Blätterteig-Tannenbaum mit Schoko-Nuss-Creme – Knuspriges Weihnachtsgebäck aus Blätterteig mit schokoladiger Haselnusscreme und Puderzucker
Warum dieses Gebäck mit nur zwei Blätterteigplatten und einer Handvoll Zutaten zum Mittelpunkt jeder Adventstafel wird – und welche Drehtechnik für die perfekten Tannenzweige sorgt.
Wenn der Duft von warmem Blätterteig und geschmolzener Schokolade durch die Küche zieht, ist Weihnachten nicht mehr weit. Dieser Blätterteig-Tannenbaum vereint alles, was ein festliches Gebäck ausmacht: eine buttrige, blättrige Hülle, eine cremige Schoko-Nuss-Füllung und eine Form, die sofort Staunen hervorruft. Dabei braucht es weder besonderes Geschick noch stundenlange Vorbereitung – die wenigen Handgriffe gelingen auch ungeübten Händen auf Anhieb. Ob zum Adventskaffee, als Mitbringsel zur Weihnachtsfeier oder als süßer Abschluss eines Festmenüs: Dieser essbare Tannenbaum verschwindet erfahrungsgemäß in Minuten vom Tisch.

Warum gerade Blätterteig – und was ihn so besonders macht
Blätterteig gehört zu den faszinierendsten Teigarten der europäischen Backkunst. Sein Geheimnis liegt in der sogenannten Tourierung: Unzählige hauchdünne Teig- und Butterschichten werden übereinandergefaltet und beim Backen durch den verdampfenden Wasseranteil der Butter auseinandergedrückt. So entsteht diese unverwechselbare, blättrige Struktur – knusprig an der Oberfläche, zart und luftig im Inneren. Für diesen Tannenbaum ist fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal die ideale Wahl: Er spart Zeit, liefert ein zuverlässiges Ergebnis und ist in jedem Supermarkt erhältlich. Wichtig ist, den Teig direkt aus dem Kühlschrank zu verarbeiten – wärmt er sich zu sehr auf, schmilzt die Butter zwischen den Schichten bereits vor dem Backen, und der Teig geht im Ofen nicht mehr richtig auf.
Die richtige Füllung: Schoko-Nuss-Creme als Seele des Baums
Die Schoko-Nuss-Creme ist mehr als nur eine Füllung – sie gibt dem Gebäck seinen Charakter. Der intensive Schokoladengeschmack gepaart mit dem nussigen Aroma gerösteter Haselnüsse bildet einen wunderbaren Kontrast zum neutralen, buttrigen Blätterteig. Beim Verstreichen sollte die Creme nicht zu dick aufgetragen werden: Eine gleichmäßige Schicht von ca. 2–3 mm (⅛ in) reicht völlig aus. Zu viel Füllung kann dazu führen, dass die Creme beim Backen herausläuft und die Zweige verkleben, statt sich schön zu drehen. Wer es weniger süß mag, kann zu einer Zartbitterschokoladen-Ganache greifen oder die Creme mit einem Esslöffel ungesüßtem Kakaopulver intensivieren.
Die Drehtechnik: So entstehen die perfekten Tannenzweige
Das Herzstück dieses Gebäcks ist die Drehtechnik, die aus zwei flachen Teigplatten einen dreidimensionalen Tannenbaum zaubert. Nach dem Zuschneiden der Tannenbaumsilhouette werden auf beiden Seiten horizontale Einschnitte gesetzt – gleichmäßig, bis fast zur Mitte. Jeder dieser Streifen wird dann einmal um seine eigene Achse gedreht. Durch die Drehung öffnen sich die Teigschichten, die dunkle Schokoladenfüllung wird sichtbar und es entsteht der optische Wechsel zwischen goldbraunem Teig und schokoladigen Streifen, der an echte Tannenzweige erinnert. Die Spitzen der Streifen sollten leicht nach außen zeigen und fest auf das Backpapier gedrückt werden – so behalten sie beim Aufgehen im Ofen ihre Position.
Von Frankreich auf den deutschen Adventstisch
Die Idee, Blätterteig in dekorative Formen zu schneiden und zu drehen, stammt ursprünglich aus der französischen Pâtisserie. Dort kennt man ähnliche Techniken von der „Tarte soleil“ – einem sonnenförmigen Blätterteiggebäck mit verschiedenen Füllungen. In den letzten Jahren hat sich der Blätterteig-Tannenbaum in ganz Europa als festliches Weihnachtsgebäck etabliert, das durch seine Einfachheit und Wirkung besticht. In Deutschland passt er hervorragend zur Tradition der Adventsbackstube: einfach genug, um mit Kindern gemeinsam zu backen, und gleichzeitig elegant genug für den gedeckten Festtagstisch.

Worauf beim Backen zu achten ist
Die Backtemperatur von 200 °C (390 °F) Ober-/Unterhitze ist bewusst etwas höher gewählt als bei vielen anderen Gebäcken. Blätterteig braucht die anfängliche Hitze, damit die Butterschichten schnell verdampfen und den Teig in die Höhe treiben. Bei Umluft die Temperatur auf 180 °C (355 °F) reduzieren, da die zirkulierende Luft die Oberfläche sonst zu schnell bräunt, bevor das Innere durchgebacken ist. Der Tannenbaum ist fertig, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun glänzt und der Teig beim Anheben der Zweigspitzen trocken und fest wirkt. Zu lange im Ofen wird er bitter – lieber etwas heller herausnehmen als zu dunkel.
Puderzucker, Timing und die Kunst des Servierens
Der Puderzucker kommt erst nach dem Backen auf den Tannenbaum – und zwar nicht sofort. Wird er auf zu heißes Gebäck gestäubt, schmilzt er und wird unsichtbar. Am besten ca. 5 Minuten warten, bis die Oberfläche leicht abgekühlt, aber noch lauwarm ist. Ein feines Küchensieb sorgt für eine gleichmäßige, zarte Schneedecke. Serviert wird der Baum am besten direkt auf dem Backpapier oder einem großen Brett – so können die Gäste die einzelnen Zweige einfach abbrechen. Das Zusammenspiel aus warmem, knusprigem Teig und der noch leicht weichen, schokoladigen Füllung ist der Moment, in dem dieses Gebäck seine volle Wirkung entfaltet.
Aufbewahrung
Blätterteiggebäck schmeckt frisch am besten – die knusprige Textur lässt sich nicht dauerhaft konservieren. Reste können in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Zum Auffrischen den Tannenbaum für 3–5 Minuten bei 180 °C (355 °F) im Ofen aufknuspern lassen und den Puderzucker anschließend erneut aufstäuben. Einfrieren ist vor dem Backen möglich: Den geformten, unbgebackenen Tannenbaum auf einem Brett vorfrieren, dann luftdicht verpacken. Direkt aus dem Gefrierfach bei gleicher Temperatur backen und die Backzeit um ca. 5 Minuten verlängern.

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Blätterteig-Tannenbaum mit Schoko-Nuss-Creme
Kochutensilien
- 1 großes Backblech (ca. 40 × 30 cm / 16 × 12 in)
- 1 Backpapier
- 1 scharfes Messer oder Pizzaschneider
- 1 kleines Sieb zum Bestäuben
- 1 Pinsel
Zutaten
- 2 rechteckige Blätterteigplatten (je ca. 25 × 38 cm / 10 × 15 in), aus dem Kühlregal
- 200 g Schoko-Nuss-Aufstrich (Haselnusscreme mit Schokolade)
- 1 Eigelb
- 1 EL Milch
- 2–3 EL Puderzucker
Anleitungen
BACKOFEN VORHEIZEN:
- Den Backofen auf 200 °C (390 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier auslegen.
BLÄTTERTEIG VORBEREITEN:
- Die erste Blätterteigplatte auf das vorbereitete Backblech legen. Die Schoko-Nuss-Creme gleichmäßig auf der gesamten Fläche verstreichen und dabei rundum einen Rand von ca. 1 cm (½ in) frei lassen.
- Die zweite Blätterteigplatte darauflegen und leicht andrücken, sodass keine Luftblasen eingeschlossen werden.
TANNENBAUMFORM SCHNEIDEN:
- Mit einem scharfen Messer oder Pizzaschneider die Form eines Tannenbaums zuschneiden: Oben mit einer Spitze beginnen und nach unten breiter werden – wie ein gleichschenkliges Dreieck. Unten einen kleinen Stamm (Rechteck, ca. 5 × 3 cm / 2 × 1¼ in) stehen lassen.
- Die Teigreste vorsichtig entfernen. Diese können separat gebacken und als Snack serviert werden.
ZWEIGE DREHEN:
- An beiden Seiten des Tannenbaums mit dem Messer horizontale Einschnitte setzen – im Abstand von ca. 2 cm (¾ in), bis fast zur Mitte. Es sollten auf jeder Seite ca. 8–10 Streifen entstehen.
- Jeden Streifen einmal um sich selbst drehen (ca. eine halbe bis ganze Drehung), sodass die Schoko-Nuss-Füllung sichtbar wird und die typische Zweigstruktur entsteht. Die Spitzen leicht nach außen ziehen und auf dem Backpapier festdrücken, damit sie beim Backen die Form behalten.
BESTREICHEN UND BACKEN:
- Das Eigelb mit der Milch verquirlen und den Tannenbaum dünn damit bestreichen – besonders die Spitze und den Stamm.
- Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 18–22 Minuten goldbraun backen. Der Blätterteig sollte gleichmäßig aufgegangen und schön knusprig sein.
SERVIEREN:
- Den Tannenbaum aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen. Anschließend großzügig mit Puderzucker durch ein feines Sieb bestäuben, sodass ein „Schnee-Effekt“ entsteht. Lauwarm servieren – so ist der Blätterteig am knusprigsten und die Füllung noch leicht warm und cremig.

Notizen
- Blätterteig kalt verarbeiten: Der Blätterteig sollte direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet werden. Warmer Teig wird klebrig und lässt sich schlecht formen. Falls der Teig beim Arbeiten zu weich wird, für 10 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Gleichmäßige Streifen: Für ein sauberes Ergebnis lohnt es sich, die Einschnitte mit einem Lineal oder einer Schablone gleichmäßig zu setzen. Ein Pizzaschneider ist ideal für gerade Schnitte.
- Variationen der Füllung: Statt Schoko-Nuss-Creme eignet sich auch weiße Schokoladencreme, Pistaziencreme oder Marzipanmasse gemischt mit etwas weicher Butter.
- Dekoration: Vor dem Backen können gehackte Nüsse, Mandelsplitter oder bunte Zuckerstreusel auf den Tannenbaum gestreut werden.
- Aufbewahrung: Am besten am Backtag genießen. Falls Reste übrig bleiben, in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur aufbewahren und am nächsten Tag kurz bei 180 °C (355 °F) für 3–5 Minuten aufknuspern. Der Puderzucker kann nach dem Aufwärmen erneut aufgestäubt werden.
- Einfrieren: Der ungefüllte, geformte Tannenbaum lässt sich vor dem Backen einfrieren. Dafür auf einem Brett vorfrieren, dann in Frischhaltefolie wickeln. Direkt aus dem Gefrierfach backen, Backzeit um ca. 5 Minuten verlängern.
Nährwerte
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Dieses Rezept richtet sich an alle, die ein schnelles, einfaches und dennoch beeindruckendes Weihnachtsgebäck suchen – ob als Mitbringsel für die Adventsfeier, als gemeinsames Backprojekt mit Kindern oder als festlicher Hingucker auf dem Kaffeetisch, der mit minimalem Aufwand maximale Wirkung erzielt.
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