Rhabarber-Creme-Dessert im Glas
Unten die säuerliche Frucht, oben die süße Creme: Dieses Rhabarber-Dessert im Glas fängt den Frühling in zwei Schichten ein – ganz ohne Backen und in wenigen Minuten geschichtet.
Wenn im Frühjahr die ersten rot leuchtenden Rhabarberstangen auf den Markt kommen, ist die Zeit für dieses Dessert gekommen. Das Rhabarber-Creme-Dessert im Glas spielt mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Kontrast: Unten liegt ein fruchtig-herbes Rhabarberkompott, darüber wölbt sich eine luftige Vanille-Sahne-Creme. Die säuerliche Frucht und die süße, cremige Schicht ergänzen sich so gut, dass man kaum aufhören kann zu löffeln. Dazu kommt, dass dieses Dessert erfreulich unkompliziert ist – es braucht keinen Ofen, gelingt mit wenigen Zutaten und lässt sich wunderbar vorbereiten. In kleinen Gläsern serviert, sieht es dabei so hübsch aus, dass es auch als Nachtisch für Gäste eine gute Figur macht. Wie das Kompott und die Creme gelingen und wie sich beide zu einem harmonischen Dessert schichten lassen, zeigt dieses Rezept Schritt für Schritt.

Was dieses Rhabarber-Dessert besonders macht
Der Reiz liegt im Zusammenspiel der beiden Schichten. Rhabarber bringt von Natur aus eine kräftige Säure mit, die im gekochten Kompott schön fruchtig und frisch bleibt. Genau diese Säure braucht ein süßes Gegenüber – und das liefert die Vanille-Sahne-Creme. Zusammen ergeben sie ein Dessert, das weder zu süß noch zu sauer ist, sondern angenehm ausgewogen schmeckt. Jeder Löffel holt beide Schichten auf einmal, sodass sich Frucht und Creme im Mund verbinden.
Dazu kommt die praktische Seite. Das Dessert kommt ganz ohne Backen aus und besteht im Kern aus zwei einfachen Komponenten, die schnell zubereitet sind. Weil es kalt serviert wird und sich gut vorbereiten lässt, nimmt es beim Kochen für Gäste keinen Stress mit sich – die Gläser warten einfach im Kühlschrank. Und optisch macht die klare Trennung von roter Frucht und weißer Creme im Glas einiges her, gerade wenn das Ganze mit ein paar essbaren Blüten oder einem Klecks Kompott garniert wird.
Rhabarber: die Frucht des Frühlings
Rhabarber hat nur eine kurze Saison, meist von April bis in den Juni hinein, und ist damit ein echter Frühlingsbote. Botanisch gesehen ist er zwar ein Gemüse, in der Küche wird er aber wie Obst verwendet – vor allem für Süßes wie Kompott, Kuchen und eben Desserts. Sein herb-säuerlicher Geschmack ist unverwechselbar und macht ihn zu einer beliebten Zutat, sobald die ersten Stangen erhältlich sind.
Für dieses Dessert eignen sich sowohl grüne als auch rote Rhabarbersorten. Rote Stangen färben das Kompott kräftig und geben ihm die schöne rosarote Farbe, die im Glas so ansprechend aussieht. Grüner Rhabarber schmeckt oft etwas milder, ergibt aber ein blasseres Kompott. Vor dem Kochen wird der Rhabarber gewaschen, die Enden werden abgeschnitten und bei Bedarf werden grobe Fäden abgezogen. Anschließend wird er in kleine Stücke geschnitten, damit er gleichmäßig weich wird.
Das Rhabarberkompott: die fruchtig-herbe Basis
Die untere Schicht bildet ein einfaches Rhabarberkompott. Dafür werden die Rhabarberstücke mit Zucker, einem Spritzer Zitronensaft, etwas Wasser und Vanille in einen Topf gegeben und bei mittlerer Hitze geköchelt. Nach zehn bis fünfzehn Minuten zerfällt der Rhabarber und wird zu einem sämigen, weichen Kompott. Wie süß es wird, hängt von der Rhabarbersorte und dem eigenen Geschmack ab – die Zuckermenge lässt sich also gut anpassen, ohne dass die typische Frische verloren geht.
Wichtig ist vor allem eines: Das Kompott muss vollständig abkühlen, bevor es in die Gläser kommt. Wird es noch warm eingefüllt, bringt die Wärme die Sahnecreme zum Verlaufen, und die schöne Trennung der Schichten geht verloren. Am besten wird das Kompott also rechtzeitig gekocht und beiseitegestellt, während in der Zwischenzeit die Creme zubereitet wird. Wer mag, kann für eine mildere, süßere Variante ein paar Erdbeeren mitkochen – sie geben dem Kompott zusätzlich eine kräftigere rote Farbe.
Die Vanille-Sahne-Creme: luftig und cremig
Die obere Schicht ist eine luftige Creme aus geschlagener Sahne und Quark. Die Sahne sorgt für die lockere, cremige Textur, während der Quark eine feine Frische mitbringt und die Creme etwas stabiler macht – so hält die Schicht ihre Form und wird nicht zu weich. Verfeinert mit Puderzucker und Vanille, ergibt das eine milde, aromatische Creme, die den perfekten süßen Gegenpol zum säuerlichen Rhabarber bildet.
Bei der Zubereitung wird die kalte Sahne zunächst steif geschlagen. Getrennt davon wird der Quark mit Puderzucker und Vanille glatt gerührt, bevor die geschlagene Sahne vorsichtig untergehoben wird. Das behutsame Unterheben ist der kleine Trick, damit die Creme luftig bleibt und nicht zusammenfällt. Wer es lieber leichter mag, verwendet mehr Sahne; wer eine festere, standhaftere Creme möchte, erhöht den Quarkanteil. Auch pur, nur aus gesüßter Schlagsahne mit Vanille, funktioniert die obere Schicht – sie wird dann etwas weicher und sollte zügig serviert werden.
Schichten im Glas: so wird es schön
Sind Kompott und Creme fertig, geht das Schichten schnell. Zuerst kommt das abgekühlte Rhabarberkompott in die Gläser, dann wird die Vanille-Sahne-Creme daraufgegeben. Für eine saubere Trennung wird die Creme vorsichtig auf das Kompott gesetzt und glatt gestrichen. Wer möchte, kann auch mehrere dünne Schichten abwechselnd einfüllen – das sieht besonders hübsch aus, braucht aber etwas mehr Geduld und Fingerspitzengefühl.
Anschließend kommen die Gläser für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank, damit alles gut durchkühlt und sich die Schichten setzen. Zum Servieren macht ein einfacher Schmuck viel her: ein paar essbare Blüten wie Kirschblüten, ein Klecks Kompott obenauf oder eine dünne Rhabarberscheibe verwandeln das Dessert in einen kleinen Hingucker. Serviert in klaren Gläsern, kommt der Farbkontrast der beiden Schichten am besten zur Geltung.

Vorbereiten, servieren und Varianten
Ein großer Vorteil dieses Desserts ist, dass es sich gut im Voraus zubereiten lässt. Kompott und Creme können bereits einige Stunden vorher geschichtet werden, dann warten die fertigen Gläser einfach gekühlt auf ihren Einsatz. So bleibt am Tag selbst mehr Zeit für anderes, und das Dessert ist im Handumdrehen serviert. Nur die Blüten oder anderer frischer Schmuck kommen am besten erst kurz vor dem Servieren dazu, damit sie frisch aussehen.
Auch geschmacklich lässt sich das Dessert leicht abwandeln. Neben der Erdbeer-Variante im Kompott passt zur Creme ein Hauch Zitronenschale, die die frische Note noch verstärkt. Serviert wird das Rhabarber-Creme-Dessert am schönsten gut gekühlt, wenn die Creme fest und das Kompott angenehm kühl ist. Ob als leichter Abschluss eines Frühlingsmenüs, als Nachtisch für Gäste oder einfach als kleine Freude zwischendurch – dieses Dessert bringt die kurze Rhabarbersaison stilvoll auf den Tisch.
Häufige Fragen zum Rhabarber-Creme-Dessert
Muss man Rhabarber vor dem Kochen schälen?
Junger, zarter Rhabarber muss meist nicht geschält werden. Bei dickeren, älteren Stangen lohnt es sich, die groben Fäden abzuziehen. Die Enden werden immer abgeschnitten.
Kann man das Dessert vorbereiten?
Ja. Kompott und Creme lassen sich einige Stunden im Voraus schichten und bis zum Servieren kühl stellen. Essbare Blüten oder anderer Schmuck kommen erst kurz vor dem Servieren dazu.
Warum muss das Rhabarberkompott vor dem Schichten abkühlen?
Warmes Kompott würde die Sahnecreme zum Verlaufen bringen und die schöne Trennung der Schichten zerstören. Das Kompott sollte daher vollständig ausgekühlt sein.
Kann man die Creme auch ohne Quark machen?
Ja. Statt der Quark-Sahne-Creme lässt sich nur gesüßte Schlagsahne mit Vanille verwenden. Sie ist dann etwas weicher und sollte zügig serviert werden.
Wie süß wird das Dessert?
Das hängt vom Rhabarber und dem eigenen Geschmack ab. Die Zuckermenge im Kompott lässt sich anpassen – ein paar mitgekochte Erdbeeren machen es milder und süßer.
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Rhabarber-Creme-Dessert im Glas
Kochutensilien
- Topf
- Rührschüssel und Handrührgerät
- 4 Dessertgläser
Zutaten
Für das Rhabarberkompott
- 500 g Rhabarber (geputzt, in Stücken)
- 70 g Zucker
- 1 EL Zitronensaft
- 2 EL Wasser
- 1 TL Vanillezucker (oder das Mark einer Vanilleschote)
Für die Vanille-Sahne-Creme
- 250 g Sahne (Schlagsahne, kalt)
- 200 g Quark (oder griechischer Joghurt)
- 40 g Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
Zum Garnieren
- 1 Handvoll essbare Blüten (optional, z. B. Kirschblüten)
Anleitungen
- Rhabarberkompott kochen: Den geputzten Rhabarber in kleine Stücke schneiden und mit Zucker, Zitronensaft, Wasser und Vanillezucker in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze etwa 10 bis 15 Minuten weich köcheln, bis der Rhabarber zerfällt und ein sämiges Kompott entsteht. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
- Vanille-Sahne-Creme zubereiten: Die kalte Sahne steif schlagen. Den Quark mit dem Puderzucker und dem Vanilleextrakt glatt rühren, dann die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben, bis eine luftige, cremige Masse entsteht.
- Schichten und servieren: Das abgekühlte Rhabarberkompott in vier Dessertgläser verteilen und mit der Vanille-Sahne-Creme bedecken. Die Gläser für mindestens 30 Minuten kalt stellen. Vor dem Servieren nach Belieben mit essbaren Blüten oder einem Klecks Rhabarberkompott garnieren.

Notizen
- Das Rhabarberkompott muss vollständig abgekühlt sein, bevor es in die Gläser kommt. Warmes Kompott würde die Sahnecreme zum Verlaufen bringen.
- Wie sauer das Dessert wird, hängt vom Rhabarber ab. Die Zuckermenge im Kompott lässt sich nach Geschmack anpassen.
- Wer eine stabilere Creme möchte, verwendet mehr Quark und etwas weniger Sahne. Für eine leichtere, luftigere Creme umgekehrt.
Nährwerte
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die die kurze Rhabarbersaison nutzen und ein leichtes, schnelles Dessert ohne Backen suchen. Ideal für Frühlingsmenüs, als Nachtisch für Gäste und für alle, die den Kontrast aus säuerlicher Frucht und süßer Creme lieben.
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