Spaghetti mit Prosciutto, Pilzen und Parmesan

Schnelle italienische Pasta

Wie Rohschinken, Pilze und Parmesan in wenigen Handgriffen zu einer aromatischen italienischen Pasta werden.

17. August 2026
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Spaghetti mit Prosciutto, Pilzen und Parmesan

Diese Pasta braucht weder Sahne noch stundenlanges Köcheln. Ihr Geheimnis ist der Rohschinken, der zweifach eingesetzt wird: ein Teil mitgebraten für die herzhafte Tiefe, ein Teil roh obenauf für die zarte Note. Dazwischen Pilze, Knoblauch und viel Parmesan.


Diese Spaghetti mit Prosciutto, Pilzen und Parmesan sind ein herrliches Beispiel für die italienische Küche: wenige, gute Zutaten, die in kurzer Zeit zu einem aromatischen Gericht zusammenkommen. Kräftig gebratene Champignons und feiner Knoblauch bilden die herzhafte Grundlage, würziger Prosciutto sorgt für Tiefe und ein salziges Aroma, und frisch geriebener Parmesan bindet alles zu einer leicht cremigen Sauce – ganz ohne Sahne. Ein Teil des Rohschinkens wird in der Pfanne mitgebraten, damit er sein Aroma an die Sauce abgibt, während der andere Teil roh über die fertige Pasta kommt und durch die Wärme zart wird. Frische Petersilie bringt Farbe und Frische. Das Ergebnis ist ein unkompliziertes, sättigendes Pastagericht, das in etwa einer halben Stunde fertig ist und trotzdem nach mehr schmeckt – ideal für ein schnelles Abendessen unter der Woche oder für Gäste.

Nahaufnahme von Spaghetti mit Prosciutto, Champignons, Parmesan und Petersilie in einer gemusterten Schale
Spaghetti mit Prosciutto, Pilzen und Parmesan

Prosciutto zweifach: gebraten und roh

Das Besondere an diesem Rezept ist der Umgang mit dem Prosciutto, dem luftgetrockneten italienischen Rohschinken. Er wird bewusst auf zwei Arten verwendet, was dem Gericht seine besondere Tiefe gibt. Ein Teil des Schinkens wird zusammen mit den Pilzen in der Pfanne angebraten. Dabei gibt er sein würziges, salziges Aroma an das Öl und die Sauce ab und wird leicht knusprig. Diese gebratene Komponente bildet das herzhafte Rückgrat des Gerichts.

Der andere Teil des Prosciutto bleibt roh und wird erst ganz zum Schluss über die heiße Pasta gelegt. Durch die Restwärme der Nudeln wird er zart und geschmeidig, behält aber seinen feinen, delikaten Charakter, der beim Braten verloren gehen würde. So bekommt man in jedem Bissen beides: die kräftige, geröstete Note vom gebratenen Schinken und die zarte, mild-salzige Note vom rohen. Dieser einfache Kniff macht aus einer schlichten Pasta ein Gericht mit mehr Charakter, ohne dass zusätzlicher Aufwand nötig wäre. Wichtig ist nur, den rohen Schinken wirklich erst am Ende zuzugeben, damit er nicht zäh wird.


Die Pilze richtig anbraten

Die Champignons sind die zweite tragende Zutat und verdienen etwas Aufmerksamkeit. Damit sie ihr volles, herzhaftes Aroma entwickeln, müssen sie richtig gebraten werden. Der häufigste Fehler ist, sie in einer zu vollen oder zu wenig heißen Pfanne zu garen. Dann geben die Pilze ihr Wasser ab und dünsten darin, statt zu rösten – sie werden weich und fade statt goldbraun und aromatisch.

Besser ist es, die Pfanne gut vorzuheizen und die Champignons mit etwas Abstand hineinzugeben. So kann die Feuchtigkeit schnell verdampfen, und die Pilze bekommen eine schöne braune Farbe und ein intensives Röstaroma. Erst wenn sie Farbe genommen haben, kommt der fein gehackte Knoblauch dazu, der nur kurz mitbraten muss, damit er nicht bitter wird. Wer eine größere Menge zubereitet, brät die Pilze am besten portionsweise an. Der Aufwand lohnt sich, denn gut gebratene Champignons machen geschmacklich einen großen Unterschied und geben der Pasta eine kräftige, würzige Basis, die gut mit dem Schinken harmoniert.


Eine cremige Sauce ohne Sahne

Viele denken bei einer cremigen Pasta sofort an Sahne. Dieses Gericht kommt jedoch ganz ohne aus und ist dadurch leichter und typisch italienisch. Die leicht cremige, glänzende Sauce entsteht stattdessen durch das Zusammenspiel von Parmesan, etwas Fett aus Öl und Butter und dem stärkehaltigen Nudelwasser. Wenn die heißen Spaghetti mit diesen Zutaten in der Pfanne geschwenkt werden, verbindet sich alles zu einer sämigen Sauce, die sich schön um die Nudeln legt.

Der frisch geriebene Parmesan spielt dabei die Hauptrolle. Er schmilzt an den warmen Nudeln, gibt sein würziges Aroma ab und sorgt zusammen mit dem Nudelwasser für die cremige Bindung. Wichtig ist, den Parmesan wirklich frisch zu reiben, denn er schmilzt dann besser und schmeckt deutlich aromatischer als fertig geriebener. Wer die Sauce noch etwas reichhaltiger mag, kann einen kleinen Schuss Sahne hinzufügen – nötig ist er aber nicht. Gerade die Leichtigkeit ohne Sahne macht den Reiz dieses Gerichts aus und lässt die Aromen von Schinken, Pilzen und Parmesan klar hervortreten.


Warum das Nudelwasser wichtig ist

Ein kleiner, aber entscheidender Trick der italienischen Pastaküche ist das Aufbewahren des Nudelwassers. Bevor die Spaghetti abgegossen werden, sollte man immer eine Tasse des Kochwassers zurückbehalten. Dieses Wasser ist Gold wert, denn es enthält die Stärke, die beim Kochen aus den Nudeln austritt. Genau diese Stärke hilft dabei, aus Fett und Parmesan eine geschmeidige, cremige Sauce zu binden.

Gibt man einen Schuss des heißen Nudelwassers zu den Spaghetti in der Pfanne, verbindet es sich mit dem Parmesan und dem Öl zu einer emulgierten Sauce, die die Nudeln gleichmäßig umhüllt, statt einfach am Boden zu bleiben. Die Menge lässt sich dabei gut steuern: Ist die Sauce zu trocken, gibt man etwas mehr Wasser dazu; ist sie zu flüssig, lässt man sie kurz einkochen. Dieser einfache Handgriff macht den Unterschied zwischen einer trockenen Pasta und einem Gericht, bei dem jede Nudel schön von Sauce überzogen ist. Es lohnt sich also, immer daran zu denken, bevor das Wasser im Ausguss verschwindet.

Spaghetti mit Prosciutto, Champignons und geriebenem Parmesan in einer gemusterten Schale, daneben eine Reibe und Petersilie
Spaghetti mit Prosciutto, Champignons und geriebenem Parmesan in einer gemusterten Schale, daneben eine Reibe und Petersilie

Serviervorschläge und Abwandlungen

Diese Pasta schmeckt am besten frisch und sofort serviert, solange die Sauce cremig und der rohe Prosciutto obenauf noch zart ist. Ein grüner Salat mit einer leichten Vinaigrette passt gut dazu und bringt Frische auf den Tisch. Wer möchte, reicht ein Stück knuspriges Weißbrot, um die letzten Reste der Sauce aufzunehmen. Zum Trinken passt ein trockener Weißwein, gern derselbe, mit dem auch die Pilze abgelöscht wurden.

Das Grundrezept lässt sich vielseitig abwandeln. Statt Champignons kann man Kräuterseitlinge oder eine gemischte Pilzpfanne verwenden, was dem Gericht eine andere Note gibt. Eine Handvoll Rucola, kurz vor dem Servieren untergehoben, bringt eine leicht pfeffrige Frische, und etwas Zitronenabrieb hellt die Aromen auf. Wer keinen Prosciutto zur Hand hat, kann auch Speck oder Pancetta nehmen, wobei diese kräftiger und salziger sind. So bleibt das Gericht immer wieder abwandelbar und passt sich gut an das an, was gerade im Haus ist.


Häufige Fragen zur Pasta mit Prosciutto und Pilzen

Was ist Prosciutto?

Prosciutto ist ein luftgetrockneter italienischer Rohschinken, der roh gegessen wird. Er ist würzig und salzig und wird meist hauchdünn geschnitten. In diesem Rezept wird er teils gebraten, teils roh über die Pasta gelegt.

Kann man das Gericht ohne Wein zubereiten?

Ja. Der Weißwein sorgt für ein feines Aroma, ist aber nicht zwingend nötig. Statt Wein lässt sich einfach etwas mehr Nudelwasser verwenden. Der Geschmack wird dann etwas milder, aber immer noch aromatisch.

Warum wird die Pasta ohne Sahne cremig?

Die cremige Sauce entsteht durch das Zusammenspiel von frisch geriebenem Parmesan, etwas Fett und stärkehaltigem Nudelwasser. Zusammengeschwenkt bilden sie eine sämige Sauce, die die Nudeln umhüllt – ganz ohne Sahne.

Muss man extra salzen?

Nur vorsichtig und erst zum Schluss. Prosciutto und Parmesan sind bereits salzig, deshalb sollte man abschmecken, bevor man Salz hinzufügt, damit das Gericht nicht zu salzig wird.

Welche Pilze eignen sich am besten?

Braune Champignons sind ideal, weil sie kräftig im Geschmack sind. Ebenso passen weiße Champignons, Kräuterseitlinge oder eine Pilzmischung. Wichtig ist, sie kräftig anzubraten, damit sie Röstaromen entwickeln.


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Spaghetti mit Prosciutto, Champignons und geriebenem Parmesan in einer gemusterten Schale, daneben eine Reibe und Petersilie

Spaghetti mit Prosciutto, Pilzen und Parmesan

Eine schnelle italienische Pasta ganz ohne Sahne: Spaghetti werden mit kräftig gebratenen Champignons, Knoblauch und würzigem Prosciutto geschwenkt und mit reichlich Parmesan zu einer leicht cremigen Sauce gebunden. Ein Teil des Rohschinkens wird mitgebraten, ein Teil kommt roh obenauf. Frische Petersilie rundet das Ganze ab – ein aromatisches Gericht, das in einer halben Stunde auf dem Tisch steht.
Servings 4 Portionen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten

Kochutensilien

  • Topf
  • große Pfanne
  • Reibe

Zutaten
  

  • 400 g Spaghetti
  • 150 g Prosciutto (Rohschinken, in Streifen)
  • 250 g Braune Champignons (in Scheiben)
  • 2 Zehen Knoblauch (fein gehackt)
  • 3 EL Olivenöl
  • 20 g Butter
  • 100 ml Trockener Weißwein (optional; oder Nudelwasser)
  • 60 g Parmesan (frisch gerieben)
  • 1 Handvoll Petersilie (gehackt)
  • 1 Prise Salz und Pfeffer

Anleitungen
 

SPAGHETTI KOCHEN

  • Die Spaghetti in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen. Vor dem Abgießen etwa eine Tasse Nudelwasser aufbewahren.

PILZE UND PROSCIUTTO BRATEN

  • Das Olivenöl mit der Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Champignons darin kräftig anbraten, bis sie Farbe nehmen und die Flüssigkeit verdampft ist. Den Knoblauch kurz mitbraten. Etwa die Hälfte des Prosciutto zugeben und kurz anbraten – die andere Hälfte roh für die Garnitur zurückbehalten. Nach Belieben mit dem Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen.

SCHWENKEN UND ANRICHTEN

  • Die abgetropften Spaghetti in die Pfanne geben und mit etwas Nudelwasser und dem geriebenen Parmesan schwenken, bis eine leicht cremige Sauce entsteht, die die Nudeln umhüllt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Tellern anrichten, den restlichen rohen Prosciutto, etwas Parmesan und die Petersilie darüber verteilen und sofort servieren.
    Teller mit Spaghetti, Prosciutto, Champignons und Petersilie, im Hintergrund frische Kräuter und Knoblauch

Notizen

Tipps:
  • Der Prosciutto ist von Natur aus salzig, ebenso der Parmesan. Deshalb erst ganz zum Schluss mit Salz abschmecken, sonst wird das Gericht schnell zu salzig.
  • Die Champignons in einer heißen Pfanne mit etwas Abstand braten, damit sie rösten und nicht nur Wasser ziehen. So bekommen sie ein kräftiges Aroma.
  • Den rohen Prosciutto erst zum Schluss über die heiße Pasta legen. Durch die Restwärme wird er zart, ohne zäh zu werden.
Aufbewahrung: Am besten frisch genießen. Reste halten sich abgedeckt 1 bis 2 Tage im Kühlschrank und lassen sich mit einem Schuss Wasser in der Pfanne wieder erwärmen.
Variationen: Statt Champignons passen auch Kräuterseitlinge oder eine Pilzmischung. Ein Schuss Sahne macht die Sauce cremiger, ist aber nicht nötig. Wer mag, gibt eine Handvoll Rucola oder etwas Zitronenabrieb für Frische dazu. Statt Prosciutto lässt sich auch Speck verwenden.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 560kcalCarbohydrates: 72gProtein: 24gFat: 19gSodium: 950mgFiber: 4gSugar: 3g
Calories: 560kcal
Gericht: Fleischgericht, Hauptgericht, Pasta, Pilzgericht
Küche: Europäisch, Hausmannskost, Italienisch, Mediterran, Südeuropäisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Diese Spaghetti mit Prosciutto und Pilzen sind perfekt für alle, die ein schnelles, aber gehaltvolles Pastagericht suchen. Sie eignen sich für ein unkompliziertes Abendessen unter der Woche ebenso wie für Gäste, die man mit wenig Aufwand beeindrucken möchte. Wer die italienische Küche mag und gern mit wenigen guten Zutaten kocht, wird dieses Rezept lieben.

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