Vietnamesische Reispapier-Spring-Rolls mit Garnelen, Karotten und Gurke – Goi Cuon

Vietnamesische Straßenküche

Frische vietnamesische Reispapier-Rollen mit Garnelen, knackiger Karotten-Julienne, pinkem Wassermelonenrettich, Gurkensticks, Tomatenspalten, frischen Kräutern und Salat – kalt und ungebraten serviert mit Tamari-Limetten-Dip und Sweet-Chili-Sauce. Glutenfrei, leicht und sommerlich.

12. September 2026
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Vietnamesische Reispapier-Spring-Rolls mit Garnelen, Karotten und Gurke – Goi Cuon

Hauchdünne, transparente Reispapier-Hüllen, gefüllt mit saftigen rosa Garnelen, knackiger Karotten-Julienne, pinkem Wassermelonenrettich, frischen Gurkensticks, Tomatenspalten, krausem Blattsalat und einem Hauch Koriander – kalt gerollt, sofort serviert und in Sweet-Chili-Sauce oder einen Tamari-Limetten-Dip getunkt. Diese vietnamesischen Sommerrollen (Goi Cuon) sind das Gegenteil ihrer frittierten Schwester: leicht, knackig und mit nur wenigen Minuten am Herd zubereitet.


Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, worauf es bei diesen Rollen wirklich ankommt: wie das Reispapier richtig eingeweicht wird, wie die Füllung angerichtet wird, damit jede Rolle gleich aussieht, wie Sie fest und dicht wickeln, ohne dass etwas reißt, und welche Dips am besten passen. Mit ein paar kleinen Kniffen geht das Rollen erstaunlich ruhig und schnell von der Hand.


Was Goi Cuon eigentlich sind – und warum sie so beliebt sind

Goi Cuon, gesprochen ungefähr „Goi Kuon“, bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „aufgerollter Salat“. Genau das trifft es: frische vietnamesische Sommerrollen, die in eine weiche Hülle aus Reispapier gewickelt und kalt gegessen werden – ungebraten, ohne heißes Öl, ohne knusprige Kruste. Damit sind sie die leichtere Verwandte der frittierten Frühlingsrollen, die im Süden Vietnams Cha Gio und im Norden Nem Ran heißen.

Zu Hause ist Goi Cuon im Süden, rund um Saigon und das Mekong-Delta. Dort gehören die Rollen zum festen Repertoire der Straßenküche, und sie haben sich längst auch bei uns einen Platz erobert, weil sie so ehrlich und unkompliziert daherkommen.

Was diese Rollen so besonders macht, ist ihre Leichtigkeit. Es steckt kein schweres Fett darin, nichts wird ausgebacken, nichts liegt schwer im Magen. Stattdessen beißen Sie durch eine zarte, fast durchsichtige Hülle in eine Füllung, die knackt, kühlt und nach frischen Kräutern duftet.

Auf dem Foto erkennen Sie genau diesen Reiz: Durch die transparente Reispapier-Schicht leuchten die orangefarbenen Karotten, der pinke Wassermelonenrettich und die rosa schimmernden Garnelen hindurch, als hätte man die Zutaten unter Glas gelegt. Das ist kein Zufall, sondern lässt sich mit ein wenig Sorgfalt beim Anrichten leicht nachmachen.

Klassisch enthält eine Goi Cuon Garnelen, dünne Scheiben von gekochtem Schweinebauch und feine Reisnudeln, dazu viel frisches Grün wie Koriander und Minze, Salat und knackiges Gemüse. Diese Variante zeigt genau das, was auch im Bild liegt: Garnelen, Karotte, Wassermelonenrettich, Gurke, Tomate, Salat, Koriander und schwarzer Sesam – serviert mit zwei Dips.

Schweinebauch und Reisnudeln bleiben hier weg, damit die Rollen besonders frisch und leicht bleiben. Wer sie vermisst, findet beides weiter unten unter den Variationen wieder.


Das Reispapier verstehen und richtig einweichen

Der eigentliche Star und zugleich die größte Hürde dieses Rezepts ist das Reispapier. Diese runden, durchscheinenden Blätter bestehen meist aus Reismehl und Tapiokastärke. Im trockenen Zustand sind sie steif und brüchig wie eine dünne Folie – kaum vorstellbar, dass daraus gleich eine geschmeidige Hülle werden soll.

Sie bekommen die Blätter im Asia-Laden und in vielen gut sortierten Supermärkten. Greifen Sie zu runden Blättern mit etwa 22 Zentimeter Durchmesser, das ist eine angenehme Größe für Sommerrollen. Kaufen Sie ruhig zwei Blätter mehr ein, als Rollen geplant sind: Die ersten Versuche reißen fast immer.

Das Einweichen entscheidet über Gelingen oder Reißen, und hier machen die meisten Anfänger denselben Fehler: Sie lassen das Blatt zu lange im Wasser. Füllen Sie eine flache Schale mit lauwarmem Wasser – ausdrücklich nicht heiß, denn heißes Wasser weicht das Papier viel zu schnell auf.

Tauchen Sie ein einzelnes Blatt nur kurz unter, etwa fünf bis zehn Sekunden, gerade so lange, bis es leicht nachgibt und sich biegsam anfühlt. Es darf ruhig noch eine Spur fest sein, fast wie ein steifer Stoff. Den Rest erledigt die Restfeuchte: Während Sie die Füllung auflegen und rollen, weicht das Papier weiter nach.

Nehmen Sie das Blatt dagegen erst aus dem Wasser, wenn es sich schon ganz weich anfühlt, klebt es zusammen und zerreißt beim Rollen. Legen Sie das eingeweichte Blatt anschließend auf eine feuchte Arbeitsfläche – ein angefeuchtetes Holzbrett oder ein nasses Küchentuch eignen sich beide hervorragend.

Eine trockene Unterlage ist der Feind: Dort klebt das Reispapier sofort fest und lässt sich nicht mehr lösen, ohne zu reißen. Ein kurzer Wisch mit der feuchten Hand über das Brett reicht völlig. Arbeiten Sie immer nur ein Blatt nach dem anderen, sonst verkleben die Blätter unweigerlich miteinander.

Auf dem Foto unten liegen die gestapelten Blätter mit ihrem feinen Webmuster gut sichtbar in der Mitte, umringt von allen Zutaten in kleinen Schälchen.

Reispapier-Blätter mit Schälchen voller Garnelen, Karotten, Tomatenspalten, Wassermelonenrettich, Gurke und Koriander
Alles griffbereit anrichten – dann gelingt das Rollen ganz entspannt

Die frische Füllung vorbereiten und schön anrichten

Bevor Sie auch nur ein Blatt einweichen, lohnt es sich, die komplette Füllung in Ruhe vorzubereiten und in kleinen Schälchen bereitzustellen – so, wie Sie es auf dem Übersichtsfoto sehen. Sobald ein Blatt eingeweicht ist, muss griffbereit sein, was hineinkommt, denn Reispapier wartet nicht.

Die Garnelen bilden das rosa Herzstück. Verwenden Sie kleine, bereits gekochte, geschälte und entdarmte Garnelen und lassen Sie sie ganz – bei einer Körperlänge von rund fünf Zentimetern zerfallen halbierte Garnelen in der Rolle. Rechnen Sie mit vier bis fünf Stück pro Rolle, für acht Rollen also etwa 250 Gramm.

Rohe Garnelen garen Sie kurz in leicht gesalzenem Wasser, bis sie sich rosa färben und gerade fest werden; danach vollständig abkühlen lassen und trocken tupfen. Nur richtig große Garnelen ab Kaliber 16/20 werden längs halbiert – dann liegen zwei Hälften flach nebeneinander in der Rolle.

Die Karotte kommt in feine Julienne, also in lange, dünne Stifte; mit einem Julienne-Schäler geht das in Sekunden, mit einem scharfen Messer und etwas Geduld genauso. Der Wassermelonenrettich liefert die kräftig pinke Farbe, die den Rollen ihren Auftritt verleiht.

Wichtig ist, dass er roh verwendet wird und nicht eingelegt. Nur so bleibt der Farbverlauf von pinkem Kern zu hellgrünem Rand erhalten, den man auf dem Foto an jedem einzelnen Stift sieht. Seine Saison reicht von Oktober bis März; außerhalb dieser Zeit fallen die Rollen mit rohem Daikon oder eingelegtem Rettich deutlich blasser aus.

Die Gurke wird längs halbiert, entkernt und in schmale Stifte geschnitten, damit sie ihre kühle Knackigkeit beisteuert, ohne die Rolle wässrig zu machen. Die Fleischtomaten werden geviertelt, entkernt und in schmale Spalten geschnitten – und danach unbedingt auf Küchenpapier abgetropft.

Tomatensaft ist der häufigste Grund für eine Rolle, die von innen aufweicht; fünf Minuten auf dem Papier genügen. Dazu kommen gewaschene Salatblätter ohne harten Strunk, frisch gezupfter Koriander und nach Geschmack ein paar Blätter Thai-Basilikum oder Minze.

Für den Salat eignet sich ein krauser Blattsalat wie Lollo bionda am besten: Seine gewellten Ränder schauen später hübsch aus den Rollenenden heraus. Eisbergsalat ist dafür zu dick und zu blass. Den schwarzen Sesam ganz zum Schluss über die Füllung streuen.

Er gibt eine dezent nussige Note und setzt hübsche dunkle Pünktchen, die im fertigen Bild durch das Papier durchblitzen. Achten Sie beim Anrichten darauf, alles gut trocken zu tupfen: Je weniger überschüssige Feuchtigkeit Sie einrollen, desto stabiler und appetitlicher bleiben die Rollen.


So rollen Sie fest und dicht – ohne dass etwas reißt

Jetzt kommt der Moment, vor dem viele zurückschrecken, der aber nach zwei, drei Versuchen ganz selbstverständlich von der Hand geht. Legen Sie zunächst ein Salatblatt auf das untere Drittel des feuchten Reispapiers. Dieses Blatt ist mehr als Dekoration.

Es bildet ein stabiles Bett, das die übrige Füllung zusammenhält und verhindert, dass spitze Gemüsestifte das zarte Papier durchstoßen. Darauf häufen Sie vier bis fünf Garnelen, etwas Karotte, Rettich, Gurke, zwei bis drei Tomatenspalten, einige Korianderblätter und eine Prise Sesam.

Legen Sie die Füllung als schmales Band von etwa zwölf Zentimetern Länge an. Dann bleiben links und rechts jeweils rund fünf Zentimeter Reispapier zum Einschlagen übrig, und die Rolle lässt sich sauber schließen. Überfüllte Rollen dagegen reißen beim Wickeln auf.

Das Wickeln folgt einem einfachen Prinzip, das jeder kennt, der schon einmal einen Burrito gerollt hat: erst falten, dann einrollen. Schlagen Sie den unteren Rand fest über die Füllung und ziehen Sie ihn dabei leicht zu sich heran, sodass sich die Zutaten zu einem kompakten Päckchen zusammenschieben.

Klappen Sie nun die beiden Seiten links und rechts nach innen ein, wie bei einem Briefumschlag. Anschließend rollen Sie das Päckchen straff nach vorne weiter, bis das Blatt vollständig aufgewickelt ist. Das Reispapier klebt von allein an sich selbst, Sie brauchen weder Wasser noch Kleber zum Verschließen.

Wichtig ist die Spannung: fest genug, dass die Rolle ihre Form hält, aber nicht so ruppig, dass das Papier einreißt. Bei einem Blatt von 22 Zentimetern und einer Rolle von rund elf Zentimetern Länge legt sich das Reispapier in etwa zwei Lagen um die Füllung.

Wenn die Garnelen am Ende so verführerisch rosa durch die Hülle leuchten sollen wie auf dem Bild, hilft ein kleiner Profi-Kniff. Platzieren Sie zwei bis drei Garnelen mit der gewölbten Seite nach unten ganz oben auf dem Bereich, der zuletzt eingerollt wird.

Dort bildet das Papier später die äußere Schicht, und die Garnelen liegen direkt darunter. Mit den restlichen Blättern verfahren Sie genauso. Schon nach den ersten Rollen entwickeln Sie ein Gefühl für die richtige Menge und die richtige Spannung.


Die passenden Dips – von süß-pikant bis herzhaft

So frisch und leicht die Rollen sind, ihren vollen Reiz entfalten sie erst im Zusammenspiel mit dem richtigen Dip. Auf dem Foto stehen zwei Schälchen nebeneinander: die leuchtend rote Sweet-Chili-Sauce und der dunkle, herzhafte Dip aus Sojasauce.

Die Sweet-Chili-Sauce ist süßlich-pikant mit einem feinen Schärfe-Kick und passt hervorragend zur kühlen Frische der Rollen. Kalt zusammenrühren lässt sie sich allerdings nicht: Für die typische sämige Konsistenz wird sie aufgekocht und mit Maisstärke gebunden, was knapp zwanzig Minuten dauert.

Wer die Zeit nicht hat, greift zur gekauften Sauce; das ausführliche Rezept zum Selbermachen finden Sie weiter unten verlinkt. Der zweite Dip bringt die salzige, herzhaft-würzige Tiefe: Tamari mit einem Spritzer Limettensaft und etwas frisch geriebenem Ingwer, was ihm eine lebendige, leicht zitronige Note gibt.

Tamari ist eine glutenfreie Sojasauce und deshalb hier die erste Wahl; wer keinen Wert auf Glutenfreiheit legt, nimmt helle Sojasauce. Beide Dips sind allerdings eine europäische Lesart – in Vietnam werden Goi Cuon anders getunkt.

Ganz klassisch ist Nuoc Cham, eine helle, frische Mischung aus Fischsauce, Limette, Zucker, Wasser, Chili und Knoblauch – salzig, sauer, süß und scharf in einem ausgewogenen Spiel. Ebenso traditionell ist Tuong, eine cremige Erdnuss-Hoisin-Sauce, die wunderbar an den Rollen haften bleibt.

Hoisin enthält allerdings Weizen, damit ist dieser Dip nicht glutenfrei. Stellen Sie ruhig zwei oder drei Schälchen nebeneinander auf den Tisch und lassen Sie Ihre Gäste durchprobieren; gerade dieses gemeinsame Tunken und Vergleichen macht einen großen Teil des Vergnügens an Goi Cuon aus.


Kleine Kniffe für gelungene Rollen

Wenn Sie zum ersten Mal Sommerrollen wickeln, nehmen Sie sich die wichtigsten Punkte zu Herzen, dann gelingt es fast von selbst. Weichen Sie das Reispapier nie zu lange ein, halten Sie die Arbeitsfläche feucht, füllen Sie sparsam und rollen Sie straff, aber behutsam.

Tupfen Sie jede feuchte Zutat trocken, bevor sie in die Rolle kommt – besonders Tomate und Gurke. Und servieren Sie die Rollen möglichst frisch, denn darin liegt ihr ganzer Zauber.

Goi Cuon sind ein Gericht des Augenblicks: Direkt nach dem Rollen sind Hülle und Füllung im perfekten Gleichgewicht, das Papier zart und das Gemüse knackig. Planen Sie deshalb lieber etwas mehr Zeit für die Vorbereitung ein und rollen Sie erst kurz vor dem Servieren.


Variationen für die Füllung

Die Füllung lässt sich nach Lust und Laune abwandeln, ohne dass das Grundprinzip wackelt. Wer keine Garnelen mag oder eine fleischige Variante bevorzugt, nimmt stattdessen 250 Gramm gekochtes, in Streifen geschnittenes Hähnchenfilet.

Der vietnamesische Klassiker heißt Tom Thit und kombiniert Garnelen mit dünnen Scheiben von gekochtem Schweinebauch. Sehr traditionell sind außerdem feine Reisnudeln, auf Vietnamesisch Bun: gegart, kalt abgeschreckt und in kurze Stücke geschnitten geben sie der Rolle mehr Biss und Sättigung.

Verwechseln Sie sie nicht mit Glasnudeln – die bestehen aus Mungbohnenstärke und schmecken deutlich anders. Für eine rein pflanzliche Version eignen sich gebratener Tofu zusammen mit Streifen von reifer Mango und cremiger Avocado ganz wunderbar.

Auch frische Mango für eine süß-fruchtige Note oder geröstete, grob gehackte Erdnüsse für einen knusprigen Kontrast machen sich gut – probieren Sie sich ruhig durch, denn genau diese Wandelbarkeit macht Sommerrollen so dankbar.


Vorbereiten und richtig aufbewahren

Sollten Sie die Rollen doch einmal vorbereiten müssen, gehen Sie behutsam vor, denn gelagert verlieren sie schnell ihren Charme. Wickeln Sie jede Rolle einzeln in feuchtes Küchenpapier, legen Sie sie in einen luftdichten Behälter und bewahren Sie sie höchstens drei bis vier Stunden im Kühlschrank auf.

Liegen sie länger oder berühren sie einander ohne Schutz, wird das Reispapier zäh und klebrig und verklebt zu einer einzigen Masse. Am schönsten bleibt Goi Cuon also dann, wenn Sie die Vorbereitung der Zutaten vorziehen und erst kurz vor dem Servieren rollen.

Das gemeinsame Wickeln am Tisch ist ohnehin ein geselliges Vergnügen für sich: Jeder Gast belegt sein eigenes Blatt und bekommt genau die Füllung, die er mag.


Häufige Fragen zu Goi Cuon

Warum reißt das Reispapier ständig beim Rollen?

In den allermeisten Fällen liegt es daran, dass das Blatt zu lange im Wasser lag. Tauchen Sie es nur fünf bis zehn Sekunden in lauwarmes Wasser und nehmen Sie es heraus, solange es sich noch leicht fest anfühlt – es weicht beim Befüllen von allein weiter nach. Auch eine zu üppige Füllung oder spitze Gemüsestifte ohne schützendes Salatbett können das Papier durchstoßen.

Lassen sich die Spring Rolls am Vortag vorbereiten?

Komplett gerollt leider nicht, denn nach einigen Stunden wird das Reispapier zäh und klebrig. Die gesamte Füllung lässt sich aber am Vortag schneiden und in Schälchen im Kühlschrank bereitstellen; nur die Tomaten kommen erst kurz vor dem Rollen dazu. Das eigentliche Rollen dauert dann nur wenige Minuten.

Sind diese Goi Cuon wirklich glutenfrei?

Ja, sofern die Saucen stimmen. Reispapier besteht aus Reis und Tapioka und enthält von Natur aus kein Gluten. Der Dip wird deshalb mit Tamari statt klassischer Sojasauce angerührt, und bei gekaufter Sweet-Chili-Sauce lohnt ein Blick aufs Etikett. Die Erdnuss-Hoisin-Sauce aus den Alternativen ist dagegen nicht glutenfrei, denn Hoisin enthält Weizen.

Welche Garnelen eignen sich am besten?

Am einfachsten sind kleine, bereits gekochte, geschälte und entdarmte Garnelen aus der Kühltheke, die ganz in die Rolle kommen. Für acht Rollen sind rund 250 Gramm nötig, also vier bis fünf Stück je Rolle – erst diese Menge lässt das kräftige Rosa durch die Hülle leuchten. Nur große Garnelen ab Kaliber 16/20 werden längs halbiert.

Womit lassen sich die Garnelen ersetzen?

Für eine fleischige Variante eignet sich gekochtes, in Streifen geschnittenes Hähnchenfilet sehr gut. Pflanzlich werden die Rollen mit gebratenem Tofu, dazu Mango und Avocado, ebenfalls hervorragend. So bleibt das Gericht wandelbar für jeden Geschmack und jede Ernährungsweise.


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Vietnamesische Spring Rolls mit Garnelen und Dips

Vietnamesische Reispapier-Spring-Rolls mit Garnelen, Karotten und Gurke – Goi Cuon

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Frische vietnamesische Sommerrollen aus Reispapier mit Garnelen, Karotten-Julienne, rosa Wassermelonenrettich, Gurkensticks, Tomatenspalten, Blattsalat und frischem Koriander. Serviert mit Tamari-Limetten-Dip und Sweet-Chili-Sauce – glutenfrei, leicht und sommerlich.
Portionen 8 Rollen
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 3 Minuten
15 Minuten (Garnelen abkühlen, Dips kühlen) 15 Minuten
Gesamtzeit 48 Minuten

Kochutensilien

  • Flache Schale mit lauwarmem Wasser zum Einweichen des Reispapiers
  • Holzbrett oder feuchtes Tuch als Arbeitsfläche
  • Julienne-Schäler oder scharfes Messer für Karotte und Rettich
  • kleiner Topf nur nötig, wenn rohe Garnelen verwendet werden
  • kleine Schälchen für Füllung und Dips

Zutaten
  

Für die Spring Rolls

  • 10 Reispapier-Blätter (rund, ca. 22 cm Durchmesser; 8 für die Rollen, 2 als Reserve für gerissene Blätter)
  • 250 g Garnelen (klein, gekocht, geschält, entdarmt; ca. 40 Stück, ganz lassen – 4–5 je Rolle; nur große Garnelen ab Kaliber 16/20 längs halbieren)
  • 1 Karotte (mittel, ca. 80 g, in feine Julienne)
  • 100 g Wassermelonenrettich (roh, geschält, in feine Julienne; Saison Oktober bis März – Alternativen siehe Notizen)
  • 0,5 Salatgurke (ca. 150 g, längs halbiert, entkernt, in Stifte geschnitten)
  • 2 Fleischtomaten (ca. 250 g, entkernt, in schmale Spalten, gut abtropfen lassen)
  • 10 Blätter Lollo bionda oder krauser Blattsalat (Strunk entfernt; 8 für die Rollen, 2 als Reserve)
  • 1 Bund Frischer Koriander (Blätter abgezupft)
  • 10 Blätter Thai-Basilikum oder Minze (optional)
  • 1 TL Schwarzer Sesam (zum Bestreuen der Füllung, optional)

Für den Tamari-Limetten-Dip

  • 3 EL Tamari (glutenfreie Sojasauce; ohne Glutenfrei-Anspruch auch helle Sojasauce)
  • 1 TL Limettensaft (frisch)
  • 0,5 TL Ingwer (frisch gerieben, optional)

Für die Sweet-Chili-Sauce

  • 4 EL Sweet Chili Sauce (gekauft oder selbst gekocht – siehe Notizen)

Anleitungen
 

ZUTATEN VORBEREITEN

  • Alle Zutaten vorbereiten und angerichtet in kleinen Schälchen bereitstellen – wie auf dem Foto. Das macht das Rollen entspannt und schnell.
    Reispapier-Blätter mit Schälchen voller Garnelen, Karotten, Tomatenspalten, Wassermelonenrettich, Gurke und Koriander
  • Gekochte Garnelen nur abtropfen lassen und trocken tupfen. Rohe Garnelen 2–3 Min in leicht gesalzenem Wasser garen, bis sie rosa und gerade fest sind, danach abkühlen lassen. Die Garnelen ganz lassen – kleine Garnelen dieser Größe werden nicht halbiert, sonst zerfallen sie in der Rolle.
  • Karotte in feine Julienne schneiden oder mit dem Julienne-Schäler raspeln. Wassermelonenrettich schälen und ebenfalls in feine Julienne schneiden. Salatgurke längs halbieren, entkernen und in schmale Stifte schneiden.
  • Fleischtomaten vierteln, die Kerne mit dem Messer herausstreifen und das Fruchtfleisch in schmale Spalten schneiden. Die Spalten 5 Min auf Küchenpapier abtropfen lassen, sonst wird die Rolle wässrig. Salatblätter waschen, Strunk entfernen und trocken tupfen. Kräuter waschen, trocken tupfen und Blätter abzupfen.

DIPS RÜHREN

  • Tamari mit Limettensaft und Ingwer in einem kleinen Glasschälchen verrühren. Die Sweet Chili Sauce in ein zweites Glasschälchen geben. Beide Dips kühl stellen, bis die Rollen fertig sind.

REISPAPIER EINWEICHEN UND BEFÜLLEN

  • Eine flache Schale mit lauwarmem Wasser (nicht heiß!) füllen. Ein Reispapier-Blatt 5–10 Sek eintauchen, bis es leicht weich und biegsam ist (das Wasser nicht zu lange einwirken lassen – es weicht beim Befüllen noch nach). Auf ein feuchtes Holzbrett oder Tuch legen.
  • Auf das untere Drittel des Reispapiers ein Salatblatt legen (als Bett, damit die Füllung sich gut tragen lässt). Darauf 4–5 Garnelen, etwas Karotte, Rettich, Gurke, zwei bis drei Tomatenspalten und einige Korianderblätter platzieren. Mit einer Prise Sesam bestreuen.
    Spring Roll Detailansicht mit Garnelen-Füllung

ROLLEN

  • Den unteren Rand des Reispapiers fest über die Füllung schlagen, die Seiten links und rechts einklappen und die Rolle dann straff nach vorne aufrollen – wie einen Burrito. Mit den anderen Reispapier-Blättern ebenso verfahren.
  • Tipp für die rosa Optik: Zwei bis drei Garnelen mit der gewölbten Seite nach unten ganz oben auf den Bereich legen, der zuletzt eingerollt wird. Sie liegen danach direkt unter der Hülle und leuchten rosa durch das Reispapier (wie auf dem Foto).

SERVIEREN

  • Die fertigen Goi Cuon auf einer Schiefer- oder Steinplatte arrangieren. Die zwei Dip-Schälchen (Tamari-Limette und Sweet Chili) daneben stellen. Mit asiatischen Stäbchen servieren. Sofort genießen – Goi Cuon schmecken frisch am besten.

Notizen

Reispapier einweichen: Nur 5–10 Sek in lauwarmem Wasser – nicht heiß, nicht zu lange. Das Reispapier weicht beim Befüllen noch nach. Falls es zu lange im Wasser bleibt: löst sich auf. Zwei Blätter mehr einplanen, die ersten Versuche reißen erfahrungsgemäß.
Feuchtes Arbeitsbrett: Verhindert, dass das Reispapier festklebt. Holz oder Marmor mit nassem Tuch befeuchten.
Nicht überfüllen: Die Füllung als schmales Band von etwa 12 cm Länge auflegen, dann bleiben links und rechts je 5 cm Reispapier zum Einschlagen.
Wassermelonenrettich: Roh verwendet, nicht eingelegt – nur so bleibt die kräftig pinke Farbe mit dem hellgrünen Rand. Saison ist Oktober bis März, erhältlich auf Wochenmärkten, im Bioladen und im Asia-Laden. Außerhalb der Saison: roher Daikon-Rettich (weiß, milder) oder rosa eingelegter Rettich – beide sehen deutlich blasser aus als auf dem Foto. Eingelegter Rotkohl färbt die ganze Füllung violett.
Tomaten entkernen: Die Kerne und das Gelee herausstreifen und die Spalten abtropfen lassen. Sonst sammelt sich Saft in der Rolle und weicht das Reispapier von innen auf.
Schöne Optik: Garnelen so platzieren, dass sie nach dem Rollen rosa nach außen schauen – Profi-Trick.
Glutenfrei: Reispapier besteht aus Reis und Tapioka und enthält von Natur aus kein Gluten. Der Dip ist mit Tamari statt klassischer Sojasauce glutenfrei; bei gekaufter Sweet Chili Sauce das Etikett prüfen.
Sweet Chili Sauce selbst kochen: Sie lässt sich nicht kalt zusammenrühren – sie wird aufgekocht und mit Maisstärke gebunden, sonst bleibt sie dünn. Das ausführliche Rezept steht im Beitrag Thai Süß-Chili-Sauce.
Variationen:
  • Mit Hähnchen: Statt Garnelen 250 g gekochtes, in Streifen geschnittenes Hähnchenfilet
  • Klassisch vietnamesisch (Tom Thit): Garnelen plus dünne Scheiben von gekochtem Schweinebauch
  • Vegetarisch: 200 g gebratener Tofu mit Mango- und Avocadostreifen
  • Mit Reisnudeln: 100 g feine Reisnudeln (Bun), gegart, abgeschreckt und in kurze Stücke geschnitten – so werden Goi Cuon in Vietnam serviert
  • Mit Mango: Frische, in Streifen geschnittene Mango für süß-fruchtige Note
  • Mit Erdnüssen: 2 EL geröstete, gehackte Erdnüsse für extra Biss
Dip-Alternativen:
  • Nuoc Cham: Fischsauce, Limette, Zucker, Wasser, Chili, Knoblauch – der klassische Dip zu Goi Cuon
  • Erdnuss-Hoisin-Sauce (Tuong): Erdnussbutter, Hoisin, Reisessig, Knoblauch, Limette – ebenfalls traditionell, aber nicht glutenfrei (Hoisin enthält Weizen)
  • Ingwer-Soja: Sojasauce mit frisch geriebenem Ingwer und Sesamöl
  • Sriracha-Mayo: Mayonnaise mit Sriracha – würzig-cremig
Aufbewahrung: Goi Cuon schmecken sofort am besten. Falls vorbereiten nötig: einzeln in feuchtes Küchenpapier wickeln, luftdicht im Kühlschrank max. 3–4 Std. Nach längerer Lagerung wird das Reispapier zäh.
Servier-Tipps: Mit gerösteten Erdnüssen und Sesamsamen. Als Vorspeise zu Pho Bo oder als komplettes leichtes Sommer-Mittagessen.
Saison: Die Rollen selbst gelingen ganzjährig. Für die pinke Farbe auf dem Foto ist der Wassermelonenrettich nötig, und der hat von Oktober bis März Saison.

Nährwerte

Kalorien: 108kcalKohlenhydrate: 17gEiweiß: 8gFett: 1g
Gericht: Hauptgericht, Snack, Vorspeise
Küche: Asiatisch, Vietnamesisch
Ernährungsform: Glutenfrei,
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Vietnamesische Reispapier-Spring-Rolls mit Garnelen sind perfekt für sommerliche Vorspeisen, Liebhaber der asiatischen Straßenküche, leichte Hauptgerichte und Buffets. Glutenfrei, leicht und mit etwa 108 kcal pro Rolle inklusive Dip. Eine perfekte Einsteiger-Variante in die vietnamesische Küche und ein toller Hingucker für Gäste – die transparente Reispapier-Hülle zeigt jede leuchtende Zutat.

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