Süßes indisches Fladenbrot mit Dal-Jaggery-Füllung (Puran Poli)

Süßes indisches Fladenbrot

Ein festliches Fladenbrot, dessen ganzer Zauber in der süßen Füllung aus Dal und Jaggery steckt.

22. Oktober 2026
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Süßes indisches Fladenbrot mit Dal-Jaggery-Füllung (Puran Poli)

Die Kunst des Puran Poli liegt nicht im Teig, sondern in der Balance: Die Füllung muss süß, weich und trotzdem fest genug sein, um sich hauchdünn ausrollen zu lassen, ohne durchzubrechen. Wer diesen einen Punkt trifft, hält Indiens beliebtestes Festtagsbrot in den Händen.


Puran Poli ist eine der bekanntesten Süßspeisen aus dem Westen Indiens, besonders aus dem Bundesstaat Maharashtra. Es handelt sich um ein gefülltes Fladenbrot: Ein dünner, weicher Teig aus Weizenmehl umhüllt eine süße Masse aus gekochtem Chana Dal und Jaggery, dem indischen Rohrzucker. Gewürzt wird die Füllung mit Kardamom und einer Prise Muskat, die ihr ein warmes, festliches Aroma geben.

In der Pfanne mit Ghee goldbraun gebacken, entsteht ein Fladenbrot, das außen zart knusprig und innen weich und süß ist. Serviert wird es traditionell warm, mit einem zusätzlichen Löffel geschmolzenem Ghee obenauf. Zu Festen wie Holi, Diwali oder Ganesh Chaturthi gehört Puran Poli in vielen Familien fest dazu und wird oft in großen Mengen für die ganze Verwandtschaft zubereitet.


Was Puran Poli so besonders macht

Puran Poli unterscheidet sich deutlich von den meisten indischen Süßigkeiten, die man kennt. Es ist kein Milchkonfekt wie Barfi und keine frittierte Nascherei, sondern ein gefülltes Fladenbrot – eine ganz eigene Kategorie. Der Reiz liegt im Kontrast zwischen der neutralen, leicht knusprigen Hülle und der süßen, aromatischen Füllung im Inneren. Jeder Bissen bringt beides zusammen.

Der Name selbst erklärt das Gericht: „Puran“ ist die süße Füllung, „Poli“ das Fladenbrot. In verschiedenen Regionen Indiens trägt das Gericht unterschiedliche Namen – in Karnataka heißt es Holige oder Obbattu, in Andhra Pradesh Bobbatlu. Die Grundidee bleibt überall gleich: ein weicher Teig, gefüllt mit einer süßen Masse, dünn ausgerollt und gebacken.

Was das Gericht so beliebt macht, ist seine Verbindung zu Festen und Familie. Puran Poli wird selten für einen allein gemacht, sondern gehört zu besonderen Anlässen, an denen die ganze Familie zusammenkommt. Genau das macht es zu weit mehr als nur einer Süßspeise.


Das Puran: Herz der Süße

Die Füllung, das Puran, ist das Herzstück und entscheidet über Gelingen oder Misslingen. Sie besteht aus Chana Dal, also geschälten und halbierten Kichererbsen, die weich gekocht werden, bis sie zerfallen. Anschließend werden sie mit Jaggery verrührt und eingekocht.

Jaggery ist ein unraffinierter Rohrzucker mit einer karamellartigen, leicht malzigen Note, der der Füllung ihren typischen tiefen Geschmack gibt. Er wird in sehr unterschiedlichen Schattierungen verkauft: Heller, goldgelber Jaggery ergibt ein leuchtend gelbes Puran wie auf den Fotos, dunkler Jaggery färbt die Füllung tiefbraun. Am Geschmack ändert das wenig. Ersatzweise lässt sich brauner Zucker verwenden, das Aroma wird dann jedoch etwas milder.

Beim Einkochen kommt es auf die richtige Konsistenz an. Die Masse muss so weit eindicken, dass sie fest und formbar wird – nur dann lassen sich später Kugeln daraus formen, die in den Teig gefüllt werden. Ist das Puran zu feucht, weicht es den Teig auf und tritt beim Ausrollen aus.

Gewürzt wird mit gemahlenem Kardamom und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss, die der Süße eine warme, festliche Tiefe verleihen. Nach dem Einkochen wird die Füllung fein zerstampft oder püriert und muss vollständig abkühlen, bevor sie weiterverarbeitet wird.

Ein Stapel goldbrauner Puran Poli auf einem roten Teller mit Bananenblatt, dazu eine Schale Ghee und Peda, ein indisches Milchkonfekt
Warm gestapelt, mit Ghee und Peda serviert – so kommt Puran Poli auf den Festtagstisch.

Der Teig – dünn, weich und dehnbar

Während die Füllung für den Geschmack sorgt, entscheidet der Teig über die Textur. Er besteht aus Weizenmehl, etwas Öl, einer Prise Salz und Wasser und wird zu einem sehr weichen, geschmeidigen Teig geknetet. Der wichtigste Unterschied zu einem normalen Brotteig ist, dass dieser Teig deutlich weicher sein sollte – fast schon klebrig. Nur ein weicher, gut geruhter Teig lässt sich später hauchdünn ausrollen, ohne zu reißen, wenn die Füllung darin liegt.

Eine kleine Prise Kurkuma im Teig ist optional, gibt dem fertigen Fladenbrot aber eine schöne goldgelbe Farbe. Nach dem Kneten sollte der Teig mit etwas Öl bestrichen, abgedeckt und mindestens eine halbe Stunde ruhen.

Diese Ruhezeit ist wichtig, denn sie entspannt das Gluten im Teig und macht ihn dehnbar. Ein gut geruhter Teig lässt sich viel leichter verarbeiten und reißt beim Ausrollen seltener. Wer den Teig direkt nach dem Kneten verwendet, wird merken, dass er sich zusammenzieht und sich schwerer dünn ausrollen lässt.


Füllen und Ausrollen ohne Reißen

Der heikelste Schritt ist das Füllen und Ausrollen, und hier lohnt sich etwas Geduld. Teig und Füllung werden in jeweils acht Portionen geteilt. Die Kugeln sind dabei nicht gleich schwer: Auf rund 45 g Teig kommen etwa 65 g Füllung, denn im Puran steckt der größere Teil des Gewichts.

Eine Teigkugel wird flach gedrückt, eine Kugel Füllung hineingelegt und der Teig sorgfältig darüber verschlossen, sodass die Füllung vollständig umhüllt ist. Wichtig ist, dass keine Luft eingeschlossen bleibt und die Naht gut verschlossen ist.

Anschließend wird das gefüllte Teigstück vorsichtig ausgerollt. Am besten arbeitet man mit sanftem Druck von der Mitte nach außen und dreht den Fladen zwischendurch, damit er gleichmäßig rund und dünn wird. Etwas Mehl auf der Arbeitsfläche verhindert das Ankleben, sollte aber sparsam verwendet werden.

Gebacken wird das Fladenbrot in einer heißen Pfanne mit etwas Ghee, bis es auf beiden Seiten goldbraune Flecken bekommt und kleine Blasen aufsteigen. Zum Schluss wird es warm mit einem Löffel Ghee beträufelt, der auf dem heißen Fladen schmilzt und ihm Glanz und Geschmack gibt. Wer mag, garniert mit ein paar getrockneten Rosenblättern.

Vier Puran Poli auf einem türkisfarbenen Teller mit Bananenblatt, daneben Schalen mit Sesam und Jaggery
Sesam und Jaggery stehen bereit – daraus wird zum Fest Makar Sankranti die Til-Gul-Variante gefüllt.

Regionale Verwandte: Til-Gul und Khoya

Puran Poli ist der bekannteste Vertreter einer ganzen Familie süßer gefüllter Fladenbrote, die sich von Region zu Region und von Fest zu Fest unterscheiden. Zum Erntedankfest Makar Sankranti im Januar wird häufig eine Variante mit Sesam und Jaggery zubereitet, die Til-Gul-Poli. Dabei wird die Füllung aus gerösteten Sesamkörnern und Jaggery gemacht, und der fertige Fladen wird zusätzlich mit Sesam bestreut. Der Sesam gibt dem Ganzen einen nussigen Geschmack und passt gut zur wärmenden Jahreszeit.

Eine weitere beliebte Variante nutzt Khoya, also eingedickte Milch, als Grundlage der Füllung. Diese Version ist besonders cremig und reichhaltig und erinnert mehr an ein Milchkonfekt in Brotform. Egal ob mit Dal, Sesam oder Milch gefüllt – allen gemeinsam ist der weiche Teig, das dünne Ausrollen und das Backen mit Ghee.

Wer die Grundtechnik einmal beherrscht, kann problemlos zwischen den Füllungen wechseln und so für jeden Anlass die passende Poli zubereiten. Serviert werden alle Varianten am liebsten warm, oft zusammen mit einem Löffel Ghee oder einem Glas warmer Milch.

Puran Poli von oben auf einem hellen Teller, bestreut mit Sesam und Rosenblättern, daneben Ghee, Sesam und Jaggery
Mit Sesam bestreut und mit Ghee, Sesam und Jaggery serviert.

Häufige Fragen zu Puran Poli

Was ist Puran Poli?

Puran Poli ist ein süßes gefülltes Fladenbrot aus Indien, vor allem aus Maharashtra. „Puran“ ist die süße Füllung aus Chana Dal und Jaggery, „Poli“ das Fladenbrot. Es wird traditionell zu Festen wie Holi und Diwali gegessen.

Was ist Jaggery und wodurch kann man es ersetzen?

Jaggery ist ein unraffinierter Rohrzucker mit einer karamellartigen Note, der in der indischen Küche viel verwendet wird. Ersatzweise lässt sich brauner Zucker oder Vollrohrzucker nehmen, das Aroma wird dann etwas milder.

Warum reißt der Teig beim Ausrollen?

Meist ist der Teig zu fest oder hat zu wenig geruht. Er sollte sehr weich und geschmeidig sein und mindestens 30 Minuten ruhen. Auch eine zu feuchte Füllung kann den Teig aufweichen und zum Reißen bringen.

Kann man Puran Poli vorbereiten?

Ja. Die Füllung lässt sich gut einen Tag vorher zubereiten und kühl lagern. Fertige Puran Poli halten sich 2 bis 3 Tage in einer Dose und werden vor dem Servieren kurz mit etwas Ghee aufgewärmt.

Womit serviert man Puran Poli?

Am besten warm mit einem Löffel geschmolzenem Ghee obenauf. In manchen Regionen reicht man dazu warme Milch oder eine dünne, gewürzte Milch. Auch pur schmeckt es als süße Hauptmahlzeit zu Festtagen.


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Goldbraune Puran Poli auf Bananenblatt mit einer Schale süßer Dal-Jaggery-Füllung, garniert mit Rosenblättern

Süßes indisches Fladenbrot mit Dal-Jaggery-Füllung (Puran Poli)

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Puran Poli ist ein festliches Fladenbrot aus Maharashtra: ein hauchdünner, weicher Teig, gefüllt mit einer süßen Masse aus gekochtem Chana Dal und Jaggery, gewürzt mit Kardamom. In der Pfanne mit Ghee goldbraun gebacken, wird es warm mit noch etwas Ghee serviert. Süß, aromatisch und ein Klassiker zu indischen Festen wie Holi oder Diwali.
Portionen 8 Stück
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 10 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden

Kochutensilien

  • Topf
  • beschichtete Pfanne
  • Nudelholz

Zutaten
  

Für die Füllung (Puran)

  • 200 g Chana Dal (geschälte Kichererbsenhälften)
  • 200 g Jaggery (indischer Rohrzucker, gehackt; oder brauner Zucker)
  • 0.5 TL Kardamom (gemahlen)
  • 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben)

Für den Teig

  • 200 g Weizenmehl
  • 2 EL Öl
  • 1 Prise Kurkuma (optional, für die Farbe)
  • 1 Prise Salz
  • 120 ml Wasser (nach Bedarf)

Zum Braten und Servieren

  • 4 EL Ghee (geklärte Butter)
  • 1 EL Getrocknete Rosenblätter (optional, zum Garnieren)

Anleitungen
 

FÜLLUNG (PURAN) KOCHEN

  • Den Chana Dal waschen und in reichlich Wasser 30 bis 40 Minuten weich kochen, bis die Hälften zerfallen (wer den Dal vorher 30 Minuten einweicht, verkürzt die Kochzeit auf etwa 20 Minuten). Gründlich abgießen und kurz ausdampfen lassen. Zusammen mit dem gehackten Jaggery in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren einkochen, bis der Jaggery geschmolzen ist und eine dicke, formbare Masse entsteht. Kardamom und Muskat einrühren, die Masse fein zerstampfen oder pürieren und vollständig abkühlen lassen – sie muss fest genug sein, um Kugeln zu formen.

TEIG KNETEN

  • Das Mehl mit Salz, Kurkuma und Öl vermengen. Nach und nach Wasser zugeben und zu einem sehr weichen, geschmeidigen Teig kneten. Den Teig mit etwas Öl bestreichen, abdecken und mindestens 30 Minuten ruhen lassen, damit er dehnbar wird.

FÜLLEN, AUSROLLEN UND BACKEN

  • Teig und Füllung in jeweils 8 Portionen teilen – auf etwa 45 g Teig kommen rund 65 g Füllung, die Füllungskugel ist also deutlich größer als die Teigkugel. Eine Teigkugel flach drücken, eine Kugel Füllung hineinlegen, den Teig darüber verschließen und vorsichtig zu einem runden Fladen von etwa 12 bis 15 cm ausrollen. In einer heißen Pfanne mit etwas Ghee von beiden Seiten je 1 bis 2 Minuten goldbraun backen, bis kleine Blasen aufsteigen. Warm mit zusätzlichem Ghee beträufeln und nach Belieben mit Rosenblättern garnieren.

Notizen

Tipps:
  • Die Füllung muss richtig eingekocht und vollständig abgekühlt sein. Ist sie zu feucht, weicht sie den Teig auf und tritt beim Ausrollen aus.
  • Der Teig sollte weicher sein als normaler Brotteig. Je weicher und dehnbarer er ist, desto dünner lässt sich das Fladenbrot ausrollen, ohne zu reißen.
  • Beim Ausrollen sparsam mit Mehl arbeiten und mit sanftem Druck von der Mitte nach außen rollen, damit die Füllung gleichmäßig verteilt bleibt.
Aufbewahrung: Puran Poli hält sich in einer luftdichten Dose 2 bis 3 Tage. Vor dem Servieren kurz in der Pfanne oder im Ofen erwärmen und mit etwas Ghee auffrischen. Das Puran allein lässt sich eingefroren mehrere Wochen aufbewahren; auch fertig gebackene Fladen können, durch Backpapier getrennt, eingefroren werden.
Variationen: Statt Chana Dal wird mancherorts eine Füllung aus eingedickter Milch (Khoya) verwendet. Zum Fest Makar Sankranti füllt man das Fladenbrot mit Sesam und Jaggery (Til-Gul-Poli) und bestreut es mit etwa 2 EL gerösteten Sesamkörnern. Eine Prise Safran in der Füllung macht sie besonders festlich.

Nährwerte

Kalorien: 330kcalKohlenhydrate: 50gEiweiß: 7gFett: 10gNatrium: 40mgBallaststoffe: 3gZucker: 24g
Gericht: Dessert, Snack
Küche: Asiatisch, Indisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Puran Poli ist perfekt für alle, die die indische Küche lieben und einmal über die bekannten Milchsüßigkeiten hinaus etwas Neues probieren möchten. Es eignet sich für Feste und besondere Anlässe, macht Freude beim gemeinsamen Zubereiten und schmeckt Groß und Klein. Wer Freude an gefüllten Fladenbroten hat, findet hier ein dankbares Grundrezept.

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Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und Tipps für die private Küche und ersetzt keine medizinische oder Ernährungsberatung. Bei Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten richten Sie sich bitte zwingend nach den Hinweisen auf den Verpackungen Ihrer Zutaten. Die angegebenen Nährwerte sind Orientierungswerte und können schwanken. Achten Sie stets auf die Frische Ihrer Zutaten. Das Nacharbeiten der Rezepte und Anleitungen sowie der Umgang mit Küchengeräten, heißen Zutaten und offenem Feuer erfolgen auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen jedoch ohne Gewähr.

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