Baiser oder an eine Eiweißglasur zum Verzieren von Plätzchen erinnert – und genau das ist sie auch. Streicht man diese Masse dick auf das Gebäck und lässt sie an der Luft stehen, verdunstet nach und nach die Feuchtigkeit, und zurück bleibt eine feste, schneeweiße Schicht, die beim Anfassen trocken ist und beim Biss angenehm knackt.

Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie bei einem Baiser: Eiweiß und Zucker halten sich gegenseitig fest, und sobald das Wasser aus der Masse gewichen ist, bleibt ein stabiles, knuspriges Gerüst zurück. Weil bei den Rosquetes viel Zucker im Spiel ist und die Schicht recht dick aufgetragen wird, trocknet sie nicht zu einer dünnen Zuckerhaube, sondern zu einer richtigen, tragfähigen Kruste. Diese raue, unregelmäßige Oberfläche mit ihren feinen Rissen ist typisch und gewollt – sie gehört zum Erscheinungsbild dazu und ist kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen wäre. Im Gegenteil: Je craquelierter und schneeweißer die Hülle, desto schöner sehen die fertigen Ringe aus.

Damit die Glasur wirklich fest wird, braucht sie zwei Dinge: Zeit und Ruhe. Setzen Sie die glasierten Ringe auf ein Gitter, damit die Luft von allen Seiten herankommt, und lassen Sie sie mehrere Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Je nach Luftfeuchtigkeit kann das eine bis mehrere Stunden dauern; an einem trockenen Tag geht es schneller, an einem schwülen langsamer. Widerstehen Sie der Versuchung, die Ringe zum schnelleren Trocknen in den warmen Ofen zu schieben – zu viel Hitze lässt die weiße Schicht vergilben und rissig werden, statt sie schön weiß zu erhalten.


Warum die Ringe kühl sein müssen, bevor die Glasur kommt

Es gibt einen Schritt, der über Gelingen oder Misslingen der weißen Hülle entscheidet, und er ist so einfach wie leicht zu übersehen: Die gebackenen Ringe müssen vollständig ausgekühlt sein, bevor Sie sie glasieren. Das klingt nach einer Nebensächlichkeit, ist aber der Kern der Sache. Nur auf kühlem Gebäck bleibt die Eiweißglasur haften und behält ihre weiße Farbe.

Der Grund dahinter ist ganz anschaulich. Trifft die Glasur auf ein noch warmes Gebäck, beginnt das empfindliche Eiweiß sofort zu arbeiten: Die weiche Masse wird von der Restwärme angegriffen, sie rutscht ab, wird stellenweise durchsichtig und trocknet ungleichmäßig, oft mit einem unschönen gelblichen Schimmer. Auf einem kühlen Ring dagegen bleibt die Glasur ruhig liegen, sie zieht nicht ein und behält ihre schneeweiße Farbe, während sie in aller Ruhe fest wird. Planen Sie deshalb nach dem Backen genügend Zeit ein und lassen Sie die Ringe wirklich komplett auskühlen – nicht nur handwarm, sondern kühl. Am besten backen Sie die Rosquetes schon einige Stunden vor dem geplanten Glasieren oder bereiten den Teig und das Gebäck am Vortag zu.

Diese Reihenfolge – erst backen und auskühlen, dann glasieren und trocknen – ist der ruhige Rhythmus, der dieses Gebäck so entspannt macht. Es gibt keinen Moment, in dem alles gleichzeitig fertig sein muss. Jeder Schritt hat seine eigene Zeit, und gerade das nimmt viel von der Aufregung, die ein fremdes Rezept anfangs mit sich bringt.

Gestapelte bolivianische Rosquetes auf einem Holzbrett vor dunklem Hintergrund, die dicke weiße Baiser-Glasur mit durchschimmerndem goldenem Gebäck
Gestapelt zeigt sich die dicke, raue weiße Kruste besonders schön – an den Rissen schaut das goldene Gebäck hervor

Ein wichtiger Hinweis zum rohen Eiweiß

Weil die weiße Glasur mit rohem, nicht erhitztem Eiweiß zubereitet wird, ist ein kleiner Sicherheitshinweis angebracht, den ich Ihnen gern mit auf den Weg gebe. Verwenden Sie für die Glasur nur sehr frische Eier und achten Sie auf saubere, unbeschädigte Schalen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu pasteurisiertem Eiweiß, das im Handel abgepackt erhältlich ist und die gleiche schöne, feste Glasur ergibt. Für empfindliche Gruppen – also für Schwangere, für kleine Kinder und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – ist pasteurisiertes Eiweiß die bessere Wahl, weil rohes Ei für sie ein gewisses Risiko birgt.

Das soll Ihnen die Freude an diesem festlichen Gebäck keineswegs nehmen – es ist einfach der aufmerksame Umgang, den man beim Backen mit rohem Ei ohnehin walten lässt, etwa auch bei einer klassischen Eiweißglasur zum Verzieren von Plätzchen. Wer die Ringe an einem trockenen Ort und gut abgedeckt aufbewahrt und sie innerhalb weniger Tage genießt, ist damit auf der sicheren Seite. So können Sie die schöne weiße Hülle guten Gewissens genießen.


Kleine Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden

Wie bei jedem Gebäck gibt es auch bei den Rosquetes ein paar typische Punkte, an denen es haken kann – alle gut zu umgehen, wenn man sie kennt. Bleibt die Glasur nach dem Trocknen weich und klebrig, waren meist zu wenig Puderzucker oder eine zu feuchte Umgebung im Spiel. Schlagen Sie die Masse in diesem Fall mit etwas mehr Puderzucker auf, bis sie dick und standfest ist und sich beim Anheben des Rührbesens deutlich hält, und lassen Sie die Ringe an einem trockenen, luftigen Ort stehen. An sehr schwülen Tagen dauert das Trocknen einfach länger; hier hilft nur Geduld.

Reißen die Teigringe beim Formen oder Backen ein, ist der Teig oft zu trocken oder zu fest geraten. Arbeiten Sie in diesem Fall ein bis zwei Esslöffel Milch ein, bis der Teig geschmeidig wird und sich weich zu Strängen rollen lässt, ohne zu brechen. Rollen Sie die Stränge gleichmäßig dick und drücken Sie die Enden zu einem Ring gut zusammen, damit sie beim Backen nicht wieder aufspringen. Werden die Ringe im Ofen zu dunkel, war die Temperatur zu hoch oder die Backzeit zu lang. Behalten Sie die Rosquetes gegen Ende der Backzeit im Auge und nehmen Sie sie heraus, sobald sie gleichmäßig goldgelb sind – sie sollen goldig, nicht braun werden, denn die zarte Farbe des Gebäcks schaut später ja durch die weiße Glasur hindurch.

Ein letzter Tipp aus der Praxis: Tragen Sie die Glasur ruhig großzügig und dick auf und drehen Sie die Ringe dabei einmal ganz herum, damit sie rundum bedeckt sind. Die schöne, schneeweiße Fülle entsteht gerade durch eine kräftige Schicht. Dünn aufgetragen wirkt die Hülle schnell durchscheinend und verliert ihren typisch verschneiten Charakter.


Häufige Fragen zu den Rosquetes

Was sind Rosquetes eigentlich?

Rosquetes sind kleine, ringförmige Gebäckstücke aus Bolivien. Ein eierreicher, leicht gesüßter Teig wird zu Ringen geformt, im Ofen goldgelb gebacken und anschließend rundum mit einer dicken, weißen Zuckerglasur überzogen, die an der Luft zu einer harten, schneeweißen Schicht trocknet. Traditionell gehören sie zu Festtagen wie Todos Santos, vor allem in Regionen wie Tarija und Chuquisaca. Das goldene Gebäck schaut an einzelnen Stellen durch die craquelierte weiße Hülle hervor.

Worin unterscheiden sich Rosquetes von einer Rosca de Reyes?

Die beiden werden gern verwechselt, sind aber sehr verschieden. Eine Rosca de Reyes ist ein großer, weicher Dreikönigskranz aus Hefeteig, der aufgeht und saftig bleibt. Rosquetes dagegen sind kleines, mürbes Gebäck ohne Hefe, das mit Backpulver gelockert wird und trocken-knusprig bleibt. Auch der Auftritt ist ein anderer: Rosquetes werden nach dem Backen mit der typischen weißen Baiser-Glasur überzogen, während der Hefekranz meist mit kandierten Früchten belegt wird.

Sind Rosquetes frittiert wie Churros oder Donuts?

Nein. Anders als Churros oder Donuts, die in heißem Fett ausgebacken werden, kommen Rosquetes ganz ohne Fettbad aus. Sie werden schlicht im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (356 °F) gebacken und anschließend glasiert. Dadurch sind sie leichter in der Handhabung und lassen sich gut in größerer Menge auf einem Backblech zubereiten.

Anis oder Zitrone – welches Aroma ist richtig?

Beides ist traditionell und richtig. Klassisch gibt gemahlener Anis dem Teig eine warme, leicht würzige Note. Wer es lieber frisch mag oder keinen Anis zur Hand hat, nimmt stattdessen fein abgeriebene Zitronenschale, die heller und leichter schmeckt. Manche mischen sogar beides. Es ist reine Geschmackssache – wählen Sie einfach das Aroma, das Ihnen mehr zusagt.

Warum müssen die Ringe vor dem Glasieren auskühlen?

Nur auf vollständig ausgekühltem Gebäck bleibt die Eiweißglasur schön haften und behält ihre weiße Farbe. Trifft die Glasur auf ein noch warmes Gebäck, rutscht sie ab, wird stellenweise durchsichtig und trocknet ungleichmäßig, oft mit einem gelblichen Schimmer. Lassen Sie die Ringe deshalb wirklich komplett kühl werden, bevor Sie sie überziehen – am besten backen Sie sie schon einige Stunden vorher.

Meine Glasur bleibt weich – was kann ich tun?

Meist steckt zu wenig Puderzucker dahinter oder die Umgebung ist zu feucht. Schlagen Sie die Masse mit etwas mehr Puderzucker auf, bis sie dick und standfest ist, und lassen Sie die glasierten Ringe auf einem Gitter an einem trockenen, luftigen Ort trocknen. An schwülen Tagen dauert das Festwerden einfach länger. Vermeiden Sie es, die Ringe zum schnelleren Trocknen in den warmen Ofen zu schieben, da die Schicht dort leicht vergilbt.

Kann ich rohes Eiweiß bedenkenlos verwenden?

Die weiße Glasur wird mit rohem Eiweiß zubereitet, deshalb sollten Sie nur sehr frische Eier mit sauberer, unbeschädigter Schale nehmen. Wer ganz sichergehen möchte, greift zu pasteurisiertem Eiweiß, das die gleiche feste Glasur ergibt. Für Schwangere, kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist pasteurisiertes Eiweiß die empfehlenswerte Wahl. Gut abgedeckt und trocken gelagert, sind die Ringe einige Tage haltbar.


Wann und für wen diese Ringe passen

Rosquetes sind ein Gebäck für die geselligen, festlichen Stunden, in denen etwas Süßes und Besonderes auf den Tisch soll. Ihre schneeweiße, verschneite Erscheinung macht sie zu einer schönen Wahl für die festliche Gebäckplatte, für die Kaffee- und Teetafel oder als kleines Mitbringsel, das sich gut in einer Dose transportieren lässt. Weil sich der Teig und das Gebäck bequem vorbereiten und sogar am Vortag backen lassen, bleibt am Serviertag angenehm wenig zu tun – Sie ziehen die kühlen Ringe nur noch durch die weiße Masse und lassen sie in Ruhe trocknen, während Sie sich um anderes kümmern.

Auch geschmacklich treffen die Ringe einen breiten Kreis. Der mürbe, leicht nach Anis oder Zitrone duftende Kern und die süße, knackige weiße Kruste kommen bei Gästen jeden Alters gut an, und weil das Gebäck ohne tierische Gelatine auskommt und nur aus Teig, Butter, Ei, Zucker und einem Hauch Aroma besteht, ist es vegetarisch und passt an einen bunt gemischten Tisch. Wer gern mit den Händen formt und ein Gebäck aus einer anderen Backtradition ausprobieren möchte, findet in den Rosquetes ein dankbares Projekt: Das Rollen der Stränge und das Schließen der Ringe macht Freude, und mit jedem Mal gelingt die Form ein wenig souveräner. So wird aus einem zunächst fremden Rezept schnell ein kleiner Klassiker, den man gern immer wieder holt, wenn Besuch kommt oder die Lust auf etwas Süßes und Festliches groß ist.


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Vier bolivianische Rosquetes von oben auf heller Holzfläche, goldene Gebäckringe rundum mit dicker, rissiger weißer Baiser-Glasur überzogen

Rosquetes – bolivianische Gebäckringe mit weißer Baiser-Glasur

Kleine, ringförmige Gebäckstücke aus einem eierreichen, leicht gesüßten Teig, im Ofen goldgelb gebacken und rundum mit einer dicken, weißen Baiser-Glasur überzogen, die an der Luft zu einer harten, schneeweißen Schicht trocknet. Das goldene Gebäck schaut an einzelnen Stellen durch die craquelierte Hülle hervor. Ein festlicher Klassiker aus Bolivien, den man zu Hause gut nachbacken kann.
Servings 8 Stück
Prep Time 30 minutes
Cook Time 25 minutes
Trockenzeit 3 hours
Total Time 3 hours 55 minutes

Equipment

  • Rührschüssel (für den Teig)
  • Backblech mit Backpapier (für die Ringe)
  • Schneebesen oder Handrührgerät (zum Aufschlagen der Glasur)
  • Kuchengitter (zum Trocknen der glasierten Ringe)

Ingredients
  

Für die Teigringe

  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 Eigelb
  • 60 g Butter (weich)
  • 60 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 0.5 TL Anis (gemahlen; alternativ abgeriebene Schale von 1 Zitrone)
  • 1-2 EL Milch (bei Bedarf, falls der Teig zu fest ist)

Für die weiße Baiser-Glasur (bano blanco)

  • 2 Eiweiß (sehr frisch; alternativ pasteurisiertes Eiweiß)
  • 200-250 g Puderzucker
  • 1 TL Zitronensaft (frisch gepresst)

Instructions
 

TEIG ZUBEREITEN

  • Die weiche Butter mit dem Zucker in einer Schüssel cremig verrühren. Die Eier und das zusätzliche Eigelb dazugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren. Wenn Sie mit Zitronenschale arbeiten, reiben Sie diese am besten vorher mit dem Zucker zwischen den Fingern, damit sich die duftenden Öle lösen und gleichmäßig verteilen.
  • Mehl, Backpulver, Salz und den gemahlenen Anis mischen und nach und nach unter die Eiermasse kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Ist der Teig zu fest, arbeiten Sie ein bis zwei Esslöffel Milch ein, bis er weich, aber nicht klebrig ist. Den Teig zugedeckt einige Minuten ruhen lassen.

RINGE FORMEN

  • Den Teig in etwa acht gleich große Portionen teilen. Jede Portion mit den Händen zu einem gleichmäßig dicken Strang rollen und zu einem Ring schließen; die Enden gut zusammendrücken, damit sie beim Backen nicht wieder aufspringen. Die Ringe mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.

BACKEN UND AUSKÜHLEN

  • Den Backofen auf 180 °C (356 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Ringe etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis sie rundum gleichmäßig goldgelb sind. Sie sollen goldig, nicht braun werden, denn ihre zarte Farbe schaut später durch die weiße Glasur hindurch.
  • Die gebackenen Ringe vollständig auskühlen lassen. Das ist wichtig: Nur auf kühlem Gebäck bleibt die Eiweißglasur schön haften und behält ihre weiße Farbe. Auf warmen Ringen rutscht die Glasur ab und trocknet mit einem gelblichen Schimmer. Backen Sie die Ringe deshalb ruhig einige Stunden vorher oder am Vortag.

BAISER-GLASUR AUFSCHLAGEN

  • Für die weiße Glasur das Eiweiß mit dem Zitronensaft steif schlagen. Nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine dicke, glänzend-weiße, streichfähige Masse entsteht, die sich beim Anheben des Rührbesens deutlich hält. Verwenden Sie nur sehr frische Eier; für Schwangere, kleine Kinder und immungeschwächte Personen ist pasteurisiertes Eiweiß die bessere Wahl.

GLASIEREN, TROCKNEN UND SERVIEREN

  • Die vollständig ausgekühlten Ringe rundum dick mit der weißen Glasur überziehen; drehen Sie jeden Ring dabei einmal ganz herum, damit er von allen Seiten bedeckt ist. Die glasierten Rosquetes auf ein Kuchengitter setzen und mehrere Stunden bei Zimmertemperatur trocknen lassen, bis die Glasur zu einer harten, schneeweißen Schicht fest wird. Zu Kaffee, Tee oder als festliches Mitbringsel servieren.
    Rosquetes — bolivianische Gebäckringe mit weißer Baiser-Glasur

Notes

Tipps:
  • Die Ringe unbedingt vollständig auskühlen lassen, bevor Sie glasieren – nur auf kühlem Gebäck bleibt die weiße Glasur haften und schön weiß.
  • Die Glasur ruhig großzügig und dick auftragen; die typische verschneite Fülle entsteht durch eine kräftige Schicht.
  • Die glasierten Ringe auf einem Gitter an einem trockenen, luftigen Ort trocknen lassen und nicht zum schnelleren Trocknen in den warmen Ofen schieben, da die Schicht dort leicht vergilbt.
Aroma: Klassisch gibt gemahlener Anis dem Teig eine warme, leicht würzige Note. Wer es lieber frisch mag, nimmt stattdessen fein abgeriebene Zitronenschale. Beides ist traditionell – auch eine Mischung aus beidem schmeckt schön.
Sicherheitshinweis rohes Eiweiß: Die weiße Glasur wird mit rohem Eiweiß zubereitet. Verwenden Sie nur sehr frische Eier mit sauberer, unbeschädigter Schale. Wer ganz sichergehen möchte, greift zu pasteurisiertem Eiweiß. Für Schwangere, kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist pasteurisiertes Eiweiß empfehlenswert.
Glasur bleibt weich: Meist steckt zu wenig Puderzucker oder eine zu feuchte Umgebung dahinter. Schlagen Sie die Masse mit etwas mehr Puderzucker auf, bis sie dick und standfest ist, und lassen Sie die Ringe an einem trockenen Ort trocknen. An schwülen Tagen dauert das Festwerden länger.
Aufbewahrung: Gut abgedeckt und trocken gelagert halten sich die Rosquetes einige Tage. Nicht im Kühlschrank aufbewahren, da die Glasur dort durch die Feuchtigkeit weich werden kann.
Anlässe: Festliche Gebäckplatte, Kaffee- und Teerunde, festliches Mitbringsel in der Dose, süßer Abschluss eines Menüs.

Nutrition

Serving: 1gCalories: 280kcalCarbohydrates: 48gProtein: 5gFat: 8gSodium: 80mgFiber: 1gSugar: 32g
Calories: 280kcal
Gericht: Dessert, Gebäck, Snack, Süßigkeit
Küche: Lateinamerikanisch
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: Anis, Aus dem Ofen, Baiser, bolivianisch, Familienessen, festlich, Ganzjahresrezepte, Gebäck, Ringe, selbstgemacht, Süß, traditionell, Zuckerguss

📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Diese bolivianischen Rosquetes sind die richtige Wahl für alle, die einmal ein festliches Gebäck aus den Anden zu Hause backen und ihre Gäste mit etwas Ungewöhnlichem überraschen möchten. Sie eignen sich wunderbar für die festliche Gebäckplatte, für die Kaffee- und Teetafel und als hübsches Mitbringsel in einer Dose. Weil sie mürbe, süß und mit ihrer schneeweißen Kruste hübsch anzusehen sind, kommen sie bei Gästen jeden Alters gut an, und da sie ohne tierische Gelatine auskommen und nur aus Teig, Butter, Ei, Zucker und einem Hauch Aroma bestehen, sind sie vegetarisch und für einen bunt gemischten Tisch geeignet. Wer gern mit den Händen formt und ein Gebäck aus einer anderen Backtradition ausprobieren möchte, findet in ihnen ein dankbares Projekt, das mit jedem Mal ein bisschen leichter von der Hand geht.

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