Osterei-Plätzchen mit Lemon Curd
Mürbe Plätzchen in Osterei-Form mit einem Klecks fruchtigem Lemon Curd in der Mitte – der gelbe Curd sitzt wie ein Dotter im Ei und macht die kleinen Kekse zum Hingucker auf der Ostertafel.
Es gibt Plätzchen, die machen einfach gute Laune – und diese Osterei-Plätzchen gehören dazu. Die Idee dahinter ist so einfach wie charmant: Ein mürbes Plätzchen wird in Form eines Ostereis ausgestochen, bekommt in der Mitte eine kleine Mulde und wird darin mit einem Klecks Lemon Curd gefüllt. Der glänzende gelbe Curd sitzt dann genau dort, wo bei einem echten Ei der Dotter wäre. Das Ergebnis sind kleine Kekse, die wie hübsche Miniatur-Ostereier aussehen und dazu noch herrlich schmecken: buttrig-mürber Teig trifft auf spritzig-frische Zitronencreme. Wie diese verspielten Osterplätzchen mit Lemon Curd gelingen und worauf es dabei ankommt, zeigt dieses Rezept Schritt für Schritt.

Der Clou: ein Plätzchen, das aussieht wie ein Osterei
Das Besondere an diesen Plätzchen ist ihr Aussehen. Durch die ovale Form und den gelben Klecks in der Mitte erinnern sie sofort an ein aufgeschlagenes Ei mit Dotter – ein kleiner optischer Scherz, der gerade zu Ostern wunderbar passt. Kinder haben daran besonders viel Freude, und auf einem Osterteller oder beim Osterbrunch sind sie garantiert ein Gesprächsthema.
Damit dieser Effekt gelingt, kommt es auf zwei Dinge an: eine schöne Ei-Form und eine saubere, runde Mulde für den „Dotter“. Die Form gibt eine ovale Ausstechform vor, die Mulde wird von Hand eingedrückt. Der Lemon Curd übernimmt dann den Rest – seine leuchtend gelbe Farbe und die glänzende Oberfläche sorgen dafür, dass das Plätzchen tatsächlich wie ein kleines Ei wirkt. Und weil der Curd fruchtig-säuerlich schmeckt, bringt er zugleich eine frische Note in den süßen, buttrigen Teig.
Der mürbe Teig
Die Basis dieser Plätzchen ist ein klassischer Mürbeteig, wie er für viele Ausstechplätzchen verwendet wird. Er besteht aus wenigen Zutaten: Mehl, Puderzucker, kalter Butter, einem Ei und einer Prise Salz. Wer mag, gibt etwas Vanille dazu. Wichtig ist, den Teig nur so lange zu kneten, bis er gerade zusammenkommt – zu langes Kneten macht ihn zäh statt mürbe.
Wie bei jedem Mürbeteig ist die Kühlzeit entscheidend. Gut durchgekühlt lässt sich der Teig sauber ausrollen und ausstechen, und die Plätzchen behalten beim Backen ihre klare Form. Etwa eine Stunde im Kühlschrank sollte der Teig daher ruhen. Danach wird er auf einer leicht bemehlten Fläche ausgerollt – nicht zu dünn, damit die Plätzchen später stabil genug sind und die Mulde für den Curd tragen können.
Die Mulde für den Dotter
Nach dem Ausstechen der Ei-Formen kommt der entscheidende Handgriff: die Mulde. Sie wird in die Mitte jedes Plätzchens gedrückt und bildet später die Vertiefung für den Lemon Curd. Am einfachsten gelingt das mit dem abgerundeten Ende eines Holzlöffels, das sanft in den Teig gedrückt wird. So entsteht eine gleichmäßige, runde Kuhle, die genau die richtige Form für den „Dotter“ hat.
Ein kleiner Hinweis dazu: Beim Backen geht der Teig leicht auf, und die Mulde kann dabei etwas flacher werden. Deshalb lohnt es sich, sie ruhig ein wenig tiefer einzudrücken, als man es am Ende braucht. Falls die Vertiefung nach dem Backen zu flach geworden ist, lässt sie sich nachformen, solange die Plätzchen noch warm sind – dann einfach vorsichtig noch einmal nachdrücken.

Lemon Curd: fertig oder selbst gemacht
Der Lemon Curd – auf Deutsch Zitronencreme – ist das, was diese Plätzchen so besonders macht. Diese cremige, fruchtig-säuerliche Masse aus Zitrone, Zucker, Butter und Ei bildet einen wunderbaren Kontrast zum süßen, buttrigen Mürbeteig. Ihre frische Säure sorgt dafür, dass die Plätzchen nicht zu süß wirken, und ihre leuchtend gelbe Farbe ist perfekt für die österliche Optik.
Hier hat man die freie Wahl: Fertiger Lemon Curd aus dem Glas funktioniert bestens und spart Zeit. Wer den Curd lieber selbst zubereitet, bekommt dafür eine besonders frische, intensive Zitronennote und kann die Süße genau nach eigenem Geschmack einstellen. Beides ist möglich, und beides schmeckt hervorragend in der kleinen Mulde. Wichtig ist nur, dass der Curd schön dickcremig ist, damit er in der Vertiefung liegen bleibt und nicht davonläuft.
Backen und füllen
Gebacken werden die Plätzchen bei mittlerer Hitze, bis sie goldbraun sind. Das dauert nur wenige Minuten, deshalb sollte man sie gegen Ende gut im Blick behalten. Wer mag, bestreicht den Rand vor dem Backen mit etwas verquirltem Eigelb – das gibt den Plätzchen einen schönen goldenen Glanz. Der Curd kommt aber noch nicht in den Ofen.
Und genau hier liegt der wichtigste Punkt: Der Lemon Curd wird erst auf die vollständig ausgekühlten Plätzchen gegeben. Würde man ihn auf warme Plätzchen füllen oder mitbacken, würde er verlaufen und den Teig aufweichen. Auf den kalten Plätzchen dagegen bleibt er schön an seinem Platz, behält seine glänzende Oberfläche und seine leuchtende Farbe. Ein kleiner Klecks Curd in jede Mulde genügt – und schon sind aus schlichten Mürbeteig-Eiern kleine, fröhliche Oster-Hingucker geworden.
Servieren und aufbewahren
Am schönsten sehen die Plätzchen frisch gefüllt aus, mit glänzendem Curd in der Mitte. Deshalb lohnt es sich, sie erst kurz vor dem Servieren zu füllen. So kommen sie mit ihrem „Dotter“ am besten zur Geltung – ob auf dem Osterteller, als kleines Mitbringsel oder auf dem Kaffeetisch beim Osterbrunch.
Bei der Aufbewahrung hilft ein einfacher Trick: Die ungefüllten Plätzchen halten sich in einer gut schließenden Dose ein bis zwei Wochen und bleiben schön mürbe. Der Lemon Curd dagegen weicht den Teig mit der Zeit auf. Deshalb füllt man am besten immer nur so viele Plätzchen, wie gerade gebraucht werden, und bewahrt den Rest ungefüllt auf. So hat man über die ganze Osterzeit hinweg frische, knusprige Plätzchen mit fruchtigem Curd – und muss nicht alles auf einmal aufbrauchen.
Häufige Fragen zu Osterplätzchen mit Lemon Curd
Kann man fertigen Lemon Curd verwenden?
Ja. Fertiger Lemon Curd aus dem Glas eignet sich genauso gut wie selbst gemachter und spart Zeit. Wichtig ist nur, dass er schön dickcremig ist, damit er in der Mulde liegen bleibt.
Wann kommt der Curd auf die Plätzchen?
Erst wenn die Plätzchen vollständig ausgekühlt sind. Auf warmen Plätzchen würde der Curd verlaufen und den Teig aufweichen. Am besten füllt man sie kurz vor dem Servieren.
Wie bekommt man eine schöne runde Mulde?
Am einfachsten mit dem abgerundeten Ende eines Holzlöffels, das sanft in den ausgestochenen Teig gedrückt wird. Die Mulde ruhig etwas tiefer eindrücken, da sie beim Backen flacher wird.
Welche Form eignet sich außer dem Osterei?
Grundsätzlich jede, für die eine Ausstechform vorhanden ist. Runde oder Blüten-Formen funktionieren mit dem Curd-Klecks ebenso gut; für die österliche Optik ist die Ei-Form aber am schönsten.
Wie lange sind die Plätzchen haltbar?
Ungefüllt halten sie sich in einer gut schließenden Dose 1 bis 2 Wochen. Gefüllte Plätzchen sollten am selben oder nächsten Tag gegessen werden, da der Curd den Teig weich werden lässt.
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Osterei-Plätzchen mit Lemon Curd
Kochutensilien
- Rührschüssel und Handrührgerät
- Nudelholz
- Ovale Ausstechform (Osterei-Form)
- Backblech mit Backpapier
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 300 g Mehl (Type 405)
- 100 g Puderzucker
- 0.25 TL Salz
- 200 g Butter (kalt, in Stücken)
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
Zum Bestreichen und Füllen
- 1 Eigelb (verquirlt, zum Bestreichen)
- 150 g Lemon Curd (Zitronencreme, fertig oder selbst gemacht)
Anleitungen
MÜRBETEIG KNETEN UND KÜHLEN
- Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stücken, das Ei und nach Belieben die Vanille zugeben und alles rasch zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Nicht zu lange kneten, damit der Teig mürbe bleibt. Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde kühl stellen.
AUSSTECHEN, MULDE EINDRÜCKEN UND BACKEN
- Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 4 bis 5 mm dick ausrollen. Mit einer ovalen Ausstechform Ostereier ausstechen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. In die Mitte jedes Eis mit dem abgerundeten Ende eines Holzlöffels eine runde Mulde eindrücken – das ist später der Platz für den „Dotter“. Nach Belieben den Rand mit verquirltem Eigelb bestreichen, damit die Plätzchen goldbraun glänzen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (347 °F) Ober-/Unterhitze etwa 10 bis 12 Minuten goldbraun backen. Ist die Mulde beim Backen etwas aufgegangen, solange die Plätzchen noch warm sind, vorsichtig noch einmal nachdrücken.
FÜLLEN UND SERVIEREN
- Die Plätzchen vollständig auskühlen lassen. Erst dann die Mulden mit je einem Klecks Lemon Curd füllen. Der glänzende gelbe Curd in der Mitte des Ostereis sieht aus wie ein Eidotter. Nach dem Füllen bald servieren, damit die Plätzchen mürbe bleiben.

Notizen
- Der Mürbeteig sollte wirklich gut durchgekühlt sein, dann lässt er sich sauber ausrollen und ausstechen.
- Die Mulde ruhig etwas tiefer eindrücken, damit sie genug Lemon Curd fasst. Beim Backen geht sie leicht auf und wird flacher.
- Der Lemon Curd kommt erst auf die ausgekühlten Plätzchen. Wird er zu früh oder auf warme Plätzchen gegeben, verläuft er und weicht den Teig auf.
Nährwerte
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die zu Ostern etwas Verspieltes backen möchten und den Kontrast aus mürbem Teig und fruchtiger Zitronencreme lieben. Dank der einfachen Zubereitung auch gut mit Kindern umzusetzen.
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