Matcha-Cookies mit weißer Schokolade
Leuchtend grün, weich und mit einer feinen Teenote: Diese Matcha-Cookies verbinden das herb-frische Aroma von japanischem Grüntee mit der cremigen Süße weißer Schokolade – ein Gebäck, das nicht nur schmeckt, sondern auch auffällt.
Manche Kekse schmecken nicht nur gut, sie sind auch ein echter Blickfang – und die Matcha-Cookies gehören eindeutig dazu. Ihre leuchtend grüne Farbe stammt allein vom Matcha, dem fein gemahlenen japanischen Grünteepulver, das dem Teig gleichzeitig sein charakteristisches, leicht herbes Aroma verleiht. Kombiniert mit süßen Stückchen weißer Schokolade entsteht ein reizvolles Zusammenspiel: die milde Herbe des Tees auf der einen, die cremige Süße der Schokolade auf der anderen Seite. Dazu sind die Cookies innen wunderbar weich und außen leicht knusprig. Sie sind schnell gerührt, in wenigen Minuten gebacken und eignen sich sowohl als ausgefallenes Gebäck zum Tee als auch als kleines Mitbringsel, das garantiert Gesprächsstoff liefert. Wie die Matcha-Cookies gelingen und worauf es beim Umgang mit dem Grünteepulver ankommt, zeigt dieses Rezept Schritt für Schritt.
Was Matcha-Cookies so besonders macht
Der größte Reiz dieser Cookies liegt in ihrer Kombination aus Farbe und Geschmack. Anders als bei vielen bunten Gebäcken kommt die Farbe hier nicht aus einem Farbstoff, sondern ganz natürlich vom Matcha. Das Grün wirkt dadurch angenehm sanft und echt, nicht grell. Gleichzeitig bringt der Tee ein Aroma mit, das man von Keksen sonst nicht kennt: leicht herb, grasig-frisch und mit einer feinen Tiefe, die neugierig macht.
Dazu kommt die zarte Textur. Die Cookies gehören zur weichen Sorte – innen bleiben sie saftig und weich, während die Ränder eine leichte Festigkeit bekommen. Zusammen mit den schmelzenden Stückchen weißer Schokolade ergibt das einen Keks, der nicht zu süß, aber trotzdem verführerisch ist. Genau diese Balance macht die Matcha-Cookies zu etwas Besonderem und hebt sie von klassischen Schokokeksen ab.
Beliebt sind die Cookies vor allem bei allen, die Matcha ohnehin gern mögen – sei es als Matcha-Latte, im Eis oder in anderem Gebäck. Aber auch wer den Tee noch nicht kennt, lässt sich von der ungewöhnlichen Farbe und dem milden Aroma gern überraschen. Auf einem Teller neben klassischen braunen Keksen sind die grünen Matcha-Cookies erfahrungsgemäß immer die, nach denen zuerst gegriffen wird.
Matcha: das grüne Teepulver aus Japan
Matcha ist das Herzstück dieser Cookies. Es handelt sich um fein gemahlene Grünteeblätter, die in Japan seit Jahrhunderten für die Teezeremonie verwendet werden. Anders als bei aufgegossenem Tee wird beim Matcha das ganze Blatt verzehrt, was ihm seine intensive Farbe und sein kräftiges Aroma verleiht. Zum Backen eignet sich am besten ein sogenanntes kulinarisches Matcha, das kräftiger im Geschmack und günstiger ist als die feinen Zeremonie-Qualitäten.
Beim Umgang mit Matcha lohnen sich ein paar Kniffe. Das Pulver neigt dazu, kleine Klümpchen zu bilden, deshalb wird es am besten vor dem Untermischen kurz durch ein feines Sieb gegeben. So verteilt es sich gleichmäßig im Teig und die Farbe wird ebenmäßig grün. Auch bei der Menge ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt: Zu viel Matcha kann leicht bitter schmecken, während zu wenig kaum Farbe und Aroma bringt. Die im Rezept angegebene Menge trifft eine gute Balance zwischen kräftiger Farbe und mildem Geschmack.

Weiße Schokolade als perfekter Partner
Warum ausgerechnet weiße Schokolade? Weil sie der ideale Gegenspieler zum Matcha ist. Ihre cremige, milchige Süße nimmt dem Grüntee die Herbe und rundet den Geschmack ab, ohne ihn zu überdecken. Dunkle Schokolade würde mit dem Matcha eher konkurrieren, während die weiße Schokolade ihn sanft umschmeichelt. Diese Kombination ist längst ein Klassiker – nicht ohne Grund findet man Matcha und weiße Schokolade in vielen japanisch inspirierten Süßigkeiten zusammen.
Verwendet werden am besten weiße Schokotropfen, weil sie ihre Form beim Backen gut behalten. Ebenso gut lässt sich grob gehackte weiße Schokolade verwenden, die dann in unregelmäßigen, schmelzenden Stückchen im Keks verteilt ist. Ein paar Tropfen werden am besten für die Oberfläche zurückbehalten und vor dem Backen oben aufgesetzt – so sieht man auf den fertigen Cookies gleich, was sie zu bieten haben. Wer es weniger süß mag, reduziert die Menge der weißen Schokolade etwas; wer es besonders schokoladig liebt, gibt ruhig eine Handvoll mehr dazu. So lässt sich die Balance zwischen herbem Matcha und süßer Schokolade ganz nach eigenem Geschmack einstellen.
Der Teig und das Formen
Der Teig selbst ist schnell gemacht und folgt dem Prinzip klassischer Cookies. Zuerst werden weiche Butter und Zucker cremig geschlagen, dann kommen Ei und Vanille dazu. Die trockenen Zutaten – Mehl, Matcha, Backpulver und Salz – werden gemischt und nur kurz untergerührt, bis ein glatter, gleichmäßig grüner Teig entsteht. Zu langes Rühren macht die Cookies zäh, deshalb wird der Teig nur so lange bearbeitet, bis alles verbunden ist. Zum Schluss werden die weißen Schokotropfen untergehoben.
Anschließend werden mit einem Löffel oder einem kleinen Eisportionierer walnussgroße Teighäufchen abgestochen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech gesetzt. Der Abstand ist wichtig, weil die Cookies beim Backen etwas auseinanderlaufen. Wer mag, drückt jetzt noch ein paar Schokotropfen oben auf die Häufchen, damit die fertigen Cookies besonders appetitlich aussehen. Ein Eisportionierer sorgt dabei für gleichmäßig große Kekse, die alle zur selben Zeit gar werden. Ein kleiner Hinweis zur Konsistenz: Ist der Teig durch warme Butter sehr weich geworden, hilft es, ihn vor dem Formen zwanzig bis dreißig Minuten kalt zu stellen. Dann lässt er sich leichter portionieren und die Cookies behalten beim Backen besser ihre Form. Bei zimmerwarmer, aber noch fester Butter ist das meist nicht nötig.
Backen, servieren und aufbewahren
Beim Backen ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Die Matcha-Cookies werden bei 175 °C (347 °F) nur etwa zehn bis zwölf Minuten gebacken – gerade so lange, bis die Ränder fest sind, die Mitte aber noch weich wirkt. Sie sollen nicht zu stark bräunen, damit die schöne grüne Farbe erhalten bleibt. Direkt aus dem Ofen sind die Cookies noch sehr weich; deshalb dürfen sie zunächst kurz auf dem Blech ruhen, bevor sie zum vollständigen Auskühlen auf ein Gitter kommen. In dieser Zeit werden sie fester und bekommen ihre typische weiche Konsistenz. Wer mehrere Bleche nacheinander backt, schiebt am besten immer nur ein Blech auf die mittlere Schiene, damit alle Cookies gleichmäßig gebacken werden. Bei ungleichmäßig heizenden Öfen hilft es, das Blech nach der Hälfte der Backzeit einmal zu drehen. So bekommen alle Kekse rundum die gleiche zarte Bräunung und behalten ihre schöne, ebenmäßige Form.

Am schönsten schmecken die Matcha-Cookies frisch, mit einem Glas Milch oder einer Tasse grünem Tee. Ihre grüne Farbe macht sie außerdem zu einem hübschen Gebäck für besondere Anlässe oder ein Teekränzchen. In einer luftdichten Dose halten sie sich etwa vier bis fünf Tage und bleiben dabei angenehm weich. Wer auf Vorrat backen möchte, kann die Cookies auch einfrieren und bei Bedarf auftauen – so ist das ungewöhnliche Gebäck jederzeit griffbereit. Für einen festlicheren Auftritt lassen sich die ausgekühlten Cookies zusätzlich mit etwas geschmolzener weißer Schokolade verzieren oder mit einer Prise Matcha bestäuben. Zu einer Kanne grünem Tee werden sie so zu einem stimmigen kleinen Nachmittagsgebäck, das Auge und Gaumen gleichermaßen anspricht.
Häufige Fragen zu Matcha-Cookies
Welches Matcha eignet sich zum Backen?
Am besten ein kulinarisches Matcha (Culinary-Qualität). Es ist kräftiger im Geschmack und günstiger als die feinen Zeremonie-Qualitäten, die eher für puren Tee gedacht sind.
Warum werden die Cookies bitter?
Meist, weil zu viel Matcha verwendet oder zu heiß und zu lange gebacken wurde. Mit der angegebenen Menge und Backtemperatur bleibt das Aroma mild.
Kommt die grüne Farbe von Farbstoff?
Nein. Die Farbe stammt ausschließlich vom Matcha-Pulver. Je nach Sorte und Menge fällt sie kräftiger oder zarter aus.
Wie bleiben die Cookies weich?
Sie werden nur kurz gebacken, bis die Ränder fest sind und die Mitte noch weich wirkt. Beim Auskühlen setzen sie sich und bleiben innen zart.
Wie lange sind Matcha-Cookies haltbar?
In einer luftdichten Dose halten sie sich etwa vier bis fünf Tage. Sie lassen sich auch gut einfrieren.
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Matcha-Cookies mit weißer Schokolade
Kochutensilien
- Rührschüssel und Handrührgerät
- Backblech mit Backpapier
- Löffel oder Eisportionierer
- Kuchengitter
Zutaten
Für den Teig
- 250 g Mehl (Type 405)
- 2 EL Matcha-Pulver (backtauglich)
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 150 g weiche Butter
- 120 g Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt
Außerdem
- 120 g weiße Schokotropfen (oder gehackte weiße Schokolade)
Anleitungen
TEIG ZUBEREITEN
- Die weiche Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Das Ei und den Vanilleextrakt zugeben und unterrühren. Mehl, Matcha-Pulver, Backpulver und Salz mischen und kurz unterrühren, bis ein glatter, gleichmäßig grüner Teig entsteht.

- Die weißen Schokotropfen unter den Teig heben und dabei gleichmäßig verteilen. Ein paar Tropfen für die Oberfläche zurückbehalten.

FORMEN UND BACKEN
- Mit einem Löffel oder einem kleinen Eisportionierer etwa walnussgroße Teighäufchen abstechen.

- Die Teighäufchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, da sie beim Backen etwas auseinanderlaufen. Nach Belieben ein paar der zurückbehaltenen Schokotropfen oben eindrücken.

- Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (347 °F) Ober-/Unterhitze etwa 10 bis 12 Minuten backen, bis die Ränder fest sind und die Mitte noch weich ist. Die Cookies kurz auf dem Blech ruhen lassen, damit sie fester werden, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

Notizen
- Matcha-Pulver kann leicht bitter werden, wenn es zu hoch dosiert oder zu heiß gebacken wird. Ein backtaugliches Matcha (Culinary-Qualität) und die angegebene Backtemperatur sorgen für ein mildes Aroma.
- Die Cookies sind fertig, wenn die Ränder fest sind, die Mitte aber noch weich wirkt. Beim Auskühlen werden sie fester und behalten innen ihre zarte Konsistenz.
- Das Matcha-Pulver vor dem Untermischen kurz durch ein feines Sieb geben, damit keine Klümpchen im Teig bleiben und die Farbe gleichmäßig wird.
Nährwerte
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die gern Neues ausprobieren und ein ausgefallenes, hübsch grünes Gebäck backen möchten. Ideal für Matcha-Fans, für ein Teekränzchen und für alle, die weiche Cookies mit weißer Schokolade lieben.
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